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Rauchen Sinn und Unsinn

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Deshalb: leben und leben lassen!
Ich bin sehr froh, dass ich von mir aus - unter ganz speziellen Bedingungen - aufgehört habe zu rauchen.

Diejenigen, die mir geholfen haben, ohne es zu wissen, war ein Mediziner, dem mein Leben wohl mehr wert war als mir selber und keine Vorhaltungen von seiner Seite. Er wollte mir helfen, dafür wollte ich "Dank" sagen. So hat es funktioniert.

Was für mich immer die Hölle war waren Vorhaltungen - auch wenn sie gut gemeint waren - diese Vorhaltungen haben mich immer daran erinnert was ich schon selber wusste und nicht abstellen konnte : "abhängig von einem Glimmstengel" und diese Vorhaltungen haben mir alle Kraft genommen es wieder zu versuchen aufzuhören.....

Gruß von Grisu
 
"Und Not entsteht nicht nur aus Nahrungs- und Wassermangel, son-
dern ebenso aus Liebes- und Bestätigungsmangel sowie bei sozi-
aler Ablehnung und Ausgrenzung. Von den Suchterkrankungen
wissen wir, dass es nicht so sehr die Drogen sind, die den Men-
schen süchtig machen. Vielmehr sucht der ungestillte Mensch
sich Mittel, die seine Qual lindern sollen,
die er dann aber ständig braucht, weil sie die Bedürftigkeit nicht löschen, sondern nur betäuben.
Bei dann zwangsläufig ständigem Mittelgebrauch können zusätzliche biochemische Abhängigkeiten entstehen,... "
Maaz, Das falsche Leben

Klingt für mich einleuchtend.
Gilt wahrscheinlich nicht bei allen, manche rutschen auch nur über die körperliche Abhängigkeit in eine Sucht? Bei Alkohol gibt es zumindest diese Möglichkeit.


Das starke Husten könnte man auch mit den Hilferufen eines Ertrinkenden vergleichen?
Stattdessen erlebten Raucher in den letzten Jahren weitere Ausgrenzung und Ablehnung.

Jede Sucht und (ungesunde) Angewohnheit zeigt einen Mangel an Bewusstheit.
Wenn man bei vollem Bewusstsein wäre, würde man so einen Quatsch wie zu rauchen gar nicht machen.

Viele Stoffe und Aktivitäten verändern ja auch das Bewusstsein.
Das kommt jenen die ihren Bewusstseinszustand nicht ertragen können, sehr entgegen. Man beamt sich weg, nebelt sich ein, dröhnte sich zu... ist klar, das die Folgen des schädlichen Verhaltens nicht wahrgenommen werden, bzw wahrgenommen werden wollen, oder?
 
Rauchen Sinn und Unsinn
In meinen Augen steht außer Frage, dass Rauchen so ungefähr das Unsinnigste, Bescheuertste und Entbehrlichste ist, was es gibt (- neben Fensterputzen und Sternzeichen-Horoskop-Gedöns, was im Vergleich aber niemandem schadet). Rauchen ist ungesund, macht krank, kostet Unsummen an Geld, schadet der Umwelt und stinkt.
Insofern gibt es objektiv betrachtet keine Gründe, die für's Rauchen sprechen. Wirklich keinen einzigen.

Dennoch rauche ich seit fast 25 Jahren mal mehr, mal weniger. Es gab immer wieder Phasen (z.B. Schwangerschaft, Stillzeit) in denen ich gar nicht geraucht habe und Perioden, in denen ich fest entschlossen war, aufzuhören, aber es dann doch nicht geschafft habe. Letztendlich zählen Kippen zu den konstantesten Beziehungen meines Lebens und auch, wenn ich mich schrecklich dumm dabei finde, das zu schreiben: ich liebe es (- leider) zu rauchen. Beim Rauchen kann ich mich entspannen, ich kann durchatmen (- metaphorisch 😉), abschalten, zur Ruhe kommen, es schmeckt mir, es passt zu mir, es erinnert mich an Menschen, die nicht mehr da sind, es würde etwas fehlen, wenn ich es mir abgewöhne.
Allein das Gefühl ein volles, knisterndes Softpack in meiner Jackentasche und eine Kippe zwischen den Fingern zu haben. Dem Rauch zuzugucken. Das knisternde Geräusch, wenn man zieht. Ich liebe das.

Aber zugleich finde ich es scheißedumm und habe Angst vor Lungenkrebs und allen anderen Raucherkrankheiten. Der Gestank stört und mein Mann findet meine Raucherei endlos blöd. Ich bin ein katastrophales Vorbild für meine Kinder und würde durchdrehen, wenn die anfangen zu rauchen, hätte aber kein einziges glaubwürdiges Argument dagegen. Gibt also gute Gründe aufzuhören und ich behaupte mal, dass ich es zum richtigen Zeitpunkt auch hinkriegen könnte. Würde ich das wollen. Jedenfalls gebe ich allen Menschen recht, die nicht nachvollziehen können, warum es heute, wo wir alle bestens über mögliche Folgeschäden informiert sind, noch immer so viele gibt, die es nicht lassen können.
 
Aus meiner Sicht soll das jeder für sich entscheiden wie er will. Da braucht man keine Verbotskultur. Ich selber rauche seit etwa 57 Jahren. Die letzten 20 Jahre rauche ich nur im Freien. In der Wohnung oder im Auto wird nicht geraucht. Und die ärztliche Untersuchung jedes Jahr zeigt, dass alles in Ordnung ist. Und so zum Abschluss, mein Vater, Nichtraucher, starb mit 58 Jahren und sein Vater mit 37 Jahren. Ich werde bald 71. So sage ich mittlerweile nicht mehr mein alter Herr, sondern mein junger Herr.
 
Eigentlich agiere ich stets nach dem Motto Leben und leben lassen. Aber beim Thema Rauchen bin ich 0 kompromissbereit. Wenn Raucher nur sich selber und ihre Gesundheit beeinträchtigen würden, wäre mir die ganze Thematik herzlich egal. Aber mich kotzt dieser ständige Passivrauch, dem man ausgesetzt ist, sowas von an (ist ja soweit ich weiß noch schädlicher als das aktive Rauchen). Unter mir wohnt ein Kettenraucher, der gefühlt den ganzen Tag auf seinem Balkon hängt. Natürlich weht der Rauch konstant zu mir hoch. Das heißt, ich kann meinen Balkon gar nicht mehr nutzen und auch nicht lüften 😑. Bekomme auch immer die Krise, wenn ich sehe, dass Erwachsene in der Gegenwart von Kindern munter rauchen. Neulich hatten wir auch mit einem Patienten zu tun, dem es gesundheitlich gar nicht gut ging und sich notfallmäßig einem Eingriff unterziehen musste. Seine einzige Sorge war, wann er endlich wieder rauchen darf :/.

Trotz alledem ist es natürlich eine enorme Sucht und für die meisten ist es sehr schwer davon loszukommen. Aber insgesamt hält sich mein Verständnis in Grenzen.
 
Genauso ist es hier auch. 🙁 Das schlimmste ist, vom Balkon neben uns werden wir auch vollgeraucht. Es ist echt widerlich, dass ich meinen Lüftungsturnus an deren Suchtverhalten anpassen muss. Wenn ich etwas sagen würde, wäre allerdings ICH der A****.
Verkehrte Welt.....

Daher, danke für deinen Beitrag Nezuko, es tut gut zu lesen dass es auch andere so empfinden... manchmal denkt man ja, man wäre ein Alien. 😉
Dadurch geht echt ein gutes Stück Lebensqualität in den eigenen 4 Wänden flöten :/. Und besonders ärgerlich ist, wenn man lüften möchte und zu spät bemerkt, dass Mr. Qualmi schon wieder zugange ist => Innerhalb weniger Sekunden mieft der ganze Raum ewig lang nach Rauch. Ich habe sogar einen Umzug in Erwägung gezogen, aber letztendlich hat man nie die Garantie, dass es in der nächsten Wohnung besser wird. Ich hab mich inzwischen in mein Schicksal ergeben, dass ich mein Wohnzimmer nicht mehr lüften kann und mir zusätzlich einen elektrischen Luftentfeuchter geholt. Und ich hoffe täglich, dass der Nachbar irgendwann wegzieht 😆.
 
Das man Rauchen nicht mag, vollkommen okay, das man das Passivrauchen vermeiden will ist auch vollkommen okay. Wenn mich jemand im Biergarten anmault weil ich rauche setze ich mich wo anders hin wenn Platz ist. Aber... die Argumentation das wir Raucher die armen Passivraucher "vergiften" ist schon irgendwie fail... was ist mit dem Mikroplastik das wir alle täglich einatmen und über Lebensmittel zu uns nehmen, die Abgase der Autos und der Industrie, den ganzen Dreck den sie in unser Essen mischen oder den Tieren füttern die wir wiederum essen?
Egal wie Gesund und Bewusst wir leben wir alle sind Tag täglich gesundheitsschädlichen Substanzen ausgesetzt ob wir wollen oder nicht.
 
Ich muss leider sagen, mir war es immer sehr unangenehm als Sportler und Nichtraucher, wenn ich zu Sport-Events meine Raucher-Freundin (Ex Freundin) mit gebracht habe und viele dort fragten mich dann immer "Wie, deine Freundin raucht, wie passt das". Ich stand dann immer ein wenig unter Rechtfertigungszwang, auch wenn ich das nicht getan habe. Auch war es mir unangenehm, wenn wir in Biergärten waren und der Qualm dann quer über die Bänke zog. Ich glaube einfach, Rauchen ist "out" oder eben nur in gewissen Kreisen noch sehr etabliert, jedenfalls nicht in denen, in denen ich mich bewege, ich musste im Vorfeld bei jeder Feier, Familienfesten ankündigen "aber achtung, meine Freundin raucht". Das war mir schon echt unangenehm.

Aus heutiger Sicht muss ich sagen, möchte ich auch nicht voll gequalmt werden, da ich selbst entscheiden mag, welche Luft ich atme.

Die vielen und immer mehr werdenden Rauchverbotszonen finde ich übrigens sehr begrüßenswert.
 
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