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Bin ich ein Narzisst?

Uff, ich versuche das mal zu sortieren. Mit so viel Feedback hatte ich in so kurzer Zeit nicht gerechnet. Vielen Dank erst einmal! Das ist wirklich überwältigend.

Leider ist meine Zeit begrenzt, ich werde also nicht mit allen Beiträgen durchkommen. Werde dann aber zu einem späteren Zeitpunkt weiter fortfahren.

Also versuche ich mal von oben nach unten abzuarbeiten:

Bist du konfliktfähig - im Sinne von zuhören, reden, gemeinsam nach Lösungen zu suchen....sowie dich ggf. zu entschuldigen?

Wie gut kannst du mit Kritik umgehen?

Ich entschuldige mich irgendwie in der Beziehung nur noch, weil alles andere nur zu noch größerem Streit führt. Zuhören kann ich, auch wenn ich nicht immer einen guten Ratschlag parat habe. Ich weiß, dass es gerade in der Beziehung oftmals nur um emotionalen Beistand und nicht um eine Problemlösung geht, aber ich will halt gerne irgendwie auch darüber hinaus helfen.

Ehrlich gemeinte Kritik ist mir lieber als alles andere. Mit jemandem, der mir sagt: "Ich mag Dich nicht!" kann ich gut umgehen, so jemand hat sich sogar gleich meine Hochachtung verdient. Da gehört was zu, das so offen zu sagen. Wir sind als Menschen nicht alle gleich und ich bin schwierig. Mich muss nicht jeder mögen.

Hey hey.
Was sind denn die Vorwürfe deiner Frau, außer dass du unsicher im sozialen Umgang und leicht reizbar bist? Was du beschreibst würde ich, sofern man unbedingt etwas diagnostizieren muss, tendenziell eher im Autismusspektrum verorten.

Autismus ist auch ein Ding, womit ich mich auseinandersetze. Gefühle meines Gegenübers erfasse ich häufig nicht intuitiv, sondern rational. Ich muss "verstehen", wie sich jemand fühlt um mich in ihn hineinversetzen zu können. Das scheint anderen Menschen leichter zu fallen, glaube ich. Die bekommen das ganz ohne Mühe hin, was ich mir "erarbeiten" musste und immer noch muss.

Die Vorwürfe meiner Frau sind, dass es für mich angeblich nur mich gibt und mir die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen egal wären. Auch das kann ich nicht nachvollziehen. Aus meiner Brille habe ich immer versucht, zu unterstützen und zu ermöglichen, was meine Frau wollte. Wir scheinen da eine grundlegend andere Wahrnehmung zu haben.

---

Zu den anderen Dingen muss ich leider später erst reagieren. Da muss ich mir auch noch detailliertere Gedanken zu machen um das in Worte gießen zu können.

Vielen Dank nochmals.
 
Was ist denn euer Problem aus deiner Sicht?

Ihr habt eine gemeinsame Krise und davon abgesehen hast auch du als Einzelperson...hm....eine schwere Zeit? Habe ich das richtig verstanden?

Magst du bisschen mehr erzählen?
 
Wir sind hier Laien, wir können und dürfen keine Diagnosen stellen.

Meine Einschätzung als Laie: Das, was Du schreibst, wirkt auf mich nicht wie ein typischer Narzisst.
Ferner bin ich ein entschiedener Gegner solcher „Diagnosen“ durch Laien.
Aus meiner Sicht versucht man damit dem Gegenüber vollkommen unfair jeglichen Wind aus den Segeln zu nehmen.
Was soll/kann man schon auf solch einen Vorwurf antworten?
Ich bin ADHSler mit möglichen, leichten autistischen Tendenzen, vieles, was Du schreibst, ist mir nicht fremd.

Ist Deine Partnerin an einer Lösung der Krise interessiert?
Das solltest Du Dich fragen.
 
Ich stelle mir die obenstehende Frage: "Bin ich ein Narzisst?"

Hintergrund ist, dass mir meine Frau genau das zum Vorwurf macht. Wir erleben eine akute und schwere Krise. Dennoch beschäftigt mich insbesondere dieser Aspekt.

Im Web habe ich "Persönlichkeitstests" gefunden, die aber so offensichtlich gestrickt sind, dass ich dadurch auch keine weitere Sicherheit erfahre. Ich muss außerdem zugeben, dass mir der emotionale Umgang mit Menschen Probleme bereitet und ich mich sofort unsicher und unwohl fühle, sobald es um diese Ebene geht.

Auch bin ich manchmal der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, wenn es um solche Dinge geht. Das ist keine böse Absicht meinerseits, einfach nur Unvermögen, das mir manchmal selbst auffällt, aber leider nicht immer. Daran versuche ich schon seit längerer Zeit zu arbeiten, aber die Erfolge sind noch nicht zufriedenstellend.

Darüber hinaus, was auch für Narzissmus spricht, ruhe ich gerade nicht wirklich in mir selbst, bin schnell gereizt und habe das, was man wohl als "kurze Zündschnur" bezeichnen muss.

Dennoch: Ein Narzisst? In den Beschreibungen finde ich mich so gar nicht wieder. Im Mittelpunkt fühle ich mich eher unwohl. Jetzt habe ich gesehen, dass es unterschiedliche Formen es Narzissmus gibt. Gibt es Narzissten, die ihren Narzissmus vor sich selbst verbergen?

Klar, Fehler gesteht man nicht gerne ein - aber ich glaube, das ist hier was grundlegend anderes. Ihr merkt vielleicht schon, wie unsortiert zurzeit die Welt in meinem Kopf ist. Ich denke, eine einfache Antwort kann es auf die von mir gestellte Frage nicht sofort geben. Aber durch Nachfragen eurerseits bekomme ich auch die Gelegenheit, mein gedankliches um emotionales Durcheinander zu sortieren und mir über weitere Dinge klar zu werden.

Ich habe einfach Angst, tatsächlich so ein Mensch zu sein, denn diese stellen so ziemlich die Essenz dessen dar, was ich niemals sein möchte.

Ich stelle mir die obenstehende Frage: "Bin ich ein Narzisst?"

Hintergrund ist, dass mir meine Frau genau das zum Vorwurf macht. Wir erleben eine akute und schwere Krise. Dennoch beschäftigt mich insbesondere dieser Aspekt.

Im Web habe ich "Persönlichkeitstests" gefunden, die aber so offensichtlich gestrickt sind, dass ich dadurch auch keine weitere Sicherheit erfahre. Ich muss außerdem zugeben, dass mir der emotionale Umgang mit Menschen Probleme bereitet und ich mich sofort unsicher und unwohl fühle, sobald es um diese Ebene geht.

Auch bin ich manchmal der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen, wenn es um solche Dinge geht. Das ist keine böse Absicht meinerseits, einfach nur Unvermögen, das mir manchmal selbst auffällt, aber leider nicht immer. Daran versuche ich schon seit längerer Zeit zu arbeiten, aber die Erfolge sind noch nicht zufriedenstellend.

Darüber hinaus, was auch für Narzissmus spricht, ruhe ich gerade nicht wirklich in mir selbst, bin schnell gereizt und habe das, was man wohl als "kurze Zündschnur" bezeichnen muss.

Dennoch: Ein Narzisst? In den Beschreibungen finde ich mich so gar nicht wieder. Im Mittelpunkt fühle ich mich eher unwohl. Jetzt habe ich gesehen, dass es unterschiedliche Formen es Narzissmus gibt. Gibt es Narzissten, die ihren Narzissmus vor sich selbst verbergen?

Klar, Fehler gesteht man nicht gerne ein - aber ich glaube, das ist hier was grundlegend anderes. Ihr merkt vielleicht schon, wie unsortiert zurzeit die Welt in meinem Kopf ist. Ich denke, eine einfache Antwort kann es auf die von mir gestellte Frage nicht sofort geben. Aber durch Nachfragen eurerseits bekomme ich auch die Gelegenheit, mein gedankliches um emotionales Durcheinander zu sortieren und mir über weitere Dinge klar zu werden.

Ich habe einfach Angst, tatsächlich so ein Mensch zu sein, denn diese stellen so ziemlich die Essenz dessen dar, was ich niemals sein möchte.
Hallo Radlos,

hmm, das ist nicht ganz so einfach auf Anhieb zu sagen.

Was mich jedoch interessiert:
Kannst Du von Dir aus KONFLIKTE ansprechen?

Gehst Du aus eigener Initiative mal auf andere Menschen zu, ohne Dir einen Vorteil von denen zu erhoffen?

Spricht man Dich auf ein bestimmtes Problem an, gehst Du dann darauf ein oder weichst Du geschickt aus. Also sprichst um den heißen Brei herum und wirfst andere Themen in den Raum?!

Schreibt man Dir einen Brief, indem man Probleme anspricht und Dir Fragen dazu stellt. Beantwortest Du ihn, oder sprichst persönlich von Angesicht zu Angesicht mit der Person. Und weichst auch da geschickt aus?!

Sofern Du einen Großteil der Fragen mit "JA" beantworten kannst, tendierst Du eindeutig auf die Seite zum Narzissmus.

Und da Männer eher von einem OFFENEN NARZISSMUS geprägt sind, kann dies leider auf Dich zutreffen.

Wie alt bist Du, wenn ich fragen darf?

Ein positives Zeichen für mich ist, dass Du Dich zumindest mit dieser Thematik eingehend beschäftigt hast. Das zeigt mir, dass Du "eventuell" den WILLEN hast, etwas an dieser Persönlichkeitsstörung ändern zu wollen.

Je ehrlicher und offener Du mit Dir UND auch Deinem Umfeld umgehst, desto besser ist es.

Geh' bitte zu einem Psychiater, Psychotherapeuten oder Psychologen. Ganz ändern wird er Dich nicht können. Doch er kann einiges etwas abschwächen, sodass es vor allem Deinen Mitmenschen wieder besser geht.
Denn diese LEIDEN ganz gewaltig darunter.

Ich würde mich über ein Feedback von Dir freuen!

Liebe Grüße

Anja
 
Wie wollt ihr die Krise überwinden?
Die Frage stelle ich mir zurzeit auch. Ich überdenke gerade viele Dinge und auch Sachen, mit denen ich selbst unzufrieden bin.

"Du bist ein Narzisst!" Ist das nicht die derzeitige Modediagnose der unzufriedenen Ehefrauen? 😉

Sie will wahrscheinlich einfach damit zum Ausdruck bringen, das du nicht genug an sie und ihre Gefühle denkst? Vielleicht auch das du immer recht haben willst (vielleicht hast du das aber auch).

Das ist so ein typisches Todschlagargument aus dem du nicht mehr raus kommst.
Bezieht die schwere Krise sich auf eure Beziehung? Wie wäre denn eine Paartherapie?

Jeder Mensch hat narzisstische Züge. Das hervorstechenste Merkmal bei einer (narzisstischen) Persönlichkeitsstörung ist die Überzeugung der eigenen Grandiosität und das Abwerten anderer Menschen, sofern sie nicht zur eigenen Aufwertungen gebraucht werden.
Wir alle haben auch Verpflichtungen außerhalb des Familienlebens. Ich bin nicht immer permanent verfügbar, aber das ist schon lange ein Thema. Ich arbeite fast ausschließlich aus dem Home-Office heraus und irgendwie geht daher meine Frau davon aus, dass ich jederzeit zu Hause bin. Das bin ich aber im Kopf nicht.

Darüber hatten wir schon Gespräche, ich habe es, offen gesagt, aufgegeben. Irgendwie versuche ich diesen Drahtseilakt zu vollziehen und allem gerecht zu werden.

Recht habe ich nie, ich ziehe mich schon seit einiger Zeit immer mehr zurück. Ganz egal, um was es geht, es macht einfach keinen Sinn, irgendwas anzusprechen. Führt nur zum Streit und damit noch mehr zum Stress.

Ja, die schwere Krise bezieht sich auf die Beziehung. Wie gesagt, ich stelle einiges in Frage und irgendwie gefällt mir nicht, was ich sehe, wenn ich gerade die letzten Jahre betrachte.

Jedes Übel stößt an ihre Grenzen.
Es gibt Leute, die mit solchem Verhalten gut umgehen können und wenn nicht, dann lässt man ihn leben wie er will und sucht sich wen anderen.
Bist du überall und bei jedem narzisstisch? Du wirst auch garantiert anders sein können, oder?

Ich erachte mich überhaupt nicht als narzisstisch. Im Berufsleben muss ich mir selbst erst einmal in den Hintern treten, bevor ich sowas sage wie: "Ich kann das, das übernehme ich."

In der Beziehung habe ich meine Bedürfnisse immer hintenangestellt. Sachen, die mich faszinieren, aufgegeben, weil sie das Wohlwollen meiner Frau nicht finden. Grenzen setzen kann ich kaum. So geht es mir inzwischen richtig auf den Nerv, dass meine Frau regelmäßig mit völliger Selbstverständlichkeit mein Handy und meinen Computer durchsucht. Ich habe deshalb schon Kontakte zu anderen Menschen eingestellt, weil ansonsten Diskussionen aufkommen: Der hat aber das und das gesagt, warum hast Du mich nicht verteidigt? Dazu kam es dann wieder zum Streit zwischen ihr und mir.

Daher tun aus dieser Wahrnehmung, die ich nun einmal habe, die entsprechenden Vorwürfe doppelt so weh. Weil das aus meiner Sicht überhaupt nicht den Tatsachen entspricht und sich doch nur noch alles um sie und ihre Bedürfnisse und Wünsche dreht.
 
So geht es mir inzwischen richtig auf den Nerv, dass meine Frau regelmäßig mit völliger Selbstverständlichkeit mein Handy und meinen Computer durchsucht.
Ehrlich gesagt, das würde ich überhaupt nicht haben wollen, und ich finde das auch nicht adäquat. Auch dann nicht, wenn man eine Beziehung hat bzw. verheiratet ist. Ich käme nie auf die Idee, in den Sachen des anderen "herumzuschnüffeln", und rechne umgekehrt auch nicht damit, dass man das bei mir macht.

Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, dass wir trotz Beziehung zwei unterschiedliche Individuen sind, die ihr Recht auf Privates haben.
 
Sagst du oft ich hab das nicht gesehen tut mir leid, oder mir ist das nicht Aufgefallen, oder mir ist das halt selber nicht so wichtig? Ziehst du oft vergleiche gegenüber andere Personen? Und lobst du und zeigst Begeisterung bei andern nicht sehr engen Personen, wenn deine Partnerin dabei ist und ihr gestehst du nur wenig zu, bist du ihr gegenüber geizig und dir spendierst du alles mögliche und forderst denoch eine ganze Menge?
 
Was ist denn euer Problem aus deiner Sicht?

Ihr habt eine gemeinsame Krise und davon abgesehen hast auch du als Einzelperson...hm....eine schwere Zeit? Habe ich das richtig verstanden?

Magst du bisschen mehr erzählen?

Aus meiner Sicht ist das Hauptproblem, das nicht-gesehen-werden. Im Endeffekt genau das, was meine Frau mir vorwirft. Ich arbeite viel und erwirtschafte auch viel, weil wir auch viele Verpflichtungen haben.

Vor einem halben Jahr sagte ich zu meiner Frau, dass ich das nicht mehr so kann, dass meine Gesundheit und auch meine Psyche den Bach runter geht: "Andere haben auch Beruf und Familie und können das auch vereinen." Ich solle nicht so jammern und meckern, damit war das Gespräch vorbei, weil ich auch keine Lust mehr hatte, nachzusetzen. Es wäre wieder zum Streit gekommen, worauf hin sie wieder tödlich beleidigt wäre und ich mich wieder 3 Tage am Stück hätte entschuldigen dürfen.

Diese Resignation, die sich auch schon in anderen Bereichen bei mir breit gemacht hat, ist auch ein großes Problem.

Ob ich als Einzelperson eine schwere Zeit habe, weiß ich gar nicht so genau. Ich rutsche seit meiner Jugend immer wieder in depressive Episoden. Vielleicht ist das diesmal so eine Art Midlife-Crisis? Ein Motorrad habe ich mir noch nicht geholt, obwohl das durchaus seinen Reiz für mich hätte.

Ich weiß es nicht, wie gesagt, ich bin gerade sehr unsortiert.
Wir sind hier Laien, wir können und dürfen keine Diagnosen stellen.

Meine Einschätzung als Laie: Das, was Du schreibst, wirkt auf mich nicht wie ein typischer Narzisst.
Ferner bin ich ein entschiedener Gegner solcher „Diagnosen“ durch Laien.
Aus meiner Sicht versucht man damit dem Gegenüber vollkommen unfair jeglichen Wind aus den Segeln zu nehmen.
Was soll/kann man schon auf solch einen Vorwurf antworten?
Ich bin ADHSler mit möglichen, leichten autistischen Tendenzen, vieles, was Du schreibst, ist mir nicht fremd.

Ist Deine Partnerin an einer Lösung der Krise interessiert?
Das solltest Du Dich fragen.

Natürlich ist sie an einer Lösung der Krise interessiert, wobei für sie die Lösung so aussieht, dass ich sehr an mir arbeiten muss. Eine Lösung sieht für sie also so aus, dass sie noch mehr Aufmerksamkeit erhält und ansonsten alles so weiter läuft, wie sie es gewohnt ist.

Hallo Radlos,

hmm, das ist nicht ganz so einfach auf Anhieb zu sagen.

Was mich jedoch interessiert:
Kannst Du von Dir aus KONFLIKTE ansprechen?

Gehst Du aus eigener Initiative mal auf andere Menschen zu, ohne Dir einen Vorteil von denen zu erhoffen?

Spricht man Dich auf ein bestimmtes Problem an, gehst Du dann darauf ein oder weichst Du geschickt aus. Also sprichst um den heißen Brei herum und wirfst andere Themen in den Raum?!

Schreibt man Dir einen Brief, indem man Probleme anspricht und Dir Fragen dazu stellt. Beantwortest Du ihn, oder sprichst persönlich von Angesicht zu Angesicht mit der Person. Und weichst auch da geschickt aus?!

Sofern Du einen Großteil der Fragen mit "JA" beantworten kannst, tendierst Du eindeutig auf die Seite zum Narzissmus.

Und da Männer eher von einem OFFENEN NARZISSMUS geprägt sind, kann dies leider auf Dich zutreffen.

Wie alt bist Du, wenn ich fragen darf?

Ein positives Zeichen für mich ist, dass Du Dich zumindest mit dieser Thematik eingehend beschäftigt hast. Das zeigt mir, dass Du "eventuell" den WILLEN hast, etwas an dieser Persönlichkeitsstörung ändern zu wollen.

Je ehrlicher und offener Du mit Dir UND auch Deinem Umfeld umgehst, desto besser ist es.

Geh' bitte zu einem Psychiater, Psychotherapeuten oder Psychologen. Ganz ändern wird er Dich nicht können. Doch er kann einiges etwas abschwächen, sodass es vor allem Deinen Mitmenschen wieder besser geht.
Denn diese LEIDEN ganz gewaltig darunter.

Ich würde mich über ein Feedback von Dir freuen!

Liebe Grüße

Anja
Ich extrahiere einfach mal Deine Fragen aus dem Text und versuche sie zu beantworten.

Kannst Du von Dir aus KONFLIKTE ansprechen?
Das fällt mir sehr schwer. Es kommt drauf an, wie die Konfliktsituation genau aussieht. Wenn es um einen Konflikt im Sinne eines Streits geht, dann lasse ich lieber erst einmal ein wenig Zeit vergehen, bis man wieder mit ruhigem Kopf reden kann.

Wenn es um Lapalien geht, die einen nerven - hier ist wohl die nicht geschlossene Zahnpastatube zu nennen - dann ist mir das relativ egal. Mache ich halt die Zahnpastatube zu - da breche ich mir keinen ab. Im Notfall, weil sie "versaut" ist, hole ich mir eine eigene Tube: Problem gelöst.

Wenn es um Dinge geht, die mich an anderen stören, beispielsweise reagiere ich allergisch drauf, wenn jemand schmatzt, dann versuche ich die Situationen eben zu vermeiden, soweit es geht. Und durchbeißen kann man sich auch mal, wenn es halt wirklich nicht anders geht.

Allerdings, wenn mich dann jemand drauf anspricht und fragt: "Hey, warum magst Du nicht mit mir essen?" würde ich sagen "Du, ich reagiere ich auf Essgeräusche ganz allergisch. Bin da ziemlich schräg gewickelt."

Gehst Du aus eigener Initiative mal auf andere Menschen zu, ohne Dir einen Vorteil von denen zu erhoffen?
Die Frage ist, was Du mit "zugehen" meist. Ich spreche keine fremden Menschen auf der Straße an, am liebsten ist es mir, wenn ich einfach nicht gesehen, nicht registriert werde. Wenn aber jemand von der Kreuzung nicht wegkommt, dann schiebe ich. Wenn das ältere Paar den Einkaufswagen nicht die Bordsteinkante hoch bekommt, dann hebe ich mal kurz an, nicke und gehe weiter. Mit möglichst wenig Worten - die erwähnte Unsicherheit schlägt hier zu.

Habe ich davon einen Vorteil? Wohl ja, das Gefühl, was Gutes getan zu haben und mein Gewissen nicht mehr mit der Erinnerung an die Situation zu belasten.

Spricht man Dich auf ein bestimmtes Problem an, gehst Du dann darauf ein oder weichst Du geschickt aus. Also sprichst um den heißen Brei herum und wirfst andere Themen in den Raum?!
Es kommt drauf an, wer mich wie anspricht. Wenn jemand meckert, weil ich im Hochsommer den Motor laufen lasse auf dem Parkplatz, während meine Frau kurz was holt und Kinder im Auto sitzen, damit die Klimaanlage weiterläuft, dann kann ich die Situation entweder sachlich erklären oder aber auch abweisend und beleidigend antworten, wenn mich jemand ebenso anspricht.

Schreibt man Dir einen Brief, indem man Probleme anspricht und Dir Fragen dazu stellt. Beantwortest Du ihn, oder sprichst persönlich von Angesicht zu Angesicht mit der Person. Und weichst auch da geschickt aus?!
Ich glaube, ich würde in einem Brief antworten. Also würde ich nicht von mir aus das Kommunikationsmedium einfach wechseln. Es wird seinen Sinn und Zweck haben, warum man die schriftliche Form gewählt hat. Ich würde auch erst einmal nicht meine erste Antwort losschicken, sondern mindestens drei Iterationen drehen, den ursprünglichen Brief erneut durchlesen, meine Antwort anpassen und so weiter.

Aber auch hier kommt es darauf an, wer fragt. Wenn der Prinz aus Madagaskar mich fragt, ob mit meiner Potenz alles in Ordnung ist, dann reagiere ich darauf gar nicht - überspitzt ausgedrückt. Wenn es jemand ist, den ich persönlich kenne, würde ich wie oben geschildert verfahren und im Hinterkopf behalten wollen, dass es vielleicht auch nicht nur um das konkrete Problem an sich gehen könnte, sondern auch die Metaebene eine Rolle spielen könnte. Darauf würde ich aber erst dann wieder Bezug nehmen.

Nachdem ich die Antwort losgeschickt habe, würde ich dann wieder ein wenig Zeit vergehen lassen und bei Gelegenheit einfach mal fragen: "Alles gut?"

Wie alt bist Du, wenn ich fragen darf?
Ich bin Mitte 40.

Ganz ehrlich, verstehe ich nicht, warum Menschen unter mir leiden sollten? Den Bogen habe ich noch nicht begriffen.
 

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