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Gelöscht 131320
Gast
Die Ex ist aber anscheinend auch nicht viel anders.
Mit 30 Jahren nichts als einen Schminktisch zu besitzen, aber am liebsten sofort heiraten und Kinder bekommen wollen... dazu fällt mir auch nicht mehr viel ein. 🥺
Das würde ich ihr gar nicht als negativ anlasten. Sie ist zu ihm gezogen und hatte damals wahrscheinlich schon den Gedanken, dass die beiden heiraten und eine Familie gründen. In dem Fall wäre es ja so gewesen, dass die beiden für immer zusammen wohnen und es irgendwie die gemeinsamen Sachen werden. Wenn man durch eine Beziehung zwei Haushalte zusammenlegt, dann kann man sowieso nicht alles von beiden mitnehmen. Es hat nur jetzt nicht so funktioniert, wie sie sich das vorgestellt hat. Es gibt aber ganz bestimmt auch andere Paare, die sich trennen, und dann hat einer nicht mehr so viele Möbel.
Auf jeden Fall! Von Karriere und (viel) Geld spreche ich gar nicht. Nur widerspricht sich das ja nicht mit einem Hilfsjob und Mindestlohn. Man hat eine Krankenversicherung, zahlt in die Rente ein, das Einkommen kommt verlässlich und gerade wenn man gerne feiern geht, hat man auch den Taler für einen Drink.
Dass Du nur zur Hochzeit gehst, damit Du frei "saufen" kannst, ist traurig genug. Dafür hat man bestimmt nicht an dich gedacht und dich eingeladen.
Aber Du hattest ja schon erwähnt, er möchte mindestens eine Führungsposition. Typische Totschlagargumente, die eine Diskussion sofort ersticken. Ähnlich wie "Ich finde keine Freundin weil ich eine große Nase habe."
Reich muss ich nicht sein. Aber ein Minimum an Sicherheit, wie Essen und Dach über dem Kopf, darf es schon sein.
Ich glaube, ich wurde total falsch verstanden. Es geht ihm und mir gar nicht darum, eine Führungsposition zu haben. Das wollen wir gar nicht. Es ging darum, dass wir wahrscheinlich in einem normalen Arbeitsverhältnis unser Leben lang als eher niedriger Angestellter irgendwo arbeiten würden. Wir würden niemals zum Chef oder Vorgesetzten aufsteigen. Es würde immer darauf hinauslaufen, dass wir so arbeiten müssten, wie der Chef es vorgibt. Das ist vollkommen in Ordnung, wenn man das macht. Das machen sicherlich auch ganz viele und finden das gut. Wir wollen das aber nicht. Wir wollen Freiheit. Wenn ich um 8 Uhr anfangen möchte zu arbeiten, dann mache ich das. Wenn ich erst abends um zehn anfangen möchte, dann mache ich das. Wenn ich heute gar nicht arbeiten möchte, dann mache ich es nicht. Wenn ich arbeiten möchte, dann mache ich das. Wenn ich 4 Stunden arbeiten möchte, dann mache ich das. Wenn ich 12 Stunden arbeiten möchte, dann mache ich das auch. Wir fahren am Montag für eine Woche zu seinen Großeltern. Wir müssen niemanden fragen oder Urlaub einreichen. Wir müssen uns keine Gedanken über die Urlaubsplanung und unsere Urlaubstage machen. Wir machen es einfach. Das ist es, worum es geht. Ich verdiene damit aktuell genug Geld zum Leben. Ich werde damit nicht reich, und ich werde wahrscheinlich auch niemals einen Urlaub in der Karibik davon machen können. Das nehme ich aber in Kauf für diese Freiheit.
Wenn ich einen Partner hätte, der den normalen Standard Arbeitsalltag lebt, dann wäre das für mich wie ein Klotz am Bein. Wenn ich immer irgendwie Rücksicht nehmen müsste, weil er arbeiten muss, weil er keine Urlaubstage mehr hat usw. Das würde mich stören. Wenn ich zu meinem Freund an einem Dienstagabend sage, dass wir vielleicht feiern gehen könnten, dann kommt er mit. Ich bekomme von ihm nicht zu hören, dass er nicht kann, weil er ja am nächsten Morgen um 6 Uhr aufstehen muss wegen der Arbeit.
Für meine finanzielle Sicherheit kann ich z. B. gut selbst sorgen. Er hat damit definitiv Schwierigkeiten, du leistest da jetzt Erziehungshilfe.
Für mich wäre diese Notwendigkeit mega unsexy. Ich möchte einen Mann, kein Kind, das ich ins Leben begleite.
Zu einem guten Charakter gehört für dich was?
Nicht für das Auskommen im Rentenalter zu sorgen und da dann von der Gesellschaft durchgefüttert werden zu wollen, in welche Mann sich vorher nicht soweit einfügen wollte, dass er auf eine Weise arbeitet, die ihm ein Auskommen sichert?
Mehr als grenzenlosen Egoismus sehe ich darin nicht, auch wenn er das anders verkaufen will.
Mein Fall für eine Beziehung wäre diese - Entschuldigung, meine Sicht: Nullnummer nicht.
Sex, Freundschaft, das ja.
Und im Grunde läuft es darauf wohl hinaus, F+.
Keine Verbindlichkeiten.
Der Job und die finanzielle Lage haben für mich nicht so viel mit dem Charakter zu tun. Er arbeitet und versucht, sich gerade seine Selbstständigkeit aufzubauen. Wenn er sich jetzt für ein normales Gewerbe entschieden hätte, dann würden wahrscheinlich auch alle sagen, dass eine Selbstständigkeit ja erst mal anlaufen muss. Nur weil es bei uns nicht die Standard Selbstständigkeit ist, heißt es ja nicht, dass wir uns keine Mühe geben und nicht dafür arbeiten. Ich sehe, dass er sich Mühe gibt und wirklich versucht, dass alles gut läuft. Er sitzt nicht den ganzen Tag zu Hause auf dem Sofa und guckt TV. Ich glaube, gestern haben wir 14 Stunden gearbeitet, das ist für mich kein fauler Charakter.
Außerdem hatte ich ja schon gesagt, dass mir andere Dinge wichtig sind. Ich hatte in den letzten Jahren so oft das Problem, dass Männer mich zu kindisch fanden. Das Problem habe ich bei ihm nicht. Wir waren zum Beispiel vor kurzem in einem Indoor Spielplatz. Das ist ja normalerweise eher etwas für kleinere Kinder mit Klettergerüst und Rutschen. Es war abends nur für Erwachsene geöffnet, und wir hatten den Spaß unseres Lebens. Das war total kindisch, aber uns hat es nicht gestört. Wir haben beide den gleichen blöden Humor und lachen viel zusammen. Er hat Verständnis für meine Arbeit, weil er gerade auf dem Weg ist, genau das gleiche zu machen. Er hat kein Problem damit, dass ich nicht super reich bin, weil er genauso wenig Geld hat oder noch weniger Geld hat. Eist auch generell vom Typ her genauso wie ich ein Mann mag. Das zählt alles für mich viel mehr als einen Job.