Guten Morgen,
zunächst einmal danke für die Beiträge.
Ich wollte den Fokus garnicht so sehr auf Freunde oder Partnerschaft legen. Beide scheinen aber so ein bisschen als Kern-Aspekte herausgetreten zu sein.
Zunächst einmal. Entscheidungen aus der Vergangenheit sind nicht änderbar und ich bereue keine Entscheidung. Eine einzige Partnerin hatte ich, mit der ich eine kurze aber unfassbar intensive gemeinsame Zeit hatte. Das war eine Zeit, die uns stark vereint hat, und mit ihr hätte ich mir jedenfalls eine Zukunft vorstellen können.
Ich glaube - heute erinnere ich mich noch oft an sie zurück, weil mich viele Orte und gemeinsame Erlebnisse an sie erinnern. Und weil wir auch zusammen gewohnt haben. Das prägt natürlich noch mal mehr. Ob diese Illusion, dieser Gedanke, wie wäre es gewesen, wenn wir heute noch zusammen wären, je so eingetreten wäre, ich weiß es nicht. Sie hatte durchaus ihre Schattenseiten, neben sehr egoistischen Zügen, den vielen Alleingängen, von denen dann ja auch einer davon zur Trennung geführt hat, weil sie beruflich weg zog, ohne mich zu involvieren und unsere Beziehung eigenmächtig zur Fernbeziehung umkonstruierte, das sind so die Schattenseiten, die man in nostalgischen Momenten sicherlich gern verdrängt.
Ich habe mir mehrere Vereine angesehen, und habe so eine Grundregel: Ich gebe der Sache immer 1 Jahr Zeit, um zu schauen, ob und wie sich etwas entwickelt. Wenn sich hier keine Kontakte ergeben, wenn ich nicht das Gefühl habe, anzukommen, wenn der Inhalt nicht alles Negative aufwiegt, trete ich wieder aus. In einem Verein bin ich noch aktiv. Hier allerdings ist meine Altersgruppe in der Tag nur bedingt vertreten. Diejenigen in meinem Alter, die noch dort sind, haben Kinder, sind eingespannt und meistens verläuft der Kontakt so, dass insbesondere Frauen mit mir Kontakt aufnehmen, ein bisschen herumflirten, der Kontakt bricht nach ein paar Wochen oder Monaten dann ein, weil von mir naturgemäß mit einer vergebenen Frau nichts anzufangen ist. Und die meisten Frauen, die mich interessieren würden, sind vergeben. Mit Singlefrauen komme ich im Alltag auch nicht in Kontakt. Keine Ahnung, wo die sich herumtreiben.
Leere ...... also ich muss sagen, ich erinnere mich 2022 hatte ich eine Frau kennengelernt, mit der ich ein halbes Jahr in Kontakt stand und mich überhaupt nicht verstanden fühlte, weshalb das auch nie mehr wurde. Ich denke, würde ich mich so jemandem zusammen sein, nur um nicht allein zu sein, würde ich mich leer fühlen. Nicht verstanden fühlen. Wir waren nicht auf einer Wellenlänge, auch wenn man oberflächlich miteinander konnte und sicher auch irgendwie den Alltag gut hinbekommen hätte. Nein, das wäre mir zu wenig.
Leere habe ich manchmal dann, wenn ich zurück denke, an meine Studienzeit, als ich einen Studienkollegen hatte, der inzwischen im Ausland wohnt, mit dem ich wirklich über alles sprechen konnte, mich verstanden fühlte und wir ähnlich drauf waren. Das habe ich seither nie wieder gehabt.
Meine Familie ist immer da und fängt mich auf, trotzdem fehlt ein externer Input natürlich schon manchmal.
Beruflich kann ich mich nicht beklagen, muss aber auch sagen, dass mich meine Erfahrung lehrt, dass es besser ist, dass man das etwas trennt. Anfangs gabs auch hier Kollegen, die versucht haben mich privat näher kennenzulernen, aber das natürlich nicht unbedingt freundschaftlich, sondern um hier und da mal Aufgaben abzudrücken und da bin ich geläutert, daher beruf-privat wird bei mir seit vielen Jahren getrennt, das war schon früher so, wo wir bei Kunden monatelang vor Ort gearbeitet haben. Da gab es goldene Regeln. Nichts mit den Frauen dort anfangen und auch nicht sonst zu enge Kontakte pflegen, weil man in der Beratung sonst schnell die Objektivität verliert.
Ja, klar bin ich froh, meine Finanzen sind mehr als gut, ich bin derzeit aktiv an der Börse, ein bisschen mehr daraus zu generieren, wenn ich mir da manche Schicksale in meinem weiteren Umfeld, insbesondere im Freundeskreis meiner Geschwister ansehe, die kurz vor dem Ruin stehen, denke ich mir immer........ich war letztes Jahr auf einer Reise in der Schweiz, die mich recht viel Geld gekostet hat, das ist natürlich mit Familie alles undenkbar, weil allein die Flexibilität nur in Ferien und mit Absprache der Partnerin gegeben wäre. Alles natürlich deutlich einfacher.
Leere ist also konzentriert auf den Austausch würde ich sagen, nicht unbedingt auf den Inhalt dessen, womit ich mein Leben fülle.