Als ich 10 war, glaubte ich mit 20 sei man alt. Als ich 20 war glaubte ich mit 30 ist man ist. Als ich 30 war, glaubte ich mit 40 ist man alt .....
Inzwischen habe ich immer weniger Probleme mit dem älter werden. Ich merke, dass mir Menschen alleine aufgrund meines Alters oft respektvoller gegenüber reagieren. Neulich hatte ich einen 20 jährige Azubi, der mich brav siezt und zwischendurch gefragt hat, ob er kurz auf Toilette darf ... Dem musste ich erstmal klar machen, dass ich trotz meines Alters nicht beiße.
Ein entscheidender Faktor wie man mit älter werden klar kommt, ist in meinen Augen aber Gesundheit. Ich war 33 als ich zum ersten mal "Rücken" hatte. Und einige Jahre später hatte ich zum ersten mal einen Hexenschuss. Während Gesundheit in jungen Jahren fast wie von selbst kommt, muss ich heute aktiv etwas dafür tun. Mit gesunder Bewegung, habe ich aber fast nie mehr Rückenprobleme.
Auch Lebenserfolg ist ein Faktor. Wer mit 50 sagen kann: Ich habe ein Haus, eine Familie, ein gutes Einkommen etc., kommt glaube ich besser mit seinem Alter zurecht als jemand der mit 50 noch genau da ist, wo er mit 20 war. Älter werden bewirkt oft Selbstreflexion, oder die typische Midlife Crisis ^^
Älter werden war für mich immer komisch.
Als Kind habe ich mich immer wenig kindlich gefühlt. Ich war nicht so "wild" wie die meisten anderen Kinder. Umgekehrt fühle ich mich als Erwachsener auch nicht so wie andere Erwachsene. Und ich höre so oft von Menschen "ich fühle mich noch nicht so alt wie ich bin". Und ich denke dann immer: Gibt es dafür Regeln? Darf man sich mit 50 keine Zeichentrickserien mehr anschauen? Älter werden heißt doch nicht sich ändern zu müssen.
Einen Nachteil am Altern gibt es: Die restliche Lebenserwartung nimmt ab. Aber sonst? Sonst habe ich eigentlich wenig Probleme damit.