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Tochter zieht Oma vor

Es geht dir in dieser Sache doch wieder einzig nur um dich. Denkst du, deine Tochter spürt das nicht? Ich kann dir sagen, dass es auch in meiner Familie eine ähnliche Struktur gab. Meine Mutter, die immer alle Verantwortung von sich wies und dann eine Oma, die in meiner Wahrnehmung eine tolle Frau war, was meiner Mutter so gar nicht gefiel. Natürlich habe ich später auch vieles in einem anderen Licht gesehen. Die Beziehung zwischen meiner Mutter und meiner Oma war keine gute. Sie haben sich gegeneinander ausgespielt. ABER, und das ist das große A und O: die Verantwortung mir gegenüber mit samt aller Entscheidungen, wie sie mit mir umgeht, liegt ganz alleine bei ihr. Und das hat meine Mutter bis heute nicht kapiert.

Das einzige, was ich mir wirklich je von meiner Mutter gewünscht habe, ist ein einziges Mal echte Einsicht zu zeigen, sich ein einziges Mal für ihr Verhalten aufrichtig zu entschuldigen, ohne sofort etwas zu erwarten oder etwas haben zu wollen. Ein einziges: es tut mir leid, da habe ICH Fehler gemacht... Ohne ABER, ohne die Schuld auf etwas anderes zu münzen. Und vor allem OHNE die Schuld oder Verantwortung auf mich zu münzen. Darin ist sie nämlich ganz große Meisterin, ihre Verantwortung an andere abzugeben. Und da geht es im Kern gar nicht so sehr darum, dass ich will, dass sie reuhe zeigt oder ich Schuld bei ihr abladen kann. Es ändert nichts mehr an dem, was passiert ist. Es geht vielmehr um eine Basis für eine mögliche Zukunft, um Aufrichtigkeit, darum ihren Anteil anzuerkennen. Und so lange das nicht passiert, wird es keinen guten Kontakt zu ihr geben.

Solange du das nicht verinnerlicht hast, verstehe ich gut, dass sich deine Tochter vor dir schützen will. Lass ihr die gute Beziehung zu ihrer Oma, sei dankbar dafür und kläre die Dinge zwischen dir und deiner Mutter nicht auf dem Rücken deiner Tochter. Lass diese Missgunst sein, das vergiftet jedwede Beziehung.

Weißt du, was mich wirklich am meisten verletzt? Dass Menschen wie du - und du bist da nicht alleine auf der Welt - lieber den Kopf in den Sand stecken, sich hinterrücks beklagen, gute Beziehungen sabotieren, den Kontakt lieber abbrechen anstatt ihn im Guten zu suchen, sich als Opfer sehen, anstatt den Mut aufzubringen und ihren Anteil, ihre Fehler, offen einzuräumen und somit die Möglichkeit schaffen, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Was nützt all diese Stolz?
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht würde es helfen, wenn man erstmal diesen Begriff von Schuld aussortiert und eher von Verantwortung redet.
Menschen machen Fehler, aus welchen Gründen auch immer.
Eltern machen Fehler, aus welchen Gründen auch immer.
Wem hilft es denn in diesem Fall, irgendjemanden schuldig zu sprechen für die Dinge, die passiert sind.

Wirklich erwachsen wäre es, im Nachhinein die Verantwortung für eigene Fehlentscheidungen zu sehen, dann nicht in Schuldgefühlen zu versinken, nicht bei anderen die Schuld zu suchen, sondern heute die Verantwortung zu sehen, also wie man heute mit allem umgehen kann, und da versucht, möglichst Schadensbegrenzung zu betreiben.

Ist leichter gesagt als getan, weiß ich.

Deshalb zum wiederholten Male den Rat, sich dabei Hilfe zu holen, zu suchen.
 
Und diese Schuldfrage kann man über Generationen weiter führen.

Meine Eltern waren daran Schuld, dass ich so aufgewachsen bin wie ich bin. Die Eltern meiner Eltern waren Schuld daran, dass meine Eltern so aufwachsen mussten, wie sie aufwuchsen.

Mutter hatte eine richtige ganz schlimme Kindheit, mein Vater hatte auch eine sehr schwierige Kindheit.

Ich selbst hatte eine sehr schwierige Kindheit, gottseidank lief mein Leben so, dass ich selbst keine Kinder bekommen habe, wer weiß, was ich dann denn für Fehler gemacht hätte. Meine Schwester hatte ein Kind, welches inzwischen 39 Jahre alt ist und in seinem Leben schon sehr viele Probleme hatte. Psychische Krankheit, Drogenkonsum zeitweise und große Probleme mit dem Selbstwertgefühl lange Zeit.

Dieses Kind hat jetzt auch drei Kinder, die mit vielen Problemen leben müssen, teilweise auch auffällig erscheinen. Unter anderem.auch wegen Trennung der Eltern.

Und wer ist jetzt Schuld? Ist das wirklich wichtig?

Alle sind entweder Schuld, oder haben eben das gemacht, was sie konnten oder wollten mit ihren eigenen Leichen im Keller, mit ihren eigenen Svhwierigkeiten.

Das heißt nicht, dass ich nie wütend war auf meine Mutter, schon lange verstorben, oder manchmal auch jetzt Wut empfinde.

Aber was bringen denn die Schuldzuweisungen, was bringen tief verwurzelte Schuldgefühle, die man nicht aushalten kann und dann dafür andere für schuldig hält?
 
Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge, ich werde mal versuchen, darauf einzugehen.
Deine Mutter kann offenbar gar nichts richtig machen.
Ja, in dem Fall der Entführung habe ich eine falsche Entscheidung getroffen, die sie zwar mitgetragen, aber man könnte sagen, eben mich als Verantwortliche anerkannt hat und gut, nicht mit mir geredet hat, was sie ja nie gemacht hat, aber okay, ich kann meinen Anteil erkennen.
Das was dann folgte, Kinder in den Ferien bei Oma, dort schon feste Zimmer bekommen haben und dann ganz klar, weil wir nach Deutschland zurückmussten, dort sofort fest eingezogen….
Nein, wirklich kein bisschen Kalkül dabei, gewesen , nicht ein bisschen auf den Fall wenn vorbereitet? Zwei also zu sich reingeschleust und für meine dritte Tochter hatte meine Mutter auch schon angefangen, den Dachboden auszuräumen und dabei meine ganzen alten Klamotten und Sachen von früher auf den Müll geschmissen.
Und dann passiert dieses furchtbare meiner Tochter und sie lässt mich völlig alleine, meine Tochter im übrigen auch und schleimt sich währenddessen weiter bei meiner Ältesten auf meine Kosten ein, von wegen ich würde mich zu sehr um meine Tochter kümmern und sie hat noch viel verletzendes gesagt und getan, das werde ich hier aber nicht schreiben, weil es zu schlimm ist.
Das ist mein Prozess der Aufarbeitung, dass die völlige Trauer, Schmerz und Verzweiflung der letzten Jahre abgelöst wird durch Wut und Anklage, weil das längst überfällig ist.
 
Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge, ich werde mal versuchen, darauf einzugehen.

Ja, in dem Fall der Entführung habe ich eine falsche Entscheidung getroffen, die sie zwar mitgetragen, aber man könnte sagen, eben mich als Verantwortliche anerkannt hat und gut, nicht mit mir geredet hat, was sie ja nie gemacht hat, aber okay, ich kann meinen Anteil erkennen.
Das was dann folgte, Kinder in den Ferien bei Oma, dort schon feste Zimmer bekommen haben und dann ganz klar, weil wir nach Deutschland zurückmussten, dort sofort fest eingezogen….
Nein, wirklich kein bisschen Kalkül dabei, gewesen , nicht ein bisschen auf den Fall wenn vorbereitet? Zwei also zu sich reingeschleust und für meine dritte Tochter hatte meine Mutter auch schon angefangen, den Dachboden auszuräumen und dabei meine ganzen alten Klamotten und Sachen von früher auf den Müll geschmissen.
Und dann passiert dieses furchtbare meiner Tochter und sie lässt mich völlig alleine, meine Tochter im übrigen auch und schleimt sich währenddessen weiter bei meiner Ältesten auf meine Kosten ein, von wegen ich würde mich zu sehr um meine Tochter kümmern und sie hat noch viel verletzendes gesagt und getan, das werde ich hier aber nicht schreiben, weil es zu schlimm ist.
Das ist mein Prozess der Aufarbeitung, dass die völlige Trauer, Schmerz und Verzweiflung der letzten Jahre abgelöst wird durch Wut und Anklage, weil das längst überfällig ist.
Sorry, wärst du damals in der Lage gewesen, für deine Töchter selbst zu sorgen, ihnen ein Zuhause zu bieten, wäre es nicht passiert, dass deine Mutter diese Rolle übernehmen konnte, also deine Töchter zu sich nehmen und die "Mutterrolle" zu übernehmen. Du hast das zugelassen.

Und dass es passiert ist, dass deine eine Tochter aufgrund ihrer Drogensucht so krank wurde, ist ein schweres Schicksal für alle. Deine Mutter entzieht sich da, das ist nicht schön.

Aber irgendwie hast du doch immer zugelassen, dass deine Mutter ihre Hände und Hilfe bei der Erziehung einiger Kinder mit ins Spiel brachte.

Andererseits hast du ja damals auch noch erwartet, dass deine Mutter dir deine Fehlentscheidung ausredet. Also, damals hast du doch erwartet, dass deine Mutter dir hilft.

Sie hat wohl immer auf ihre Art geholfen, dabei wahrscheinlich auch egoistische Motive hatte.

Das ging aber nur, weil du das zugelassen hast, und offensichtlich keine Alternativen für die Betreuung deiner Töchter bieten konntest

Gut, dieser Thread kann natürlich hier immer weiter laufen, zu schreiben, was die Mutter, Oma alles falsch gemacht hat.

Hilft dir das? Hilft es deinen Kindern?

Ich glaube nicht.

Ich denke, jetzt bin ich doch hier raus.

Alles Gute
 
Ich vermute auch, dass es nicht meine einzige falsche Entscheidung war. Darum geht es mir hier aber nicht.
Es geht mir darum auszudrücken, dass es nicht das Recht meiner Mutter war, mir meine Kinder wegzunehmen und moralisch sehr verwerflich, nachdem sie mir meine Tochter weggenommen hatte, mir die gesamte Verantwortung aufzubürden, nachdem sie krank geworden war.
Und meine Älteste um endlich wieder auf das Ausgangsthema zurückzukommen, ist mir sehr wichtig und ich muss lernen, meine Beziehung zu ihr so zu gestalten, dass es in Ordnung ist, wenn sie zu ihrer Oma eine enge Bindung hat und ich aber auch deutliche Grenzen setze. Ich habe sie immer viel zu sehr in Watte gepackt behandelt, da ich mich ja schuldig ihr gegenüber fühle, da ich sie 1,5 Jahre bei ihrem Vater gelassen habe, was dann auch noch im Fiasko geendet hat.
( Ich bleibe übrigens dabei, dass meine Mutter damals schon mit Kalkül gehandelt hat, weil sich ja im weiteren Verlauf herausgestellt hat, was für eine durchtriebene kalte Person sie ist.)
Ich muss meine Tochter als eigenständige Person sehen und nicht Gefahr laufen, in ihr den verlängerten Arm meiner Mutter zu sehen.
Der letzte Besuch war ja sehr ruhig und das wird der richtige Weg sein, um kritische Themen den Bogen machen und sich vorsichtig an der Gegenwart des anderen freuen.
Und dann irgendwann in der Gegenwart ankommen.
 
Sorry, wärst du damals in der Lage gewesen, für deine Töchter selbst zu sorgen, ihnen ein Zuhause zu bieten, wäre es nicht passiert, dass deine Mutter diese Rolle übernehmen konnte, also deine Töchter zu sich nehmen und die "Mutterrolle" zu übernehmen. Du hast das zugelassen.
Inwiefern habe ich das bitte zugelassen?
Ich hatte absolut keine Möglichkeit, das zu verhindern, das ist von anderen entschieden worden, die damals als Familienhelfer involviert waren.
Gut, dieser Thread kann natürlich hier immer weiter laufen, zu schreiben, was die Mutter, Oma alles falsch gemacht hat.

Hilft dir das?
Ja, das hilft mir gerade, sorry.
 
Hab irgendwie falsch zitiert und im Zitat geantwortet.

Nochmal. das mit der Familienhilfe (Jugendamt) ist eine neue Information, die du vorher noch nicht mitgeteilt hast.
 

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