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Demo der Landwirte

Da gehört jetzt mal mit aller Härte durchgegriffen!
Wer das jetzt noch schönredet…
Die gehören auch in Präventivhaft!😡
Wie da mir zweierlei Maß gemessen wird, dabei sind diese Bauernproteste richtig gefährlicher und kriminell.
Wen willst du denn in Präventivhaft nehmen? Alle Bauern? Weißt du was Präventivhaft ist? Weißt du dass Präventivhaft ein historisch eng mit dem Nationalsozialismus verknüpfter Begriff ist, weil das Wegsperren von Regierungskritikern dort beliebtes Mittel war um Oppositionsstimmen zum schweigen zu bringen?

Weißt du was "kriminell" ist? Kennst du den Unterschied zwischen einer Straftat und einer Ordnungswidrigkeit? Gegen wen forderst du "alle Härte"? Was sind "diese Bauernproteste"? Meinst du damit ALLE Proteste?

Ist dir das Grundrecht auf Demonstration gemäß Art 8 Abs. 1 unseres Grundgesetzes bekannt? Ist dir bewusst, dass Bauern Rechte haben? Dass es ein hohes demokratisches Recht ist gegen Maßnahmen der Regierung demonstrieren zu dürfen? Berücksichtigst du die Rechte der Bauern in irgendeiner Weise bei deinem Aufruf gegen diese Proteste?

Geht es dir um die (einzelnen und seltenen )Verstöße bei den Bauernprotesten oder willst du die Bauernproteste einfach nur weg kriegen?
 
Wen willst du denn in Präventivhaft nehmen? Alle Bauern? Weißt du was Präventivhaft ist? Weißt du dass Präventivhaft ein historisch eng mit dem Nationalsozialismus verknüpfter Begriff ist, weil das Wegsperren von Regierungskritikern dort beliebtes Mittel war um Oppositionsstimmen zum schweigen zu bringen?
Ach, aber bei den „Klimaklebern“ war und ist das ein probates Mittel? Da wurde Präventivhaft ja angewandt wegen drohender Wiederholungsgefahr. Die ist bei den radikalen Bauern ja wohl ebenfalls gegeben.
 
Ach, aber bei den „Klimaklebern“ war und ist das ein probates Mittel? Da wurde Präventivhaft ja angewandt wegen drohender Wiederholungsgefahr. Die ist bei den radikalen Bauern ja wohl ebenfalls gegeben.
ja, das will ich jetzt aber eben auch mal ganz stark hoffen, dass hier nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Bei Wiederholungsgefahr muss eben dann genauso gehandelt werden.
und einen Misthufen auf die Straße kippen ist ja nicht nur gefährlich sondern doch auch eine form der Sachbeschädigung (ähnlich wie wenn man ein Gebäude beschmiert, dass dann mehr oder weniger aufwändig gereinigt werden muss)
Also die Verwantwortlichen werden hoffentlich entsprechend zur verantwortung gezogen, genauso wie man es ja bei anderen Aktivisten immer so lautstark fordert.
 
Ich kann die Proteste grundsätzlich verstehen, aber man darf nicht anfangen mit zweierlei Maß zu messen was Strafverfolgung und Strafmaß angehen. Zb. "Klimakleber böse und Bauern sind Opfer...."
Ach, aber bei den „Klimaklebern“ war und ist das ein probates Mittel? Da wurde Präventivhaft ja angewandt wegen drohender Wiederholungsgefahr. Die ist bei den radikalen Bauern ja wohl ebenfalls gegeben.
Präventiv in Gewahrsam genommen werden können natürlich alle Personen, bei denen die gesetzlichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Der Gegenstand des Protests sollte dabei selbstverständlich keine Rolle spielen.

Ich sehe allerdings immer noch kein "Messen mit zweierlei Maß" darin, zu erkennen, dass gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr bei Klimaklebern sehr regelmäßig vorkommen und quasi zum Programm gehören, während bei den Bauernprotesten die Vorgehensweise eine ganz andere ist und nur sehr vereinzelt Protestierende sich danebenbenehmen, während die überwiegende Mehrheit sich an die geltenden Gesetze hält. 🙄
 
Hi Winnetou,
"gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr" kann man in diesem Fall lediglich demjenigen anlasten der Misthaufen auf der Fahrbahn platziert. Da diese keine reine Verkehrsbehinderung darstellen, sondern Gefahr für Verkehrsteilnehmer bedeuten kann.

Die Klimakleber hingegen, können die Strasse nur bei ruhendem Verkehr betreten, vorzugsweise an einer roten Ampel und das sieht dann mindestens die erste Reihe.
Von daher kann man hier von Nötigung sprechen, was demzufolge sogar ein milderes Strafmaß bedeuten sollte als ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

Sind Klimaaktivisten wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar? (anwalt.de)

Auch das Argument, bei den Bauern seien es nur einzelne die sich daneben benehmen - ist nur die halbe Wahrheit. Der überwiegende Teil von Klimaaktivisten demonstriert ebenfalls ohne Verstöße gegen die grundsätzliche Ordnung. Es klebt sich bestimmt nicht jeder auf der Strasse fest.
Deshalb kann man weder von allen Bauern, noch von allen Klimaklebern pauschal sprechen. Es muss stets der mögliche Straftatbestand des jeweils einzelnen betrachtet werden. Ich denke nicht das beihempels diese Tatsache gänzlich aushebeln wollte und einfach alle Bauern vorsorglich hinter Gitter bringen.... 😉

Und man bekommt im übrigen auch mit, je nach Quelle welcher man sich bedient, dass es mittlerweile schon ein Stückweit auch zum Programm von Landwirten gehört, immer häufiger aggressiv oder straftätlich im Rahmen einer Demo aufzutreten. Wenn man dieses Verhalten Klimaklebern pauschal unterstellen möchte, passt dies mindestens auch zu den Demos der Bauern. Allerdings mit dem Unterschied, das die Klimakleber so fair sind und sich nicht in der Form rausreden, es hätten sich andere Gruppierungen in ihre Reihen geschlichen und gewaltsam demonstriert. Was ja bei den Bauern angeblich gerne der Fall ist! Ein rechter Bauer, ist im übrigen trotzdem vorrangig ein Bauer!
 
Hi Winnetou,
"gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr" kann man in diesem Fall lediglich demjenigen anlasten der Misthaufen auf der Fahrbahn platziert. Da diese keine reine Verkehrsbehinderung darstellen, sondern Gefahr für Verkehrsteilnehmer bedeuten kann.

Die Klimakleber hingegen, können die Strasse nur bei ruhendem Verkehr betreten, vorzugsweise an einer roten Ampel und das sieht dann mindestens die erste Reihe.
Von daher kann man hier von Nötigung sprechen, was demzufolge sogar ein milderes Strafmaß bedeuten sollte als ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

Sind Klimaaktivisten wegen Nötigung im Straßenverkehr strafbar? (anwalt.de)

Auch das Argument, bei den Bauern seien es nur einzelne die sich daneben benehmen - ist nur die halbe Wahrheit. Der überwiegende Teil von Klimaaktivisten demonstriert ebenfalls ohne Verstöße gegen die grundsätzliche Ordnung. Es klebt sich bestimmt nicht jeder auf der Strasse fest.
Deshalb kann man weder von allen Bauern, noch von allen Klimaklebern pauschal sprechen. Es muss stets der mögliche Straftatbestand des jeweils einzelnen betrachtet werden. Ich denke nicht das beihempels diese Tatsache gänzlich aushebeln wollte und einfach alle Bauern vorsorglich hinter Gitter bringen.... 😉

Und man bekommt im übrigen auch mit, je nach Quelle welcher man sich bedient, dass es mittlerweile schon ein Stückweit auch zum Programm von Landwirten gehört, immer häufiger aggressiv oder straftätlich im Rahmen einer Demo aufzutreten. Wenn man dieses Verhalten Klimaklebern pauschal unterstellen möchte, passt dies mindestens auch zu den Demos der Bauern. Allerdings mit dem Unterschied, das die Klimakleber so fair sind und sich nicht in der Form rausreden, es hätten sich andere Gruppierungen in ihre Reihen geschlichen und gewaltsam demonstriert. Was ja bei den Bauern angeblich gerne der Fall ist! Ein rechter Bauer, ist im übrigen trotzdem vorrangig ein Bauer!
Ich finden den Vergleich Bauernproteste und Klimakleber nach wie vor schwierig und ich finde das er missbraucht wird.

Die Bauern protestieren zu 99,9% friedlich und im Rahmen ihrer grundrechtlich verbrieften Rechte.
Das ist nicht nur legal, sondern sehr demokratisch, denn friedlicher Protest ist ein hohes verfassungsrechtlich geschütztes Gut und ein wichtiges Element unserer Demokratie.
Das gilt aus meiner Sicht auch für Klimaproteste. Wenn die Menschen bei Fridays for Future demonstrieren, ist das auch verfassungsrechtlich geschützt und demokratisch.

Gegen diese Klimaproteste gab es auch kaum Kritik. Zwar waren inhaltlich(!) Viele anderer Meinung aber kaum jemand war dagegen, dass Menschen sich versammeln und friedlich für eine andere Klimapolitik demonstrieren.
Genau das wird hier aber von einigen wenigen wie @beihempelsuntermsofa versucht zu suggerieren, indem Formulierungen wie "mit zweierlei Maß messen" verwendet werden.

Dabei werden Bauernproteste systematisch reduziert auf...
  • die sehr sehr wenigen rechtswidrigen Taten (nur die werden immer wieder erwähnt)
  • auf eine vermeintlich egoistische Motivation der Bauern (als wenn es undemokratisch sei für seine eigenen Rechte einzutreten)
  • und eine vermeintlich rechtsradikale Unterwanderung
Geschlussfolgert wird dann, dass "diese Bauern" kriminell, undemokratisch, egoistisch und sonstwas seien. Es erfolgt dabei keine Differenzierung, wer mit "diese Bauern" gemeint ist. Es wird bewusst so formuliert, dass die Bauern als Allgemeinheit angesprochen und als Allgemeinheit diffamiert werden.

Diese allgemeine Diffamierung kombiniert mit der Aufforderung "diese Bauern" (alle???) wegzusperren ist so als Aussage brandgefährlich.

Ich weiß auch nicht woher diese Aggressivität kommt. Man kann ja inhaltlich gegen die Bauernproteste sein und natürlich auch gegen die einzelnen Verstöße, aber warum dieser Hass und diese allgemeine Diffamierung der Bauern?
Ist das Rache, weil man sich vorher bei den Klimaprotesten nicht ausreichend ernst genommen gefühlt hat? Ist das blinder Regierungsgehorsam, weil alles was gegen die Ampel geht, als böse gewertet wird?

Zumindest mein Eindruck ist, dass es hier gar nicht primär um die Bauern geht. Vielmehr hat die Regierung ja ein ganzheitliches Problem ihre Pläne durchzusetzen. Und jeder der dagegen aufsteht (egal ob Unternehmer, Wohneigentümer, Arbeitnehmer oder Bauern) wird als Klassenfeind betrachtet. Er wird systematisch diffamiert, ins rechte Lager gesteckt, als Leugner oder Lügner bezeichnet.

Deswegen reden wir hier ja auch kaum inhaltlich über die Forderung der Bauern. Die Kritiker wie @beihempelsuntermsofa schaffen es, die Diskussion immer wieder dahin zu lenken, dass die Bauern "böse" sind, die Feinde einer angeblich guten Regierungspolitik, die Verhinderer, die Egoisten, die Anti-Demokraten.

Nochmal: Ich finde das gefährlich, weil diese Art der Diskussion eben nicht demokratisch ist. Man redet nicht mehr über Inhalte, sondern darüber wen man wegsperren sollte....
 
Die Bauern protestieren zu 99,9% friedlich und im Rahmen ihrer grundrechtlich verbrieften Recht.

diese Mehrheit geht aber unter, wenn bei einer "friedlichen" und angemeldeten Demo ein Misthaufen nett platziert wird, was ja jetzt auch nicht erst 1x vorgekommen ist. Habecks Fähre so massiv beim anlegen gestört wurde, dass Familien mit Kindern, die sich ebenfalls auf der Fähre befanden und unbeteiligte Dritte sind, Angst und Bange wurde, wenn Traktoren auf der Straße extra Polizeiwagen blockieren die hinzugezogen wurden und dann besoffen am Steuer über die Wiese abhauen wollen...hatten wir alles!

Sowas muss eben nur 1x pro Demo vorkommen um die ganze Geschichte zu verunglimpfen. Das ist doch völlig normal.
Bei Ausländern sagen wir auch häufig, dass sie sich für die fehlenden offenen Arme bei ihren Landsleuten bedanken sollen die sich total daneben benehmen, anstatt "uns" zu kritisieren. Bei der Gruppe der Landwirte ist das dann nicht anders.

Wenn eine Demo nicht zu 100 Prozent friedlich abläuft, dann ist sie nicht friedlich.
Das ist bei einer Demo leider eine homogene Masse, da sie als Gruppe geschlossen auftreten und die restlichen auch niemanden daran hindern aus der Reihe zu tanzen. Das ist nämlich auch so ein Punkt.
99 laufen friedlich mit und beklatschen die Taten von 1 der Straftaten verübt. "ja, der traut sich wenigstens was. Der macht es richtig. Vielleicht werden sie jetzt schlauer"! Nicht alles das dieser noch angefeuert wird.
Aber das ist dann okay weil die Mehrheit friedlich gewesen ist? Sehe ich anders.
Dann kann ich bei jeder Demo extra einen abstellen der die Sau rauslässt!
 
diese Mehrheit geht aber unter, wenn bei einer "friedlichen" und angemeldeten Demo ein Misthaufen nett platziert wird, was ja jetzt auch nicht erst 1x vorgekommen ist. Habecks Fähre so massiv beim anlegen gestört wurde, dass Familien mit Kindern, die sich ebenfalls auf der Fähre befanden und unbeteiligte Dritte sind, Angst und Bange wurde, wenn Traktoren auf der Straße extra Polizeiwagen blockieren die hinzugezogen wurden und dann besoffen am Steuer über die Wiese abhauen wollen...hatten wir alles!

Sowas muss eben nur 1x pro Demo vorkommen um die ganze Geschichte zu verunglimpfen. Das ist doch völlig normal.
Bei Ausländern sagen wir auch häufig, dass sie sich für die fehlenden offenen Arme bei ihren Landsleuten bedanken sollen die sich total daneben benehmen, anstatt "uns" zu kritisieren. Bei der Gruppe der Landwirte ist das dann nicht anders.

Wenn eine Demo nicht zu 100 Prozent friedlich abläuft, dann ist sie nicht friedlich.
Das ist bei einer Demo leider eine homogene Masse, da sie als Gruppe geschlossen auftreten und die restlichen auch niemanden daran hindern aus der Reihe zu tanzen. Das ist nämlich auch so ein Punkt.
99 laufen friedlich mit und beklatschen die Taten von 1 der Straftaten verübt. "ja, der traut sich wenigstens was. Der macht es richtig. Vielleicht werden sie jetzt schlauer"! Nicht alles das dieser noch angefeuert wird.
Aber das ist dann okay weil die Mehrheit friedlich gewesen ist? Sehe ich anders.
Dann kann ich bei jeder Demo extra einen abstellen der die Sau rauslässt!
Genau! Und solche Chaoten erweisen den berechtigten Interessen so einer Demo doch auch einen Bärendienst. Also sollten sich die Verantwortlichen und eben uach die Teilnehmer von solchen Aktionen distanzieren, wenn sie inhaltlich ernst genommen werden wollen.
Und mal ehrlich: Die inhaltichen Aspekte dieser demos sind shcon ziemlich aus den Augen verloren worden....auch bei den Teilnehmern, wie mir scheint. (OK, ich bin ja von Anfang an der Meinung gewesen, dass es hierbei wirklich nicht um die Interessen der kleinen Bauern geht, denn die hätten ganz andere Punkte, für die sie auf die Straße gehen sollten, aber was solls....)

Also ich versuche mir das vorzustellen: Da karrt Bauer Sepp seinen Misthaufen mitten auf die Straße und was machen die anderen? Schauen die zu? Klatschen die beifall? Oder wenden die sich empört ab? Können die ihn nicht daran hindern, ihm klar machen, dass es SO nicht geht? Oder können sie sich hinterher nicht distanzieren und ihm entsprechend ins gewissen reden. Und haben die dann wenigstens hinterher beim aufräumen geholfen? (Aber das musste wahrscheinlich die Feuerwehr oder das THW machen und die konnten dann schon mal nicht woanders eingesetzt werden...toll)
Bei einer Demo kann keiner einfach so einen Misthaufen auskippen, wenn die Kollegen es nicht zumindest billigen. und das ist eben genauso verantwortungslos.
 
"gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr" kann man in diesem Fall lediglich demjenigen anlasten der Misthaufen auf der Fahrbahn platziert.
Da diese keine reine Verkehrsbehinderung darstellen, sondern Gefahr für Verkehrsteilnehmer bedeuten kann.

Die Klimakleber hingegen, können die Strasse nur bei ruhendem Verkehr betreten, vorzugsweise an einer roten Ampel und das sieht dann mindestens die erste Reihe.
Von daher kann man hier von Nötigung sprechen, was demzufolge sogar ein milderes Strafmaß bedeuten sollte als ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.
Bei dem Mist auf der Straße gehe ich ebenfalls davon aus, dass (u.a.) der Straftatbestand des gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr erfüllt ist. Soweit ich weiß, gab es allerdings auch Klimakleber, die dessen zumindest angeklagt waren.

Mir kam es aber auf solche juristischen Feinheiten gar nicht an... ebensowenig auf einen Vergleich der Schwere von Gesetzesverstößen.

Aber eine nicht von der Hand zu weisende Tatsache ist doch nun mal eben, dass bei den Klimaklebern unangemeldete Protestaktionen die Regel waren und strafbare Handlungen dabei sehr häufig vorkamen - während so etwas bei den Bauernprotesten die absolute Ausnahme darstellt. Und dementsprechend entbehrt eben auch der Vorwurf des Messens mit zweierlei Maß einer vernünftigen Grundlage.

Auch das Argument, bei den Bauern seien es nur einzelne die sich daneben benehmen - ist nur die halbe Wahrheit. Der überwiegende Teil von Klimaaktivisten demonstriert ebenfalls ohne Verstöße gegen die grundsätzliche Ordnung. Es klebt sich bestimmt nicht jeder auf der Strasse fest.
Hempels hatte aber explizit von "Klimaklebern" geschrieben. Und sie hatte sich sogar auf Klimakleber bezogen, die präventiv in Gewahrsam genommen worden waren. Die Bauernproteste waren also verglichen worden mit denjenigen Klimaaktivisten, die bei ihren Aktionen sehr radikal und strafrechtlich auffällig vorgehen.

Es muss stets der mögliche Straftatbestand des jeweils einzelnen betrachtet werden.
Ganz genau so ist es. 👍

Ich denke nicht das beihempels diese Tatsache gänzlich aushebeln wollte und einfach alle Bauern vorsorglich hinter Gitter bringen.... 😉
Wenn man einen Artikel verlinkt, in dem über mehrere angemeldete und rechtlich nicht zu beanstandend verlaufende Proteste von Bauern sowie eine eigenmächtige und rechtswidrige Aktion berichtet wird, dazu dann empört von "jetzt noch schönreden" schreibt und kommentiert, dass "da mit zweierlei Maß gemessen" werde und "diese Bauernproteste richtig gefährlicher und kriminell" seien - dann finde ich das ganz klar zu undifferenziert und pauschalisierend.

Nicht pauschalisierend wäre es gewesen, zu schreiben, dass es gefährlich und kriminell ist, des Nachts große Haufen Mist mitten auf eine ungesperrte Bundesstraße zu kippen... ^^

Und man bekommt im übrigen auch mit, je nach Quelle welcher man sich bedient, dass es mittlerweile schon ein Stückweit auch zum Programm von Landwirten gehört, immer häufiger aggressiv oder straftätlich im Rahmen einer Demo aufzutreten.
Damit kann ich so überhaupt nichts anfangen. Verlinke doch bitte mal entsprechende Quellen.

Wenn man dieses Verhalten Klimaklebern pauschal unterstellen möchte, passt dies mindestens auch zu den Demos der Bauern. Allerdings mit dem Unterschied, das die Klimakleber so fair sind und sich nicht in der Form rausreden, es hätten sich andere Gruppierungen in ihre Reihen geschlichen und gewaltsam demonstriert. Was ja bei den Bauern angeblich gerne der Fall ist! Ein rechter Bauer, ist im übrigen trotzdem vorrangig ein Bauer!
Angeblich... nun ja. Verlinke doch bitte ebenfalls mal eine Quelle, die ein solches unzutreffendes "Rausreden" von Seiten der Bauern überzeugend belegt.

diese Mehrheit geht aber unter, wenn bei einer "friedlichen" und angemeldeten Demo ein Misthaufen nett platziert wird, was ja jetzt auch nicht erst 1x vorgekommen ist. Habecks Fähre so massiv beim anlegen gestört wurde, dass Familien mit Kindern, die sich ebenfalls auf der Fähre befanden und unbeteiligte Dritte sind, Angst und Bange wurde, wenn Traktoren auf der Straße extra Polizeiwagen blockieren die hinzugezogen wurden und dann besoffen am Steuer über die Wiese abhauen wollen...hatten wir alles!

Sowas muss eben nur 1x pro Demo vorkommen um die ganze Geschichte zu verunglimpfen. Das ist doch völlig normal.
Bei Ausländern sagen wir auch häufig, dass sie sich für die fehlenden offenen Arme bei ihren Landsleuten bedanken sollen die sich total daneben benehmen, anstatt "uns" zu kritisieren. Bei der Gruppe der Landwirte ist das dann nicht anders.

Wenn eine Demo nicht zu 100 Prozent friedlich abläuft, dann ist sie nicht friedlich.
Das ist bei einer Demo leider eine homogene Masse, da sie als Gruppe geschlossen auftreten und die restlichen auch niemanden daran hindern aus der Reihe zu tanzen. Das ist nämlich auch so ein Punkt.
99 laufen friedlich mit und beklatschen die Taten von 1 der Straftaten verübt. "ja, der traut sich wenigstens was. Der macht es richtig. Vielleicht werden sie jetzt schlauer"! Nicht alles das dieser noch angefeuert wird.
Aber das ist dann okay weil die Mehrheit friedlich gewesen ist? Sehe ich anders.
Dann kann ich bei jeder Demo extra einen abstellen der die Sau rauslässt!
Da ist doch gar nicht "bei einer Demo" Mist auf die Straße gekippt worden, sondern das waren völlig unterschiedliche Aktionen an verschiedenen Orten, die nichts miteinander zu tun hatten. Und der Präsident des brandenburgischen Landesbauernverbands hat die Misthaufen-Aktion auch sofort scharf kritisiert und sich klar davon distanziert. Steht übrigens alles in dem Artikel, den Hempels verlinkt hatte - den müsste man halt nur auch mal richtig lesen, statt immer gleich draufloszuschreiben... ^^

Im Übrigen habe ich dazu aber auch eine andere Meinung als du. Je größer eine Demonstration ist, desto höher ist nun mal auch die Wahrscheinlichkeit, dass Leute dabei sind, die sich danebenbenehmen. Und die Lage ist dann ggf. auch mal unübersichtlich, das Geschehen dynamisch, ein Eingreifen wäre möglicherweise zu gefährlich, eventuell würde die Situation dadurch noch mehr eskalieren usw. - "schwarze Schafe" können also nicht immer sofort und wirksam von den anderen Teilnehmern gestoppt werden. Das ist normal. Dafür können die friedlichen Demonstranten nichts und das diskreditiert sie in keiner Weise.

Gerade bei der Demo in Schlüttsiel haben allerdings die paar Leute, die ein paar Sekunden lang vorwärts Richtung Fähre gedrängelt hatten, von den anderen Bauern hinterher wohl sehr deutlich und unmissverständlich zu hören bekommen, dass sie da Mist gebaut haben. Und Ähnliches wurde auch auch schon bei anderen Eskapaden im Rahmen von Bauerndemos berichtet.
 

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