Ich glaube nicht, daß Du Deinen Sohn zu Dir nehmen kannst oder auch nur das Wechselmodell gegen Widerstand der Mutter durchbringst.
Der Grund dafür liegt in dem zarten Alter Deiner neuen Liebe , deinem Job und den Lebensumständen.
Und was Du so noch schreibst wie
Haushalt: 50/50 sie und ich
Wocheneinkauf: Meine Aufgabe
Kinderarzttermine: Meine Aufgabe
Elternsprechtag: Meine Aufgabe
bei Schulveranstaltungen helfen: Meine Aufgabe
alles was mit dem Sportverein von unserem Sohn zu tun hat: Meine Aufgabe (weil sie den Sport nicht mag)
Kindergeburtstag: Meine Aufgabe
mit unserem Sohn Kleidung oder Schulsachen kaufen: Meine Aufgabe
alles was mit gemeinsamen Rechnungen, Verträgen usw. zu tun hat: Meine Aufgabe
ist jetzt nichts, wo Du Dir Orden verleihen könntest.
Sich den Haushalt zu teilen, sollte normal sein.
Elternsprechtage und Schulveranstaltungen...wie oft sind die? 2-3x im Jahr? Kinderarzttermine wie U-Untersuchungen oder Impfungen...1-2x im Jahr?
Wenn Dein Herz daran hängt, daß der Sohn Handball spielt mit 2x Training pro Woche (was ich in diesem Alter immens viel finde), dann ist auch das Deine Aufgabe. Weshalb muß sie bei Spielen anwesend sein? Es ist ja das Hobby des Sohnes, nicht das der Eltern.
Für Kindergeburtstage wurde bei uns im "Rudel" eingekauft.
Was mir in Deiner Aufzählung fehlt, sind Antworten auf:
Wer blieb bei dem Kind daheim, wenn es krank war?
Wer machte mit dem Kind Hausaufgaben, übte mit ihm Dinge, bis sie saßen oder bereitete ihn auf Klassenarbeiten vor? Hort ist ja ganz schön, aber das ersetzt keine schulische Betreuung. Wer kümmerte sich um die tausend Dinge, die im Schulalltag so anfallen?
Weißt Du, ich habe damals meinem Mann auch die Aufgaben "Elternsprechtag" und "Kinderarzt" aufgedrückt, auch mit der Aussage "Is mir wurscht, wenn nicht". Denn solche Sachen sind ja nur die Eisbergspitze. Aber mich wundert es nicht, wenn Du Dir solche Sachen auf die Fahnen schreibst.