Ich glaube unter anderem, dass der Mensch teilweise zum Egoisten "erzogen" wird, in westlichen Kulturen vielleicht mehr als in östlichen. Der Sinn für Gemeinschaft (oder meinetwegen
das Leben) geht dann zunächst nur bis zur eigenen Nasenspitze oder maximal einem Partner, was ein bisschen traurig ist.
Hinzu kommen diverse andere Faktoren. So mag es zum Beispiel sein, dass ein Einzelkind zum Egoisten prädestiniert ist. Kann so sein, muss es natürlich nicht.
Ich zum Beispiel bin ein Einzelkind. Nicht, dass ich Geschwister vermisse, aber mein Leben wäre dann vermutlich ein bisschen anders. Gleichfalls bin ich Teil einer sehr großen Familie, welche aber größtenteils in Taiwan existiert. Ich meine, mein Vater hatte 11 Geschwister und meine Mutter hat 6 Geschwister. Da kann man sich ja ein grobes Bild darüber machen, wie viele Leute das mittlerweile sind, zumal die teilweise in andere Großfamilien eingeheiratet haben.
Okay, zurück zu mir, ich hatte in meiner Jugend das Glück, Teil einer 4-köpfigen Clique zu sein, "fest eingeschworen" und so, vielleicht ein bisschen wie
TKKG. Das war und ist sehr wertvoll für mich. Hingegen wäre es vermutlich ein Albtraum für mich, wenn ich über meine ganze Schulzeit hinweg gemobbt worden wäre, wegen den Schlitzaugen oder was auch immer. Da kam vielleicht ein "Ching Chang Chong", aber mehr auch nicht.
Ich kann nur grob erahnen, wie es ist, wenn man über Jahre hinweg wegen irgendwelchen Eigenarten oder Behinderungen gemobbt wird. Da wird man ja automatisch zum Außenseiter bzw. in die Ecke gedrängt. Und ich denke, dass sich sowas sehr böse "rächen" kann.
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Über alles das hinaus, denke ich, dass dem, der nicht versteht, das Verständnis früher oder später beigebracht wird, nicht durch mich oder einen anderen Menschen, sondern gewissermaßen durch das Leben selbst.