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Hat jemand Erfahrung mit einer narzisstischen Mutter?

In erster Linie erzählst du hier aber von dir und wenig von deiner Mutter. Auf dieser Basis könnte ich z. B. gar nicht sagen, ob sie sich nicht angemessen verhält. Lediglich die Aussage, sie habe immer recht, lässt auf eine gewisse Dominanz schließen. Das allein reicht aber nicht für Narzissmus.

Dass eine Mutter Partei für ihr Kind ergreift und sich gegen den Schwiegersohn stellt, der ja offenbar ihrem Kind nicht gut getan hat, ist für mich auch eher Zeichen von Loyalität. Nicht jede geht darüber hinaus damit dann souverän um und hält sich weitgehend heraus. Ich würde sogar sagen, dass sich viele dann offen gegen den "bösen Schwiegersohn" positionieren. Du deutest hier lediglich an, dass er irgendetwas Schlechtes gemacht hat und nicht, dass ihr euch trennt, weil ihr euch auseinandergelebt habt. Also welche Handlungsweisen deiner Mutter erscheinen dir narzisstisch geprägt? Kannst du konkreter werden?
Hallo,
ich erzähle wie ich mich fühle...

Wie gesagt ich hätte Schuldgefühle gehabt, wenn ich nicht im selben Ort gebaut hätte, weil ich weiß, das es meiner Mutter sehr wichtig war, als wir uns Grundstücke in anderen Orten angeschaut hatten, kam immer ein trauriger Blick oder Sätze wie " da würde ich nicht bauen".

In erster Linie erzählst du hier aber von dir und wenig von deiner Mutter. Auf dieser Basis könnte ich z. B. gar nicht sagen, ob sie sich nicht angemessen verhält. Lediglich die Aussage, sie habe immer recht, lässt auf eine gewisse Dominanz schließen. Das allein reicht aber nicht für Narzissmus.

Dass eine Mutter Partei für ihr Kind ergreift und sich gegen den Schwiegersohn stellt, der ja offenbar ihrem Kind nicht gut getan hat, ist für mich auch eher Zeichen von Loyalität. Nicht jede geht darüber hinaus damit dann souverän um und hält sich weitgehend heraus. Ich würde sogar sagen, dass sich viele dann offen gegen den "bösen Schwiegersohn" positionieren. Du deutest hier lediglich an, dass er irgendetwas Schlechtes gemacht hat und nicht, dass ihr euch trennt, weil ihr euch auseinandergelebt habt. Also welche Handlungsweisen deiner Mutter erscheinen dir narzisstisch geprägt? Kannst du konkreter werden?
Hallo,
Ja ich erzähle wie es mir geht.

Ich kann gerne Beispiele nennen:
Wie haben damals ein Grundstück gesucht und ich wusste, das sie uns gerne im selben Ort gesehen hat/hätte. Ich hatte ein richtig schlechtes Gewissen, wenn wir uns woanders Grundstücke angeschaut haben und ihr Blick 1000 Worte gesprochen hat. Dazu kamen am Rand Bemerkungen wie " tja, das müsst ihr wissen, ich würde da nicht bauen".

Dann geht um meinen Haushalt, wo sie bis vor 2 Jahren, täglich zum Kaffee war und wir anschließend mit den Hund rausgegangen sind. Ich habe mich unwohl gefühlt, das sie die Wäsche gemacht hat, meine Fenster geputzt hat usw. ohne das ich sie darum gebeten habe, sie wollte mir helfen, ich/wie hatten jedoch das Gefühl, es nicht allein zu schaffen, weil eben nicht jeden Tag Zeit zum Fenster putzen, Wäsche machen oder Unkrautzupfen ist und es mich teilweise gar nicht stört, aber ich ständig unter Druck stand, alles perfekt zu machen.

Dann zum Thema mit meinem Mann, Loyalität könnte man es zum Zeitpunkt des Konflikt nennen, dieser ist jedoch fast 2 Jahre her, seitdem spricht sie kaum mit ihm oder ignoriert ihm, kommt nicht zum Geburtstag der Enkelkinder, spricht schlecht über ihn im Beisein der Kinder, er sei ein faules Schwein usw. ( er ist Vollzeit in der Pflege beschäftigt)vergleicht mit anderen Männern, wie toll diese doch sind uvm. Und wenn ich versuche zu erklären, kommt immer nur, schön wie du ihm beistehst. Naja wie gesagt, es ist eine Sache zwischen meinen Mann und mir und wir müssen damit klar kommen, nicht sie.

Wenn wir in den Urlaub fahren möchten, ist alles viel zu teuer oder überhaupt nichts für die Kinder ( ihre Meinung,), es geht sogar soweit, das unsere Kinder dadurch teilweise gar nicht mitkommen wollten, weil wir eben nicht zum 10 mal in die Türkei wollten, wo jedes Hotel dem anderen gleicht und man 24 Std in der Hotelanlage sitzt. wir sind der Meinung sind, das man durchaus auch andere Länder kennenlernen sollte.

Das sind jetzt einige wenige Beispiele.
 
Grenzt euch ab! In dem Zusammenhang ist es auch unerheblich, ob sie starke narzisstische Züge oder was auch immer hat.

Vieles, was du schreibst, kommt mir bekannt vor. Du kannst die Situation für dich nur erträglicher machen, wenn du bei dir selbst bleibst. Deine Mutter wirst du nicht ändern können.
 
Ich habe auch nach deiner Erklärung noch nicht verstanden, was an deiner Mutter narzisstisch sein soll. Wahrscheinlich hast du das aktuelle Modewort mal irgendwo aufgeschnappt.

Es ist doch nicht das Problem deiner Mutter, wenn sie traurig schaut, wenn ihr euch einen Bauplatz in einem anderen Ort anschaut. Sie darf doch traurig schauen. Ich sehe da eher das Problem auf deiner Seite, dass ihr ihr verklickert, dass sie das zu akzeptieren hat und nichts mitzuschnabeln hat.
 
In deinen Beispielen sehe ich keine Anzeichen für Narzissmus. Allerdings erwähnst du, deine Mutter sei wegen einer PTBS in Therapie. Das ist ne Hausnummer und deutet auf großen Leidensdruck bei deiner Mama hin. Das ist viel relevanter für ihr Verhalten als irgendwo Narzissmus dazudichten zu wollen.

Weißt du, was ihr passiert ist?
 
Liebe TE,

ich habe eine Mutter, die massive Züge einer NPS aufweist, mit Komorbiditäten allerdings, die noch schwerwiegender zu sein scheinen.
Dies nur, weil du eingangs gefragt hast, ob das jemand kennt.

Mir fällt bei dir etwas ganz massiv ins Auge: du bist gar nicht du. Du bist nach wie vor die Verlängerung deiner Mutter.
Angefangen bei deinem Nick (das ist natürlich nur ein Indiz), du heißt nicht auf tausenderlei Art irgendwie selbst, du heißt "Verzweifeltetochter" .
Ich wurde auf einer Feier mal von der Nachbarin meiner Mutter als "Das ist die Tochter von..." vorgestellt, da war ich ziemlich fassungslos. Denn ich wurde schon jahrelang als "ich selbst" vorgestellt, nicht als Tochter von jemandem.
Und da war ich noch fünf Jahre jünger als du.

Ich war ziemlich erschrocken zu lesen, dass du 39 bist. Ich hätte aus dem Namen und dem Eingangspost auf 19 getippt.

Dann nimm als Beispiel die Sache mit eurem Haus: du lebst in vorauseilendem Gehorsam in ihrer absolut unmittelbaren Nähe, auf Basis von Seufzern und theatralischen Blicken von ihr?! Wieso bist du so vorauseilend brave Tochter? Du hast dich sichtbar nie abgenabelt. Sie putzt deine Fenster, obwohl du das nicht willst...mit welchem Nachdruck hast du "Nein, Mama!" gesagt?

Du bedienst ihre unausgesprochenen Wünsche und lehnst dich nicht auf. Dafür muss man nicht streiten, dafür muss man es zunächst mal nur klar sagen, was man will.
Du hättest auch in all die Stoßseufzer deiner Mutter hinein sagen können, ihr zieht jetzt an den Arxxx der Welt, aber sie kann euch besuchen und ihr besucht sie auch...sie muss sich damit abfinden.

So könnte man jedes deiner Beispiele zerlegen. Du besprichst mit deinem Mann und deinen Kindern, wie ihr Urlaub machen wollt und dann bucht ihr eine Hütte in den Bergen oder ein Zelt am Meer...vollkommen ohne die Absolution deiner Mutter. Sie muss nicht mitfahren, sie entscheidet nicht mit. Was sie kommentiert, hat sie gern umsonst.

Ich hab's schon viele Male empfohlen, dir empfehle ich es auch: eines der für mich besten Bücher zum Thema ist von Howard Halpern und heißt "Abschied von den Eltern" .
Hier geht es darum, die jahrzehntelange eingeschliffene Interaktion zwischen Eltern und Kindern aufzubrechen und zu einem erwachsenen Miteinander auf Augenhöhe zu finden.

Dieses Buch würde ich dir mit Nachdruck ans Herz legen. Ich lese keinen mütterlichen Narzissmus, ich lese eine besitzergreifende Mutter und eine Tochter, die aus der Rolle des angepassten kleinen Mädchens nicht herausfindet
Ihr bedingt euch in eurer Interaktion gegenseitig - wenn du einen Schritt heraustust, wird sie irgendwohin mitgehen müssen.
Halpern nennt diese Interaktionen sehr treffend Tanzlieder, ihr bewegt euch miteinander im ewig gleichen Takt. Deine Mutter wird nicht aussteigen, du musst es tun. Dann kann sie nicht allein weitertanzen, wenn ihre Wünsche an dich irgendwo im Raum verpuffen, muss sie auch einen neuen Umgang mit euch finden.
 
Beim einen oder anderen Beispiel läge es auch an dir, deine Mutter in die Schranken zu weisen. Ich hätte sie z. B. aufgefordert, Schimpfworte über deinen Mann wie "faules Schwein" in deinem Beisein oder dem eurer Kinder zu unterlassen. Da kannst auch du Grenzen setzen und wenn sie das nicht unterlässt reduzierst du eben den Kontakt. Das kann man auch ruhig als Warnung aussprechen.

Beim Urlaubsbeispiel hätte ich ihr gesagt, es spräche ja nichts dagegen, dass sie in ein türkisches Hotel reist, euer Ding wäre das aber eben nicht, und das dürfe sie akzeptieren.

Für mich klingt es eher danach, als könntest du dich nicht durchsetzen - dafür als erwachsene Frau deine Mutter verantwortlich zu machen, finde ich ein bisschen schräg. Mittel, dich durchzusetzen, gibt es viele. Und einen beleidigten oder traurigen Blick kann man durchaus aushalten.
 
Ich habe auch nach deiner Erklärung noch nicht verstanden, was an deiner Mutter narzisstisch sein soll. Wahrscheinlich hast du das aktuelle Modewort mal irgendwo aufgeschnappt.

Es ist doch nicht das Problem deiner Mutter, wenn sie traurig schaut, wenn ihr euch einen Bauplatz in einem anderen Ort anschaut. Sie darf doch traurig schauen. Ich sehe da eher das Problem auf deiner Seite, dass ihr ihr verklickert, dass sie das zu akzeptieren hat und nichts mitzuschnabeln hat.
Es geht nicht nur um den Bauplatz aber genau darin wäre das Problem gewesen, man kann es nicht einfach so verklickern. Wie verkl Aber das ist auch Jahre her, diente nur als bespiel, wie ich mich in der Situation gefühlt habe, nämlich es meiner Mutter Recht zu machen, damit sie sich wohl fühlt. Wessen Problem ist es dann, jemanden zu signalisieren, das man nicht möchte, das man in einem anderen Ort baut? Ich habe das Modewort auch nicht nur aufgeschnappt, sondern befasse mich seit geraumer Zeit damit und empfinde viele Parallelen mit vielen gemachten Situationen.
In deinen Beispielen sehe ich keine Anzeichen für Narzissmus. Allerdings erwähnst du, deine Mutter sei wegen einer PTBS in Therapie. Das ist ne Hausnummer und deutet auf großen Leidensdruck bei deiner Mama hin. Das ist viel relevanter für ihr Verhalten als irgendwo Narzissmus dazudichten zu wollen.

Weißt du, was ihr passiert ist?
Ich möchte nichts dazudichten, ich stelle nicht umsonst die Frage... Ja ich weiß was passiert ist, das ein Leidensdruck besteht, bestreite ich nicht, ich bin mir jedoch nicht sicher, das Menschen mit einem Trauma nicht auch eine manipulierende Haltung einnehmen können.
 
...diente nur als bespiel, wie ich mich in der Situation gefühlt habe, nämlich es meiner Mutter Recht zu machen, damit sie sich wohl fühlt.

Hier und NUR hier liegt der Hund begraben.
Warum willst du auf Biegen und Brechen so große Lebensentscheidungen auf eine Weise treffen, dass deine Mutter sich wohlfühlt damit?!
Das allein ist der Knackpunkt.
Welche Diagnose du ihr dafür anheftest, ist dabei völlig irrelevant.

In solchen Situationen gibt es immer zwei Positionen: einer, der das macht und einer, der das mit sich machen lässt.
Du kannst nur dich ändern, nicht sie.
 
Ja wenn es so ist, dass du dich so ausführlich mit Narzissmus beschäftigst, dann wird es wohl stimmen.
Einwände von anderen Menschen lässt du ja nicht zu. Dann gehe ich halt wieder. Du scheinst ja nichts anzunehmen und suchst den Fehler weiterhin bei deiner Mutter und nicht bei dir.
Tschüssi
 
Beim einen oder anderen Beispiel läge es auch an dir, deine Mutter in die Schranken zu weisen. Ich hätte sie z. B. aufgefordert, Schimpfworte über deinen Mann wie "faules Schwein" in deinem Beisein oder dem eurer Kinder zu unterlassen. Da kannst auch du Grenzen setzen und wenn sie das nicht unterlässt reduzierst du eben den Kontakt. Das kann man auch ruhig als Warnung aussprechen.

Beim Urlaubsbeispiel hätte ich ihr gesagt, es spräche ja nichts dagegen, dass sie in ein türkisches Hotel reist, euer Ding wäre das aber eben nicht, und das dürfe sie akzeptieren.

Für mich klingt es eher danach, als könntest du dich nicht durchsetzen - dafür als erwachsene Frau deine Mutter verantwortlich zu machen, finde ich ein bisschen schräg. Mittel, dich durchzusetzen, gibt es viele. Und einen beleidigten oder traurigen Blick kann man durchaus aushalten.
Ich setzte mich dann durchaus durch, ich habe eben nur kein Lust mehr, mich überhaupt zu rechtfertigen, warum ich hier oder dort Urlaub machen möchte und warum ich bereit bin dafür mehr Geld auszugeben.

Es geht auch nicht nur um einen Blick, sondern viel mehr darum, das ich weiß, das es jahrelang nicht aufgehört hätte mir aufs Butterbrot zu schmieren, es hätte schon gereicht,wenn irgendeine Kleinigkeit schief gelaufen wäre " ich habe förmlich die Worte gehört " siehste ich habe es doch gleich gesagt, da würde ich nicht bauen".
 

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