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Wie sieht euer Haushaltsüberschuss am Ende des Monats aus?

Und wenn ich 350 Euro am Ende übrig habe, stellt sich auch nicht die Frage ob ich das auf den Kopf hauen kann.
Wenn ich schreibe, dass ich diese Summe „verbrennen“ könnte, dann deutet das für mich eindeutig darauf hin, dass die anderen Ausgaben nicht nur die Fixkosten, sondern bereits auch sämtliche variablen Kosten.
@Andreas900 hat auch erwähnt, dass man sinnvollerweise die jährlichen Ausgaben und Einnahmen betrachten sollte. Das Ergebnis kann man dann natürlich durch 12 teilen.
 
Zum Glück sieht das nicht jeder so. Als Hauseigentümer habe ich mehr Freiheiten als ein Mieter, sicherlich auch mehr Pflichten.
Als Mieter ist meine Miete am Monatsende immer weg. Ein möglicher Hauskredit dient dazu, das Haus möglichst bis zur Rente abzuzahlen. Ich finde auch das Gefühl schön, Hausbesitzer zu sein. Die aktuelle Regierung macht mir jedoch Angst, weil ich nicht weiß, welche ungeplanten horrenden Kosten dank Ampel noch auf mich zukommen. Vielleicht verkaufe ich das Haus als Rentner und ziehe mit meiner Frau irgendwo anders hin.
Ich sehe das auch überhaupt nicht so. Der Hausbesitz ist für mich eine solide Kapitalanlage. Anders als in einer Mietimmobilie kann ich nach Belieben bauliche Veränderungen vornehmen, da muss ich niemanden fragen - oder auch umgekehrt: Ich kann Investitionen dann tätigen, wenn ich das möchte; kein Vermieter legt diese Kosten auf meine Miete um. Erst recht genieße ich, dass wir hier wirklich für uns sind und uns nicht mit schrägen Leuten herumschlagen müssen, die über, unter, neben uns wohnen. Mag man Luxus nennen - aber so manches Mal liegen Finanzierungsrate und Mietzins gar nicht so weit auseinander. Das gilt übrigens auch für Eigentumswohnung und Haus, zumindest im Hinblick darauf, was uns so gefällt.

Wir vermieten auch - haben im EFH eine schöne kleinere Einliegerwohnung. Durch dieses Konstrukt können wir auch einem Mieter, der sich im Nachgang als unliebsam herausstellt, ohne Grund kündigen. Grundsätzlich ist Vermietung nämlich alles andere als Luxus und macht viel Arbeit. Wir werden uns im Alter nochmal kleiner setzen - dann aber ganz sicher nicht mehr als Vermieter.

Bzgl. der Zukunftsperspektive habe ich mit unserem Haus wenig Sorge. Bei Renteneintritt sind wir schuldenfrei, Sanierungsstau haben wir auch keinen. Denke, das ist wirklich wichtig.

Nach meiner Erfahrung würde ich jedem empfehlen, so früh zu kaufen wie möglich, wenn man sich das leisten kann und die persönliche Situation es hergibt. Leider verschlechtern sich ja gerade die Zinsen deutlich und was bzgl. unserer Regierung und der Gesamtsituation in Deutschland und der Welt auf uns zu kommt bleibt auch noch abzuwarten. Ich würde auch eher keine Billigimmobilie mit Sanierungsstau kaufen. Dieser Schuss kann schnell nach hinten losgehen - z. B. wenn man dann plötzlich einen Schwamm in der Bausubstanz entdeckt (ist Freunden von uns passiert).

Zum TE kann man nur sagen, dass er für Mitte 20 ein wirklich beachtliches Gehalt nach Hause bringt. Das ist für ein klassisches Anstellungsverhältnis wirklich viel und definitiv nicht die Regel. Genauso unüblich ist es aber auch, in diesem Alter schon Haus und Kind und das Vermögen so akribisch geplant zu haben. So geknebelt hätte ich mich tatsächlich noch nicht, dass nur noch 350 Euro Spielgeld übrig bleiben, aber das muss jeder selber wissen. Das ist eben auch das Fazit aus alledem hier: Der TE hat nicht wenig Geld zur Verfügung, sondern seine Finanzen straight durchgeplant.

Verzichtbar wäre für mich ganz spontan hier die PS-starke Karre. Ich habe aber den Eindruck, dass der TE auch ganz gerne zeigt, was er hat. Und dann passt das auch wieder mit der höheren monatichen Belastung 😉 - wobei er ja nicht gesagt hat, ob er least oder finanziert. Evtl. ist diese Belastung ja auch bald Geschichte und dann sind es schon >800 Euro Spielgeld.

Worauf ich aber auch noch hinweisen möchte ist dass sich solch eine Situation durchaus auch ändern kann. Es ist nicht gesagt, dass es immer so weitergeht, der TE sich gehaltlich konstant nach oben entwickelt. Der Anstieg war auch für die IT steil, geht m. E. auch nur in einem Großunternehmen. Aber gerade da ist mittlerweile nichts mehr sicher - das lerne ich gerade selber. Bei uns werden aktuell die Hierarchien ausgedünnt und reduziert in einem Maß, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Viele der sicher geglaubten TOP-Jobs wackeln und das sollte man immer im Hinterkopf behalten bei seiner Planung. Also alles was man anlegt so planen, dass man auch kurzfristig Gelder freimachen kann. Als ITler ist man auch nicht mit jedem Schwerpunkt gefragte Fachkraft und so hoch dotierte Jobs liegen auch nicht auf der Straße.
 
Zuletzt bearbeitet:
1. Worauf zielt meine Frage ab?
Ich kann ja ganz gut Leben, das ist nicht das Thema. Dennoch habe ich oft das Gefühl das mein Umfeld oder andere Personen in meinem Alter "besser" dran sind. Dort wird regelmäßig von Überschüssen jenseits der 1000€ gesprochen, trotz Haus, zwei Kinder, Hund und wesentlich schlechterem Verdienst.
Bist Du sicher, dass das überhaupt stimmt? Es soll Leute geben, die vorgeben etwas Besseres zu sein. Oft ist es auch so, dass die Eltern finanziell unter die Arme greifen. Vielleicht kommen bei den anderen Personen Neid- oder Minderwertigkeitskomplexe auf, wenn sie mitbekommen, was mit Deinem jungen Jahren schon alles geschafft hast.
Ich denke damit fahre ich ganz gut, was die Zukunft bringt weiß ich natürlich nicht, aber Preissteigerungen gibt es auch in der GKV reichlich.
Nach meiner bisherigen Erfahrungen ist mein PKV-Beitrag stärker gestiegen als reichlich.
Warum schließt Du für Deine Kinder keine privaten Zusatzversicherungen ab? Lies Dir mal den PKV-Faden von @Hajooo durch.
 
Dann ist das Geld ja genau so zum Fenster herausgeschmissen als, wenn man wie ich zur Miete wohnt. Ist aber auch reine Ansichtssache.
Wieso das denn? Der Hauswert ist erhalten geblieben und ich bekomme diesen mit dem Verkauf ausgezahlt. Also habe ich gar keine Miete gezahlt.

Im Gegenteil. Wir haben mittlerweile 4 Häuser gekauft und 3 verkauft. Durch den Verkauf hatten wir über 200K Eigenkapital gewonnen, welches nun abschließend ins 4. Objekt floß.
Meinst du ich hätte nach rund 12 Jahren 200K Euro mal so nebenbei von meinem Netto gespart während ich den vollen Mietpreis irgendwo monatlich abdrücken muss fürs wohnen?

An Häusern verdienst du i.d.R., gerade dann wenn du auch mal wieder eins veräußerst.

@ Pfefferminzdrops
Ich meinte er schrieb was von Leasing.
 
Warum? Ich habe das Gefühl, dass @Justin116 nicht gerade auf den Cent achtet. Es soll Menschen geben, die mit Eigentum glücklicher sind als ohne. Ebenso gibt es natürlich sehr viele zufriedene Mieter.
Den monatlichen Überschuss finde ich bei diesem relativ hohen Nettoeinkommen überraschend niedrig.

Ich selber kann höchstens über das Jahr sehen, ob ich einen Überschuss habe oder nicht. Ich habe einige Ausgaben, die einmal im Jahr fällig sind.

Das Thema finde ich sehr interessant, interpretiere es aber keineswegs als Hilferuf.

Das war ironisch gemeint, deswegen danach auch „Ne im Ernst….“ 🙂
 
Wow. Also, das ist doch echt viel.
Ich kenne niemanden, der ein so hohes Einkommen erzielt. Wenn sie aus der Elternzeit raus ist, seid ihr quasi reich. Kredite müssen halt abbezahlt werden. Dafür bekommt ihr doch auch was.
Bist Du sicher? Landwirte, Selbstständige oder Menschen, die nie über ihre Finanzen reden, verdienen häufig überraschend viel.
Reich ist für mich jemand, der problemlos von seinem Vermögen leben kann.
Für mich ist @Justin116 recht wohlhabend.
 
Hallo mal wieder zusammen,

Mensch, da hat sich wieder etwas angesammelt, ich glaube ich sollte öfter reinschauen.

Mal ganz grundlegend, hierbei geht es weder um einen Hilferuf noch darum zu zeigen "was ich habe". Mir ist durch eure Beiträge erst bewusst geworden das es mir wohl doch ganz gut zu gehen scheint - ja wer hätte das Gedacht, mit 25 hat man noch nicht die ganze Welt gesehen 😉. Ich bin auch sehr dankbar dafür so Leben zu können wie ich Lebe, also versteht mich nicht falsch. Das Haus war für mich immer ein Traum, mit 20 Jahren hat sich dann die Möglichkeit ergeben diesen Traum zu erfüllen, dafür habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt und bereue es bis heute keine einzige Minute. Niemand würde mich jemals freiwillig in eine Mietwohnung bewegen. Dafür habe ich in der Anfangszeit aber auch auf sehr viel verzichtet damit es überhaupt klappt, habe gleichzeitig die Tilgung aber auch so hoch wie möglich gewählt und bin damit nach 24 Jahren fertig.

Und auch hier, mein Auto ist für mich Luxus, ich habe sonst keinen Luxus. Ich gehe nicht feiern, ich arbeite am Wochenende im Garten oder am Haus. Wir gehen nicht teuer in Urlaub, sondern haben einen alten Wohnwagen gekauft welchen ich komplett umgebaut habe. Ich denke dann darf ich mir auch etwas Luxus erlauben, dafür arbeite ich ja 😉

Bei 100€ Schwimmbad rede ich, wie bereits von einigen erwähnt (vielen Dank für die Aufklärung) nicht über das Schwimmbad um die Ecke sondern um eine Spaßbad. Das es mit 6 Monatigem Baby noch irrelevant ist, ist mir auch klar. Mir gings ja um die Zukunft. Und im Spaßbad sind alleine durch den Eintritt schon fast 100€ ausgegeben. Will ich dann wirklich meinem Kind ein Eis oder eine Portion Pommes verweigern?

Und auch da greife ich nochmal das Thema Fixkosten auf -> Alle Kosten die ich genannt habe sind auf den Monat umgelegt. Ich habe beispielsweise die Kosten für Wasser/Abwasser der letzten 3 Jahre gemittelt und anschließend auf die Monate statt aufs Quartal aufgeteilt. Die Kalkulation pro Monat passt also (zumindest in meinem Fall).

Natürlich wäre ich froh mehr sparen zu können, sobald meine Freundin wieder arbeitet ist das sicherlich auch möglich. Aber nochmal, mir ging es vor allem darum mal ein realistisches Bild zu erhalten und eben nicht glauben (zu müssen) was das Umfeld einem erzählt.

Ganz zum Schluss nochmal kurz das Thema PKV. Ich habe mich fast ein Jahr damit beschäftigt, habe mit PKV versicherten gesprochen und und mit vielen Beratern sowohl auf GKV als auch PKV Seite. Unterm Strich bezahle ich aktuell ca. 100€ mehr als für gesetzliche (etwa). Von den 1038€ werden 403,99€ durch den AG übernommen. plus einige Euros für die Pflegeversicherung. Außerdem habe ich wie bereits erwähnt eine garantiere Beitragsermäßigung über 400€ AB 60 Jahren, weil ich einfach mal das Wunschziel genannt habe mit 60 nicht mehr arbeiten zu müssen. Ab 60 entfällt ebenfalls die Beitragsrückstellung die für den Versicherer verpflichtend ist, außerdem kann ich jederzeit in einen niedrigen Tarif wechseln. Des weiteren habe ich eine Pflegeversicherung welche mir im Pflegefall (Altersunabhängig!!) einen monatlichen Beitrag von 1500€ bezahlt, dann ist schon niemand aus meiner Familie irgendwie in der Pflicht eine große Summe für meine Pflege aufbringen zu müssen. Darüber hinaus habe ich auch ein höheres Krankentagegeld in den Tarifgenommen, ich erhalte mit Krankentagegeld dann 100% von meinem Lohn, sollte ich also länger krank sein habe ich KEINE finanziellen Probleme.

Der entscheidendste Punkt für mich ist aber der folgende -> Die PKV darf keine Behandlungsmethode ausschließen. Das gilt auch für Hilfsmittel. Würdet ihr nicht auch wollen das vor allem euer Kind IMMER von der besten Behandlungsmethode profitiert? Nicht den Kopf in den Sand stecken zu müssen oder um Spenden für eine teure Behandlung betteln zu müssen? Ganz zu schweigen von den vielen Rechtsstreits die GKV-Versicherte führen um eine Behandlung bezahlt zu bekommen? Das möchte ich nicht. Ich möchte nichts unversucht lassen. Das selbe gilt übrigens bei Hilfsmitteln, während die GKV vorgeschriebene Hilfsmittel hat und darüberhinaus nichts bezahlt, hat die PKV andere Möglichkeiten.

Nochmal, das alles für 100€ mehr. Würde ich die anderen Themen weglassen hätte ich sogar monatlich gespart, bei immer noch besserer Leistung. Klar, hat alles seine Tücken, das muss auch jeder selbst wissen. Aber ich bin mit der Entscheidung sehr zufrieden und will daran auch nichts mehr ändern. Wir waren mit unserer Tochter kürzlich zur U-Untersuchung beim Privatarzt, alleine dafür hat es sich für mich schon gelohnt, kein Vergleich zu den überfüllten Kinderärzten drumherum.

Und ja - auch das ist ein Privileg! Ob ich das in 30 Jahren bereue? Werden wir sehen.



An die skeptischen und gehässigen Damen und Herren: Vor einigen Jahren habe ich selbst auch Zeitung ausgetragen. Ich habe keinerlei Unterstützung von meinen Eltern, Großeltern noch sonst jemandem erhalten.
Mir ist das alles also nicht in die Hände gefallen!
 
Außerdem habe ich wie bereits erwähnt eine garantiere Beitragsermäßigung über 400€ AB 60 Jahren, weil ich einfach mal das Wunschziel genannt habe mit 60 nicht mehr arbeiten zu müssen.
Du weißt aber, dass Du den Beitrag für die Beitragsermäßigung dann weiterhin zahlen musst - auch nach 60? Diese Beiträge werden sich erhöhen. Dann wirst Du vielleicht die 400€ erhöhen wollen und die Beiträge dafür steigen wieder
 
Du weißt aber, dass Du den Beitrag für die Beitragsermäßigung dann weiterhin zahlen musst - auch nach 60? Diese Beiträge werden sich erhöhen. Dann wirst Du vielleicht die 400€ erhöhen wollen und die Beiträge dafür steigen wieder

Natürlich weiß ich das 🙂 Der monatliche Beitrag für die Entlastung bleibt aber gleich, das habe ich vertraglich garantiert. Mögliche Preiserhöhungen gelten nur für den PKV-Tarif selbst. Und warum sollte ich die 400€ erhöhen wollen? Mit 18 Jahren fällt meine Tochter vermutlich aus der Versicherung = -200€. Mit 60 die Beitragsrückstellungen = -80-100€. Ich könnte ebenfalls jederzeit in einen niedrigen Tarif wechseln, da ich aktuell im höchsten Tarif bin. Abzgl. der Beitragsentlastung gehe ich von keiner sehr großen Belastung im Alter aus, zumindest wenn die Beitragsentwicklung der letzten Jahre in der PKV betrachte.

Ich verstehe deinen Hinweis, aber das sind genau die Dinge die ich mir teilweise monatelang zu Gemüte geführt habe um nichts zu übersehen... ich hoffe das habe ich auch nicht 😀
 

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