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Beziehung - ich weiß nicht weiter

Ihr passt nicht zusammen, so sehr du es dir auch wünscht, seine Tochter ist und bleibt die Nummer eins für ihn. Du bist gezwungen dich hinten anzustellen und das passt dir nicht. In deinen Augen macht er Fehler in der Erziehung. Das wird wahrscheinlich auch so sein, aber wer macht die nicht mit seinen Kindern? In deinem Sinne wird er seine Tochter jedenfalls nicht behandeln.
Er ist ein Familienmensch und wünscht sich weitere Kinder, du nicht.
Halte dich fern wenn er mit seiner Tochter zusammen ist und nutze die Zeit für dich, unternimm etwas mit deinen Freunden oder Familie, tue dir in dieser Zeit etwas Gutes, gönn dir was!
Wenn du weiterhin mit dabei bist wenn die Tochter da ist, fühlst du dich immer mehr ins Abseits gedrängt und die Konflikte werden immer größer.
An deiner Stelle würde ich die Beziehung beenden und einen Partner suchen der besser passt und du glücklich werden kannst.
 
War das seine Antwort konkret auf das Thema Nacktschlafen bezogen?
nein das war darauf bezogen, ob Kita besucht werden sollte oder nicht. Ich habe ihn aber ziemlich am Anfang darauf angesprochen und er antwortete, dass sie auch im Sommer oft nackt Zuhause raumlaufen oder wenn sie ins Planschbecken hüpfen. Wenn. er allein ist, läuft er auch oft ohne Kleidung durch sein Haus.
 
Ich kann dich sehr gut verstehen.
Ich wollte auch nie Kinder. Glücklicherweise haben wir auch keine.
Er hätte welche gewollt, aber dann wurde ich älter und das Thema war vom Tisch.
Du wirst aber wenig machen können.
Entweder du gehst oder akzeptierst es wie es ist.
 
Ich finde auch, dass ihr mit euren unterschiedlichen Lebensvorstellungen nicht zusammenpasst.

Was ich noch wichtig fände in Bezug auf die Vergötterung der Tochter: Trägt sie oft so richtig extreme Mädchenkleidung bzw. kauft er ihr solche Kleider und Röcke? Also viel Weiß, viel Rosa und Pink, Spitzen, Volants, Glitzer, Haarschmuck etc.? D. h. will er, dass sie möglichst süß aussieht? Ich hab mal gelesen, dass auch das andeuten KANN, dass da etwas subtil Missbräuchliches bei jemandem vorhanden ist.

Ich habe keine Kinder, aber ich lese seit Jahren mit großem Interesse Bücher über Bindung und Bindungsforschung. Vor einigen Jahren ist Jesper Juul gestorben, Europas bekanntester Familientherapeut. Zu ihm kamen viele verzweifelte Eltern, denen andere Familientherapeuten nicht helfen konnten. Hat in mehreren europäischen Ländern als Familientherapeut gearbeitet, viele Bücher und Erziehungskolumnen geschrieben. Er hat auch die FamilyLabs gegründet, Erziehungsberatungs- und therapiezentren, die nach seinen Werten arbeiten, also auch auf Basis der Bindungsforschung. Er hat 1996 in seinem Buch "Dein kompetentes Kind" argumentiert, dass eine Familie nur funktionieren kann, wenn die Basis der Familie die Gleichwürdigkeit aller Familienmitglieder ist. Den Begriff hat Jesper Juul selbst geprägt. Er meint damit, dass ein Baby oder Kleinkind nicht die gleichen Rechte haben kann und soll wie Mama und Papa, dass aber die grundlegenden Bedürfnisse - jedoch nicht jeder Wunsch - aller Familienmitglieder gestillt werden sollten. Ich finde die grundsätzliche Gleichwürdigkeit aller einen sehr treffenden und wertschätzenden Ausdruck dafür, dass jeder in der Familie das gleiche Gewicht, dieselbe Wichtigkeit haben sollte. Natürlich braucht ein Kleinkind mehr Zeit und Aufmerksamkeit als eine 16jährige, aber keiner von beiden - und auch nicht die Eltern - sollte weniger wert sein als die anderen.
Von daher sehe ich es sehr kritisch, wie dein Partner mit seiner Tochter umgeht. Du bist doch genauso da!

Ich habe außerdem mal von einem wirklich krassen Fall gehört - von einem Vater, der seine Kinder total vergöttert hat, ihnen jeden Wunsch erfüllt, ihnen nichts abgeschlagen hat. Es endete damit, dass die Kinder, als sie in die Pubertät oder ins Jugendalter kamen, alle in die Psychiatrie mussten. Klar, die kamen nicht damit zurecht, dass sie vom Rest der Welt keineswegs in den Himmel gehoben wurden.
Die Erziehungsgrundsätze deines Partners führen m. E. garantiert zu großen Konflikten ...

Abgesehen von seinen Erziehungsmethoden könnte ich mir vorstellen, dass dein Partner möglicherweise unter Bindungsangst leidet. Zuerst hat er dich auf Händen getragen, jetzt stellt er dich eindeutig in die zweite Reihe und findet seinem Verhalten nach seine Tochter interessanter als dich - vielleicht, um sich von dir zu distanzieren. Vielleicht kann er mit so viel partnerschaftlichen Nähe nicht wirklich umgehen. Ist er konfliktscheu? Und wie gut kennst du ihn - seine anderen Macken, seine Vergangenheit, wie die Beziehung zu seinen Eltern genau war?

Ich könnte mir auch vorstellen, dass er sich mit seiner Tochter identifiziert. Will vielleicht mit ihr in gewisser Weise die Kindheit nachholen, die er nicht hatte.
 
Trägt sie oft so richtig extreme Mädchenkleidung
Ja, sie trägt aber von sich aus gerne Kleider und Röcke und Haarschmuck, denke das macht aber jedes Mädchen gerne.

keiner von beiden - und auch nicht die Eltern - sollte weniger wert sein als die anderen.
Sowas habe ich auch schon gelesen, auch mit ihm darüber gesprochen, es hat sich nur nichts geändert.

Ich habe außerdem mal von einem wirklich krassen Fall gehört - von einem Vater, der seine Kinder total vergöttert hat, ihnen jeden Wunsch erfüllt, ihnen nichts abgeschlagen hat.
Ich denke zwar nicht, dass es soweit kommt aber gehe doch schon davon aus, dass sie nächstes Jahr in der Schule, vllt später Ausbildung/Beruf starke Probleme haben könnte wenn sie feststellt, dass eben nicht alles nach ihrem Willen läuft.

Abgesehen von seinen Erziehungsmethoden könnte ich mir vorstellen, dass dein Partner möglicherweise unter Bindungsangst leidet. Zuerst hat er dich auf Händen getragen, jetzt stellt er dich eindeutig in die zweite Reihe und findet seinem Verhalten nach seine Tochter interessanter als dich - vielleicht, um sich von dir zu distanzieren. Vielleicht kann er mit so viel partnerschaftlichen Nähe nicht wirklich umgehen. Ist er konfliktscheu? Und wie gut kennst du ihn - seine anderen Macken, seine Vergangenheit, wie die Beziehung zu seinen Eltern genau war?
Genau das habe ich mir auch schon gedacht. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht viel über ihn. Ich erfahre Dinge über ihn nur peu a peu, wenn ich nachfrage bekomme ich entweder keine Antwort oder er sagt, dass ich weiteres irgendwann erfahren werden.
 
Hallo an alle,
ich bin neu hier, das ist mein erster Thread und bräuchte mal neutrale Meinungen.

Zu meinem Anliegen:
ich bin seit ca 2 Jahren in einer Beziehung mit einem Mann, der ein Kind aus erster Ehe mitgebracht hat. Ich selber wollte nie Kinder, wollte mich auch nie mit welchen umgeben, aber für ihn dachte ich, probieren wir es einfach.
Am Anfang habe ich mich gefühlt wie auf Wolke 7, er hat mich verwöhnt, wir haben viel geschrieben, uns oft getroffen und im Bett ist es auch der Hammer. Er hat schon nach 3 Monaten gesagt, dass er für immer mit mir zusammen bleiben möchte, irgendwann zusammenziehen, noch mindestens ein weiteres Kind mit mir möchte. Ich habe ihm von Anfang an gesagt, dass ich niemals selber Kinder möchte, trotzdem hat er ständig davon gesprochen wie es sein wird, wenn wir zusammen wohnen und noch 1-2 Kinder bekommen. Er weiß ganz genau, dass ich sehr empfindlich bei diesem Thema bin, da meine Mutter mich damals schon damit unter Druck setzte.
Er befindet sich nach 10 Jahren Ehe mittlerweile in Scheidung, seit 2 Jahren getrennt lebend. Die Tochter ist 5 Jahre alt, befindet sich im letzten Kitajahr und das Umgangsrecht ist 50/50 aufgeteilt. Das Kind ist immer 4-5 Tage bei einem Elternteil, dann wird gewechselt.
Das erste halbe Jahr hatte ich gar keinen Kontakt zum Kind, dann hat er mich vorgestellt und wir haben ab und an zusammen was unternommen, zu dritt oder auch zu fünft, dann habe ich die beiden 10 jährigen Kinder meiner Schwester mitgenommen. Aber immer wenn wir zu dritt was unternehmen, fühle ich mich wie das fünfte Rad am Wagen, er hat dann nur Augen für seine Tochter, schenkt ihr die volle Aufmerksamkeit. Sie beschäftigt sich höchstens 5 min alleine, dann kommt sie wieder angedackelt "Papaaa". Er befindet sich aktuell in einem Gerichtsstreit, seine Exfrau möchte ein das komplette Umgangsrecht und dass er die Kleine nur noch jedes zweite Wochenende bekommt mit der Begründung, sie würde Belastungsstörungen aufweisen, wenn sie von ihm zu ihr wechselt. Die Mutter hätte keinen Zugang zu ihrer Tochter und die Kleine würde nicht auf sie hören.
Ich habe meinem Partner schon öfter gesagt, er würde seinem Kind zu viel durchgehen lassen und würde ihr keine Grenzen setzen, ich möchte mich aber nicht zu viel einmischen, da es mich nichts angeht. ZB lässt er sie Abends bis 22:00 aufbleiben, wenn sie nicht zur Kita möchte, darf sie Zuhause bleiben. Er ist selbständig und beendet seine Arbeit immer frühzeitig um so viel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen, natürlich dann auf Kosten unserer gemeinsamen Zeit.
Nun gab es gestern Abend einen Vorfall bei dem ich nicht weiß, wie ich ihn einschätzen soll. Ich bin zu ihnen gefahren, wir haben gemeinsam Pizza gemacht und zusammen einen Film geschaut. Er lag mit seiner Tochter kuschelnd auf der Couch, ich saß im Sessel und dachte, wenn sie um 21:00 im Bett liegt, haben wir für uns endlich Zeit und im Bett können wir später auch noch kuscheln. Während dem Film beobachte ich dann wie er sein Handy nimmt und ewig lange ein Bild von sich und seiner Tochter anschmachtet. Ich frage ihn ob alles ok ist und er sagt "ja ich finde dieses Bild so schön". Nebenbei habe ich ihn auch schon erwischt wie er Sprachnachrichten von ihr auf seinem Handy immer wieder abhört.
Dann wurde es viertel nach neun, halb zehn, viertel vor zehn und er sagt, es wird jetzt langsam Zeit. Plötzlich hat sie wieder Hunger und darf nich was essen. Dann fragt sie, ob ich heute Abend auch bei ihnen schlafe, er sagt "ja, du liegst dann neben Papa im Bett". Da bin ich hochgeschreckt, weil wir vorher vereinbart haben, dass die Kleine in ihrem Bett schläft und falls sie einen Alptraum oä hat, er mit ihr auf die Couch geht. Das Problem was ich habe, wenn wir zu dritt im Bett sind, ich habe so wenig Platz, dass ich so weit außen liegen muss und es schon vorkam, dass ich durch Rückenschmerzen am nächsten Tag kaum laufen konnte und ich möchte auch gerne Zweisamkeit und Intimität mit meinem Partner haben. Das sagte ich ihm, ging schon mal vor ins Bett und wartete. Als er dann nach ca 20 min kam, tat ich schlafend. Er stand eine Minute still im Zimmer, sagte "schlaf gut Schatz" und ging wieder hinunter. Ich dachte ich höre nicht richtig. Dann bin ich auch wieder runter und fragte, warum er nicht ins Bett kommt. Er stellte sich extra blöd und sagte "ich dachte du wolltest deine Ruhe". Ich erklärte ihm nochmals, "nein Schatz, ich möchte mit dir ins Bett, das ist ein Doppelbett, kein ein-Mann Bett und kein drei-Mann Bett". Ja er könnte sein Kind aber nicht alleine schlafen lassen, da sie ja "regelmäßig" in seinem Bett schläft, er würde dann warten bis sie eingeschlafen ist und dann hoch kommen, falls er nicht selber einschläft. Da sagte ich zu ihm, er würde sein Kind komplett verziehen und wenn er lieber mit seinem Kind auf der Couch schläft, als mit seiner Partnerin, mit der er seit Wochen keine Nacht zusammen mehr verbracht hat im Bett, dann solle er das machen. Nach einer Stunde Wartezeit habe ich mich wieder angezogen und bin nach Hause gefahren.
Heute Morgen bekomme ich ein Foto vom Frühstückstisch und den Spruch "da du ja schon weg warst, kannst du jetzt virtuell mit frühstücken 😘".
Ich bin traurig, verletzt und denke dass ich mich erstmal nicht mehr melden werde. Aber ist meine Reaktion übertrieben? Verlange ich zu viel? Ich finde die Beziehung zu seinem Kind etwas gestört, abgesehen vom Anschmachten der Bilder, dem Abhören ihrer Nachrichten, sie schlafen nackt zusammen, wenn wir beide im Urlaub sind rennt er mit ihrem Stofftier herum und macht Selfies, einmal hat er sein Genital vor ihr gewaschen, während sie ihn dabei beobachtete.
Tut mir Leid für den Roman aber wollte so viel Hintergrundwissen wie möglich angeben.
Danke schon mal für eure Tipps und Meinungen.

Hallo und herzlich willkommen hier.
Ich bin selber neu und eher durch Zufall auf den Faden hier gestoßen. Ich denke mittlerweile hast du selbst schon verstanden, dass es keine gute Idee war sich mit diesem Mann dauerhaft einzulassen, wenn du selbst keine Kinder magst.
Egal ob eigene oder "fremde".
Da gibt es leider nicht viel Spielraum für Entscheidungen.
Entweder du magst Kinder und lebst mit diesem Mann der von dir ebenfalls Kinder möchte zusammen oder du trennst dich von Ihm und seinen Kindern so bald wie möglich um euch allen weiteren Schmerz zu ersparen.
Wenn wir in einer überwiegend weniger traditionellen Gesellschaft leben würden, wäre es wahrscheinlich gar kein so großes Thema. Da wir dies noch nicht sind, ist es aber leider eines.
 

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