In einen Verein zu gehen oder an einer Veranstaltung teilzunehmen, obwohl man am Thema gar kein Interesse hat aber dort viele Frauen sind, erscheint mir einfach nicht richtig.
Ne, das fände ich auch nicht richtig: Mir geht es eher darum, zu betonen, dass man eben seinen Horizont immer erweitern kann und sollte: Also neue Dinge ausprobieren, Experimente wagen, Dinge, die man schon lange mal machen wollte, aber irgendwie nie gemacht hat umsetzen oder eben auch sich mal den berühmten Ruck geben und etwas total neues ausprobieren: vielleicht gefällt es einem ja doch.
Also einfach die ausgetretenen Pfade verlassen, denn auf diesen hat man ja offenbar nicht alles das gefunden, was man möchte.
ich denke, der innere Schweinehund verleitet einen nur allzu gerne dazu, zu sagen: Ach das ist doch eh nichts, das brauche ich garnicht erst probieren, oder: Ach das macht mir eh keinen Spaß usw.
ich kenne das ja selber: Man ist immer viel zu schnell dabei, sich eine Art "Ausrede" zurechtzulegen, warum man etwas garnicht erst probieren sollte: Der innere Schweinehund ist eben mächtig.
Also ich denke, es ist immer besser, 10 Dinge probiert zu haben, von denen einem dann vielleicht nur eins so gut gefällt, dass man es öfter machen will, als garnichts auszuprobieren.
Aber ich weiß selber, wie schwer das ist.
Beim Sport ist es ja auch so: Man sagt: Ach, das passt nicht zu mir, das macht keinen Spaß, ich fange nächstes jahr damit an usw: Aber wenn man ehrlich ist: Warum nicht einfach ausprobieren und irgendwo anfangen?
Letztlich haben wir alle unser Päckchen zu tragen und irgendwo behindern wir uns ja meist doch selber und schöpfen nicht das volle Potential aus.
heutzutage kommt es mir so vor, als müsse man mehrere Salti rückwärts in der Luft machen, um jemanden kennenlernen zu können...
Ja, ich glaube, der Grund warum Dir das so vorkommt ist genau der, dass Dir der entsprechende Anschluss fehlt. (Und das meine ich jetzt definitiv nicht böse...echt nicht- ich verstehe Dich voll) Also sobald man eben mehr unter Menschen kommt, wird einem auch klar: Die anderen kochen auch nur mit Wasser und auch heutzutage ist das kein Hexenwerk.
Je mehr man sozusagen das ganze aus der Nähe betrachtet, desto mehr verliert es seinen "Schrecken": Also es verliert diese Aura des unerreichbaren und man merkt, dass es garnicht so kompliziert ist, wie man gedacht hat.
Und das sage ich jetzt nicht nur so dahin: Ich habe das am eigenen Leib erlebt und ich beobachte es immer wieder.
Also je mehr man sich ins "Getümmel stürzt" und eben unter die Leute kommt, desto normaler weden all diese Themen. Aus der Ferne betrachtet hast Du aber recht: Man bekommt das Gefühl, die ganze Welt wäre ein einziger Hürdenlauf.
Natürlich ist und war partnersuche immer ein wenig kompliziert- heute und auch früher. Dennoch: Es ist kein Hexenwerk und es steht und fällt letztlich einfach damit, dass man unter Leute geht.
Also früher hatte es doch zB ein schüchterner junger Mensch auch nicht einfacher als heute (vielleicht sogar noch schwerer, denn heute kann man seinen Radius viel weiter ziehen)
Also nehmen wir an, ein junger Mann vor 50 Jahren hatte halt wirklich eine Abneigung gegen Tanzpartys jeder Art und einen Job, wo er keine Frauen trifft und wohnt auf nem Kaff.
So jemand hatte es doch unfassbar schwer: Wo sollte er fündig werden?
Heute ist es viel leichter: Der Tanzmuffel vom Kaff kann sich viel einfacher vernetzen und andere Wege finden.
Und damit meine ich nicht Onlinedating: Aber wie viel leichter ist es doch heute, sich zu informieren wo es zB interessante Veranstaltungen gibt, oder wo man gleichgesinnte treffen kann.....
Für beinahe jedes Hobby und jede Art der freizeitbeschäftigung gibt es doch Internetseiten, Treffen, usw. Das eröffnet doch ungeahnte Möglichkeiten.
Nur aufs Onlinedating sollte man sich nicht versteifen: Wenn man im realen Leben schon Probleme hat, Anschluss zu finden, ist das eher eine Sackgasse. (Es sei denn, es ist ein Portal für bestimmte Interessen)