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Bundestagswahl

Tja, aber was ist die Folge? Die guten Leute wandern ab und der Osten verarmt noch mehr.
Der Osten verarmt nicht. Dem Osten geht es gut. Seit dem Mauerfall ist der Lebensstandard deutlich gestiegen. Die Wirtschaftskraft steigt und Arbeitslosigkeit ist auch kaum noch ein Problem. Abwanderung aus dem Osten gibt es kaum noch - zumindest nicht in dem Ausmaß, wie noch vor 20 oder 30 Jahren. Viele Ostdeutsche sind dennoch unzufrieden. Keine Ahnung warum. Bei mir in Sachsen hat fast jeder zweite AfD gewählt. Versteh ich nicht!

Die Abwärtsspirale wird angeheizt statt gebremst.
Und genau das ist doch das Problem des Ostens: Die guten Leute wandern ab, bzw. kommen garnicht erst her.
Kann man eben so nicht mehr sagen. Tatsächlich gibt es hier mittlerweile durchaus Zuwanderung und auch die Fachkräfte bleiben oft, weil das Lohngefälle zwischen Ost und West nicht mehr ganz so groß ist. Wohnraum ist auch noch so ein Punkt - der ist nämlich in Ostdeutschland durchaus noch vorhanden und zudem bezahlbar. Der Reiz wegzuziehen, ist daher nicht mehr ganz so groß.
Migranten sind hingegen ein anderes Thema. Für die ist der Osten eher ein abschreckendes Beispiel, wegen dem Ausländerhass. Das könnte tatsächlich noch zum Problem werden, wenn man Fachkräfte aus anderen Ländern gewinnen will. Noch kann man den Bedarf mit Osteuropäern decken. Die haben weniger ein Problem damit in Ostdeutschland sesshaft zu werden.
 
hat sich kurz mit der AFD verbündet wegen der Flüchtlingspolitik, um die AFD und ihre Wähler danach wieder als Nazis zu betiteln, dafür wenn man Augen im Kopf hat, sieht man doch wie verlogen das alles ist.

Was ich nicht verstehe. Wo hat Merz sich denn mit der AFD verbündet, nur weil er ein Gesetzesvorschlag gemacht hat, welches der AFD in einer demokratischen Abstimmung "in den Kram gepasst hat"? Er hat diesen Gesetzesentwurf weder mit der Afd ausgearbeitet, noch diesen im Vorfeld Gespräche darüber mit ihr geführt.
Interessenüberschneidung ist etwas anderes als "Zusammenarbeit"
 
Wie genau lässt sich das gegen die Regierung aus der Opposition realisieren?
Muss man das wirklich erklären?
Naja, also gut.
Dort wo die AFD immer mehr Stimmen bekommt, wird sie immer mehr auf kommunaler Ebene vertreten sein. Logisch, nicht wahr?
Stell Dir mal einen normalen Stadtrat vor: Also Stadträte verschiedener Parteien und entsprechende Ausschüsse.
In Städten wie Halle oder Görlitz stellt die AFD bereits die größte Fraktion innerhalb der Stadträte, dh sie verfügt über einiges an Gestaltungsspielraum für das Stadtleben.
DH wiederrum, man müsste die Handschrift der AFD sehr gut an verschiedenen Aspekten des Stadtlebens ablesen können. (Vor allem dann, wenn man davon ausgeht, dass die AFD sich doch sehr stark von den anderne Parteien unterscheidet und endlich mal was "richtig" macht, was die anderen nicht auf die Kette kriegen.)
Verständlich?
Du kannst Dir ja zB mal auf den Homepages der verschiedenen Städte anschauen, wie so die Stadträte und Ausschüsse verteilt sind.
Eine Partei, die die größte Fraktion im Stadtrat stellt und sich auch die Vorsitze in den wichtigen Ausschüsesn sichern kann, kann definitiv nicht sagen, sie würde die Politik ihrer Stadt nicht prägt. AUCH wenn sie vielleicht auf Bundesebene nicht an der Regierung beteiligt ist.
Also man müsste auf dieser Ebene längst die segensreiche Wirkung der AFD verspüren. Wenn die AFD es so "viel besser kann" hat sie bereits haufenweise Gelegenheit, genau das unter Beweis zu stellen.
 
Der Osten verarmt nicht. Dem Osten geht es gut. Seit dem Mauerfall ist der Lebensstandard deutlich gestiegen. Die Wirtschaftskraft steigt und Arbeitslosigkeit ist auch kaum noch ein Problem. Abwanderung aus dem Osten gibt es kaum noch - zumindest nicht in dem Ausmaß, wie noch vor 20 oder 30 Jahren. Viele Ostdeutsche sind dennoch unzufrieden. Keine Ahnung warum. Bei mir in Sachsen hat fast jeder zweite AfD gewählt. Versteh ich nicht!
Hm....also wenn das wirklich so ist, und der Osten in Wahrheit gut dasteht und dem Westen nicht mehr viel nachsteht (was ich Dir gern glauben will), dann MUSS es ja letztlich ein subjektives Gefühl der Abgehängtheit sein, das die Leute empfinden, das aber garnicht vorhanden ist.
Das heißt, es wird ihnen also mehr oder weniger eingeredet, dass es ihnen schlecht geht, obwohl es garnicht der Fall ist? Oder zumindest nicht so sehr, wie es allgemein empfunden wird.
Ok, das ist etwas, das grundsätzlich im Land passiert: Manchmal könnte man ja meinen, wir ständen kurz vor dem totalen Kollaps so schlecht wie es dem land geht und natürlich wird diese Meinung von Radikalen gern geschürt.
Aber mal ehrlich: ich lese eigentlich nichts anderes, als dass es im Osten nach wie vor ein Lohngefälle im Vergleich zum Westen gibt, dass die Bevölkerung älter ist (weil gerade junge und qualifizierte menschen abwandern), die Infrastruktur gerade auf dem Land zu wünschen übrig lässt (also zB Ärtze die fehlen) und dass zB ostdeutsche grundsätzlich in Wartschaft, Gesellschaft und Politik unterrepräsentiert sind. (wobei es ja angeblich ein ziemlich großes Gefälle zwischne den großen Städten und eher ländlichen Gegenden geben soll)

Letztlich ist es für Radikale aber so oder so wurscht, ob und wie weit Grund zur Unzufriedenheit besteht. Hauptsache die Leute sind unzufrieden, denn zufriedene Bürger lassen sich nicht leicht radikalisieren.
 
Ich persönlich habe den Eindruck, dass diejenigen, die "am meisten" haben am lautesten jammern!

Ich selber lebe mit schmalem Gehalt/Rente in Baden-Württemberg. Ganz viel Autoindustrie und Zulieferer. Die Heimat von Schwarz (Lidl), Berner, Würth mit seinen Unterablegern und und und. Allerdings gibt es hier nur wenige Unternehmen, die nach Tarif bezahlen .....

In der Vergangenheit aber Unternehmen der Autoindustrie, die durch 3-Schicht super gut gezahlt haben. Kaum aber geht es diesem Zweig schlecht, da wird gejammert, da wird aggressiv aufgetreten und Reichsbürger und andere Querulanten scheinen sich im Sekundentakt zu verdoppeln. Und das, obwohl hier garantiert mehr Moos ist als in anderen Gebieten.

Jammern jedoch die am lautesten, deren Moos nicht gerade wenig ist.

Logisch: wer wirklich ums Überleben kämpfen muss, der hat keine Zeit zum lauten schreien, der nimmt sich vielleicht später die Zeit sich zu freuen etwas wirtschaftlich wertvolles zu Stande gebracht zu haben.
Ich persönlich denke, dass es hier in BaWü in den nächsten Wochen/Monaten gehörig krachen wird, mit mehr Wut und Agression als in anderen Ecken.

Gruß von Grisu
 
Manchmal könnte man ja meinen, wir ständen kurz vor dem totalen Kollaps so schlecht wie es dem land geht und natürlich wird diese Meinung von Radikalen gern geschürt.
Es braucht eine gewisse Voraussicht um zu erkennen welche Folgen eine bestimmte Politik einmal haben wird.
So hätte zb eine voraus schauende Regierung erkennen können, dass Deutschland aufgrund einer geringen Geburtenrate in ein demographischen Problem steuert. Jetzt mal schnell umlenken und das Problem ist dann gelöst, geht nicht. Die Fehler die vor 10, 20 Jahren begangen wurden spüren wir erst jetzt. Dann wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Dass, wovor heute gewarnt wird, bezieht sich darauf was in naher Zukunft unweigerlich passieren wird, wenn die Weichen heute nicht richtig gestellt werden.

Wird heute die Bildung der jungen Menschen vernachlässigt, dann merken wir das erst in 10-20 Jahren.
Wird die Infrastruktur nicht instandgehalten, stürzen nicht morgen alle Brücken ein, aber so nach und nach baut sich ein Rückstau an Reparaturkosten auf. Anstatt die notwendigen Dinge zeitnah zu erledigen, schreien die Politiker jetzt, man müsse mehr Schulden machen um diese Versäumnisse der letzten Jahre nachzuholen.

Dass große Unternehmen aus Deutschland abwandern, wird sich ebenfalls nicht so schnell wieder rückgängig machen lassen.
Wenn Fachkräfte Deutschland den Rücken zu kehren, kommen die so schnell auch nicht mehr wieder.
Die Politik wird sich dann in einigen Jahren mit den Problemen befassen die sie heute selbst verursacht haben.
Wieso haben wir zb so hohe Mieten?
Das sind alles Auswirkungen einer Politik die nicht vorausschauend war.
Das der Euro mit der falschen Politik nicht stabil ist, hatten einige zb auch schon vor Jahren prognostiziert. Darauf beruht ja die Gründung der AFD.

"Seit Einführung des Euros am 01.01.2002 hat die Währung gegenüber echtem Geld (Gold) von 0,32 auf nur noch 0,066 Unzen nachgegeben (das ist der Gegenwert in Gold, den Sie für einen Euro bekommen). Der Euro hat sich in 20 Jahren also im Außenwert mehr als geviertelt!
Oder anders ausgedrückt: In der knapp 20-jährigen Ära der EZB kann seit Einführung des Euro im Jahr 2002 bis zum Jahr 2021 ein Wertverlust von fast 80% konstatiert werden."
.
 
Der Osten verarmt nicht. Dem Osten geht es gut. Seit dem Mauerfall ist der Lebensstandard deutlich gestiegen. Die Wirtschaftskraft steigt und Arbeitslosigkeit ist auch kaum noch ein Problem. Abwanderung aus dem Osten gibt es kaum noch - zumindest nicht in dem Ausmaß, wie noch vor 20 oder 30 Jahren. Viele Ostdeutsche sind dennoch unzufrieden. Keine Ahnung warum. Bei mir in Sachsen hat fast jeder zweite AfD gewählt. Versteh ich nicht!


Kann man eben so nicht mehr sagen. Tatsächlich gibt es hier mittlerweile durchaus Zuwanderung und auch die Fachkräfte bleiben oft, weil das Lohngefälle zwischen Ost und West nicht mehr ganz so groß ist. Wohnraum ist auch noch so ein Punkt - der ist nämlich in Ostdeutschland durchaus noch vorhanden und zudem bezahlbar. Der Reiz wegzuziehen, ist daher nicht mehr ganz so groß.
Migranten sind hingegen ein anderes Thema. Für die ist der Osten eher ein abschreckendes Beispiel, wegen dem Ausländerhass. Das könnte tatsächlich noch zum Problem werden, wenn man Fachkräfte aus anderen Ländern gewinnen will. Noch kann man den Bedarf mit Osteuropäern decken. Die haben weniger ein Problem damit in Ostdeutschland sesshaft zu werden.

Dem Osten geht es gut dankWestdeutschem Geld und Westdeutscher Unternehmer sowie dem Soli.
Der Osten auf sich selbst gestelllt dann wäre da noch heute Dunkeldeutschland.
Alleine Landwirtschaft gäbe es da ohne die Westdeutschen schon lange nicht mehr und vieles andere mehr.
 
Der Osten verarmt nicht. Dem Osten geht es gut. Seit dem Mauerfall ist der Lebensstandard deutlich gestiegen. Die Wirtschaftskraft steigt und Arbeitslosigkeit ist auch kaum noch ein Problem. Abwanderung aus dem Osten gibt es kaum noch - zumindest nicht in dem Ausmaß, wie noch vor 20 oder 30 Jahren. Viele Ostdeutsche sind dennoch unzufrieden. Keine Ahnung warum. Bei mir in Sachsen hat fast jeder zweite AfD gewählt. Versteh ich nicht!

Ich finde die Weihnachtsmärkte in Dresden und Leipzig sehr schön, da war ich auch letztes Jahr. Gesichert wie Festungen. Das kommt bei mir als "Wessi" nicht so gut an, im Osten ggfs. noch weniger?
Vielleicht ist der Westen schon mehr dran gewöhnt. Wobei...Magdeburg ist ja auch Osten.

Viele haben geringe Renten, vor allem im Osten, sehen aber was an Geld alles für Zuwanderung ausgegeben wird.

Um mal zwei Probleme zu nennen. Wenn Du vor diesen massiven Problemen die Augen nicht verschließt ist die Unzufriedenheit verständlicher.

Aber ich gebe Dir auch Recht, der Osten läuft gerade besser als der Westen. Wirtschaftswachstum, Lebensqualität, Tourismus....man holt mächtig auf! Finde ich gut!
 
Ob überflüssig oder nicht, die AfD kann sich wegen der Ausgrenzung und Brandmauer immer mehr als Opfer darstellen, betonen, was man alles anders, besser machen würde, sie ist ja nicht gefordert. Auch das sollten die Menschen bedenken, die meinen, die AfD kann ja nun vor allem hier im Osten zeigen, was sie kann.
 

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