Du wirst einen sehr hohen Preis zahlen für Deinen Tabubruch.
Ich sehe keinen Weg aktuell, wie Du Deinen Ruf wiederherstellen kannst.
Du hast Dich über jeden Anstand und familiäre Loyalität hinweggesetzt. Jetzt wirst Du den Preis dafür bezahlen müssen.
Da hilft jetzt nur, sich so dezent und zurückhaltend wie möglich zu verhalten. Und zwar nicht nur Wochen oder Monate, sondern vermutlich Jahre.
Die Konfrontation mit der Schwester meiden. Natürlich kein Öl ins Feuer gießen durch Anzeigen.
Fern halten von den Kindern. Schon der Kinder zuliebe um sie nicht in eine Zwickmühle zwischen Mutter und Vater und Mutter und Tante zu bringen. Das geht sehr wohl, an den Papawochenenden nicht aufzutauchen. Das ist nämlich nur eine Belastung für die Kinder. Wenn es der Mutter schwer fällt, weil sie weiß, daß Du da bist, dann spüren die Kinder das. Zurückhaltung deinerseits ist das Gebot der Stunde. Das geht sehr wohl, daß man an den Papawochenenden nicht präsent ist, die Mutter darauf vertrauen kann und der Vater sich dann komplett auf seine Kinder konzentriert. Eine Freundin von mir hat das jahrelang so gehandhabt bis sich alles soweit normalisiert hat, daß sowohl Mutter als auch Kinder ihte Anwesenheit ohne allzu starken Schmerz ertragen konnten.
Das gehört sich so, sich zurückzuhalten, wenn man merkt, daß man nur Schmerz verursacht.
Ich würde eine sehr lange Zeit nirgendwo im familiären Kontext als Paar erscheinen.
Vielleicht nach mehreren Jahren, vielleicht nach noch längerer Zeit, ist eine vorsichtige Wiederannäherung möglich.
Bis dahin ist der Preis für Dein Verhalten wie gesagt hoch. Aber Du hast durch Deine Entscheidung, mit Deinem Schwager ins Bett zu gehen und eine Beziehung zu beginnen, die Ursache gesetzt für die Suppe, die Du jetzt auslöffeln mußt. Du hast das Fehverhalten gezeigt und mußt jetzt die Konsequenz tragen.
Was Ihr hättet tun können? Euch zurückhalten, wenigstens so lange warten bis die Trennung wirklich vollzogen ist und der Mann Deiner Schwester frei war. Ich finde nicht nur Dein Verhalten verwerflich, sondern auch das Deines Schwagers. Man geht nicht in der Trennungsphase mit der Schwester seiner Frau ins Bett. Auf Deine Nachricht wäre ein einfaches "Danke. Ja, ich hoffe auch, daß wir in freundlichem Kontakt bleiben können, Du bist ja die Tante meiner Söhne." angemessen gewesen. Nichts weiter. Sich stattdessen in der Trennungsphase zu verabreden und dann auch noch nicht genügend Selbstkontrolle für alles andere zu hsben. Ist total unangemessen. Auch unverantwortlich als Familienvater, der er ja ist und bleibt. Und dann auch noch in der Trennungsphase mit der Schwester der Frau in Liebesurlaub zu fahren. Ich würde einen Partner, der sich so unangemessen verhält, nicht wollen.
Aber Du hast Dich in der Situation anders entschieden. Du hast Dich für den Tabubruch und die Illoyalität entschieden. Dann bringt es jetzt nichts mehr, sich über die Reaktionen der anderen zu wundern und zu beklagen. Es ist der Preis den Du zahlst.
Entweder die Beziehung hält nicht. Dann kannst Du versuchen, irgendwann reumütig Deinen Fehler zu bekennen und um Wiederaufnahme in den familiären Kreis bitten.
Oder die Beziehung ist von Dauer, dann kannst Du nur sehr, sehr lange unauffällig und dezent im Hintergrund bleiben, Dich komplett zurücknehmen - zum Wohle Deiner ganzen Familie aber insbesondere Deiner Neffen und jede Konfrontation und Provokation vermeiden. Schön und leicht wird das nicht. Aber nur so besteht vielleicht eine Möglichkeit, daß nach sehr langer Zeit ein vorsichtiger Kontakt zu Deinen Eltern, anderen Familienangehörigen und vielleicht auch zu Deinen Neffen wieder möglich sein kann.
Bis dahin sollte vor allem das Wohl der Kinder im Vordergrund stehen, für die eine Trennung der Eltern immer traurig ist. Und Du solltest alles unternehmen, um es den Kindern so leicht wie möglich zu machen, daß sie in einer friedlichen Familie aufwachsen. Auf das Verhalten Deiner Schwester hast Du keinen Einfluß. Auf das Verhalten des Vaters der Kinder nur begrenzten Einfluß. Aber Dein eigenes Verhalten kannst Du so steuern, daß möglichst kein zusätzlicher Streit zwischen den Eltern entsteht, indem Du Dich dezent und zurückhaltend verhälst. Und alles vermeidest, was eine Provokation für Streit zwischen den Eltern sein kann. D.h. auch in Gesprächen mit dem Vater Deiner Neffen immer wieder friedliebend und beschwichtigend agieren. Anzeigen gegen die Mutter sind da übrigens kontraproduktiv.
Durch Euer verantwortungsloses Verhalten habt Ihr bereits viel Schmerz in die Familie gebracht und damit den Kindern geschadet. Jetzt gilt es in Zukunft sich besser zu verhalten. Weniger selbstbezogen, sondern mehr darauf schauen, wie sich Dein Verhalten auf andere auswirkt und wie Du Eskalationen vermeiden kannst. Und zwar ganz unabhängig vom Verhalten aller anderen Beteiligten. Du kannst nur Dein Verhalten steuern. Und das sollte zukünftig durch Zurückhaltung und Selbstkontrolle darauf ausgerichtet sein, möglichst wenig zu Konflikten im familiären Umfeld beizutragen.