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Anhaltende Depression

Die Diagnose ist schwere Depression. Ursache unbekannt, aber einen Auslöser habe ich ja. Zum ersten Mal war ich wohl mit 15 depressiv. Gestellt wurde die Diagnose allerdings erst vor ca 3Jahren. Vielleicht war ich gar von Kind an depressiv, da ich nie etwas wollte und wenig Freude empfunden habe. Ich gehöre hier nicht her
Okay. Wenn also (noch) nicht abgeklärt ist, kann auch eine körperliche Ursache möglich sein, eine genetische Disposition vorliegen, und / oder auch von frühster Kindheit an entsprechende Prägung.
Was ich über schwere Depressionen weiß, sie sind ohne medikamentöse Behandlung nicht therapierbar. Mehr weiß ich darüber allerdings nicht, da meine Dysthymie & Depressionen immer höchstens mittelschwer sind.
Bist du bei einem Psychiater in Behandlung? Das würde ich unbedingt empfehlen. Falls Du noch 1, 2 Tipps von mir möchtest, worauf ich bei der Wahl eines Psychiaters achte, frag gerne.
Auch eine stationäre Behandlung kann eine gute Idee sein, um medikamentös passend eingestellt zu werden.
 
Man schleppt sich halt voran. Aber man freut sich über nichts mehr. Und man weint sehr viel. Deswegen hätte ich gern Sterbehilfe.
Ja, ich nehme Mirtazapin und Aripiparzol, aber es wirkt nicht. Vorher Fluoxetin, wirkte noch verschlimmernd. Da hätte ichs fast getan. Heute wünsche ich mir, ich häts getan.
Psychologiegespräche, stationärer Aufenthalt... schnell gehts wieder bergab. Ich bin zwar erst 25, aber ich freue mich auf nichts mehr. Ich will eigentlich nicht mehr.
Apropos Sterbehilfe wegen schwerer psychischer Erkrankung, was ich darüber so aufgeschnappt hab, schreib ich Dir mal vorsichtshalber im Spoiler.
Versteckter Text, Trigger-Gefahr:
bitte beachte, und alle anderen, die das jetzt lesen, meine Gedanken stellen keine Empfehlung dar. Ich versuche hier nur Infos weiter zu geben, die ich hier und da mitbekommen habe. Es ist also eine ganz subjektive Äußerung. Also. Vorab möchte ich einmal sagen, bevor man sich vom Leben verabschiedet, macht es Sinn, erstmal alle vernünftigen Behandlungsmöglichkeiten auszunutzen. Bevor ich das nicht getan hätte, würde ich nicht eine überlegte Entscheidung treffen, mein Leben zu beenden. ... . Und nun, also ich habe interessiert verfolgt, soweit es mir möglich war, den Fall von dieser Frau, die vor Gericht gegangen ist und erkämpft hat, dass Sie ihr Leben beenden konnte. So wie ich es verstanden hab, hat man in Deutschland nämlich nicht das Recht, das zu tun, das fällt dann unter Suizid. Jedenfalls war bei ihr die Lage so, dass sie das Fazit zog, dass das Leben mit ihren psychischen Krankheiten nicht mehr lebenswert ist in Zukunft. Und sie hat auch vor Gericht vorgelegt, dass sie alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft hat. Ich wollte Dir das mitteilen, weil ich selber es auch wichtig finde, das zu wissen. Nicht nur körperliche Krankheiten, auch psychische können immer qualvoller werden und sich verschlechtern und tödlich enden.
Aber, wirklich, ganz aus meinem Bauchgefühl würde ich Dir unbedingt raten, ganz wohlüberlegt nochmal zu checken, ob Du alle Behandlungsmöglichkeiten kennst und ausschöpfen konntest.
Ansonsten, wenn Du bedarf hast, zu reden, wie ... das Leben ist, wenn sich die Krankheit nicht bessert, das kenn ich, dann hab ich, wenn ich kann, ein Ohr für dich.
 
Ja, irgendwie schon. Ich bin in Schuld gefangen und in Sehnsucht. Die Wut darüber, nicht einfach ein schlechter Mensch gewesen zu sein und meine Chance genutzt zu haben. Zeitgleich die Schuldgefühle. Einfach beides. Es gab so einige, die mir alles Schlechte wünschen, aufgrund meines Fehlers. Ich sehe es anders, doch wie ich es sehe ist es falsch. Was ich will ist falsch und was ich nicht will ist richtig.
Blöde Ereignisse sind meistens kein Grund um niedergeschlagen zu sein. Es ist immer nur unsere Sichtweise auf die Dinge, die uns belastet. Es ist nur die Sichtweise.
Und der Umgang mit den Ereignissen.

Das ist dann der Sinn an einer Therapie oder auch des Lernens und Arbeiten an sich selbst, eine andere und damit bessere Sichtweise auf die Dinge zu bekommen.
Ein Funken eigener Wille muss aber dabei sein.

Du willst so nicht mehr Leben und denkst an den Tod. Das ist nur Flucht.
Die Lösung wäre aber, deine Sichtweise zu verändern.

Sei nicht so hart zu dir.
Ob falsch oder richtig, wen interessiert das am Ende?
Du bist hier nicht auf der Erde um alles richtig zu machen.
Ich finde, wir sind hier um Erfahrungen zu sammeln. Und das sind Erfahrungen von ganz toll bis total übel. Alles ist dabei. Es kommt auf den Umgang damit an, wie gut wir das wegstecken und daran wachsen.
Jetzt hast du mal eine blöde Erfahrung gemacht, da kommen aber auch wieder gute. Die muss man dann nur sehen.

Dass du dir jemanden wünscht, mit dem du dich verbunden fühlst ist ganz normal.
Nur ist auch eher wie ein Geschenk und keine Selbstverständlichkeit. Nicht jeder findet so einen Menschen. Oder auch nicht auf Dauer.
Das Leben verspricht einem rein gar nichts.
Jeder Tag ist ein Geschenk. Für manche ist das Essen das sie erhalten jeden Tag ein Geschenk.
Dass du Eltern und einen Bruder hast, ist nicht selbstverständlich. Sehe sie als Geschenk, du bist nicht allein.
Und wenn du dich alleine fühlst, kannst du zb in eine Selbsthilfegruppe gehen. Zu Menschen denen es ähnlich wie dir geht, die dich verstehen und daran arbeiten, gemeinsam da wieder raus zu kommen.

Du hast schon einiges probiert, gib noch nicht auf.
Ich war auch mit 24 in einer psychosomatichen Klinik. Hab sie nach 3 Wochen abgebrochen, weil sie Käse war.
Ich hatte anderes gefunden was mir besser half.
Angekommen bin ich auch noch nicht.
Sehe es als eine Reise. Momentan steckst du in einem Sumpf aus dem es schwer ist raus zu kommen. Es geht, aber es dauert.
 
Okay. Wenn also (noch) nicht abgeklärt ist, kann auch eine körperliche Ursache möglich sein, eine genetische Disposition vorliegen, und / oder auch von frühster Kindheit an entsprechende Prägung.
Was ich über schwere Depressionen weiß, sie sind ohne medikamentöse Behandlung nicht therapierbar. Mehr weiß ich darüber allerdings nicht, da meine Dysthymie & Depressionen immer höchstens mittelschwer sind.
Bist du bei einem Psychiater in Behandlung? Das würde ich unbedingt empfehlen. Falls Du noch 1, 2 Tipps von mir möchtest, worauf ich bei der Wahl eines Psychiaters achte, frag gerne.
Auch eine stationäre Behandlung kann eine gute Idee sein, um medikamentös passend eingestellt zu werden.
Ich bekomme nun noch mehr Antidepressiva. Ich hoffe, es hilft dann endlich
Wirklich Freude am Leben hatte ich noch nie. Meine Mutter hat ein Kindheitstrauma, vielleicht hat mich das geprägt. Ich habe keine Ahnung, zu wie viel ich überhaupt fähig bin, vielleicht bin ich eben immer depressiv und freudlos, es muss vielleicht so sein. Als Kindbwar es auch häufig so.
Mein Psychiater taugt leider nichts, er wollte, dass ich während der Tabletteneinstellung weiterhin in meinen 10Stunden täglich Job gehe, mit OPs und co. Ich würde gern ein zwei Tipps nehmen, wenn es okay ist. Danke für das Angebot
 
Ich bekomme nun noch mehr Antidepressiva. Ich hoffe, es hilft dann endlich
Wirklich Freude am Leben hatte ich noch nie. Meine Mutter hat ein Kindheitstrauma, vielleicht hat mich das geprägt. Ich habe keine Ahnung, zu wie viel ich überhaupt fähig bin, vielleicht bin ich eben immer depressiv und freudlos, es muss vielleicht so sein. Als Kindbwar es auch häufig so.
Mein Psychiater taugt leider nichts, er wollte, dass ich während der Tabletteneinstellung weiterhin in meinen 10Stunden täglich Job gehe, mit OPs und co. Ich würde gern ein zwei Tipps nehmen, wenn es okay ist. Danke für das Angebot
Immer noch mehr Antidepressiva klingt irgendwie nicht nach einem guten Behandlungsplan. Ich kenn halt nur die chronisch gewordene Depression, die Dysthymie. Und da geht's vielen ähnlich, dass Antidepressiva nicht oder nur wenig helfen.
Bei mir reicht es insgesamt auch nicht und ich nehme auch ein niederschwelliges Neuroleptikum, um klar zu kommen.
Hattest du denn bis jetzt mal einen Psychiater, wo du den Eindruck hattest, der geht gut vor? Also ich bewerte das nach meinem Bauchgefühl einerseits, und andererseits braucht das bei mir übelst viel Zeit, weil auch noch die besten Profis lange brauchen, um sich ein richtiges Bild von mir zu machen. Hat mit den verschiedenen Baustellen zutun. Deshalb hab ich mich auch beim ersten Mal stationär einstellen lassen auf Station für Psychosomatik und Psychotherapie.
Und mein jahrelanger Psychiater, der jetzt aufgehört hat, da hats mehr als 1 Jahr gebraucht, vielleicht 2, bis ich den Eindruck hatte, jetzt passt sein Bild wirklich.
 
P.S. Außerdem fand ich an meinem letzten Psychiater gut, dass er eher zögerlich war, und mir nicht einfach was stärkeres oder anderes verschrieben hat. Wenn Ärzte einfach ein Medikament nach dem anderen raus hauen, traue ich ihnen nicht.
 
Ich habe keine Ahnung, zu wie viel ich überhaupt fähig bin, vielleicht bin ich eben immer depressiv und freudlos, es muss vielleicht so sein.

Tief in deiner Seele weißt du vielleicht, was du tun musst, damit es dir besser geht. Sei in einer ruhigen Minute mal still und lausche deiner inneren Stimme. Manche scheinen das auch Gott zu nennen. Und ignoriere die schädlichen Gedanken.
 
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