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Nostalgie....kommt da noch was oder geht das jetzt so weiter

Betrachte das ganze mal anders.

In meinem Umfeld bewegen sich haufenweise Väter, die ...... vor Scherbenhaufen stehen in Deinem Alter.
Die mögen vielleicht ein paar mehr Freunde oder Bekannte haben, weil man die über den üblichen Kreislauf in Deutschland eher kennenlert, wenn man Systemling ist, also Kinder in die Welt setzt, Kindergarten, Schule einem neue Kontaktmöglichkeiten offenbart, was übrigens auch nicht immer garantiert dauerhaft ist.

Diese Väter drücken derzeit massig Kohle an ihre Ehefrauen ab, die nicht gearbeitet haben und auf Unterhalt klagen, müssen das Haus verkaufen, das sie sich aufgebaut haben, müssen ihren gesamten Luxus und Status ... und der ist nicht unerheblich in dem Alter.... aufgeben, um von einem schicken Haus plötzlich in die Mietwohnung zu ziehen (die Frau übrigens trifft oft das gleiche Schicksal, nur hangelt die sich nicht selten zum warmen Nest, um diesem Schicksal zu entgehen). Dazu kommen die Kinder, Unterhalt, Betreuung.

Naja, jetzt versetz dich mal in so ein Schicksal rein, von denen es mittlerweile mehr gibt als intakte Ehen und überlege, wieviel Zeit, Geld, Kapazität da bleibt, in Vereinen mit zu turnen und neue Freundschaften zu pflegen.

Du hast klare Entscheidungen getroffen, deren Konsequenzen du jetzt trägst.
Ich verstehe gut, dass dein Leben dir leer erscheint, denn das ist es ja auch.
Sind deine Prioritäten unverändert?
Dann wird sich tatsächlich nichts ändern.

Ziemlich anmaßende Aussage. Woher weißt du das im Übrigen, würde mich interessieren?
 
Ich frage mich, ob das jetzt so bleibt oder welche neuen Wege ich gehen könnte, was ich im Leben noch tun könnte, neue Leute kennenlernen, neuen Input gewinnen, neue Ideen bekommen........vielleicht auch jemanden partnerschaftlich kennenlernen.......

Du hast viel erreicht, aber das Wesentliche fehlt dir, Freunde und eine Partnerschaft.
Neue Wege...nicht aufgeben, neue Menschen kennenzulernen, vielleicht bietet sich ein Tanzkurs, Sport in einer Mannschaft, Single-Reisen o.ä. an. Du bist 40, da kann so viel passieren und wenn du aktiv bleibst, muss und wird es nicht so bleiben. Auch wenn einige in deinem Alter verheiratet sind, Familie haben, steuern wir dennoch auf eine Single-Gesellschaft zu. Du stehst also nicht alleine damit und irgendwo gibt es Menschen, die auch genau das suchen, Kontakte, Freundschaften, Beziehungen.
 
Zunächst einmal, in Deinem Alter sind viele abgetaucht. Nicht weil sie bei heiterem Abendbrot dem Idyll des Familienlebens nacheifern, das man sich als Single gern mal so vorstellt.

Ich bin ebenfalls Solo, habe nie Kinder gewollt bin super froh darum, dass ich mir keine habe anhängen lassen, und frei bin in dem was ich tue, frei bin, jederzeit aus diesem Land auszuwandern, oder sonst etwas zu tun. Ich habe ein paar Freunde, die Kinder haben. Alle sind am Fluchen, Stöhnen und sehen sich durchaus als "Systemling", weil sie voll und ganz in einem System eingebunden sind, in dem sie all ihre Ideale, die sie vorher hatten über Board geworfen haben. Von wegen Kindererziehung ohne Smartphone und so Blödsinn.

Würdest du mit diesen Leuten in Kontakt sein, würden sie dich alle um dein Leben beneiden. Du kannst am Wochenende aufstehen und tun was du willst. Deren Wochenende wird durch die Kinder bestimmt, oder auch durch die Ehefrau, die gern Action am Wochenende möchte oder möchte, dass der Mann sich was feines ausdenkt zur Unternehmung.

Bei meiner Ex Frau war das so. Da war Montag schon das nächste Wochenende durchgeplant. Für Fußball, was ich bis dahin weitgehend aufgeben musste, war keine Zeit mehr und wenn ich mal Zeit hatte, hatte ich keine Kondition, weil ich fast nie zum Training kam. Seit ich geschieden bin, seit Jahren schon, hab ich zu schätzen gelernt, was Singledasein bedeutet und kann viele verstehen, die keine Partner mehr möchten.

Geh weiter viel raus, geh zu Veranstaltungen, steh dazu, dass du das alleine tust, weil du niemanden hast. Das ist keine Schande und macht dich "ansprechbar" für Menschen, denen es genauso geht.

Klingt ein bisschen danach, als solle er jetzt demütig durch die Gegend rennen und sich als Aussätzigen hinstellen. Wieso?

Was glaubst du, was ich früher gern hätte machen wollen, trotz Ehe wäre meine damalige Frau niemals mitgegangen zu einem Formel 1 Rennen oder zu irgendwelchen Auswärts Spielen meiner Fussballmannschaft. Da bin ich auch alleine hin, wenn ich das gewollt habe. Und die Kumpels? Ja, wären vielleicht mit, aber familiäre Pflichten hinderten. Es ist doch keine Garantie dafür, dass Freunde oder Ehepartner alles mit machen.


Du hast klare Entscheidungen getroffen, deren Konsequenzen du jetzt trägst.
Ich verstehe gut, dass dein Leben dir leer erscheint, denn das ist es ja auch.
Sind deine Prioritäten unverändert?
Dann wird sich tatsächlich nichts ändern.

Die Konsequenzen .... das klingt so Negativ. Ich wage mal zu behaupten, dass sich viele für Familie entscheiden, ohne das ganze finanziell oder logistisch zu durchdenken. Bei diesen Leuten würde ich vielmehr das Wort "Trage die Konsequenzen" als angebracht sehen als hier. Ich habe derzeit zwei Kolleginnen, die rumjammern mit ihrer Kinderbetreuung und versuchen, ihre Probleme dem Kollektiv überzuwälzen, so nach dem Motto wir sollen ihre Kunden mit betreuen, weil sie ja Kinder haben und häufiger ausfallen. Äh bitte?

Dann lieber ein "leeres" Leben, wobei ich nicht wüsste, was an einem kinderlosen oder ehelosen Leben "leer" sein muss.

Ich fand es damals einsam und leer, als ich erfahren hatte, dass meine Scheidung absehbar war, vor allem mein Bankkonto sah ich als leer gefährdet an.

Ich glaube, Beiträge in denen dieses Wort vorkommt, kann man getrost überlesen. 😎

Wieso fühlst du dich getriggert? Die allermeisten heute sind im System gefangen und kommen da nicht raus oder tun Dinge, weil sie denken, dass sie es eben so tun müssten.
 
Das entnehme ich den Ausführungen des TEs im Eingangsbeitrag.
Doch fragen wir ihn doch direkt, liebes "Kreischhuhn":
Lieber TE, empfindest du dein Leben als leer? Wünschst du dir eine Veränderung?

Ich lese hier keine Leere raus. Er hat einen Job, er hat Hobbys, er hat eine große Familie.
Übrigens ist es oft so, dass Menschen mit intakten Familienstrukturen wenig Kapazität für Freundschaften haben und umgekehrt. Irgendwo ist Zeit der limitierende Faktor. Freundschaften kommen und gehen. Ich glaube auch nicht, dass viele echte Freundschaften über die Schule entstehen, die die eigenen Kinder besuchen. Das sind dann halt Zweckfreundschaften, weil man jeweils Kinder in der gleichen Schule hat oder Ähnliches. Fakt ist, dass Interessen passen müssen.

Ein Vorteil haben Kinder - da gebe ich Recht. Durch die Systeme Schule und Kindergarten erweitert man automatisch seinen sozialen Kreis, aus dem man natürlich ohne Familie außen vor bleibt.

Die meisten Singles sind etwas "verloren", weil sie sich nicht gescheit organisieren, außer auf Tinder rum zu fliegen, was sicher keine geeignete Plattform ist und lediglich zu mehr Frust führt.

Vereine sind in meinen Augen nur bedingt eine Lösung, da muss man sich schon den richtigen Verein raussuchen. Vor allem das richtige Thema. Wer einfach in einen Sportverein eintritt, wird Altersgenossen vermissen, wie schon hier geschrieben wird, bleibt nämlich das eigene Privatleben mit Familie oft auf der Strecke.

Und nicht wenige Singles sind daheim in ihrer Höhle abgetaucht, die gehen garnicht mehr raus.

Also man muss schon Glück haben. Gerade Sportvereine sind rar, weil viele einfach in dem Alter einfach nicht mehr sportlich sind. Die meisten Eltern sind gewichtsmäßig beide schwanger geworden und haben die Pfunde oft nicht mehr los bekommen, da ist ein Sportverein eher weniger gut, um diese Leute zu treffen. Es gibt aber gerade auf dem Lande noch Schützenvereine, Hundevereine, in die man inzwischen auch ohne Hund, lediglich mit Bezug zu Tieren, eintreten kann etc etc.

Es gibt Möglichkeiten, aber die meisten ziehen sich zurück in die digitale Welt.
 
Ich denke, nur der TE kann entscheiden, ob er ein Gefühl der Leere verspürt oder nicht.
Sicher gibt es glückliche Alleinstehende.
Mir erschien der Schreiber nicht dieser Gruppe zuzugehören.
Lassen wir doch ihn zu Wort kommen, wenn er mag.
 
Sicher gibt es glückliche Alleinstehende.

Also würdest du den glücklichen Alleinstehenden als Ausnahme bezeichnen und im Umkehrschluss sagen, dass die Mehrheit derjenigen in Ehen oder in Beziehungen glücklich sind? Weshalb gibt es dann massig Alleinerziehende oder wieso ist die Scheidungsquote hoch wie nie, wenn man doch weiß, dass das, was auf einen wartet nach der Trennung, unglücklich macht?

Ich habe mein Glück nie an meinem Beziehungsstatus festgemacht und glaube, dass genau hier der Fehler vieler liegt, die sehnsüchtig alles tun, nur um nicht allein mit sich sein zu müssen oder "gezielt" suchen, wie man einen Job sucht.

Wer mit sich nichts allein anzufangen weiß, dem Partner also aufbürdet, er solle ihn bitte glücklich machen, das wird schwierig werden.
 

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