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Mehrgenerationenhaus wie funktionierts?

Geschmackssache. Mir wäre da wenigatens meine Freiheit lieber. Hab schon Einschränkungen genug, dadurch, dass ich mich für die Gründung einer eigenen Familie entschieden habe.
 
Wie funktioniert ein Mehrgenerationenhaus, denn wir wollen eins kaufen.

Wir hätten die Möglichkeit meine Schwester, mit Mann und Kids (12 u 6 Jahr) meine Mutter sowie mein Mann, Söhnchen (4Monate) und ich in ein riesiges Haus (zur Miete) mit großem Grundstück und Garten zu ziehen.
Wollt ihr jetzt kaufen oder mieten?
 
Hallo ihr Lieben,

Wie funktioniert ein Mehrgenerationenhaus, denn wir wollen eins kaufen.

Wir hätten die Möglichkeit meine Schwester, mit Mann und Kids (12 u 6 Jahr) meine Mutter sowie mein Mann, Söhnchen (4Monate) und ich in ein riesiges Haus (zur Miete) mit großem Grundstück und Garten zu ziehen.
Wir hätten jeder ein eigenes Zimmer, sowie eigene Bäder, zwei Gemeinschaftsräume, die als Wohnzimmer dienen, Küche und ein Esszimmer welches wir uns teilen würden.

Wie verstehen uns alle super, treffen uns regelmäßig und machen viel zusammen, waren auch schon ein paar mal im Urlaub. unsere Männer sind sehr gut miteinander befreundet und ihre Kids lieben meinen Sohn sehr.

Wie funktioniert ein Mehrgenerationenhaus, wohnt von euch jemand auch in einem Mehrgenerationenhaus, wenn ja wie ist es?

Ich würde möglichst alle an einen Tisch holen mit der vorherigen Bitte, Gedanken und Notizen zu Vorstellungen und Wünschen mitzubringen.

M.E. klappt so ein nicht gewachsenes Mehrgenerationenhaus nur, wenn man das wie ein Gemeinschaftshaus mit Fremden betrachtet.
Respekt, Rücksicht, Privatsphäre, es gibt viele wichtige Punkte, die häufig sehr unterschiedlich priorisiert werden.

Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation.
Regelmäßig. Damit sich nichts anstaut, aus Missverständnissen nicht unnötig Probleme werden, Wünsche besprochen werden können, gemeinsame Lösungssuche wofür auch immer.

Wie geht der einzelne mit Ärger um, ist einer da sehr anstrengend, wie kommen die anderen mit dieser Art klar?
Oder andere Eigenheiten, einer unordentlich, ein anderer pedantisch, ...
Wäre da ein Konsens findbar, mit dem alle ohne Bauchgrummeln leben könnten?

Es ist lebhafter, unruhiger, da Tagesabläufe individuell sind, es braucht vieler Absprachen, wenn nicht jeder sein Süppchen kochen will.
Manche sind tolle Teamplayer und anderen liegt das gar nicht.
Reibungslos geht's nicht, wenn alle wirklich wollen und bereit sind sich zu bemühen, auch zurückzunehmen, dann kann es überwiegend gut sein.

Angenehmer und einfacher fände ich, wenn doch nicht alles so ineinander übergehen würde, der jeweils eigene Bereich mehr Rückzugsmöglichkeit böte, Kochmöglichkeit.
Sonst kann das sehr anstrengend werden, auch und gerade in Phasen, in welchen es weniger rund läuft. Das Leben läuft nunmal in Wellen und nicht gleichförmig.
Mehrere abgeschlossene Wohnungen sind da ein Segen.
 
Hier mal jemand, der in einem Mehrgenerationenhaus gelebt hat.
Als ich bei dir, TE gelesen habe, dass ihr euch Küche und Esszimmer teilt, habe ich aufgehört zu lesen.
Spätestens das wird nicht gut gehen, denn das sind Räume, die mit massivem Konfliktpotenzial belastet sind.
Voraussetzung für ein funktionierendes Mehrgenerationenhaus sind abgetrennte Bereiche für beide Familien.
Im Gegensatz zu seinem Fall waren meine Eltern aber in der Abhängigkeitsposition und hatten wenig Geld. Ich kann es nicht empfehlen, denn die Alten quatschen den Jungen oft in die Erziehung rein.
Auch die Küche ist so ein Konfliktherd, denn mit 30 hat man andere Interessen als 60 Jährige. Wenn dann noch das Schlafzimmer in der Nähe ist, kann es sehr schlecht werden, wenn die 30 Jährigen Mitternacht noch kochen oder sehr spät.
Und gerade wenn der eine das eine kocht und der andere das andere und alle Utensilien zusammen genutzt werden sind Auseinandersetzungen vorprogrammiert.

Mit 12 Jahren Mehrgenerationehauserfahrung würde ich für mich folgende Regelungen aufstellen:

Muss sind abgetrennte Bereiche mit Elternschlafzimmern, Küche, Bad, Kinderzimmer für die Kinder und Wohnzimmer für jede Familie.
Klare Abgrenzungen. In die Kindererziehung wird sich nicht eingemischt.
Jeder hat eine Waschmaschine.
Jeder wird mit seinen Vor und Nachteilen und seinen Macken akzeptiert, vorausgesetzt, er schadet damit keinem anderen,


Wir hatten damals ein Bad und eine Küche für 6 Personen. Ich würde das nie, nie wieder so machen.
Gerade als ich 12 war und mir morgens die Haare gelen wollte war es super nervig wenn mein Großvater noch stundenlang auf der Schüssel saß.
Das Klo war eigentlich dauerhaft besetzt und gerade wenn wir morgens los mussten kamen wir uns gegenseitig oft in die Quere.
Als ich 13 war sind wir dann endlich in ein eigenes Haus gezogen. Als Kind war es schön so aufzuwachsen. Aber wirklich nur für uns. Meine Eltern mussten starke Abstriche machen. Und sich dann immer vorhalten zu lassen was man eigentlich nicht bezahlt hat so nach dem Credo "Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst" ist für erwachsene nicht schön.

Muss hier zustimmen und das ist die Mischung, wenn man sich gegenseitig kennt.
Ich würde nie in ein Haus ziehen, wo ich die anderen Menschen nicht richtig kenne und erst recht nicht auf engem Raum.
 
Wir hätten die Möglichkeit meine Schwester, mit Mann und Kids (12 u 6 Jahr) meine Mutter sowie mein Mann, Söhnchen (4Monate) und ich in ein riesiges Haus (zur Miete) mit großem Grundstück und Garten zu ziehen.
Wir hätten jeder ein eigenes Zimmer, sowie eigene Bäder, zwei Gemeinschaftsräume, die als Wohnzimmer dienen, Küche und ein Esszimmer welches wir uns teilen würden.

Wie verstehen uns alle super, treffen uns regelmäßig und machen viel zusammen, waren auch schon ein paar mal im Urlaub. unsere Männer sind sehr gut miteinander befreundet und ihre Kids lieben

Ja, noch versteht ihr euch. Aber wenn man jeden Tag aufeinander hockt ist das vielleicht nicht mehr so.
Ich würde bei Lebzeiten auch klären, auf wen das Haus geschrieben ist. Nicht, dass dann wenn einer stirbt die böse Überraschung kommt.
Und dann der große Streit ums Erbe los geht.
Beim Erbe halten dann nämlich meist alle nicht mehr zusammen.
Da habe ich schon vieles gesehen.
 
Ja. Meiner Meinung nach das wichtigste wenn mehrere Generationen zusammenleben sind komplett abgetrennte Bereiche/Wohnungen.
Man kann ja trotzdem - wenn ausreichend Platz vorhanden ist - einen Gemeinschaftsraum schaffen.
Und sehr wichtig ist auch, dass die Älteren sich zurückhalten, die Jüngeren machen lassen, sich so wenig wie möglich einmischen!
 
Hallo gauler,

Ich bin selbst in einem mgh aufgewqchsen und kann nur positives berichten. Ich wohnte dort mit meinen eltern und den grosseltern und es war super.

Jeder hatte sein eigenes zimmer und wir haben gemeinsam gegessen.

Wie viele badezimmer habt ihr? Wenn es nur 1 ist würde ich es nicht machen.

Ich bin der meinung wenn es nicht funktioniert dann ist der familirnzusammenhalt schon immer schlecht gewesen.
Ich würde sagen probiert es aus.
Hier ist oft die reden das sich die ältere generation einmischt. Meine antwort ist das wenn die jungen das mit sich machen lassen selber schuld.
 
Ich bin zu meinem Partner gezogen, obwohl er in einem Mehrfamilienhaus mit seiner Mutter und seinem Bruder inklusive eigener Familie wohnt. Ich hätte das vorher auch sehr bedenklich gefunden und war nicht überzeugt von diesem Konzept. Jetzt aber lebe ich seit zwei Jahren hier und es funktioniert ganz harmonisch und wunderbar. Unsere Miete ist niedrig, weil wir damit nur die Zinsen für den Hauskauf abzahlen. Wir erledigen für die "Oma" ab und zu ein paar Dinge wie Gartenarbeiten oder kleine Reparaturen, dafür meldet sie sich alle paar Tage mit der drängenden Frage, wer noch eine warme Waffel vom Nachmittagskaffee oder die Reste vom Schmorbraten haben möchte. Alle paar Wochen essen wir zusammen zu Abend oder frühstücken am Wochenende. Ansonsten sehen wir uns nicht besonders oft, nur mal im Hausflur wie Nachbarn.

Wenn mein Partner allerdings alles "toll" fände, was seine Mutter sagt, egal, worum es geht, oder wenn ich mich mit meinem Partner streiten würde, dann wäre es vielleicht schwieriger. So aber haben wir unsere Ruhe, freuen uns, wenn wir die Familie mal sehen, und leben ansonsten alle harmonisch unter einem Dach.
 

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