Drei mal im Jahr fährt er mit seinen Jungs in den Urlaub. Ich gönne ihm das von Herzen - ich habe mittlerweile gelernt, viel allein zu sein und das anzunehmen
Du nimmst so eine Märtyrerrolle ein...durch deine Krankheit gibt es Einschränkungen, DAS musst du annehmen, aber doch nicht, dass dein Partner lieber Zeit mit anderen verbringt als mit dir. Das ist doch ein gravierender Unterschied.
Grundsätzlich finde ich getrennte Urlaube nicht schlecht - WENN es denn auch gemeinsame gibt. Bei euch gibt es aber nichtmal gemeinsamen Alltag.
Es war auch von Beginn an so, dass wir uns nur sonntags, ab mittags und häufig noch an einem Abend unter der Woche gesehen haben.
Sehr wenig. Wo und wie findet so Beziehung statt? Mehr als ein paar angenehme Stunden miteinander zu verbringen ist das doch nicht. Da ich euer Verhältnis zueinander auch nicht als freundschaftlich wahrnehmen kann, könnte ich das nichtmal als F+ bezeichnen. Eben eine nette Affäre: Essen, Sex, TV, bisschen unterhalten, bis zum nächsten Mal.
Seitdem wir nun zusammenwohnen, fällt eigentlich auch der Sonntag nun häufig weg. Es gibt Wochen, da ist er in einer Woche an einem Abend zu Hause, WENN es gut läuft.
Ich sehe nicht, dass hier irgrndwann Beziehung stattfindet, ein wirkliches Miteinander, ihr in Beziehung zueinander steht.
Manchmal gar nicht oder sonntags erst ab 19/20 Uhr...
Aus dem Weg gehen, außer Haus eine schöne Zeit machen, Pflichtprogramm zu Hause ableisten, TV macht's leichter, da muss man nicht so viel miteinander reden?
Es gab in den drei Jahren Beziehung vielleicht zwei Freitag Abende, die uns gehört haben und... vielleicht einen (?) Samstag Abend - die anderen Abende ist er bis in die Morgenstunden feiern bis kurz vorm Koma.
Was reizt dich so an einem Alkoholiker, der keine Zeit mit dir verbringen möchte?
Was genau liebst du an diesem Menschen?
Er hat immer Angst, eingeengt zu werden...
Der Witz ist gut!
Er will sein Leben so ungestört wie möglich weiterleben wie bisher, nach außen vielleicht dieses Frau-Haus-Kind-Dingens abliefern, weil das ja zugehört (gingen ihm die verpartnerten Saufkumpane mit Bemerkungen auf den Senkel, dass er noch keine abgekriegt hat u.ä.?).
Ich habe ihm noch NIE gesagt, dass ich nicht möchte, dass er weggeht und das werde ich auch nie tun. Ich bettle nicht um Liebe oder gemeinsame Zeit
Nun, in einer funktionierenden Beziehung müsstest du solche Gedankengänge gar nicht haben, da würde auch dein Partner sich Zeit mit dir wünschen.
In deinem Fall würde auch Betteln nichts ändern. Er will nicht, seit dem Zusammenzug noch weniger.
Der gemeinsame Hauskauf erfüllt einen Zweck. Vielleicht magst du mal darüber nachdenken, warum du dich darauf eingelassen hast, welchen Zweck es erfüllt.
Wäre da nicht Arbeit am Hof zu verrichten, käme der Hotelcharakter, der im Thread bereits angesprochen wurde, noch viel mehr zum Tragen. Das Hauspersonal sorgt möglichst unbemerkt für einen angenehmen Aufenthalt des Gastes, stört keinesfalls sein gewohntes Leben und nimmt sich zurück, Ansprüche darf es nicht haben.
Der Gast bemüht sich gelegentlich freundlich zu sein, hört sich Wünsche usw. an und geht dann zu seinem gewohnten Alltag über.
Aber zwischen "klammern" und jeden Tag aufeinander hängen und dem was wir haben, liegen einfach Welten. Ich will ihm ja nichts und versuche es immer wieder zu akzeptieren.
Sagt er, du würdest klammern?
Es tut weh zu lesen, woe klein du dich machst.
Aber ich merke immer wieder, dass mir gemeinsame Zeit fehlt. Oft denke ich, ich darf das nicht "fordern", weil ich ihm nicht bieten kann
Ja, es spricht aus jeder deiner Zeilen, wie wenig du darfst, wie wenig du dir selbst wert bist.
Würde eine liebe Freundin dir diese, deine Geschichte erzählen, was würdest du dazu sagen?
mit mir feiern zu gehen, Kanu zu fahren oder andere aktive Sachen. Ich kann es gesundheitlich nicht, woran ich selbst häufig fast zerbreche vor Kummer darüber. Ich habe ihm im letzten halben Jahr so häufig liebevoll Vorschläge gemacht... er hat noch Gutscheine/Geschenke von mir, die zwei Jahre alt sind (Flugzeug fliegen - er wollte immer Pilot werden, Brunchen,...). Er sagt, er findet die Geschenke gut und passt zu ihm, vor allem mit dem Fliegen... aber nachdem ich fünf oder sechs mal gefragt habe, wann wir das machen können, wann er Zeit hat, habe ich es einfach aufgegeben... vielleicht sind es auch schon acht oder neun mal gewesen, die ich gefragt habe - nicht klagend, sondern darauf freuend, Kuss dabei gegeben... liebevoll eben und gesagt, dass ich mich wirklich sehr freuen würde, mir wünsche, mal wieder sowas zu machen... ich verstehe es nicht.
Doch, du verstehst es, du wünscht dir aber, es nicht zu verstehen, weil es so verdammt wehtut. Du willst diesen Schmerz logischerweise nicht, also siehst du lieber nicht hin.
Er will dich weder im Alltag, nicht am Sonntag, und er will auch nichts mit dir unternehmen.
Aber er würde ja sooo gerne Dinge mit dir unternehmen, die du nicht tun kannst...schon praktisch für ihn, findest du nicht?
Er sagt dann, wenn er Sonntag Abend da ist und wir Tatort schauen, das reicht doch für die Woche.
Wie lieblos und kalt.
Da, ich werfe dir einen Krumen hin, jetzt sei zufrieden und still, störe mich nicht länger.
Zwei mal war es auch schon so, dass er gesagt hat, er holt jetzt sofort sein Gewehr (er ist Jäger) und ich solle ihn dann erschießen, dann wäre ich ihn los.
Krank.
Was lässt du nur alles zu?
Das war richtig schlimm für mich, konnte nicht mehr aufhören zu weinen.
Wo war deine Wut?
Manchmal kommt es dann in mir so hoch, dass ich auch schonmal wütend darüber geworden bi
Also so ein bisschen Wut erlaubst du dir noch, kannst sie noch selten ein wenig verspüren, hast dir das noch nicht völlig verboten?
Du solltest sehr viel wütender sein, statt dich derart kleinzumachen und so behandeln zu lassen!
Ist es denn zu viel verlangt, zwei oder drei mal im Monat (!) etwas mit seiner Freundin zu machen?
Was würdest du deiner besten Freundin darauf antworten?
Ich möchte dich am liebsten packen und wachrütteln!
er fragt immer, was er für mich tun kann, geht aber null auf meine Wünsche ein.
Ja, ein paar freundliche Worte gelegentlich halten das Hauspersonal bei Laune. Dieses Minimum an Einsatz hält den Hotelbetrieb am laufen.
Richtig.
Du bist ihm egal.
Und das tut weh.
Der sich regelmäßig fast ins Koma saufende Alkoholiker will dich nicht.
WARUM willst du ihn?
'Liebe' ist nicht die Antwort.
Du bist mehr wert.
Du hast mehr verdient.
Und es ist gesünder und besser alleine zu sein, als dir DAS anzutun.
Willst du all das wirklich einem Kind zumuten? Ihm so eine 'Beziehung' vorleben?
Was für einen Vater hätte es, wie würde dieser sich kümmern, wie mit dem Kind umgehen, auf Schwierigkeiten reagieren?
Kannst du das verantworten?
Wäre das liebevoll, das Beste, way du deinem Kind wünschen würdest?
Soll es SO aufwachsen?
Aktuell war er mit seinem Kegelclub auf Malle, seit Freitag, heute Nacht kommt er wieder. Im Januar ist er eine Woche Ski fahren, im Juni dann wieder eine Woche wandern.
Ich will nicht behaupten, es wäre so, doch ich finde schon, dass du in deine Überlegungen eine mögliche Untreue einbeziehen solltest.
Wozu Kondome, wenn nicht als Schutz vor möglichen übertragbaren Krankheiten, wenn du wegen der Hormonstörung quasi nicht schwanger werden kannst UND die Pille nimmst?
Trennen möchte ich mich nicht.
Da fehlen mir die Worte, das macht mich fassungslos. Pass gut auf dich auf, du mutest dir sehr viel zu.
Wie kann ich lernen, besser damit zu leben, wenn er nicht bereit ist, Kompromisse zu finden?
Darauf gibt es keine gute Antwort.
Dich noch kleiner machen, alles hinnehmen?
Oder dich gefühlsmäßig unabhängiger von ihm machen, es als praktisches Arrangement begreifen? Mehr fällt mir dazu nicht ein.