Zustimmung, wobei hier auch wichtig ist rechtzeitig einzusehen, wenn etwas einem keinen Spaß macht. Was bringt einem ein Tanzkurs mit vielen potentiellen Partnerinnen, man aber immer mit Bauchmerzen und Unlust hingeht, weil es einfach nicht zu einem passt. Man wird ja nicht attraktiver, wenn ständig schlechte Laune hat. Dies habe ich z.B. gelernt, als ich aus purem Trotz Dinge eine Weile gemacht habe, bis ich mir eingestand, dass es nichts für mich ist.
Doof ist es auch, wenn man ein Hobby (oder mehrere) gefunden hat, aber die meisten anderen entweder komplett zu einer anderen Generatione gehören (zu alt oder zu jung) oder das Geschlechterverähltnis sehr ins eigene Ungunsten kippt. Was dann? Letzten Endes hat der Tag nur 24 Stunden.
DAs stimmt da hast Du natürlich recht, aber es ist doch auch irgendwie schon so, dass diejenigen, die wirklich ihre 24 Stunden ordentlich befüllen (auch mit Aktivitäten, die kein so großes "Balzpotential" mit sich bringen) in der Regel trotzdem nicht komplett und dauerhaft allein sind: Wer aktiv ist, aufgeschlossen und offen, der hat auch was zu erzählen und der hat dann auch das nötige "Rüstzeug", die Suche anders anzupacken, wenn er wirklich beginnt sich einsam zu fühlen.
Klar: Ausnahmen bestätigen die Regel, aber es ist sicher allemal besser, in der Woche 5 Abende mit etwas zu verbringen, das einem einfach Freude macht und wo man unter Leute kommt: Selbst wenn sie eine komplett andere Altersstufe haben.
ich habe zB einen Freund, der ist Imker. Natürlich ist er mit seinen Mitte 30 das Baby im Imkerverein: Die anderen Mitglieder sind hauptsächlich Männer über 60.
Und jenseits der Imkerstammtische (die er auch sehr genießt, denn warum soll man nicht auch dort gute Freunde haben?), ist das ja auch eher ein einsames Hobby.
Aber es ist eben auch etwas, das neugierig macht: Er hat immer was zu erzählen. Es ist interessant (auch für die Damenwelt) wenn jemand eben nicht nur vorm PC hockt oder Fußball schaut sondern eben etwas spannendes macht).
Und nicht zuletzt: All diese Dinge entwickeln ja die Persönlichkeit: Sie schaffen Vielfalt und Selbstbewusstsein. Sie holen einen aus der Einsamkeitsfalle raus.
Also ist das eben rundum was gutes, sich möglichst vielfältig umzutun: Allein schon, damit es einen aus der Spirale rausholt, in die man sonst allzu schnell reinrutscht: Enttäuschung, Frust, mangelndes Selbstvertrauen, Verbitterung führen zu Enttäuschung, Frust..usw.
Das durchbricht man am besten, wenn man seinem Leben Farbe gibt und das macht dann auch wieder interessant.
Und ich bin mir völlig sicher: Wenn man eine Frau kennenlernt und bei der landen will ist es allemal besser auf die Frage: Was machst Du so in Deiner Freizeit? Mit etwas antworten zu können, als sagen zu müssen: Ach eigentlich nichts oder zocken.