Hätte, hätte, hätte......über 100 Seiten lang.
Genau. Das nützt dem TE jetzt auch nichts. Jeder macht Fehler und von Außen sieht alles immer ganz anders aus.
Ich wünsche Euch, TE, dass Ihr - Deine Frau und Du - lernen werdet Euch so zusammenzuraufen, dass alles zum Wohle des Kindes geschehen wird. Vieles wird sich zeigen, was jetzt noch unklar ist.
Dass Deine Frau wütend, verletzt und unfair reagiert, ist verständlich. Deine freundin zu beleidigen, geht gar nicht, das sehe ich genauso. Im Eifer des Gefechtes verständlich, aber da wäre für mich dann auch eine Grenze erreicht.
Ob sie Dich noch liebt wenn Ihr jahrelang ohne große Liebe zusammengelebt hat und sie sich offenbar doch ein schönes Leben machte, ohne viele Verpflichtungen Eurem Sohn gegenüber einzugehen? Das weiß nur sie. Es kann auch jetzt viel Wut, Hass und Rachsucht ins Spiel kommen. Versucht, Euren Sohn da rauszuhalten.
Ich könnte mir vorstellen, dass das ihre erste Reaktion war und sie sich vielleicht nach einiger Zeit etwas beruhigen wird. Vor allem: einen Schritt nach dem anderen, einen Tag nach dem anderen. Stress Dich nicht zu sehr damit, dass Du schon alles mental geregelt haben willst. Das braucht seine Zeit.
Ich wünsche Euch eine gute Scheidung, dass Ihr Euch nachdem die Wogen sich geglättet haben, mit Respekt auseinandergehen könnt. Das wird sich zeigen.
Ich hoffe auch, dass Deine freundin ihrer zukünftigen Rolle gewachsen sein wird und Dein sohn lernen wird, sie zu akzeptieren.
Du warst hier sehr auf der Anklagebank. Und sicherlich sehen viele kritisch, was Du getan hast und Fremdgehen ist natürlich nie moralisch korrekt. Aber Eure Ehe war ja wohl nur noch eine Scheinehe und Deine Frau, so wie Du es schilderst, sehr auf sich bezogen. Das ist eine Erklärung, auch wenn ich generell nichts von Fremdgehen halte. Aber Du schreibst hier, weil Du Hilfe w illst, nicht, damit wir Dir Moralpredigen halten, was Du alles hättest besser machen können und sollen.
Ich glaube, dass es recht schwierig ist, wenn man eine Affäre anfängt, den richtigen Punkt zu finden, wann man es sagt. Man scheut sich davor, ist etwas feige, es ist bequem, es parallel laufen zu lassen und irgendwann hat man das Gefühl, dass der Punkt vorbei ist, wo man es noch gut sagen kann. Und man macht einfach weiter und mogelt sich durch, auch wenn man innerlich weiß, dass man besser schneller reinen Tisch hätte machen sollen.
Sei etwas geduldig mit Deiner Frau. Gib ihr die Zeit, die sie braucht, sich an die Situation zu gewöhnen und setze sie nicht unter Druck. Dir das Kind vorzuenthalten, ohne Dir zu sagen, wohin sie es gebracht hat und nicht zu reagieren, war natürlich falsch, eine Trotzreaktion und eine Bestrafung. Okay, abgehakt, ein zweites Mal solltest Du ihr das nicht durchgehen lassen.
Dass Du, wie Du schreibst, öfter für Deinen Sohn in der Öffentlichkeit da warst bei Ereignissen oder in der Schule,kannst Du ja sicher, wenn es hart auf hart kommt, durch Zeugen beweisen. Wenn sowas nötig wäre.