Zum Glück sieht das nicht jeder so. Als Hauseigentümer habe ich mehr Freiheiten als ein Mieter, sicherlich auch mehr Pflichten.
Als Mieter ist meine Miete am Monatsende immer weg. Ein möglicher Hauskredit dient dazu, das Haus möglichst bis zur Rente abzuzahlen. Ich finde auch das Gefühl schön, Hausbesitzer zu sein. Die aktuelle Regierung macht mir jedoch Angst, weil ich nicht weiß, welche ungeplanten horrenden Kosten dank Ampel noch auf mich zukommen. Vielleicht verkaufe ich das Haus als Rentner und ziehe mit meiner Frau irgendwo anders hin.
Ich sehe das auch überhaupt nicht so. Der Hausbesitz ist für mich eine solide Kapitalanlage. Anders als in einer Mietimmobilie kann ich nach Belieben bauliche Veränderungen vornehmen, da muss ich niemanden fragen - oder auch umgekehrt: Ich kann Investitionen dann tätigen, wenn ich das möchte; kein Vermieter legt diese Kosten auf meine Miete um. Erst recht genieße ich, dass wir hier wirklich für uns sind und uns nicht mit schrägen Leuten herumschlagen müssen, die über, unter, neben uns wohnen. Mag man Luxus nennen - aber so manches Mal liegen Finanzierungsrate und Mietzins gar nicht so weit auseinander. Das gilt übrigens auch für Eigentumswohnung und Haus, zumindest im Hinblick darauf, was uns so gefällt.
Wir vermieten auch - haben im EFH eine schöne kleinere Einliegerwohnung. Durch dieses Konstrukt können wir auch einem Mieter, der sich im Nachgang als unliebsam herausstellt, ohne Grund kündigen. Grundsätzlich ist Vermietung nämlich alles andere als Luxus und macht viel Arbeit. Wir werden uns im Alter nochmal kleiner setzen - dann aber ganz sicher nicht mehr als Vermieter.
Bzgl. der Zukunftsperspektive habe ich mit unserem Haus wenig Sorge. Bei Renteneintritt sind wir schuldenfrei, Sanierungsstau haben wir auch keinen. Denke, das ist wirklich wichtig.
Nach meiner Erfahrung würde ich jedem empfehlen, so früh zu kaufen wie möglich, wenn man sich das leisten kann und die persönliche Situation es hergibt. Leider verschlechtern sich ja gerade die Zinsen deutlich und was bzgl. unserer Regierung und der Gesamtsituation in Deutschland und der Welt auf uns zu kommt bleibt auch noch abzuwarten. Ich würde auch eher keine Billigimmobilie mit Sanierungsstau kaufen. Dieser Schuss kann schnell nach hinten losgehen - z. B. wenn man dann plötzlich einen Schwamm in der Bausubstanz entdeckt (ist Freunden von uns passiert).
Zum TE kann man nur sagen, dass er für Mitte 20 ein wirklich beachtliches Gehalt nach Hause bringt. Das ist für ein klassisches Anstellungsverhältnis wirklich viel und definitiv nicht die Regel. Genauso unüblich ist es aber auch, in diesem Alter schon Haus und Kind und das Vermögen so akribisch geplant zu haben. So geknebelt hätte ich mich tatsächlich noch nicht, dass nur noch 350 Euro Spielgeld übrig bleiben, aber das muss jeder selber wissen. Das ist eben auch das Fazit aus alledem hier: Der TE hat nicht wenig Geld zur Verfügung, sondern seine Finanzen straight durchgeplant.
Verzichtbar wäre für mich ganz spontan hier die PS-starke Karre. Ich habe aber den Eindruck, dass der TE auch ganz gerne zeigt, was er hat. Und dann passt das auch wieder mit der höheren monatichen Belastung 😉 - wobei er ja nicht gesagt hat, ob er least oder finanziert. Evtl. ist diese Belastung ja auch bald Geschichte und dann sind es schon >800 Euro Spielgeld.
Worauf ich aber auch noch hinweisen möchte ist dass sich solch eine Situation durchaus auch ändern kann. Es ist nicht gesagt, dass es immer so weitergeht, der TE sich gehaltlich konstant nach oben entwickelt. Der Anstieg war auch für die IT steil, geht m. E. auch nur in einem Großunternehmen. Aber gerade da ist mittlerweile nichts mehr sicher - das lerne ich gerade selber. Bei uns werden aktuell die Hierarchien ausgedünnt und reduziert in einem Maß, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Viele der sicher geglaubten TOP-Jobs wackeln und das sollte man immer im Hinterkopf behalten bei seiner Planung. Also alles was man anlegt so planen, dass man auch kurzfristig Gelder freimachen kann. Als ITler ist man auch nicht mit jedem Schwerpunkt gefragte Fachkraft und so hoch dotierte Jobs liegen auch nicht auf der Straße.