bird on the wire
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Lieber Baltar,
alles, was Du schilderst, ist ganz normaler Büroalltag. Da wird gelästert, da werden Fehler gemacht, da fallen blöde Bemerkungen, da gibt es mal einen harscheren Ton oder Vorwürfe, berechtigte und unberechtigte. Da ist das Frühstück schon vorbei, wenn man spät kommt und jemand anderes bekommt den Kaffee gebracht, aber man selbst nicht. Die altgediente Kollegin hat Narrenfreiheit und der Chef hat Streß und macht ne dumme Bemerkung oder rollt mit den Augen. Da passieren Ungerechtigkeiten, da wird auch mal mit einer Reaktion übers Ziel hinausgeschossen.
Das ist alles der ganz normale Bürowahnsinn. War vor 30 Jahren schon so. Schau Dir mal die alten Folgen der Fernsehserie "Büro, Büro" an. In so einer Bürowelt stoßen nun mal die unterschiedlichsten und seltsamsten Menschen aufeinander.
Da wird aber auch viel gelacht, gefrozzelt, sich unterstützt, getröstet und geflirtet, erzählt und und und....
Ich glaube nicht, daß Du immer auf ganz besonders bösartige Menschen und schwierige Firmen triffst, sondern eher eine idealistische Vorstellung vom Büroalltag gepaart mit einer niedrigen Konfliktschwelle hast, jedes Wort und jede Geste auf die Goldwaage legst, vielleicht hohe Ansprüche an gegenseitigem Umgang und ein tiefes Gerechtigkeitsempfinden und eine hohe Verletzlichkeit und Unsicherheit hast.
Aus meiner Sicht ist es am hilfreichsten, dem allen nicht so eine hohe Bedeutung zuzumessen. Die ein oder andere Bemerkung auch mal achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen. Zwischenmenschliches nicht immer gleich zu kontern, nicht alles gleich so persönlich nehmen, sondern sich zu sagen "der hat heute wohl einen schlechten Tag, wenn er mich so anpflaumt".
Bei Kritik überlegen, was ärgert den andern inhaltlich, und kann oder will ich die Kritik annehmen und zukünftig etwas verändern. Aber auch nicht zu stark darauf reagieren.
Kurz, es hilft, sich ein dickes Fell zuzulegen, um den Bürowahnsinn zu bewältigen.
Versuch doch, Deine Grippeauszeit als Wendepunkt zu sehen und am nächsten Arbeitstag mehr in die emotionale Distanz zu gehen und Dir nicht alles zu Herzen zu nehmen, sondern Dich damit zu arrangieren, daß im Büroalltag auch viel doofes passiert, aber meist alles nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Ich weiß gar nicht wie oft ich schon ne blöde Bemerkung abbekommen oder auch selbst gesagt hab. Versuch da drüber zu stehen und nicht immer in den Verteidigungs- oder Kampfmodus zu gehen. Manchmal hilft es im Büroalltag eine Bemerkung einfach zu überhören. Und nicht zu sehr über vergangene Situationen nachzugrübeln, vorbei ist vorbei.
Und versuche, einen guten Draht zu den Kollegen zu bekommen. Plaudern, lachen, fröhlich sein im Team, das hilft so sehr gegen doofe Vorgesetzte. Wie sagte mir mal ein Kollege: "Die Chefs kommen und gehen, aber wir sind immer noch da."
P.S. Gute Besserung
alles, was Du schilderst, ist ganz normaler Büroalltag. Da wird gelästert, da werden Fehler gemacht, da fallen blöde Bemerkungen, da gibt es mal einen harscheren Ton oder Vorwürfe, berechtigte und unberechtigte. Da ist das Frühstück schon vorbei, wenn man spät kommt und jemand anderes bekommt den Kaffee gebracht, aber man selbst nicht. Die altgediente Kollegin hat Narrenfreiheit und der Chef hat Streß und macht ne dumme Bemerkung oder rollt mit den Augen. Da passieren Ungerechtigkeiten, da wird auch mal mit einer Reaktion übers Ziel hinausgeschossen.
Das ist alles der ganz normale Bürowahnsinn. War vor 30 Jahren schon so. Schau Dir mal die alten Folgen der Fernsehserie "Büro, Büro" an. In so einer Bürowelt stoßen nun mal die unterschiedlichsten und seltsamsten Menschen aufeinander.
Da wird aber auch viel gelacht, gefrozzelt, sich unterstützt, getröstet und geflirtet, erzählt und und und....
Ich glaube nicht, daß Du immer auf ganz besonders bösartige Menschen und schwierige Firmen triffst, sondern eher eine idealistische Vorstellung vom Büroalltag gepaart mit einer niedrigen Konfliktschwelle hast, jedes Wort und jede Geste auf die Goldwaage legst, vielleicht hohe Ansprüche an gegenseitigem Umgang und ein tiefes Gerechtigkeitsempfinden und eine hohe Verletzlichkeit und Unsicherheit hast.
Aus meiner Sicht ist es am hilfreichsten, dem allen nicht so eine hohe Bedeutung zuzumessen. Die ein oder andere Bemerkung auch mal achselzuckend zur Kenntnis zu nehmen. Zwischenmenschliches nicht immer gleich zu kontern, nicht alles gleich so persönlich nehmen, sondern sich zu sagen "der hat heute wohl einen schlechten Tag, wenn er mich so anpflaumt".
Bei Kritik überlegen, was ärgert den andern inhaltlich, und kann oder will ich die Kritik annehmen und zukünftig etwas verändern. Aber auch nicht zu stark darauf reagieren.
Kurz, es hilft, sich ein dickes Fell zuzulegen, um den Bürowahnsinn zu bewältigen.
Versuch doch, Deine Grippeauszeit als Wendepunkt zu sehen und am nächsten Arbeitstag mehr in die emotionale Distanz zu gehen und Dir nicht alles zu Herzen zu nehmen, sondern Dich damit zu arrangieren, daß im Büroalltag auch viel doofes passiert, aber meist alles nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Ich weiß gar nicht wie oft ich schon ne blöde Bemerkung abbekommen oder auch selbst gesagt hab. Versuch da drüber zu stehen und nicht immer in den Verteidigungs- oder Kampfmodus zu gehen. Manchmal hilft es im Büroalltag eine Bemerkung einfach zu überhören. Und nicht zu sehr über vergangene Situationen nachzugrübeln, vorbei ist vorbei.
Und versuche, einen guten Draht zu den Kollegen zu bekommen. Plaudern, lachen, fröhlich sein im Team, das hilft so sehr gegen doofe Vorgesetzte. Wie sagte mir mal ein Kollege: "Die Chefs kommen und gehen, aber wir sind immer noch da."
P.S. Gute Besserung