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Freundin unerwartet schwanger

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Ich denke, dass jeder von Euch beiden für sich eine Tendenz erarbeiten sollte.

Meine Ansicht nach hast Du absehbar ein "Lebensarbeitszeit-Kontingent".
Wenn Du die entsprechenden Stunden mit wenig Verdienst absolvierst, wirst Du damit leben können.
Wirklich mehr wird daraus nicht.

Wenn Du aber mindestens Deine besten ( das sind die kommenden) Jahre in den Erwerb von Qualifikationen steckst und dazu noch nebenbei arbeitest, wirst Du Dich später ausruhen können. Das Später ist die Zeit, die Du bei Eltern beobachtest, wenn es für sie langsam mühevoll wird, sich zu bücken.

Die kommende Zeit kannst du zudem dazu benutzen, ein Kind groß zu ziehen.

Dass Du aber nach dem Kind noch mal voll durch startest, kannst du vergessen, weil Du Dich entweder inzwischen routinemäßig dumm gearbeitet hast und das Lernen verlernt hast, oder weil Du es mit Nebenarbeit übertrieben hast und sich Verschleiß bemerkbar macht.
Also bliebe hierbei nur der Weiterentwicklungsweg - mit Kind - mit Nebenjob. Das alles sauber austariert und abgestimmt.

Was Dein Mädchen betrifft, liegt die Zukunft ziemlich daran, wie sie aufgewachsen ist.

Kommt sie von einem Bauernhof und kennt nichts anderes als säen, Tiere füttern und ernten, dann weiss sie was sie tut und es geht so weiter.
Wenn sie aber irgendwo im dritten Stock im Kinderzimmer aufgewachsen ist, dann hat sie bis 18 das Erwachsen- werden beigebracht bekommen und hatte jetzt grad mal 2 Jahre Zeit dieses zu üben.
Zwei Jahre sind in dem Alter eher wenig.
Daher kann es gut sein, dass sie sich plötzlich Mitte/Ende 20 noch mal dreht, und dann - und jetzt endlich- die Selbstverwirklichung anstrebt, die ihr ja nicht aus einem Kontinuum von Pflichterledigungen beigebracht wurde sondern sich anhand von irgendwelchen anderen Impulsen entwickelt.
Eine Rolle mag dann auch spielen, wo der Partner eine seiner Bildung entsprechenden Stelle ergattert, denn dies wird eher nicht "nebenan" sondern weiter weg sein.

Eine sichere Prognose kann niemand aufstellen, man kann es entweder versuchen oder sein lassen.
Später kann sich heraus stellen, dass - egal wie entschieden wurde - die Entscheidung falsch war.
Sie wurde aber nach heutigem Kenntnisstand getroffen und ist damit vertretbar.
Immer.
 
Lieber TE,

ich kann den Gefühlschaos sehr gut nachvollziehen. Erstmal daher durchatmen und in Ruhe die Gedanken sortieren. Ich bin selbst im Studium ungeplant schwanger gewesen. Viel Geld war nicht vorhanden, aber wir haben es geschafft. Wir leben in einem Land, wo man als Eltern nicht vollkommen allein gelassen wird. Mit Bafög, Stipendium, Nebenjob und Haupjob ging es. Es war auch kein Problem ein Job nach meinem Master zu finden.

Aber hierfür musst man innerlich bereit sein sich auf das unbekannte Abenteuer einzulassen. Man darf tatsächlich auch die psychischen Folge einer Abtreibung nicht unterschätzen. Ein erhöhtes Risiko besteht eher bei Frauen, die eigentlich gern das Abenteuer wagen wollen, aber die Entscheidung von anderen Personen gefällt wird.

Deine Ängste kannst du ihr mitteilen, aber auch betonen sie bei ihrer Entscheidung stets zu unterstützen. Das ist eben der Preis, den man als Mann zahlt. Wer mit einer Frau ins Bett geht, geht das Risiko ein, ein neues Leben zu zeugen. Daher seinem Mann stehen und die Freundin unterstützen.
 
Wer mit einer Frau ins Bett geht, geht das Risiko ein, ein neues Leben zu zeugen. Daher seinem Mann stehen und die Freundin unterstützen.
Sehe ich nicht so. Er hat alles richtig gemacht - Kondom benutzt, sich darauf verlassen, dass die Freundin den verhütungsring trägt.
Die frau ist 20, stammt aus desolaten Verhältnissen, ist Verkäuferin. Schlimmes Elternhaus. da wird man gern jung Mutter, meiner Erfahrung nach. Was hat man zu verlieren?
Ist es sicher, dass sie verhütet hat, lieber TE? Es passt alles so goldig - eigene Wohnung und schwupps, schwanger.
Ihr kann schwerlich etwas Besseres passieren, denn sie kann den Job lassen und dich zum Ernährer machen.
Deshalb rate ich dazu, ganz klar zu formulieren, wozu du NICHT bereit bist. Sonst ist hinterher das Theater groß.
 
In Deutschland muss niemand LKW fahren, um Frau und Kind durchzubringen. Mach dir nicht solche Horrorvorstellungen zu eigen. Deine Freundin bekommt mindestens 300€ Elterngeld, und da sie ja jetzt rbeitet, dann sicher mehr. Es sind ca. 60 Prozent vom bisherigen Netto + 250€ Kindergeld. Wohngeld kann man auch noch beantragen, wenn es seht knapp ist. Das läuft 12 Monate, danach muss man langsam Richtung Kita denken.

Beim Abbruch ist die Perspektive mit deiner Freindin schwer belastet, egal wie vernünftig das sein mag. Das ist auch alles viel schwieriger als gedacht. Da hast du dann quasi einen leeren Stuhl oder ein leeres Bett inder Wohnung stehn, gedanklich. Einer der zwei denkt sowas fast immer. Und Kinder kommen immer zur Unzeit, es nie so wie es perfekter Weise sein sollte.

Lasst die Schwangerschaft überhaupt erstmal prüfen. Dann weisst du mehr als jetzt.
 
Nachtrag:
Lieber TE, ich wette, das Thema hat sich erledigt, wenn du ganz vernünftig sagst, dass du deine Lebensplanung nicht aufgeben wird und sie von dir nicht mehr als den regulären Unterhalt erwarten kann.
Sei lieber JETZT ehrlich, als in einem Jahr zu dritt unglücklich.
 
Mit ungewolltem Kind erst recht.
Da zahlt er Jahrzehnte.
Er fühlt sich der Verantwortung nicht gewachsen. Er lehnt Kinder aber nicht generell ab und trennen will er sich offenbar jetzt auch nicht.

So oder so, es sind schwierige Entscheidungen. Ich würde mir eher über Schlafentzug und volle Windeln Gedanken machen, aber nicht uns Geld. Das kommt am Ende immer irgendwo her.
 
Klar waren beide an der Zeugung beteiligt, aber nun entscheidet nur sie über die Zukunft beider.
Momentan ist es noch kein Kind, sondern eine befruchtet Zelle oder ein Zellhaufen. Darum finde ich die Entscheidung jetzt noch recht einfach, es wird kein Kind abgetrieben. Wer eine Eichel zum Basteln nimmt hat ja auch nicht den 100jährigen Baum auf dem Gewissen, der aus der Eichel hätte entstehen können.

Die Entscheidung haben beide getroffen als die die Verhütung gewählt haben. Jetzt passt ein Kind nicht.
 
Darum finde ich die Entscheidung jetzt noch recht einfach, es wird kein Kind abgetrieben.

Es mag sein, dass diese Entscheidung dir leicht fallen würde, wärst du an ihrer Stelle. Da du es aber nicht bist, wie soll das dem TE helfen? Und Kinder 'passen' nie. Irgendwas ist immer.

Lieber TE, meiner Meinung nach hast du bisher alles richtig gemacht:

Du bist bereit, die Entscheidung deiner Freundin zu unterstützen, egal, wie sie ausfällt. Das ist gut und richtig so, denn sie wird die Konsequenzen ihrer Entscheidung unmittelbar an ihrem Körper zu spüren bekommen, egal wie sie ausfällt.

Weder Schwangerschaft noch Geburt sind ohne Risiken; auch eine Abtreibung ist eine medizinische Maßnahme und keine Therapie ist ohne Risiken.

Was ich ganz wichtig finde, wurde hier auch schon als Tipp geschrieben : Den Gang zum Frauenarzt. Selten gibt es auch Erkrankungen, bei denen das Hormon (beta-hcg) ansteigt wie bei einer Schwangerschaft. Bevor ihr euch weitere Gedanken macht, ist es sinnvoll, das erst einmal auszuschließen, insbesondere, da ihr ja verhütet habt.

100% sicher ist zwar keine Verhütungsmethode, aber ungewöhnlich ist es schon.
 
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