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Darf ein potentieller Arbeitgeber sich ohne Einverständnis meiner Seite sich beim alten über mich erkundigen ohne mein Einverständnis?

Ich habe nicht alles verstanden

Ich hatte ähnliches erlebt. Ich habe dann gesagt, dass es aus meiner Sicht besser ist, das Gespräch an dieser Stelle abzubrechen.

Man muss nichts aushalten, auch nicht beim Bewerbunggsgespräch. Wenn man sich sicher ist aufgrund des Hesprächsverlauf, dass es zu keinem Erfolg kommt, kann man das Interview vorzeitig beenden

Das zeigt zumindest auf Bewerberseite, dass dieser A in der Hose hat

Man geht zum Gespräch damit sich BEIDE Bewerber und Chef sich auf einer sachlicher Ebene kennenlernen: Qualifikationen, Teamfähigkeit usw

Kolya
 
Ich würde dir das Buch "Das erfolgreiche Bewerbungsgespräch" empfehlen. Das könntest du durcharbeiten. Da gibt es ein Kapitel "Das Bewerbungsgespräch unter Stress" oder so ähnlich. Da geht es um Stressfragen und aggressive Interviewer.

Ich hatte das in einem Gespräch auch schon mal, dass der Interviewer sehr aggressiv war und dann auch genau solche Fragen gestellt hat. Ich war Berufsanfängerin und irgendwie haben wir uns in dem Gespräch die Bälle hin und hergespielt. Er fragte mich dann "Was sind ihre Schwächen", aber so richtig aggressiv und ich dann zurück "das muss ich noch herausfinden". Die Antwort würde bei mir natürlich heute keinen Sinn mehr ergeben... Aber da hat die Antwort in der Situation genau gepasst und war spontan.

Die Stelle habe ich dann bekommen, aber abgelehnt, weil ich genau die gleichen Bedenken hatte wie du, dass das für eine Berufsanfängerin nicht wirklich geeignet ist, ausserdem war das am A*** der Welt.

Entweder die Personaler machen das extra, um zu testen, wie jemand mit Stress und Druck umgeht, oder sie sind einfach miserabel in ihrem Beruf.

Der Chef im Interview hat nicht gesagt, dass er mit deinem alten Chef gezielt über dich geredet hat. Aber dich hat das trotzdem extrem nervös gemacht und aus der Bahn geworfen. Er bringt dich fast zum Weinen, dann brich das nächste Mal so ein Gespräch ab.

Selbstbewusst wäre gewesen, sich vorher auf alle Fragen vorzubereiten (wie in diesem Buch dargelegt) und dann auch ein Stopp einzulegen, zu sagen, du hast den Eindruck, das führt zu nichts. Aber ich bin jetzt nicht davon ausgegangen, dass der so direkt war, um dir persönlich zu schaden.
Genau gut vorbereiten: es gibt gute Bücher, Internet.....sich auf die beknackten Fragen vorbereiten, damit man cool in der Situation bleibt.

Jana schrieb auch: Gespräch beenden. Bringt ja nichts

Kolya
 
Es scheint ein interessantes Beispiel davon zu sein, wie das Arbeitsrecht (AGG) in der Realität ausgestaltet wird.
TE muss wohl auf Grund der Behinderung eingeladen werden, obwohl der AG vermutlich bereits besser qualifizierte Kandidaten hatte. Das lässt der AG dem TE dann spüren und lässt seinen Frust an ihr aus. Am Ende hält er sich and das Gesetz, nur füllt er es nach seinem Willen aus und TE hat daran zu leiden.

@Nyu Findest du es gut, dass der AG gesetzlich gezwungen ist, dich einzuladen obwohl du vermutlich nicht qualifiziert bist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dieser Einschätzung nimmst du dich sehr bequem aus der Verantwortung. Bereite dich beim nächsten Mal auf alle möglichen Stressfragen im Vorstellungsgespräch vor. Du nimmst das viel zu persönlich.
Wieso nehme ich nicht da bequem aus der Verantwortung? Wie gesagt, ich habe mich genug vorbereitet. Aber wer soll denn bitte mit sowas rechnen?
 
Es scheint ein interessantes Beispiel davon zu sein, wie das Arbeitsrecht (AGG) in der Realität ausgestaltet wird.
TE muss wohl auf Grund der Behinderung eingeladen werden, obwohl der AG vermutlich bereits besser qualifizierte Kandidaten hatte. Das lässt der AG dem TE dann spüren und lässt seinen Frust an ihr aus. Am Ende hält er sich and das Gesetz, nur füllt er es nach seinem Willen aus und TE hat daran zu leiden.

@Nyu Findest du es gut, dass der AG gesetzlich gezwungen ist, dich einzuladen obwohl du vermutlich nicht qualifiziert bist?
Ich bin qualifiziert. Es geht hier um nichts, was man nicht wieder lernen kann. Es ist kein äußert komplizierter Job oder sowas.
 
Genau gut vorbereiten: es gibt gute Bücher, Internet.....sich auf die beknackten Fragen vorbereiten, damit man cool in der Situation bleibt.

Jana schrieb auch: Gespräch beenden. Bringt ja nichts

Kolya
Ich habe mich vorbereitet. Habe recherchiert und Antworten auf mögliche Fragen mir überlegt. Wer bitte rechnet mit Psychoterror?
 
Nun, ich würde eher sagen, dass da ein Arbeitgeber eine Stressresistenz geprüft hat. Ob das nun fein ist oder nicht - oder vielleicht sogar eine Persönlichkeitsstörung des Fragenden - lässt sich dahingestellt sein.

Du hättest natürlich jederzeit die Möglichkeit gehabt das Gespräch abzubrechen weil Dir die Form dessen nicht gefällt und Du davon ausgehst, dass es keine gemeinsame Lösung geben kann.

Du kannst qualifiziert sein wie Du willst, wenn die Chemie mit einem eventuellen zukünftigen Arbeitgeber nicht stimmt, dann stimmt sie nicht und es ist gut, wenn beide niemals zusammen kommen.

Gruß von Grisu
 
Ja, darf er.
Das Fragen ist sowieso erlaubt.
Spannender ist, ob der Ex-Arbeitgeber antworten darf. Aber auch das darf er.
Relevant sind die Tatbestandsmerkmale "verarbeiten" und "gespeichert" iSd. DSGVO. Im Kopf abgelegte Daten sind nämlich nicht laut DSGVO "gespeichert". Man kann auch keine Auskunft verlangen, was der Chef noch über einen weiß.

Manche Datenschutzbeauftragte sehen das anders, aber ich halte das für falsch und für überwiegend wahrscheinlich, dass Gerichte nicht so entscheiden werden.

Natürlich darf er nur die Wahrheit sagen und seine Meinung äußern, die auch Wertungen enthalten darf. Ich gebe immer vor, Tatsachen und Meinungen sauber zu trennen.

Wir stellen auch selbst diese Rückfragen regelmäßig, weil den Arbeitszeugnissen oft nicht zu trauen ist. Ich bekomme auch regelmäßig Rückfragen von Abteilungsleitern oder unserem Datenschutzbeauftragten, ob sie antworten dürfen und ich gebe das immer frei. Bisher war der Fall noch nicht vor Gericht, ich warte quasi darauf, bin mir meiner Einschätzung aber recht sicher.
Genau. Das war schon immer Gang und Gebe völlig ungeachtet von der DSGVO, die es seit 7 Jahren gibt.
 

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