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Ich schaffe es nicht, mich von den Erwartungen anderer zu lösen – wie geht ihr damit um?

Nun ja, es ging darum, mich „normal“ zu machen (was ja auch bis zu einem gewissen Punkt nicht schadet). Da müssen eben auch Spezialinteressen weg, v.a. diejenigen, die man eher alleine macht.
Meine Mutter weint immer noch innerlich wenn ich am WE zuhause bin und nichts mit gleichartigen unternehme. Veranstaltungen/Treffen in Vereinen zählen da nicht dazu. Sie ist ein hypersozial eingestellter Mensch.
Einen Fakt hab ich noch: mir wird noch immer häufig, wenn meine Eltern ihre Freunde sehen und ich dabei bin, gesagt, wie ich mich denn bei ihnen benommen habe. Meistens ist es eh ganz ok, darauf gibt es dann Lob. Aber ich weiß nicht, ob die Freunde zu mir befragt werden, wenn ich nicht dabei bin, oder die das aus freien Stücken sagen. In der Grundschule gab’s den Fall, dass ein Freund bei mir zum spielen eingeladen wurde, und der bei meiner Mutter im Auto anscheinend gesagt hat, er hätte sich bei mir gelangweilt. Darauf gab es irgendeine Strafe. Er beteuerte das natürlich, gesagt zu haben.
 
Hallo Benny,
hier, ich bin auch ein Kind einer Mutter, für die Leistung alles war (und auch irgendwie nicht). Ich konnte es ihr im Grunde nie recht machen. Sie hat mir Jahrelang erzählt, dass sie Abitur hätte, erst mit Anfang 20 kam ans Licht, dass das gar nicht stimmte. Aber damit konnte sie mich natürlich ordentlich klein halten.
Ich weiß noch sehr genau, dass ich in der Grundschule einmal Probleme hatte die Siebenerreihe auswendig zu lernen. Anstatt mich zu unterstützen sperrte sie mich ins Kinderzimmer und ich durfte erst wieder raus, bis ich sie aufsagen konnte. Sie fragte mich durch die Tür ab und wenn ich einen Fehler machte, ließ sie mich weiter im Zimmer, bis ich sie konnte.
Ich weiß noch, dass ich gebettelt hatte raus zu dürfen, weil ich so dringend aufs Klo musste, aber da war sie absolut eisern. Ich habe mir aus Verzweiflung in die Hose gemacht, mitten im Zimmer und gelernt wie eine irre. Als ich es dann richtig aufsagen konnte und meine Mutter die Tür öffnete, gab es natürlich erst recht Ärger wegen der nassen Hose... Und ich fühlte mich schuldig, weil ich es nicht geschafft hatte das schneller zu lernen. Völlig gestört.
Aber wenn dann Prüfungen anstanden und ich sie ihren Erwartungen entsprechend erfüllt hätte, dann wertete sie diese Leistung ab. Zufall, da hat der Lehrer es wohl gut gemeint, etc.
Das sitzt bis heute tief in mir drin. Aber es gelingt mir inzwischen besser, auf die Erwartungen anderer zu pfeifen. Ich kenne meinen Wert und der besteht aus mehr als nur Noten.

Gerade habe ich eine Klausur mehr oder weniger in den Sand gesetzt. Eine innere Stimme schimpft, aber ich lasse sie toben und stehe darüber. Niemand ist perfekt. Das ist nicht so einfach.

Versuche dich davon frei zu machen, was deine Eltern wollen. Es ist dein Leben. Und du wirst sehen, wenn du nur stur genug deine eigenen Ziele verfolgst, werden sie es schon eines Tages akzeptieren (müssen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wobei meine Situation wahrscheinlich anders ist als deine, weswegen es für mich bei einem temporären Kontaktabbruch (1 Jahr) bleiben würde. Ich habe auch noch andere Familienmitglieder, denen ich das nicht antun möchte und mit denen ich noch Kontakt dann haben will.
Dann wünsche ich Dir einen guten Instinkt und viel Kraft für die nötigen Schritte.
 

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