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Mitbewohnerin bitten auszuziehen.

Ja, diese Perspektive finde ich hilfreich. Ich denke es wäre hilfreich das einmal miteinander auszusprechen, dass es eine Zweck WG geworden ist, denn dann ist eine womöglich Erwartung ausgeräumt und weniger Druck da.
Es tut mir leid. Ich würde nicht mit jemandem zusammenwohnen bleiben, den man so abscheulich findet, das kann doch nicht gutgehen. Dann geht's dir doch schlecht und sie merkt das ja auch.
 
Das ist aber dein Problem. Du kannst ja was ändern. Nämlich sagen, was dich stört. Wenn sie einigermaßen selbstbewußt ist, zieht sie dann schon von alleine aus...

Ja, das war mein Eingangsthema. Dass es in dem Fall so schwer ist zu sagen, was mich stört. Sie macht keine offensichtlich blöden Dinge wie Geschirr stapeln oder Krach. Sie fängt immer ab einem Punkt an einen vollzutexten, ohne Lücke. Ich erinnere mich an meinen Geburtstag, meine Freunde schauten mich zum Teil hilfesuchend an, weil sie wenn sie einen erstmal vollquatscht nicht mehr aufhört. Ich hab das Gefühl, sie bekommt ihr Gegenüber nicht mit, hat keinen Feinsinn für ein Gespräch. Man muss sehr deutlich sagen: Ich bin müde, ich möchte mich gerade nicht unterhalten. Das hab ich auch schon so gesagt. Denn ein Gähnen, ein leichtes nicken, sich langsam aus dem Gespräch zurückziehen, das versteht sie nicht, sie redet einfach weiter. Ich muss Gespräche immer abrupt und deutlich abbrechen, sonst würde das immer weiter gehen. Ich finde das anstrengend in meinem Zuhause. Letztens hatte ich ein Date hier und sie hat sich dazugesetzt und geredet und geredet ... und versteht keine Signale, dass wir jetzt gern alleine wären. Auch hier musste ich es dann in einem kurzen Moment klar sagen: Es wäre nett, wenn du uns jetzt noch etwas alleine lässt.
Ach ja, sie und ich passen zwischenmenschlich einfach 0 zusammen, aber teilen uns ein Zuhause.

Naja, Danke für's Lesen. Ein paar Hinweise waren hilfreich, manche schräg. Damit hau ich mich mal aufs Ohr.
 
Ich kann das so gut nachvollziehen. Ich kenne das selber. Irgendwann steigt das Adrenalin nur schon wenn sie laut atmet. Dann kommt dann noch das schlechte Gewissen dazu, weil sie ja im Grunde keinen Anlass für Ärger gibt. Aber sie spürt auch schon selber was, sonst würde sie sich nicht ein wenig zurückziehen.

Nein, so hat das keinen Sinn. Im aller-allerschlimmsten Fall, wenn du keine Ausrede findest, musst du ihr halt doch die Wahrheit sagen (nach ein paar Gläschen Wein geht's besser). Kann ja sein, dass sie sogar ein wenig erleichtert ist, da sie die Spannung schon zu spüren scheint.

Gut, dass jemand das nachvollziehen kann. Ja, diese Eigenarten finde ich immer unerträglicher. Über die Maße hinaus, genau. Und sich daheim immer noch so zusammenreißen zu müssen... dabei hat man das doch tagsüber schon gemacht. Kollegen, Kunden, Fremde, da ist ja ne gewisse oberflächliche Höflichkeit unerlässlich… daheim gehts dann so weiter. So will ich nicht wohnen. Ich kann mich nicht entspannen und das tut mir nicht gut.

Wie du beschreibst, es ist unausgesprochen eh schon im Raum. Es wird höchste Zeit es auszusprechen.
 
Nun kann ich mein Versprechen aber nicht halten, weil ich mit ihr keine Wellenlänge finde. Ich bin in der Wohnung lieber für mich und hab dann ein schlechtes Gewissen, weil ich ihr freundlich aus dem Weg gehe oder zumindest die Gespräche knapp halte. Anfangs hat sie mich noch öfter gefragt, ob ich mitkommen möchte was trinken, ob ich ein Glas Wein möchte, etc... ich hab immer öfter Nein gesagt und mir tut das irgendwie Leid... Aber ich kann nicht mit ihr. Ja, sie hat irgendwas an sich, wobei ich schon nach 5 Sätzen die Flucht ergreifen will.
Also sie sucht eher Kontakt, inzwischen weniger, aber es wurde eben nie ausgesprochen. Ich finde das komisch.

Hallo,
es stimmt, daß Du Dein Versprechen nicht halten kannst.
Und es ist in Ordnung, auch wenn es sich anfangs anders anfühlte, nicht die gleiche
Wellenlänge zu haben.
Ich finde es sehr ehrlich und fair von Dir, mit ihr ein Gespräch darüber zu führen,
dass es für Dich eine Zweck-WG ist.
Falls sie nach den Gründen fragt, sei bitte ehrlich. Sich dann irgendwie herausreden
zu wollen, wäre nicht authentisch.

Du möchtest gerne eine WG gründen wollen, in der es einige gemeinsame Aktivitäten
gibt und auch das Miteinander locker ist.

Sich aus dem Weg zu gehen, ist auf die Dauer keine Option und ich gehe davon aus,
dass Du das weißt.

Finde es sehr gut, dass Du Dich hier informieren möchtest und es ergeben sich
unterschiedliche Ansichten, was auch in Ordnung ist.

Es ist gewiss ein Schritt in die richtige Richtung, mit ihr das anstehende Gespräch zu
führen.
Vielleicht reicht es und Du fühlst Dich wohler und es ist okay.
Vielleicht spürst Du selber, dass es auf die Dauer keine Lösung ist; ist der Zeitpunkt
da, wirst Du von alleine mit ihr ein dafür notwendiges Gespräch führen.

alles Liebe
flower55
 
Gut, dass jemand das nachvollziehen kann. Ja, diese Eigenarten finde ich immer unerträglicher. Über die Maße hinaus, genau. Und sich daheim immer noch so zusammenreißen zu müssen... dabei hat man das doch tagsüber schon gemacht. Kollegen, Kunden, Fremde, da ist ja ne gewisse oberflächliche Höflichkeit unerlässlich… daheim gehts dann so weiter. So will ich nicht wohnen. Ich kann mich nicht entspannen und das tut mir nicht gut.

Wie du beschreibst, es ist unausgesprochen eh schon im Raum. Es wird höchste Zeit es auszusprechen.

Hallo,
supi, dann setz es in die Tat um.
Lange drum-herum-reden bringt da nicht viel

Auch sie spürt es; sie hat sich von Dir zurückgezogen.

alles Liebe
flower55
 
Du kannst deine Mitbewohnerin bitten auszuziehen, doch es wäre besser, wenn du ausziehst. Warum? DU hast ein Problem mit ihr, aber sie anscheinend nicht mit dir. Warum sollte sie dann ausziehen wollen? Das wird nicht funktionieren.
Da du aber nicht ausziehen willst, wirst du wohl mit ihren Eigenarten leben müssen und darauf hoffen müssen, dass sie irgendwann von selbst auszieht.
Gespräche könnten auch helfen. Ihr Verhalten wird sie zwar wahrscheinlich nicht ändern, aber vielleicht hilft es, ihr zu verdeutlichen, dass du etwas mehr Abstand brauchst. Ansonsten kann man sich in so einer großen Wohnung auch gut aus dem Weg gehen.
 
Obwohl sie ne nette Person ist, mag ich sie nicht.
Es wird höchste Zeit es auszusprechen.
Siehst du, jetzt hast du doch noch was mitgenommen.

Ich hab den Eindruck, sie fühlt sich auch sehr unwohl, weil sie ja deine Anfangsaussage - "keine ZweckWG" - ernst genommen und sich bemüht hat. Auf unangenehme Art und Weise, zugegeben. Vielleicht hat sie soziale Probleme und weiß nicht, wieviel Konversation angebracht ist. Du sendest ihr zunehmend negative Signale und sie fragt sich wahrscheinlich, was sie falsch macht. Sie tut mir schon auch leid.

… daheim gehts dann so weiter. So will ich nicht wohnen. Ich kann mich nicht entspannen und das tut mir nicht gut.
Das ist aber deine eigene Baustelle, wenn du dich nicht abgrenzen kannst. Auch in einer WG kann man klar sagen, ich will jetzt meine Ruhe haben und die Tür hinter sich zumachen.

"Na, alles gut bei dir?" Das ist kein schlimmer Satz und eigentlich nett, aber es geht mir trotzdem auf den Zeiger.
Wenn man jemanden einfach nicht mag, nervt einen alles, was der/die jenige sagt/tut.

Ist mir auch schon passiert und zumindest eine Person konnte objektiv gar nichts dafür. War eigentlich ein freundlicher, hilfsbereiter Kollege. Aber irgendwas an seiner Art war mit zutiefst zuwider.

Das zieht unglaublich viel Energie, weil man sich innerlich endlos aufregt. Sinnlos vergeudete Zeit.

Also ein ehrliches Gespräch führen und danach freundlich-höfliche Distanz wahren.
 

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