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Gewissensfrage

Hey Du,

schwierige Situation, ich kann sowohl Dich, als auch die Kinder verstehen, gerade wenn es das frühere Elternhaus/ Wohnung ist, bzw. die Eltern sie zusammen gekauft haben. Ich sehe es ein bisschen als Versäumnis deines Mannes an, dass diese Situation jetzt entstanden ist. Aus anderen Familien kenne ich es so, dass rechtzeitig (also im besten Fall dann, wenn Testamente aufgesetzt werden) über solche Konstellationen gesprochen wird, unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse gehört werden und versucht wird, Zeit des Lebens gute Lösungen zu finden, um solche Schwierigkeiten, wie sie jetzt bei euch entstanden sind, vorzubeugen.

Ich hoffe, ihr findet eine Lösung, mit der es euch allen gut geht!
 
Guten Morgen in die Runde,

nochmals ganz lieben Dank für eure Gedanken und Meinungen zu meiner Situation. Ich möchte nicht weiter auf eure Fragen eingehen, das führt m.E. nur zu mehr „klein- klein“, es ist eh schwierig sich als Außenstehender ein Bild zu machen, wenn man nur eine Seite hört/ liest.
Für mich kristallisiert sich ein klareres Bild in mir, vor allen Dingen, was die zwischenmenschliche Situation angeht. Es war gut für mich, die Anmerkungen bezüglich der Gefühle und Ansichten der Kinder nochmals reflektiert zu bekommen, daraus folgend das „Gesamtpaket“ der Beziehungen in unserer Familie zu betrachten. Ebenfalls hilfreich sind für mich die Gedanken zur faktischen Lage.
Letztlich muss ich für mich schauen, wie ich moralisch mit dem letzten Willen meines Mannes umgehen kann.
Das empfinde ich immer noch schwierig, weil es hoch emotional und auch komplex ist.
Ich habe mich sehr gefreut über die rege Anteilnahme an meinem „Hilferuf“ und den wertschätzenden, höflichen Umgang. Damit habe ich gerechnet. Vielen Dank!
Liebe Grüße
 
Naja, immerhin haben die Kinder die Wohnung geerbt...

Ich persönlich würde auf die Rechte diesbezüglich verzichten, wenn ich schon den ganzen Rest geerbt hätte.

Verkaufen würde ich nicht, eher zusehen, die Kinder an den Mieteinnahmen der Wohnung profitieren zulassen, was ja gerade der kranken Tochter zugute käme.
 
So hoch dürften die Mieteinnahmen nicht sein, daß jeder der Empfänger von seinem Anteil leben könnte.
Und ich schätze, daß der Verstorbene diese Miete als Zusatzeinkommen zu Witwenrente und Einkommen der TE einberechnet hat, denn bei Witwenrente wird das eigene Einkommen auch noch mit angerechnet, ist daher geringer, der Staat spart sich da gern selber in die Tasche weil er sagt, solange noch eigenes Einkommen da ist zahlt er nicht mehr als er muß, weil die Empfängerin ja noch nicht "bedürftig" ist. https://www.ihre-vorsorge.de/rente/gesetzliche-rente/witwer-witwenrente

In derartig verzwickten Situationen bin ich immer für eine klare Lösung, auch wenn der Erblasser was anderes im Sinne gehabt hat, aber die Menschen denken beim Schreiben ihres Testaments oft nicht an die Gier der Nachkommen, die Geld auf die Kralle haben wollen und sich gnadenlos zerstreiten, wenn sie irgendwo "nur" Miteigentümer sein dürfen aber auf Dauer keine Kohle sehen weil irgendwelche Belastungen (Wohnrecht oder Nießbrauch) drauf liegen, die man ohne Zustimmung des Begünstigten nicht wegbekommt. Von solchen Fällen liest man ständig, und vermutlich wird in jedem Ratgeber für Testamentserstellung davor gewarnt.
 
daraus folgend das „Gesamtpaket“ der Beziehungen in unserer Familie zu betrachten.
Liebe TE, ja, ich glaube auch, dass in den Vorwürfen der Kinder Deines Partners mehr dahinter steckt.
Denn wäre die leibliche Mutter noch die hinterbliebene Ehepartnerin und das Testament ebenfalls auf Niessnutz ausgeschrieben - würden die Kinder da dann genauso reagieren? oder doch lieber warten, bis auch sie dann geht und das Erbe den Kindern zufällt?
Ich denke mal, dass Du durch den Tod Deines Partners plötzlich allein dastehst. Seine Kinder zeigen Dir mit ihren Forderungen, dass Du eben nicht zu ihrer Familie gehörst. Du bist "die Andere", Du bist die Fremde. Sie wollen Dich nicht als Partnerin ihres Vaters und in dessen Familienkreise sehen, denn sie haben Dich nicht als Familienmitglied integriert. Das scheint jetzt so durch, und vielleicht ist es genau das, was Du spürst? Denn irgendwie wird Dir das Recht nicht zugestanden, die Familie auch nach dem Verlust des Vaters weiterzuführen.
Vielleicht ist genau das allgemein das Problem einer Patchworkfamilie, oder aber ich sehe das falsch. Was meinst Du?
Man könnte sich in diesem Zusammenhang auch fragen, wie denn diese Problematik bei polygamen Familien abläuft. Nur mal so am Rande und zum Vergleich.
 
Fragen werden nicht beantwortet und sie hat sich verabschiedet und bedankt.
Das kann man respektieren.
Dir alles Gute 🌻
Ja, sie muss nicht auf Fragen eingehen, wenn sie nicht möchte und sie muss auch nichts von ihrem Erbe abgeben, wenn sie nicht will.

Ich hoffe TE, die Kinder werten deine Geradlinigkeit und Fähigkeit zur Abgrenzung nicht als brüsk und arrogant...

Ihr habt ja eigentlich ein gutes Verhältnis und es wäre schade, wenn dies beeinträchtigt werden würde.
 
Ich denke auch, es wäre besser gewesen, wenn dein Mann vorher mit seinen Kindern gesprochen und sie auf das Testament vorbereitet hätte. Dann hätte es wahrscheinlich keinen Streit gegeben.
 

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