Winnetou
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Soweit ich weiß, ist der Vollzug in vielen Fällen eher eine Verwahrung als alles andere... es gibt an allen Ecken und Enden Kapazitätsprobleme, Bürokratie ohne Ende, Wartezeiten, Liegenbleiben von Anträgen, Ausfall von Angeboten (und wenn sie stattfinden, dann häufig nicht so, dass sie wirklich hilfreich sind)... und und und. Die Verantwortlichen sind dann schon froh um einen möglichst reibungs- und ereignislosen 08/15-Tagesablauf, und viel mehr ist oftmals auch gar nicht drin.Er hat leider keinen Schulabschluss, keine Ausbildung und aktuell auch keine Arbeit. Er hofft, dass er während der Haft die Möglichkeit hat, irgendwas dort zu machen oder zu lernen.
Oder kommt dein Freund in eine Jugend-JVA? Dort haben Bildungs- und Beschäftigungsangebote mit Zukunftsperspektive natürlich einen höheren Stellenwert. Aber bei einer Haftzeit von nur einem Jahr könnte es trotzdem schwierig werden. Bis da etwas in die Gänge kommt, steht möglicherweise bald schon wieder die Entlassung an...
Sprecht vielleicht lieber noch mal mit dem Anwalt darüber, für wie realistisch er das einschätzt und ob es nicht besser wäre, so bald wie möglich selbst die Initiative zu ergreifen. Gerade auch mit Blick auf den Vollzugsplan, um eben gleich bei Haftantritt schon konkrete Pläne vorweisen und einen guten Eindruck machen zu können.
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