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Mann hat mich in meiner Midlifekrise verlassen

Im Endeffekt bin ich gerade diejenige die schlecht da steht, ich zahle alleine die gemeinsame Wohnung ab, was rechtlich auch so eingefordert werden kann, da sie groß ist
Hä? Abbezahlen muss die Wohnung derjenige, der den Kredit aufgenommen hat. Wenn ihr beide da drinsteht, müsst ihr beide weiterzahlen. Unerheblich ist hingegen, wer im Grundbuch steht. Hoffentlich ist es nicht so das ihr gemeinsame Eigentümer seid, aber nur du im Kreditvertrag stehst.

Du bezahlst jedenfalls, und er nimmt sämtliche Wohnungsunterlagen mit. Merkst du denn nicht das es so nicht geht?

An dieser Eigentumswohnung hängen Fragen zum Zugewinn, zum Versorgungsausgleich, zum Wohnrecht und sämtliche schuldrechtliche Fragen (Bank). Ohne die Unterlagen kannst du nicht prüfen welche Optionen du hast, und wem hier was zusteht. Dein Mann hat diese Unterlagen umgehend herauszugeben, und zwar im Original. Dann kann er von allem eine Kopie bekommen.

Lass dich unbedingt versiert beraten zu diesen Fragen. Ich weiss das es schwer ist, da du diese Trennung nicht gewollt hast. Aber das ist ein Fass ohne Boden, das dein Mann da aufmacht.
 
Bezüglich der Wohnung habe ich mich informiert. Für seine Hälfte steht ihm eine Entschädigung zu, die in etwa die Hälfte des Kredits beträgt und daher zahle ich den kompletten Kredit.
Natürlich habe ich die Dokumente eingefordert, jetzt darf ich darauf warten, dass er sie mir überreicht. Bezüglich des Kredits habe ich die Dokumente bei der Bank eingefordert, anstatt auf ihn zu warten.

Naja es tut schon sehr weh, dass jmd mit dem du 8 Jahre verbracht hast und so viel aufgegeben hast, dich so schnell fallen lässt. Es geht auch nicht darum, dass er merkt was ich aufgegeben habe, schließlich war das meine Entscheidung, aber wir haben ein Kind und uns ein Versprechen gegeben.
 
Bezüglich der Wohnung habe ich mich informiert. Für seine Hälfte steht ihm eine Entschädigung zu, die in etwa die Hälfte des Kredits beträgt und daher zahle ich den kompletten Kredit
Dann muss er sich aber auch aus dem Grundbuch austragen lassen, denn er wurde ja bereits entschädigt. Sonst kannst du mit dieser Immobilie nichts anfangen, wenn es drauf ankommt.

Und gegenüber der Bank haftet ihr weiterhin gemeinsam, das sind getrennte Dinge. Selbst wenn das Familiengericht ihm eine Summe X zuspricht, ändert sich daran nichts.

Bei einer Immoblienübertragung wird für deinen Mann unter bestimmten Umständen Spekulationssteuer vom Finanzamt erhoben, und falls das zutrifft hat er kein Interesse, dir seine Haushälte zu übertragen. Er verlangt dann mehr als die eigentliche Entschädigung, um seine Steuer wieder reinzuholen.

Generell werden bei einer Ehescheidung alle Forderungen erstmal ausgerechnet und gegenübergestellt. Sich vorzeitig auf eine einzelne Sache einzulassen ist riskant.
 
Dann muss er sich aber auch aus dem Grundbuch austragen lassen, denn er wurde ja bereits entschädigt. Sonst kannst du mit dieser Immobilie nichts anfangen, wenn es drauf ankommt.

Und gegenüber der Bank haftet ihr weiterhin gemeinsam, das sind getrennte Dinge. Selbst wenn das Familiengericht ihm eine Summe X zuspricht, ändert sich daran nichts.

Bei einer Immoblienübertragung wird für deinen Mann unter bestimmten Umständen Spekulationssteuer vom Finanzamt erhoben, und falls das zutrifft hat er kein Interesse, dir seine Haushälte zu übertragen. Er verlangt dann mehr als die eigentliche Entschädigung, um seine Steuer wieder reinzuholen.

Generell werden bei einer Ehescheidung alle Forderungen erstmal ausgerechnet und gegenübergestellt. Sich vorzeitig auf eine einzelne Sache einzulassen ist riskant.


Nein so funktioniert das nicht. Ich entschädige ihn für die Nutzung seiner 50%, er bleibt weiterhin Eigentümer. Es gibt keine Immobilienübertragung, keiner möchte verkaufen.
 
Nein so funktioniert das nicht. Ich entschädige ihn für die Nutzung seiner 50%, er bleibt weiterhin Eigentümer
Dann benötigst du aber seine Zustimmung wenn du einen Untermieter aufnehmen oder etwas reparieren willst. Du zahlst alles, gehst aber leer aus, wenn er nicht will. Du wirst erpressbar. Wenn dann 2 Wochen lang die Heizung kalt bleibt weil sich dein Mann das mit der Reparatur erst noch überlegen muss, wirst du das für eine schlechte Lösung halten.

Muss alles nicht so sein, aber so ein Arrangement setzt voraus, das man sich über grundlegende Dinge einigen kann.
 
@Cider

Ich verstehe, dass du noch dein Mann vermisst und du über die Situation unglücklich bist.

Viele haben sich schon total verbogen und schlimmeres, weil sie den Gesunden Abstand noch nicht hatten

Auch ich hatte so meine Erfahrung und später war ich sogar wütend auf mich, wie ich mich so zum Affen machen konnte, habe mich selber nicht mehr verstanden und das war auch eine längere Beziehung.
Man lässt leider viel zu viel mit sich machen wenn man emotional noch voll drin hängt.

Du bist noch jung und man sammelt leider durch solche Situationen auch gewisse Lebenserfahrungen die einen aber auch zusetzen, und was man aber daraus ziehen kann ist, dass man es beim nächsten mal besser macht, oder besser hinschaut, doch auch das bewahrt einem nicht vor Wiederholungen.

Und die Leute sehen genau was ablauft, wollen dich im Grunde da vor bewahren, doch manch mal kann man das nicht und man muss zusehen wie jemand seine ganze Selbstachtung verliert, denn das ist es schlussendlich was einem später so zusetzt.

Am ende wirst du so wie so das machen was du willst.

Hätten wir kein Kind, würde ich einfach zurück ziehen, ihn nicht mehr kontaktieren und so vielleicht irgendwann über ihn hinwegkommen können, aber mit Kind und auch noch mit unserer Regelung, ist das für mich unvorstellbar. Wir müssen auch noch eine Elternberatung zusammen aufsuchen. Ich habe schon geheiratet mit der Vorstellung unser ganzes Leben zusammen zu verbringen, selbst wenn ich ihn nicht mehr lieben würde, wäre ich mit ihm zusammen geblieben. Ich habe aber vielleicht auch eine andere Vorstellung von der Ehe, vor allem mit Kind. Wir haben ja jahrelang versucht ein Kind zu bekommen, es hat bei uns gedauert und sich dann zu trennen wegen einer schwierigen Phase, das fällt mir schwer zu akzeptieren. Ich verstehe wenn man sagt ich sollte jetzt auf mich achten, es akzeptieren und ich weiß dass die Schuld nicht alleine bei mir liegt, aber leider trage ich auch meinen Teil dazu bei und deswegen fällt es mir schwer. Es würde mir helfen, wenn ich den Beweis hätte, dass er eine andere hat wenn ich die Schuld loswerden könnte, aber das habe ich nicht. Ich gebe gerade das Beste für unser Kind und die Arbeit, damit ich die nicht auch verliere aber ich kann meine Gefühle ihm gegenüber nicht ändern... Ich wünschte ich würde mich nach dem letzten Jahr erleichtert fühlen durch die Trennung, aber das tue ich nicht.
 
Dann benötigst du aber seine Zustimmung wenn du einen Untermieter aufnehmen oder etwas reparieren willst. Du zahlst alles, gehst aber leer aus, wenn er nicht will. Du wirst erpressbar. Wenn dann 2 Wochen lang die Heizung kalt bleibt weil sich dein Mann das mit der Reparatur erst noch überlegen muss, wirst du das für eine schlechte Lösung halten.

Muss alles nicht so sein, aber so ein Arrangement setzt voraus, das man sich über grundlegende Dinge einigen kann.

Dann müßte ich umziehen und ihm meinen Anteil verkaufen. Soll er mal die Heizung kalt lassen obwohl auch unser Sohn mit mir in der Wohnung ist
 
Ich finde man sollte die Ehe mit Kind nicht wie eine heilige Kuh vor sich hertragen, wenn es eine belastete Beziehung ist, mit ständigen Streitereien, oder mieser Atmosphäre, dann schadet das dem Kind eher, und eine klare Trennung ist dann irgendwie humaner, besonders für das Kind.
Ich kann das auch verstehen, daß dieses Einfallen des Kartenhauses Familie, traurig macht, enttäuschend ist, aber lieber klare Positionen. Das ist der Gesundheit aller dann mehr dienlich wie faule Kompromisse.
Ich würde schauen, daß ich Abstand zu all dem bekomme.
Äußerlich, und auch innerlich.
Viel Kraft für dich!
 
Was wenn ich in ihm durch meinen Rückzug eine Angst verursacht habe, nämlich dass er seine Familie verliert weil ich mich trennen würde und er sich deswegen so verhalten hat. Sein Verhalten ist nicht zu rechtfertigen, aber vielleicht hätte ich anders auf ihn zugehen müssen, oder seine Ängste ernst nehmen müssen. Ja ich war selbst betroffen von dem Schicksalsschlag und er hätte Rücksicht nehmen können und mir meine Zeit lassen anstatt Druck aufzubauen. Ich hätte genauso nicht an der Ehe zweifeln können weil ich einen Schicksalsschlag erlebt habe... kein Mensch ist perfekt. Ich denke er mochte sein Verhalten selbst nicht und hat dann für sich entschieden so nicht mehr weiter zu machen. Ich konnte ihm nicht die Sicherheit geben, die er sich vorgestellt hat. Vor der ersten Trennung hatten wir einen Streit, es ging erneut um meine Geschäftstermine. Er hat gefragt ob ich für diese Ehe kämpfen möchte und ich habe vor Wut gesagt er müsse kämpfen. Wir haben die Verantwortung gegenseitig hin und her geschoben, ich meine mit dem Wissen, dass ich jetzt habe hätte ich in diesem Moment einfach gesagt "Ja, ich möchte um diese Ehe kämpfen". Natürlich sehe ich, dass wir beide Schuld haben, aber es ist doch oft so in einer Ehe, dass einer mal mehr nachgeben muss und den ewigen Streitereien mit Liebe entgegen kommen muss. Wieso konnte ich ihm nach dem Urlaub ohne ihn nicht sagen, dass er mir gefehlt hat, dass ich jeden Tag an ihn gedacht habe und mir vorgestellt habe, dass es ihm gefallen hätte mit dem Golfplatz in der Nähe...
Naja jetzt ist es wohl zu spät für "hätte", ich komme nicht mehr an ihn heran, er denkt eh, dass ich jetzt nur "aus der Not" wieder zusammen sein möchte, wir sind getrennt und der Ehevertrag dient nur dazu alles zu regeln, um seine Firma aufzubauen. Finanzielle Ansprüche sehe ich nicht wie gesagt aufgrund der Selbstständigkeit und was bringt mir das auch. Ich bekomme derzeit das Kindergeld, er zahlt den Kindergarten und mit Kindesunterhalt hätte ich vielleicht 100€ mehr im Monat, dafür fordert er den Trennungsunterhalt nicht ... auch wenn er sich das so vorbereitet hat, aber wer würde das nicht tun, wenn er es könnte? Eine friedliche Trennung bedeutet ich will nichts von ihm und er nichts von mir, er zahlt das was unser Kind braucht wenn es bei ihm ist und andersherum.
Ich dachte einfach, man kämpft Jahre für eine Ehe bevor man überhaupt an Trennung denkt und wenn dann überhaupt aus "extremen" Gründen wie betrügen oder Gewalt...
 
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