Ohne da etwas 'vorspielen' zu müssen, baut sich da ein anderer Umgang auf.
Man wechselt da auch private Worte.
Doch letztlich geht es ums Geschäft.
Rein privat wären diese Kontakte nicht entstanden und rein privat würde ich auch nichts dafür tun, die zu halten.
In der Sexbranche geht das aber doch etwas weiter, der Mann möchte, um sich gut zu fühlen, das Gefühl haben können, dass auch die Dienstleisterin sich gut fühlt.
das kenne ich als Lehrer auch;
der Schüler soll sich gut fühlen, weil ich will, dass er lernt.
Aber manchmal funktioniert es nur, wenn der Schüler denkt, sein Lernen macht mich glücklich. So oder so:
er lernt, nutzt seine Chancen.
Er denkt, ich habe eine besondere Beziehung zu ihm oder er zu mir, dabei würde ich die meisten nach einem Jahr nicht mehr auf der Straß erkennen. Es sind halt Beziehungen auf Zeit und der Profi in allen drei Szenarien gibt alles, damit das Ziel erreicht wird. Dazu gehört auch die Pflege einer persönlichen Beziehung.
edit:
man muss aber schon zugeben, dass es mich dann doch glücklich macht, wenn der Schüler lernt, weil er mich glücklich machen will
🙂
allerdings wird das von mir halt eben gezielt eingesetzt:
Beziehung aufbauen, damit er das macht, was ich will = das Beste aus seiner Situation.
aber ich denke, wenn man das einem Schüler so erzählen würde, würde er das nicht verstehen und sich vergackeiert vorkommen, denn er denkt ja, er hat zum Lehrer eine "echte Beziehung".