Eine jahrelange Affäre zwischen Ehefrau und Sohn ist natürlich obervernünftig, fair, offen und so ehrvoll, dass du jetzt noch tollste Bedingungen in der Kommunikation von ihr fordern kannst. Ganz fein!
Nee, natürlich nicht.
Es geht bei einer Affäre ja auch gar nicht glasklar um die Me-Time des Betrügenden, nicht wahr 🙂
Ich hätte mich schon vor 3 Jahren von ihr trennen müssen. Das wäre sicherlich gut gewesen, so zur Einschulung von unserem Sohn.
Und völliger Blödsinn, da die Mutter die Zeit hat. Warum sollte er herumgeschoben werden? Damit du keinen Unterhalt zahlen musst? Glaub mir, Behörden sehen das etwas anders, als du dir das ausmalst. Du hast aktuell nicht die Bedingungen dafür.
Ich habe 8 Jahre Wechselmodell-Erfahrung, meine Tochter ist also so aufgewachsen. Es war nie einfach und ich würde das so nie wieder machen.
Sie hat keine Zeit. Sie arbeitet 25 Stunden und danach muss sie sich um wichtigeres kümmern. Um ihre Me-Time.
Ich kann mal ein paar Beispiele nennen wofür sie keine Zeit hat bzw. nur widerwillig Zeit finden, wenn sonst keiner verfügbar ist:
Unseren Sohn mal früher aus der Betreuung holen
Ihn zum Training fahren
Generell mal beim Training oder bei einem Spiel anwesend sein
Ihn zu seinen Freunden bringen
Termine erledigen wie z.B. Kinderarzt oder Friseur
Kindergeburtstag planen und veranstalten
Ihn zu anderen Kindergeburtstagen bringen und noch ein Geschenk organisieren
Schultermine wie z.B. Elternsprechtag oder Sommerfest
Mit unserem Sohn Schulsachen oder Kleidung kaufen gehen
Generell einkaufen gehen
Das ist mit ihrer 25 Stunden Woche und der Me-Time nicht vereinbar. Wie will sie Vollzeit arbeiten gehen? Es ist ja auch eine Frechheit sowas zu verlangen. Sie hat doch dann am Tag keine 8 Stunden Me-Time.
Sie muss sich jetzt umstellen. Das wird in Zukunft so nicht mehr möglich sein.
Und zum gefühlt 100. mal die Frage, ob Du Dich gar kein bisschen in Deine Frau reinversetzen kannst?
Kannst Du jetzt gar nicht verstehen, dass sie ganz andere Fragen beschäftigen als Dich?
Statt sie hinter Dir herlaufen zu lassen, hättest Du den Koffer auch noch eine Stunde ungepackt lassen und Dich mit ihr mal an einen Tisch setzen können?
DU bist doch aus der Situation geflüchtet.
Sorry, das wirkt auf mich einfach alles nur feige und unempathisch.
Und für alles suchst Du immer wieder neue Pseudobegründungen, nicht die Wahrheit sagen zu müssen.
Steh doch gefälligst endlich mal zu dem Mist, den Du verzapft hast.
Ich kann ihr gerne alles bis ins kleinste Detail beantworten. Sie soll dann am Ende aber nicht jammern, dass sie Sachen erfahren hat, die sie nicht wissen wollte oder sie verletzen.
Ist ja gut, ich will dich jetzt nicht als dauer-abwesenden Vater darstellen.
Aber ich kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, daß euer Junge seit er 3 Jahre alt ist, ununterbrochen und ohne Ausfälle von morgens bis abends in Kita und Schule war!
Sorry, aber das ist zumindest hier in Deutschland einfach lebensfremd und unglaubwürdig...
Meine Mutter hat damals auch 25 Stunden gearbeitet, aber trotzdem hatte sie immer was zu tun, ein faules Luxusweibchen war sie ganz sicher nicht, ganz im Gegenteil.
Ein Beispiel, ich erinnere mich noch gut, als Brüderchen und ich noch im Grundschulalter ware, und meine Mutter längere Zeit im Krankenhaus lag.
In dieser Zeit fielen auch noch in der Schule dauernd Stunden aus, ich war oft schon um 11 wieder zu Hause, und mein Vater wurde immer hilfloser und nervöser.
Schließlich ist er zum seinem langjährigen Arzt gegangen, und hat sich für 2 Wochen krankschreiben lassen, damit er das alles schafft mit Haushalt und uns...😏
Übrigens sind solche Befürchtungen, daß sich Vollzeitjob und Kinderbetreuung nicht miteinander vereinbaren lassen, ein Grund dafür daß immer noch Betriebe ungern Frauen auf Vollzeitjobs einstellen: weil die Chefs sich sicher sind, daß in so einer Krise wie z.B. Krankheit und Betreuungsausfall die Mütter lieber die Arbeit vernachlässigen, als die Kinder.
Es gibt so viele Möglichkeiten und wir haben ein stabiles Umfeld. Sie arbeitet viel im Homeoffice. Wenn dann mal die Schule ausfällt, dann ist es weniger ein Problem, wenn er zuhause ist. Wenn er krank ist, dann gibt es Kinderkrankenscheine. Außerdem bin ich ja auch noch da und unsere Eltern setzen Himmel und Hölle in Bewegung, wenn das Enkelkind ruft.
Außerdem kann es sein, dass in Zukunft meine Freundin auch einspringen kann. Wenn die beiden sich irgendwann kennenlernen und gut verstehen, dann spricht nichts dagegen, dass sie mal auf ihn aufpasst. Das wird ihr nicht gefallen, aber damit muss sie dann leben. Wenn sie irgendwann einen neuen Partner hat, dann verbiete ich ja auch nicht, dass er meinen Sohn kennenlernen darf. Solange er kein schlechter Umgang oder eine Gefahr für ihn ist.
Es spricht wirklich absolut nichts dagegen, dass sie Vollzeit arbeiten geht. Sie arbeitet bei einer großen Versicherung. Familie & Beruf ist da ein großes Thema. Eltern haben dort viele Möglichkeiten.
Wie sie dein Vorschlag zum Umgang konkret aus?
Deine Ex wird dich fragen.
Wechselmodell mit Unterstützung.