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Schwiegereltern versorgen

Jetzt fällt es mir sehr schwer etwas alleine zu machen. Leider stimme ich mich immer auf meinen Mann ab. Das ist mit Sicherheit falsch.
Wenn du das selber so wahrnimmst und einschätzt wäre es bestimmt gut entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen und Verhaltensweisen zu üben. Das würde eventuell auch insgesamt mehr Ruhe in die Beziehung mit deinem Mann bringen, die ihr angesichts der schwierigen Umstände von Außen sehr gut gebrauchen könntet...
 
Wenn du das selber so wahrnimmst und einschätzt wäre es bestimmt gut entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen und Verhaltensweisen zu üben. Das würde eventuell auch insgesamt mehr Ruhe in die Beziehung mit deinem Mann bringen, die ihr angesichts der schwierigen Umstände von Außen sehr gut gebrauchen könntet...
Und wie geht sowas?
Eben kam der Anruf aus der Klinik, die OP wurde erneut verschoben.
 
Und wie geht sowas?
Ich fürchte, dass es da keine allgemeingültige und schnelle "Anleitung" gibt. Das wäre eher ein Thema für einen eigenen Thread oder eventuell auch für eine (Paar?-)Beratung oder ähnliches.

Aber das
Hast du Kontakte außer deinem Mann? Freundinnen, mit denen du was unternimmst? Eigene Hobbies, denen du nachgehst?
wären auch Fragen, die mir einfallen und vielleicht solltest du sie dir einmal stellen. Wer außer deinem Mann sind wichtige Ansprechpersonen und Unterstützer/innen und wie oft hast du Kontakt zu ihnen? Würdest du mit diesen Personen eventuell gerne mehr Zeit verbringen und wäre das möglich?
 
Hallo,
ich muss mich mal wieder ausheulen.... 😢 die Situation spitzt sich immer mehr zu.
Nach katastrophalen Feiertagen hat nun am Montag endlich die OP stattgefunden (wurde vom 20. auf den 23. 12, auf den 2. Januar auf den 06. Januar verschoben.
7 Stunden hat sie gedauert und mein Schwiegervater hatte währenddessen einen weiteren Herzinfarkt und auch einen kleinen Schlaganfall erlitten. Er ist immer noch sehr schwach, steht unter starken Beruhigungsmitteln, kann kaum sprechen und den linken Arm nicht richtig bewegen, was aber schon etwas besser geworden ist. Er hat sogar schon kurz gestanden.
Trotzdem wird die Situation zwischen meinem Mann und mir immer verfahrener. Seit vorgestern würde ich sogar sagen, sprachlos. Wir haben gestern tatsächlich keine 10 Worte miteinander gesprochen.
Ich hatte am Mittwoch meinen 60. Geburtstag. Er kam mehr oder weniger im Laufschritt zu unserem verabredeten Abendessen. Sein Geschenk, warum auch immer in dieser Situation, war ebenfalls ein Wochenende an der See. Angeblich hatte er das schon gebucht, bevor ich ihm seins geschenkt habe.
Es steht jetzt außer Frage, dass wir in der nächsten Zeit, vielleicht auf lange Zeit überhaupt nicht mehr, wegfahren.
Seine Mutter ist immer schlimmer verwirrt, was ich unter dieser Belastung gut verstehen kann. Sie kann gar nicht mehr alleine bleiben. Ich muss sogar teilweise im Homeoffice arbeiten, damit mein Mann Erledigungen machen kann.
Was mir einen Stich versetzt hat, war bei einem kurzen Treffen auf dem Weihnachtsmarkt am 28. Dezember mit Freunden, seine Aussage, wer ist wichtig in seinem Leben. Ich komme nach seinen Eltern.
Das war jetzt das dritte Mal, dass er mich so verletzt hat.
Ich weine mich seitdem jede Nacht in einen kurzen Schlaf, der kaum 4 Stunden dauert und versuche jeden Tag einfach nur zu überleben. Meine eigene Gesundheit leidet inzwischen auch schon. Blasenentzündung und heftige Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel lassen grüßen.
Ich frage mich allen Ernstes, ob es das jetzt gewesen ist.
Hab ich mir 17 Jahre nur etwas vorgemacht?
 
Im Moment kann man leider nicht viel tun, ausser abwarten, wie sich die Situation entwickelt.
Das wird sicherlich so 2 bis 3 Monate dauern, bis alle wissen woran sie sind.
Seiter ist es wichtig zu sehen, wie es weitergehen kann.
Also Termine beim medizinischen Dienst vereinbaren, Pflegegrade feststellen lassen, Reha für den Schwiegervater organisieren und im Krankenhaus mit den Sozialpsyhiatrischen Dienst sprechen um zu erfahren, welche Möglichekeiten zur Entlastung es geben kann.

Dass Dein Mann im Moment den Fokus auf die aktuelle Situation und seine Eltern legt ist klar in der akuten Situation.
Langfristig wird das sicher nicht so bleiben können.
Es wird Entlastung geben und man muss sie sich suchen.

Dann werden sicherlich auch wieder gemeinsame Unternehmungen und Reisen möglich sein.

Nur halt jetzt gerade nicht.
 
Ich frage mich allen Ernstes, ob es das jetzt gewesen ist.
Nein, das ist es sicher nicht. Ich kann verstehen, wenn es sich für dich jetzt gerade in der Situation so anfühlt (mir reicht schon länger anhaltender Schlafmangel um solche Katastrophen-Gedanken auszulösen) das Ende von "allem" ist es trotzdem nicht. Leider aber eben eine von der Dauer schwer einschätzbare große Belastung.

Hab ich mir 17 Jahre nur etwas vorgemacht?
Auch das glaube ich nicht. In der derzeit extrem belastenden Situation herrscht ein Ausnahmezustand, der sicherlich vieles verschärft und zum Problem macht, womit ihr als Paar bisher besser umgehen konntet. Und hoffentlich in Zukunft auch wieder bessder umgehen können werdet.

Hast du denn seit deinem letzten Post hier etwas unternommen um auch unabhängig von deinem Mann schöne Dinge zu erleben, Freund/innen zu treffen und kleine Auszeiten zu haben? Ich denke nach wie vor, dass das wahnsinnig wichtig wäre - für dich, für ihn und für euch als Paar. Außerdem würde ich auch eine Paarberatung für hilfreich halten, weil ihr in einem moderierten Gespräch sicherlich vieles besser aussprechen und sortieren könntet als ihr es derzeit in der verfahrenen Situation alleine könnt. Wär dein Mann dazu bereit? Wärst du es?
 
Nein, das ist es sicher nicht. Ich kann verstehen, wenn es sich für dich jetzt gerade in der Situation so anfühlt (mir reicht schon länger anhaltender Schlafmangel um solche Katastrophen-Gedanken auszulösen) das Ende von "allem" ist es trotzdem nicht. Leider aber eben eine von der Dauer schwer einschätzbare große Belastung.


Auch das glaube ich nicht. In der derzeit extrem belastenden Situation herrscht ein Ausnahmezustand, der sicherlich vieles verschärft und zum Problem macht, womit ihr als Paar bisher besser umgehen konntet. Und hoffentlich in Zukunft auch wieder bessder umgehen können werdet.

Hast du denn seit deinem letzten Post hier etwas unternommen um auch unabhängig von deinem Mann schöne Dinge zu erleben, Freund/innen zu treffen und kleine Auszeiten zu haben? Ich denke nach wie vor, dass das wahnsinnig wichtig wäre - für dich, für ihn und für euch als Paar. Außerdem würde ich auch eine Paarberatung für hilfreich halten, weil ihr in einem moderierten Gespräch sicherlich vieles besser aussprechen und sortieren könntet als ihr es derzeit in der verfahrenen Situation alleine könnt. Wär dein Mann dazu bereit? Wärst du es?

Ich habe leider keine Vorstellung wie sich das alles mal wieder einrenken lässt.
Nein, ich habe nur funktioniert, die Feiertage für alle ausgerichtet und bin arbeiten gegangen.
Für heute Nachmittag habe ich mir einen Friseurtermin gebucht. Das ist das einzige was ich mir grade zumuten kann.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mein Mann zu einer Beratung bereit wäre. Ich würde ihm gerne sagen wie verletzt ich bin. Er versteht aber alles falsch, er sieht nichts anderes als seine Eltern.
Morgen sollte ein Frühstück mit meinen Kindern und Enkeln sein. Ich gehe davon aus, dass er gar nicht mitkommt. Ringe mit mir zu fragen, denn ich müsste dann ja die Personenzahl im Restaurant reduzieren.
 
Dein Mann hat gerade andere Prioritäten und ich finde das verständlich. Bei einer solchen Belastung und Sorge kann es auch mal angespannt sein und das kann man auch mal aushalten, solange es kein Dauerzustand ist oder der Betroffene sich aufführt wie eine rasende Wildsau.

Ich verstehe, dass du selbst mit der Situation überfordert bist und auch, dass du dein Leben zukünftig frei gestalten willst - aber das ist doch nicht unmöglich, nur weil die Situation JETZT so ist. Wenn die Kerze auf der Tischdecke umfällt, rennt man doch auch nicht panisch im Kreis und katastrophiert, wie das Haus abbrennt und man auf der Straße sitzt. Nein, man löscht die Tischdecke, bevor es passiert. Sprich: man tut das aktuell naheliegende. Was in zwei Jahren ist, kannst du jetzt noch nicht wissen. Versuch, dich mal etwas einzufangen. Notfalls hol dir dafür Hilfe.
 

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