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Wölfe siedeln sich wieder an..

Du hast aber schon mitbekommen, dass es sich beim Wolf um eine streng geschützte Art handelt?
Abgesehen davon, dass auch sonst, jedenfalls in Deutschland, ein Jagd- oder Waffenschein erforderlich ist, wenn man "eine Schrotflinte zur Hand" haben möchte.
Eben. Der Wolf lernt schnell, daß dem Menschen maximal ein Stock als Waffe zur Verfügung steht. Schwache Waffe gegen ein ganzes Rudel.
Um Wölfe in Gefangenschaft geht es hier doch gar nicht.
Stimmt, das hätte da nicht hingehört. Angriffe durch menschengewöhnte Wölfe sind keine Seltenheit.

Aber den Angriff auf den Paddler ganz unten hast Du sicher überlesen. Eine alte Wölfin, vermutlich ganz unten in der Hackordnung des Rudels und halb verhungert, die vermutlich aus reiner Verzweiflung angegriffen hat - aber wenn der Paddler sich nicht zu wehren gewußt hätte, wäre bei Erfolg dieser Wölfin der Rest des Rudels nachgerückt und hätte sich seinen Löwenanteil an der Beute geholt. Ein verschwundener Urlauber mehr in der Region, damit sind die Behörden dort übrigens vertraut. Große Wälder, viele Gelegenheiten spurlos zu verschwinden, per Unfall, Selbstmord, vorgetäuschtes Verschwinden, menschliche oder tierische Raubtiere, häufig übrigens durch Bären. Ist in den waldreichen Gebieten Kanadas und der USA ganz normal.
 
Laut Deutschem Jagdverband werden pro Jahr in Deutschland ca. 700.000 Wildschweine von Jägern getötet. Dennoch leben Wildschweine weiterhin in den Wäldern. Wenn nun aber ein paar Wölfe hinzukommen, dann treibt das die Wildschweine "aus Sicherheitsgründen" zu den Menschen?
Der Jäger wohnt nicht im Revier der Wildschweine, der kommt und geht auch wieder. Die Wölfe machen sich da auf Dauer breit, sind tag- und nachtaktiv.
 
Wölfe und Wildschweine lebten schon immer im gleichen Lebensraum, so wie Eulen und Mäuse, Störche und Frösche. Das ist die Natur.
In früheren Zeiten soll der Bestand an Wildschweinen viel geringer gewesen sein als heute. Einmal wegen der eifrigen Jäger, Rot- und Schwarzwild war begehrte Jagdbeute für den Adel, zum anderen weil damals die Waldweide ausgeübt wurde und somit die Wälder im weiten Umkreis um die Dörfer von den Hausschweinen, Rindern etc. leergefressen wurden, für Wildschweine gab es nichts mehr zu holen. Die Waldweide mit Rinder- Schweine- und Gänsehirten war vielerorts bis ins 20. Jahrhundert hinein üblich, die reine Stallhaltung ist eine ziemlich moderne Erfindung, weil sie einen Traktor zwecks Futtertransport benötigt. Die heutigen Wälder sind im Vergleich zu damals hoffnungslos verwildert, mit jeder Menge Gebüsch und Totholz, damals konnte man flott durch einen Wald reiten ohne sich jemals an einem Ast zu stoßen, weil alles von der holzhungrigen Bevölkerung abgesammelt wurde was greifbar war, und das Unterholz vom Vieh abgefressen.
 
Ja und Rotkäppchen wurde vom Wolf gefressen
Wie seit tausenden von Jahren auch Menschen!
Bis wir es geschafft haben sie 1850 auszurotten.
Wie übrigens auch den Biber!
Der gierige Menschenfressende Biber!
An der Ausrottung des Bibers war erstens sein wunderbar wasserdichter Pelz schuld, den legten sich die Menschen gern selber im Winter um die Schultern, und zweitens die Religion - den dicken, geschuppten Biberschwanz aßen die Menschen in der Fastenzeit als "Fisch", weil er ja geschuppt war und die Biber als Kleintiere auch vom gewöhnlichen Volk gejagt werden durften.
 
In früheren Zeiten soll der Bestand an Wildschweinen viel geringer gewesen sein als heute.

Dafür gibt es Gründe:

Dass die Wildschweine jedoch überhaupt zur Massenplage werden konnten, hängt übrigens direkt mit der Landwirtschaft zusammen. Der Siegeszug der Sauen begann erst richtig, als sich der Maisanbau massiv ausgebreitet hat. Mehr als 2,5 Millionen Hektar werden heute bundesweit damit als Futtermittel oder für Biogasanlagen bebaut. Diese Felder bieten den Rotten reichlich Nahrung und Deckung.
 
Stimmt, die heutige Massenvermehrung hat drei Gründe: zu wenig Bejagung (trotz der hohen Abschußzahlen, bei der hohen Vermehrungsrate reichen selbst die nicht), der großangelegte Maisanbau (auch eine neue Erfindung, Süßmais war früher nur ein Nischenprodukt und Silagemais kannte man vor 100 Jahren noch gar nicht), und der Zustand der Wälder.

Suche mal nicht nur nach den negativen Beispielen, sondern wie wir Menschen wieder mit dem Wolf leben können. Was in vielen Gegenden wo der Wolf heute noch lebt auch funktioniert.
Es "funktioniert" weil da immer auch abgeschossen wird, entweder legal oder illegal. In typischen Wolfsgebieten außerhalb von Deutschland haben die meisten Bauern bis heute eine Flinte zuhause und helfen sich selber, wenn die Behörden wegen "Artenschutz" nicht tätig werden wollen. Flinte kommt billiger als eine ganze Rotte Schutzhunde, die gefüttert werden wollen.
 
Ja, billiger. Genau jetzt hast du es auf den Punkt gebracht!
Angesichts des Theaters, das die Behörden veranstalten wenn sie getötete Tiere der Bauern ersetzen müssen (jedesmal wird erst mal behauptet, da wären wildernde Hunde schuld gewesen ... für wildernde Hunde muß der Staat nämlich nichts zahlen) sollte das niemand wundern, daß die Bauern lieber den einfacheren und wirklich billigen Weg gehen, per Flinte, Schlinge oder Gift wie in den guten alten Zeiten. Und Hunde sind nun mal auch Geldfresser, die kann sich nicht jeder Bauer leisten.
 
Darauf wird es auch in Deutschland hinauslaufen, wenn die Behörden zu lange untätig zusehen, daß die Anwohner der Wolfsgebiete sich wieder selber helfen. Die fiesen Tricks der Hundehasser mit Gift und Rasierklingen in Würsten funktionieren nicht nur gegen Hunde.
 
Stimmt, die heutige Massenvermehrung hat drei Gründe: zu wenig Bejagung (trotz der hohen Abschußzahlen, bei der hohen Vermehrungsrate reichen selbst die nicht), der großangelegte Maisanbau (auch eine neue Erfindung, Süßmais war früher nur ein Nischenprodukt und Silagemais kannte man vor 100 Jahren noch gar nicht), und der Zustand der Wälder.


Es "funktioniert" weil da immer auch abgeschossen wird, entweder legal oder illegal. In typischen Wolfsgebieten außerhalb von Deutschland haben die meisten Bauern bis heute eine Flinte zuhause und helfen sich selber, wenn die Behörden wegen "Artenschutz" nicht tätig werden wollen. Flinte kommt billiger als eine ganze Rotte Schutzhunde, die gefüttert werden wollen.

Wenn Bauer damit erwischt wird geht er brummen wegen illegalem Waffenbesitz und Wilderei..
Da fällt mir ein bei Bedarf hatte ich auch eine, kam aber her selten vor.
 

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