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Krise

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 125806
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Mein Freund beschwert sich übrigens selbst manchmal über irgendwelche Leute aus dem Freundeskreis. Nur sagt er ihnen niemals ins Gesicht, was ihn an ihnen stört. Weil er Angst hat, dass er ausgegrenzt werden könnte.

Ich habe jetzt die Befürchtung, dass diese Frau und ihr Freund anderen Leuten aus der Gruppe erzählen könnten, was passiert ist und mich bei ihnen schlecht machen. Das ist auch so eine Sache, die mich innerhalb der Gruppe stört. Es wird sehr viel über Personen geredet, die gerade abwesend sind und vertrauliche Informationen weitergegeben. Mein Freund findet das auch nicht gut, erwartet aber trotzdem, dass ich genauso wie er den Mund halte und die Leute auf keinen Fall darauf anspreche.
 

Hallo Gelöscht 125806,

schau mal hier: Krise. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ich bin kein Gruppenmensch. Lieber habe ich nur ganz wenige, aber dafür ehrliche und unkomplizierte Freunde. Mein Freund tickt normalerweise auch so, weil er nicht oberflächlich ist und in Freundschaften eine gewisse Tiefe wichtig findet.

Sein langjähriger Freundeskreis war früher sehr klein und ist im Laufe der Jahre immer größer geworden. Das hat sich so ergeben, kenne ich aus anderen Freundeskreisen auch. Dass in einer so großen Gruppe nicht alle Leute auf einer Wellenlänge sind, finden wir beide normal, da sind wir uns einig. Trotzdem bin ich der Meinung, dass ich Grenzen setzen darf. Andere in der Gruppe nehmen sich dieses Recht auch heraus. Aber mein Freund will mir dieses Recht nicht zugestehen, weil er dann befürchtet, dass er aus der Gruppe ausgestoßen werden könnte. Ich würde auf die Leute pfeifen, wenn sie sich nach einer Grenzsetzung von mir abwenden sollten. Er macht sich aber total von ihnen abhängig und frisst vieles in sich rein, nur damit er weiterhin dazugehört. Er hat große Angst, alleine zu sein.
 
Und das ist das Leben, das er Leben will?
Verlogen, sich klein machend?
Mit solchen "Freunden"?
Denkt er, diese "Freunde" wären für ihn da, wenn er in Not ist?
Das würde ich ihn fragen.

Wie kannst du Respekt vor ihm empfinden, ihn achten bei diesem Verhalten?
Wie geht es dir mit dir selbst, wenn du dich ihm anpasst? Vor Leuten kuschst, die du nicht leiden kannst? Dieses verlogene Spiel mitspielst?

Ich kann nur sagen, was meine Haltung wäre.
Mit diesen Menschen würde ich nichts zu tun haben wollen und mich stattdessen in meinem eigenen Freundeskreis bewegen.
Jemandem, der keine klaren Grenzen setzt - dein Freund - könnte ich nicht vertrauen.
Jemanden, der sich anbiedert und duckmäusert, könnte ich nicht respektieren.
Auf ein Fähnchen im Wind baut es sich nicht stabil.
Vermutlich bräuchte ich an deiner Stelle eine Weile, um das zu verstehen und zu akzeptieren, würde es nicht wahrhaben wollen, doch für eine gute Beziehung wäre keine Basis vorhanden.
 
Ich kann schon nachvollziehen, was du hier schreibst. Mir ist aufgefallen, dass ich dieses Verhalten auch von anderen Männern aus meiner Vergangenheit kenne und er nicht der erste duckmäuserische Mann in meinem Leben ist.

In der Ehe meiner Eltern gab es aus dem gleichen Grund immer wieder Streit. Während die Familie meiner Mutter meinen Vater wie einen eigenen Sohn geliebt hat, wurde sie von seiner Familie schlecht behandelt. Als sie den Leuten Grenzen setzte, rastete er ständig aus und machte ihr Vorwürfe, anstatt sich vor sie zu stellen und seiner Sippschaft eine klare Ansage zu machen. Mein Vater hätte es niemals gewagt, seine eigene Familie zu kritisieren. Viel zu groß war seine Angst, von ihnen verstoßen zu werden.

Dieselbe Erfahrung habe ich auch in anderen Beziehungen und mit meinem früheren langjährigen besten Freund gemacht. Alle Männer haben die Gemeinsamkeit, dass ihnen das nötige Rückgrat fehlt, um sich gegen dominante Personen durchzusetzen. Wenn ich mich gegen Grenzüberschreitungen wehrte, haben meine Ex-Partner/mein bester Freund mir Vorwürfe gemacht. Keiner von ihnen hat es gewagt, sich mit den Übeltätern anzulegen.

Ich bin mal von einem Kerl aus dem aktuellen Freundeskreis begrapscht worden. Mein Freund fand das gar nicht gut und hat ihm zwar die Meinung gesagt, aber er hat ihm auch sehr schnell verziehen und kann gar nicht nachvollziehen, dass ich mit dem Kerl nichts mehr zu tun haben will. Er würde ihn so gerne mal wieder hierher zu uns einladen und findet mich gemein, weil ich diesen Typen nicht mehr bei uns haben möchte.

Keine Ahnung, ob es für solche Probleme wirklich eine Lösung gibt. Es tut verdammt weh.
 
Die Lösung wäre mit ihm Schluss zu machen, wenn er nicht einsieht dass es ein Problem gibt.
Ich bin der Meinung, dass es ein großes Problem gibt, wenn er einen Mann zu sich einladen will, der dich begrapscht hat.

Leider scheint er keine Selbstachtung zu haben und auch keinen Respekt vor dir. Ich befürchte, dass du entscheiden musst, ob du damit leben willst.

Du schreibst, dass alle Männer in deinem Leben diese Gemeinsamkeit hatten. Kann es sein, dass du sie unterbewusst auswählst?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du schreibst, dass alle Männer in deinem Leben diese Gemeinsamkeit hatten. Kann es sein, dass du sie unterbewusst auswählst?

Um ehrlich zu sein, habe ich in meinem Leben viel mehr Menschen ohne Rückgrat kennengelernt als solche, die sich behaupten können. Nicht nur Männer. Die Freundschaft mit meiner langjährigen engsten Freundin ist nach fast 30 Jahren aus einem ähnlichen Grund zerbrochen.

Warum ich immer wieder an solche Menschen gerate, kann ich nicht sagen. Ich habe auch keine Idee, wie ich so etwas im Vorfeld verhindern könnte.
 
Einige von ihnen sind sehr dominant. Mein Freund ordnet sich ihnen unter, weil er Angst hat, dass er sonst aus dem Freundeskreis rausfliegt. Deshalb erwartet er, dass ich mich ihnen auch unterordne. Aber das will ich nicht. Und das ärgert ihn.
Ich würde Dir empfehlen, Deinen Weg weiterzugehen, Unterordnung im Freundeskreis ist ein No-Go.
Freundschaft darf nichts mit Abhängigkeit zu tun haben.
Trenne Dich besser von Deinem Freund, als sich diesen Typen unterzuordnen.
 
Um ehrlich zu sein, habe ich in meinem Leben viel mehr Menschen ohne Rückgrat kennengelernt als solche, die sich behaupten können. Nicht nur Männer. Die Freundschaft mit meiner langjährigen engsten Freundin ist nach fast 30 Jahren aus einem ähnlichen Grund zerbrochen.

Warum ich immer wieder an solche Menschen gerate, kann ich nicht sagen. Ich habe auch keine Idee, wie ich so etwas im Vorfeld verhindern könnte.

Wie hast du ihn denn kennengelernt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Trennung würde mir sehr schwer fallen, aber wenn ich keine Besserung sehe, bleibt mir nichts anderes übrig. Ich habe mich vor wenigen Jahren nach fast 30 Jahren Kontakt schweren Herzens von meiner besten Freundin getrennt, was mir sehr, sehr schwer gefallen ist. Diese Frau hat mir viele Jahre verdammt gut getan, aber am Ende war sie nur noch die unterwürfige Marionette ihrer Schwiegermutter 🙁 .

Meinen Freund habe ich auf einem Event kennengelernt. Wir hatten erst eine Wochenendbeziehung mit gegenseitigen Besuchen, die ziemlich ausgeglichen waren. Schon damals kamen mir die Äußerungen von zwei Personen aus der Gruppe in Bezug auf unsere Wochenenden seltsam vor. Sie waren der Meinung, dass ich viel öfter hätte zu ihm fahren müssen als er zu mir, weil er den großen Freundeskreis hatte und ich in meiner früheren Heimat nur sehr wenige Kontakte. Aber ich hatte jobtechnisch viel mehr Stress und habe es nicht eingesehen, auch noch fast jedes Wochenende den Stress mit der Fahrerei auf mich zu nehmen.

Mein Freund war damals sehr verständnisvoll. Wenn wir z. B. 2 Wochenenden am Stück bei ihm in der Heimat auf einem Geburtstag eingeladen waren und ich 2x hintereinander zu ihm gefahren bin, ist er dann die nächsten beiden Wochenenden zu mir gefahren. Einige Leute aus dem Freundeskreis geben mir das Gefühl, als ob ich weniger wert bin und mich anpassen muss, weil ich vor dieser Beziehung nicht so viele Freunde hatte wie sie.
 
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