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Nostalgie....kommt da noch was oder geht das jetzt so weiter

Vielleicht magst du einen eigenen Faden zum Thema aufmachen?
Hier geht es um den TE, nicht um unsere Erfahrungen mit dem Singletum oder der Kinderlosigkeit.

Ich fühle mich aber angesprochen, wenn du einfach mal so raus haust, dass man per se nur als "Nicht Single" glücklich sein kann 😏 ich war 9 Jahre verheiratet und kann dir sagen, dass diese These nicht ansatzweise zutrifft. Und mein Scheidungsanwalt kann ein Lied von singen, dass nahezu alle seine Mandanten froh waren, wenn dieses Kapitel rum war. Und meine Ehe blieb zudem noch kinderlos, die Immobilie war gewinnbringend verkauft und das Kapitel binnen einiger Monate zu.

Ich halte seit dieser Erfahrung, meine Frau hat keinen Cent in das Haus je einbezahlt, hat aber die Hälfte meines Vermögens kassiert, große Abstand von Ehe und "ich zieh bei dir ein Schatz"......seither geht es mir gesundheitlich erheblich besser. Und ich bin - definitiv - KEIN Einzelfall.


Was das mit dem ursprünglichen Faden zu tun hat? Sehr viel, denn es kann vor Augen führen, wie Lebensverläufe auch abgehen können und nicht alles Lebensglück hängt mit Ehe, Partner, Freunden zusammen.
 
Guten Morgen,
zunächst einmal danke für die Beiträge.

Ich wollte den Fokus garnicht so sehr auf Freunde oder Partnerschaft legen. Beide scheinen aber so ein bisschen als Kern-Aspekte herausgetreten zu sein.

Zunächst einmal. Entscheidungen aus der Vergangenheit sind nicht änderbar und ich bereue keine Entscheidung. Eine einzige Partnerin hatte ich, mit der ich eine kurze aber unfassbar intensive gemeinsame Zeit hatte. Das war eine Zeit, die uns stark vereint hat, und mit ihr hätte ich mir jedenfalls eine Zukunft vorstellen können.

Ich glaube - heute erinnere ich mich noch oft an sie zurück, weil mich viele Orte und gemeinsame Erlebnisse an sie erinnern. Und weil wir auch zusammen gewohnt haben. Das prägt natürlich noch mal mehr. Ob diese Illusion, dieser Gedanke, wie wäre es gewesen, wenn wir heute noch zusammen wären, je so eingetreten wäre, ich weiß es nicht. Sie hatte durchaus ihre Schattenseiten, neben sehr egoistischen Zügen, den vielen Alleingängen, von denen dann ja auch einer davon zur Trennung geführt hat, weil sie beruflich weg zog, ohne mich zu involvieren und unsere Beziehung eigenmächtig zur Fernbeziehung umkonstruierte, das sind so die Schattenseiten, die man in nostalgischen Momenten sicherlich gern verdrängt.

Ich habe mir mehrere Vereine angesehen, und habe so eine Grundregel: Ich gebe der Sache immer 1 Jahr Zeit, um zu schauen, ob und wie sich etwas entwickelt. Wenn sich hier keine Kontakte ergeben, wenn ich nicht das Gefühl habe, anzukommen, wenn der Inhalt nicht alles Negative aufwiegt, trete ich wieder aus. In einem Verein bin ich noch aktiv. Hier allerdings ist meine Altersgruppe in der Tag nur bedingt vertreten. Diejenigen in meinem Alter, die noch dort sind, haben Kinder, sind eingespannt und meistens verläuft der Kontakt so, dass insbesondere Frauen mit mir Kontakt aufnehmen, ein bisschen herumflirten, der Kontakt bricht nach ein paar Wochen oder Monaten dann ein, weil von mir naturgemäß mit einer vergebenen Frau nichts anzufangen ist. Und die meisten Frauen, die mich interessieren würden, sind vergeben. Mit Singlefrauen komme ich im Alltag auch nicht in Kontakt. Keine Ahnung, wo die sich herumtreiben.

Leere ...... also ich muss sagen, ich erinnere mich 2022 hatte ich eine Frau kennengelernt, mit der ich ein halbes Jahr in Kontakt stand und mich überhaupt nicht verstanden fühlte, weshalb das auch nie mehr wurde. Ich denke, würde ich mich so jemandem zusammen sein, nur um nicht allein zu sein, würde ich mich leer fühlen. Nicht verstanden fühlen. Wir waren nicht auf einer Wellenlänge, auch wenn man oberflächlich miteinander konnte und sicher auch irgendwie den Alltag gut hinbekommen hätte. Nein, das wäre mir zu wenig.

Leere habe ich manchmal dann, wenn ich zurück denke, an meine Studienzeit, als ich einen Studienkollegen hatte, der inzwischen im Ausland wohnt, mit dem ich wirklich über alles sprechen konnte, mich verstanden fühlte und wir ähnlich drauf waren. Das habe ich seither nie wieder gehabt.

Meine Familie ist immer da und fängt mich auf, trotzdem fehlt ein externer Input natürlich schon manchmal.

Beruflich kann ich mich nicht beklagen, muss aber auch sagen, dass mich meine Erfahrung lehrt, dass es besser ist, dass man das etwas trennt. Anfangs gabs auch hier Kollegen, die versucht haben mich privat näher kennenzulernen, aber das natürlich nicht unbedingt freundschaftlich, sondern um hier und da mal Aufgaben abzudrücken und da bin ich geläutert, daher beruf-privat wird bei mir seit vielen Jahren getrennt, das war schon früher so, wo wir bei Kunden monatelang vor Ort gearbeitet haben. Da gab es goldene Regeln. Nichts mit den Frauen dort anfangen und auch nicht sonst zu enge Kontakte pflegen, weil man in der Beratung sonst schnell die Objektivität verliert.

Ja, klar bin ich froh, meine Finanzen sind mehr als gut, ich bin derzeit aktiv an der Börse, ein bisschen mehr daraus zu generieren, wenn ich mir da manche Schicksale in meinem weiteren Umfeld, insbesondere im Freundeskreis meiner Geschwister ansehe, die kurz vor dem Ruin stehen, denke ich mir immer........ich war letztes Jahr auf einer Reise in der Schweiz, die mich recht viel Geld gekostet hat, das ist natürlich mit Familie alles undenkbar, weil allein die Flexibilität nur in Ferien und mit Absprache der Partnerin gegeben wäre. Alles natürlich deutlich einfacher.

Leere ist also konzentriert auf den Austausch würde ich sagen, nicht unbedingt auf den Inhalt dessen, womit ich mein Leben fülle.
 
Hey,
mir ist nicht so ganz klar, was dir eigentlich fehlt bzw. was du dir wünschst….
Vielleicht stehe ich da auch gerade mal wieder auf dem Schlauch.
Für mich klingt das so, als hättest du einfach gerade eine nachdenkliche, melancholische Phase.
Mit ein bisschen ( oder sogar auch ein bisschen mehr 😉) Wehmut an bestimmte Zeiten in meiner Vergangenheit zu denken - das geht mir sehr oft so.
Wichtig finde ich aber, aus diesen Gedanken auch wieder rauszukommen.

Aber jetzt mal generell:
Man kann doch nicht pauschal sagen: „Mit 40 muss man das und das ( erreicht) haben/ geht dies und jenes nicht mehr…“
d.h. sagen kann man das natürlich, aber ich halte das für Quatsch.

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie es Menschen gibt!
Der eine beginnt mit 40 noch mal was ganz neu, der andere sogar mit 50,
wieder ein anderer bleibt bis zum Ende in seinem Leben, das er sich mit 30 aufgebaut hat und ist zufrieden.

Was man aus seinem Leben macht, hängt doch nicht vom Alter ab, sondern von dem Menschen selbst und seinen Möglichkeiten!
Ich kann jetzt nur aus deinen Texten heraus interpretieren, was du für Möglichkeiten hast , und da scheint es doch jede Menge zu geben:
du hast eine Familie, mit der du dich super verstehst, die hinter dir steht
du hast einen festen Job, in dem du gern arbeitest und gut zurecht kommst
finanziell scheinst du mehr als gut aufgestellt zu sein
und über gesundheitliche Einschränkungen schreibst du auch nichts
Du hast gute soziale Fähigkeiten,
wirkst nicht gehemmt,
kommst sympathisch rüber….

hey, nimm dir diesen Schatz und schau, wo er dich hinführt!
und ganz ehrlich - sch….. doch auf‘s Alter!

P.S. Wenn dir die passende Lady fehlt, da sind viele Dating-Apps viel besser als ihr Ruf!
Einfach mal die Bewertungen lesen.
( Ich kenne mindestens 3 Leute, die dadurch jetzt in einer guten Partnerschaft sind)
Und du kannst da ja auch von Anfang an klar formulieren, dass du keinen Kinderwunsch hast.


Alles Gute,
und nachträglich herzlich willkommen hier. 🍀
 
Zuletzt bearbeitet:
Man könnte "böse" auch sagen, Du hast Luxusprobleme.

Immobilie, Kohle, guter Job, gesundheitlich lese ich nichts heraus, keine Altlasten, keine Kinder, nix. Wer bitte hat denn das?

Nun was die Kontakte angeht, ist es nicht so leicht. Frauen dürften Dich durchaus interessant finden, aber eher aus dem warmen Umfeld heraus und da könnte das Problem liegen. Wenn du irgendwo als Mann allein auf einem Stadtfest aufkreuzt, wirkt das entweder verloren oder wie ein Pick Up Artist, die ziehen auch alleine los. Also da gibt es wenig Grauzone. Für Männer stellst du ein großes Risiko dar. Der typische Single Mann sieht dich als Gefahr, weil du mit deinem Leben viel unbeschwerter daherkommst, als er, der vielleicht geschieden ist. Alphatierkomplex ist das oft. Und der vergebene Mann wird dich für seine Frau sowieso als Konkurrenz sehen.

Das Problem ist bekannt, wenn da keine Freundschaften mit Höhen und Tiefen mit gewachsen sind, sind Männer wie du ebenso wie gut aussehende erfolgreiche Frauen nicht unbedingt gesegnet mit Freunden, weil sie sozial als Alphatier wirken oder als Gefahr für den eigenen Rang oder die eigene Partnerin.

Dein Plan müsste lauten: Das warme Umfeld suchen und aus diesem heraus neue Kontakte knüpfen. Dazu bietet sich eigentlich ein Verein an, der deine Altersklasse vertritt, deine Interessen, und nimm dir Zeit mit.

Aber allein auf Events als Mann, schwierig, da die allermeisten hier mit ihrer festen Clique auftreten und die kaum für Konkurrenz wie dich öffnen, das ist einfach so. Je dörflicher, desto schlimmer.
 
Ich denke, nur der TE kann entscheiden, ob er ein Gefühl der Leere verspürt oder nicht.
Sicher gibt es glückliche Alleinstehende.
Mir erschien der Schreiber nicht dieser Gruppe zuzugehören.
Lassen wir doch ihn zu Wort kommen, wenn er mag.

Klingt schon ein wenig danach, als müsse man sich im Leben für Familie u. Kinder entscheiden, andernfalls hat man in Deiner Wahrnehmung kein Recht auf ein glückliches Leben "ohne Leere"?
Ich finde bei der heutigen Lebenssituation machen sich viel zu wenige Gedanken darüber, ob Kinder in ihr Leben passen. Eine Freundin von mir hat eines bekommen, ist inzwischen getrennt, das Kind wird hin und her gereicht, weil sie überfordert ist. Schon damals habe ich das kommen sehen und sie gefragt, wieso sie überhaupt Kinder möchte. Sie darauf "Naja, was soll man denn sonst machen, das gehört halt doch dazu". Wunderbares Motiv für Familienplanung.

Was hältst du eigentlich von Menschen, bei denen es einfach vom Partner her nicht gepasst hat? Das gibt es auch, und das Gefühl einem sagt: Gründe keine Familie, das geht schief.
 
Klingt schon ein wenig danach, als müsse man sich im Leben für Familie u. Kinder entscheiden, andernfalls hat man in Deiner Wahrnehmung kein Recht auf ein glückliches Leben "ohne Leere"?
Der Eingangsbeitrag zeugte von einer gewissen Unzufriedenheit.
Warum es schlimm ist, diese zu betrachten und nach einer eventuellen Leere im Leben zu fragen, verstehe ich nicht.
Es hat auch nichts mit irgendeinem abgesprochenen "Recht auf ein glückliches Leben" zu tun.
Betreibst du eventuell Projektion?
Man kann auf tausend Weisen glücklich sein.
Es muss halt zur Persönlichkeit passen.
 

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