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Trennung von Ehefrau wegen Affäre. Direkt mit offenen Karten spielen?

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Nein, ist ja alles gesagt und die weitere Diskussion dazu müßig solange man nicht weiß, wie die Noch-Frau den Umgang regeln möchte. Genauso wenig liegt eine Schwangerschaft bei der Neuen vor.
 
Dazu beharrt der TE schon viel zu sehr darauf, dass seine Noch-Frau die Betreuung auf seine Verfügbarkeit abstimmt. Die wird ihm einen gepflegten Vogel zeigen und er sollte auch mal seine Anspruchshaltung überdenken.
Das macht die Mutter aber doch auch? Das beharren auf Jahre im Voraus festgelegte Umgangstage ist auch nichts anderes als der Wunsch, die Sache an die eigenen Bedürfnisse und Notwendigkeiten anzupassen. Dieser Wunsch wird gern mit dem Kindeswohl kaschiert. Traumatisiert durch durch fehlende Buntstifte und falsches Frühstück in der Brotdose; das Kind darf nur am WE zum Vater etc pp.

Und Vätern entgegenzuhalten das sie ja arbeiten und darum nicht immer Zeit haben ist sowieso ätzend. Genau von diesem Geld hat die Familie ja auch gelebt, bei Weitem nicht nur der Vater allein. Und dann bei Trennung ist das aber plötzlich falsch.

Es muss natürlich objektiv möglich sein, das Kind angemessen zu betreuen. Da muss Klavierspieler im Zweifel Abstriche machen. Das Kind hat aber ein Recht auf Umgang zu beiden Elternteilen und es ist auch kein Vorrang der Mutter vor dem Vater vorgesehen.
 
@Klavierspieler nochmal meine Frage:

Wie hast du es für die Zukunft geplant, wenn du bei deiner Freundin wohnst? Willst du sie deinem Sohn gleich vorstellen?

Es ist für die Zukunft angedacht, dass die beiden sich kennenlernen. Der Zeitpunkt ist aber nicht konkret festgelegt.

Ich wohne jetzt bei ihr, da ich sowieso auf die schnelle keine eigene Wohnung finde. Ich weiß auch nicht, ob ich mir eine eigene Wohnung oder wir gemeinsam eine neue Wohnung suchen. Das ist jetzt gerade alles noch so schwammig, weil wir erstmal gucken müssen, wie sich alles entwickelt.

Sie hat aber auch direkt gesagt, dass sie hinter mir steht, egal was passiert. Sie ist nicht an die Wohnung gefesselt und würde auch anfangs die Wohnung dann verlassen, wenn mein Sohn bei mir ist. Das ist keine Dauerlösung, aber wäre für den Anfang okay.

Der Junge hat aber gleich 2 Probleme zu bewältigen: Die Trennung der Eltern - und davon ist wohl kein Kind begeistert. Er hat seinen Papa nicht mehr täglich bei sich und nach der Offenbarung des Beschisses würde ich auch nicht damit rechnen, dass die beiden sich außergerichtlich auf einer guten Basis arrangieren. Dazu beharrt der TE schon viel zu sehr darauf, dass seine Noch-Frau die Betreuung auf seine Verfügbarkeit abstimmt. Die wird ihm einen gepflegten Vogel zeigen und er sollte auch mal seine Anspruchshaltung überdenken.

Kommt zu diesem Murks dann noch dazu, dass der entschwundene Papa mit einer fremden neuen Frau ein "neues" Kind bekommt, halte ich es sehr wohl für möglich, dass das - anders als in intakten Familien - dem Jungen zu schaffen macht und es ihm nicht so einfach gelingt, Verständnis und Vorfreude aufzubringen. Womöglich wird die Noch-Frau dann auch noch sticheln - wer Kinder hat, weiß, wie leicht man sie beeinflussen kann.

Über die Noch-Frau weiß man hier auch wenig. Es gibt genügend Eltern, die die Kinder instrumentalisieren. Auch das ist ein nicht von der Hand zu weisender Unsicherheitsfaktor. Umso wichtiger, dass die beiden zu einem erwachsenen Miteinander zurückfinden - schon um des Kindes willen. Ob und wann es dann mal weiteren Nachwuchs gibt ist Zukunftsmusik.

Sie muss meinem Vorschlag nicht zustimmen. Wir können ein festes Modell vereinbaren. Das Wechselmodell von mir aus. Sie muss dann aber damit leben, dass meine Eltern und ggf. meine Freundin mich unterstützen, wenn ich beruflich unterwegs bin.

Sie kann auch nicht sagen, dass mein Job so S**** ist. Sie wusste, worauf sie sich einlässt. Ich spule mal ein paar Jahre zurück. Meine besten Freunde und ich haben irgendwann beschlossen, unser Hobby zum Beruf zu machen. Das habe ich mit ihr von A-Z durchgesprochen. Wir haben darüber stundenlange Gespräche geführt, weil wir damals schon über Hochzeit und Kinder geredet haben. Ich habe ihr gesagt, dass ich dann wahrscheinlich öfters weg bin und nicht jeden Tag nach Hause komme oder es finanziell mal nicht so gut laufen könnte. Sie hat dem zugestimmt und gesagt, dass es für sie in Ordnung ist und ich meine Träume verwirklichen soll usw.

Es hat damals noch keiner an Trennung gedacht, aber das kann, wie man sieht, passieren. Sie hatte dennoch auch Vorteile durch meinen Job, die sie genutzt hat (z.B. Teilzeit arbeiten). Ich sehe es daher jetzt nicht ein, dass sie nur die Vorteile nimmt und jetzt die Nachteile nicht möchte.

Soso, was meinst du denn verstanden zu haben, was ich ihr alles nicht zutraue? Als kleiner Refresher: Ich habe lediglich gesagt, dass ich als Mutter eines Kindes nicht bereit wäre, einer wildfremden, gerade volljährig gewordenen und in der Kindererziehung völlig unerfahrenen jungen Frau mein 9-jähriges Kind anzuvertrauen. Ich traue meiner Tochter so manches zu - zumindest ist sie 1 Jahr im Ausland wunderbar allein zurecht gekommen. Trotzdem hat sie keine Erfahrung in der Kindererziehung und ein junges Kind taugt nun mal nicht zum Experimentieren. Wenn du solche Risiken bei deinem eigenen Kind eingehen würdest bliebe dir das unbelassen. Da täte mir dein Kind dann eher leid. Ich täte es nicht.

Die Erziehung ist Sache der Eltern und nicht der Großeltern, Tanten, Onkel oder einer neuen Liebe. Die Eltern entscheiden, wie ihr Kind erzogen wird und welche Werte vermittelt werden. Alle anderen betreuen aber erziehen nicht.

Es gibt sicherlich junge Menschen, den man ein Kind nicht anvertrauen kann, weil sie vom Kopf her noch nicht soweit sind und der Verantwortung nicht gewachsen sind. Das ist bei meiner Freundin nicht der Fall. Sie kann gut mit Kinder umgehen. Das ist schon mal ein Pluspunkt. Sie kann sich aber auch durchsetzen und lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen. Wenn es nötig ist, dann kann sie auch was sagen und durchgreifen. Es ist zwar noch Zukunftsmusik, aber ich müsste mir keine Sorgen machen, wenn sie mit meinem Sohn irgendwann mal alleine wäre. Ich könnte mich darauf verlassen, dass er in die Schule geht, etwas zu essen bekommt, duscht, Zähne putzt, nicht den ganzen Tag am Tablet hängt und nicht unbeaufsichtigt am Fenster im dritten Stock klettert.
 
Das macht die Mutter aber doch auch? Das beharren auf Jahre im Voraus festgelegte Umgangstage ist auch nichts anderes als der Wunsch, die Sache an die eigenen Bedürfnisse und Notwendigkeiten anzupassen. Dieser Wunsch wird gern mit dem Kindeswohl kaschiert. Traumatisiert durch durch fehlende Buntstifte und falsches Frühstück in der Brotdose; das Kind darf nur am WE zum Vater etc pp.

Und Vätern entgegenzuhalten das sie ja arbeiten und darum nicht immer Zeit haben ist sowieso ätzend. Genau von diesem Geld hat die Familie ja auch gelebt, bei Weitem nicht nur der Vater allein. Und dann bei Trennung ist das aber plötzlich falsch.

Es muss natürlich objektiv möglich sein, das Kind angemessen zu betreuen. Da muss Klavierspieler im Zweifel Abstriche machen. Das Kind hat aber ein Recht auf Umgang zu beiden Elternteilen und es ist auch kein Vorrang der Mutter vor dem Vater vorgesehen.
Hat sie sich zu ihren Vorstellungen denn schon geäußert? Vielleicht habe ich das ja überlesen; mir schien sie abgetaucht zu sein und die Abstimmung zum zukünftigen Umgang noch ganz am Anfang. Ob die Familie vom Geld des Vaters gelebt hat, die Frau - wie so oft - ihren Job gerne und freiwillig mindestens teilweise aufgegeben (und sich so ja auch ein Stückweit abhängig gemacht) hat, war mir ebenfalls nicht klar. (Just hat der TE dazu geschrieben - also hat sie (freiwillig zwar, aber dennoch) zurückgesteckt, damit sich der TE verwirklichen kann.)

Wenn es um die Abstimmung des Umgangs geht, gäbe es für mich keinen Grund, aus dem der eine oder andere bevorzugt berücksichtigt werden sollte. Beide sollten hier gleichberechtigt auftreten dürfen; diese Bereitschaft habe ich beim TE allerdings bisher nicht gesehen, stattdessen die Anspruchshaltung sich nach seinen Verfügbarkeiten zu richten.

Womöglich hat die Noch-Frau ja sogar Nachteile in Kauf genommen, damit der größtmögliche Verdienst durch den Mann am Monatsende auf dem Konto ist. Da diese vermeintliche wirtschaftliche Sicherheit jetzt weggebrochen ist muss auch sie schauen, wo sie bleibt. Was also während der Beziehung richtig oder angemessen war, muss jetzt nicht mehr gelten. Wie gesagt: Ich hab davon noch gar nichts gelesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie muss meinem Vorschlag nicht zustimmen. Wir können ein festes Modell vereinbaren. Das Wechselmodell von mir aus. Sie muss dann aber damit leben, dass meine Eltern und ggf. meine Freundin mich unterstützen, wenn ich beruflich unterwegs bin.
Muss sie das tatsächlich? Also akzeptieren, dass deine Eltern und vor allem deine neue Partnerin als Betreuer einspringen? Die Frage meine ich wirklich völlig wertneutral.

M. W. haben die Großeltern ohnehin auch ein Recht das Kind zu sehen.
 
Muss sie das tatsächlich? Also akzeptieren, dass deine Eltern und vor allem deine neue Partnerin als Betreuer einspringen? Die Frage meine ich wirklich völlig wertneutral.

Klar muss sie das akzeptieren, wenn keine persönlichen Gründe gegen die jeweilige Person sprechen.
Wenn das Kind bei ihm ist, entscheidet ER über die Freizeitgestaltung und wer auf das Kind aufpasst und trägt die Verantwortung das die richtige Person dafür eingesetzt wird. Niemand muss um Erlaubnis beim anderen Elternteil fragen.
 
Muss sie das tatsächlich? Also akzeptieren, dass deine Eltern und vor allem deine neue Partnerin als Betreuer einspringen? Die Frage meine ich wirklich völlig wertneutral.

M. W. haben die Großeltern ohnehin auch ein Recht das Kind zu sehen.

Berechtigte Frage.
Beim Umgangsrecht geht es nicht darum, Betreuung nicht wahrzunehmen und auszulagern. Vielleicht besser Beratung dazu in Anspruch nehmen, bevor du, @Klavierspieler , Munition lieferst.

Welchen Sinn würde auch Umgang machen, den du nur teilweise selbst wahrnimmst?

Zur Teilzeittätigkeit deiner Nochfrau:
Sie muss selbst für ihren Unterhalt und ihren Anteil beim Kind aufkommen.
Möglicherweise erfordert das künftig mehr Stunden.
Und einen Kompromiss für alle Beteiligten.
 
Wenn du es schreiben willst...
Was macht denn deine Frau und du beruflich..?

Sie arbeitet bei einer Versicherung und ich mache Comedy.

Berechtigte Frage.
Beim Umgangsrecht geht es nicht darum, Betreuung nicht wahrzunehmen und auszulagern. Vielleicht besser Beratung dazu in Anspruch nehmen, bevor du, @Klavierspieler , Munition lieferst.

Welchen Sinn würde auch Umgang machen, den du nur teilweise selbst wahrnimmst?

Zur Teilzeittätigkeit deiner Nochfrau:
Sie muss selbst für ihren Unterhalt und ihren Anteil beim Kind aufkommen.
Möglicherweise erfordert das künftig mehr Stunden.
Und einen Kompromiss für alle Beteiligten.

Es macht keinen Sinn, dass mein Sohn 7 Tage bei mir ist und ich davon vielleicht 2-3 nicht da bin? Das heißt die anderen 4-5 Tage zählen nicht? Wenn das so ist, dann geht das Wechselmodell nicht und dann müssten wir das relativ spontan regeln. Oder soll ich meinen Sohn gar nicht mehr sehen?

Wenn man nur den zeitlichen Aspekt in Bezug auf die Betreuung unseren Sohnes betrachtet, dann könnte sie schon seit Jahren wieder Vollzeit arbeiten. Das war bisher nur nicht nötig. Sie kann sich daher aus dem Thema nicht rausreden.
 
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