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Keinen Spaß

Noonecares

Neues Mitglied
Servus,

wieder ein Tag vorbei und ich bin mittlerweile 25 Jahre alt.
Mit 18 habe ich gedacht "wird sich schon alles ergeben".
Aber mir gefällt es nicht. Ich weiß gar nichts mit der Freizeit anzufangen und finde es fast als Belastung, dass der erste Mai ein Feiertag ist und ich einen weiteren Tag habe wo ich nicht weiß was ich machen soll. Bin nur am Handy, Tiktok, Fußball News schauen, Musik hören und total gestresst weil ich es langweilig finde. Gehe auch mal mit meinem Hund spazieren so ist es jetzt nicht.
Aber es gibt auch nichts zu dem ich mich aufraffen könnte wo ich sage "Geil, das muss ich jetzt unbedingt machen".

Btw. hatte ich noch nie richtige Freunde oder eine Beziehung. Der Gedanke daran stresst mich auch. Bei sozialen Situationen wie z.B. Konzerten kann ich allerdings sehr gut mit fremden Leuten reden. Alles gut. Nur denk ich mir bei 90% der Gespräche (auch bei teifgründigeren Sachen) wie unnötig die Gespräche sind. Auch da bin ich gelangweilt.

Hab das Studium mit 21 abgeschlossen und arbeite seitdem im Rechnungswesen. Was ok ist und auch dafür das es ein Job ist Spaß macht. Verdiene mit 70 k p.a. auch überdurchschnittlich.
Gehalt... ein weiterer Kick in den Allerwertesten, der sagt "du hast doch Geld, warum hast du keinen Spaß".

Was mich tatsächlich beruhigt ist die Tatsache, dass man irgendwann stirbt. Denke oft auch einfach an "ihr wisst schon", aber das umzusetzen ist absolut nicht der Fall und wird niemals passieren. Volkommen ausgeschlossen.

Disclaimer: Bitte keine "Geh in Psychotherapie, eventuell hast du eine Depression"-Ratschläge.
Ich möchte eigentlich nur die Frage beantwortet haben was ihr damals in so einer Situation gemacht habt um Spaß im Leben zu haben?

Vielen Dank und angenehmes langes Wochenende.
 
A

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Re: Keinen Spaß
Hallo Noonecares,

schau mal hier:
Keinen Spaß. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Tapetenwechsel. Umziehen, neuer Job, neue Stadt oder vielleicht noch einen Master dranhängen. Die richtigen Leute kennenlernen, besoffen mit coolen Leuten rumphilosophieren, Ukulele kaufen, Songs schreiben, Scheißegal-Einstellung aneignen, machen was mir gefällt. Leute abschießen die mir nichts geben und mein Ding machen, andere anziehen, die genauso ticken wie ich.

Machst du, was DU machen willst? Mir persönlich ist mal an mir selbst aufgefallen, dass ich andere Leute auch total langweilig finde (und mit Verlaub, viele Menschen sind einfach urlangweilig), allerdings habe ich oft auch nicht gerade meine interessanteste Seite von mir gezeigt. Weder habe ich mich gekleidet, noch so gegeben, wie ich gerne wäre.
 
Servus,

wieder ein Tag vorbei und ich bin mittlerweile 25 Jahre alt.
Mit 18 habe ich gedacht "wird sich schon alles ergeben".
Aber mir gefällt es nicht. Ich weiß gar nichts mit der Freizeit anzufangen und finde es fast als Belastung, dass der erste Mai ein Feiertag ist und ich einen weiteren Tag habe wo ich nicht weiß was ich machen soll. Bin nur am Handy, Tiktok, Fußball News schauen, Musik hören und total gestresst weil ich es langweilig finde. Gehe auch mal mit meinem Hund spazieren so ist es jetzt nicht.
Aber es gibt auch nichts zu dem ich mich aufraffen könnte wo ich sage "Geil, das muss ich jetzt unbedingt machen".

Btw. hatte ich noch nie richtige Freunde oder eine Beziehung. Der Gedanke daran stresst mich auch. Bei sozialen Situationen wie z.B. Konzerten kann ich allerdings sehr gut mit fremden Leuten reden. Alles gut. Nur denk ich mir bei 90% der Gespräche (auch bei teifgründigeren Sachen) wie unnötig die Gespräche sind. Auch da bin ich gelangweilt.

Hab das Studium mit 21 abgeschlossen und arbeite seitdem im Rechnungswesen. Was ok ist und auch dafür das es ein Job ist Spaß macht. Verdiene mit 70 k p.a. auch überdurchschnittlich.
Gehalt... ein weiterer Kick in den Allerwertesten, der sagt "du hast doch Geld, warum hast du keinen Spaß".

Was mich tatsächlich beruhigt ist die Tatsache, dass man irgendwann stirbt. Denke oft auch einfach an "ihr wisst schon", aber das umzusetzen ist absolut nicht der Fall und wird niemals passieren. Volkommen ausgeschlossen.

Disclaimer: Bitte keine "Geh in Psychotherapie, eventuell hast du eine Depression"-Ratschläge.
Ich möchte eigentlich nur die Frage beantwortet haben was ihr damals in so einer Situation gemacht habt um Spaß im Leben zu haben?

Vielen Dank und angenehmes langes Wochenende.

Bei mir ist es schon länger her, dass ich 25 war. Ich hatte auch sehr gut verdient und war ständig unterwegs, ich liebte immer schon, zu reisen. Dieses lange Wochenende hätte sich doch für dich super für einen Städtekurztrip geeignet.

Es gibt immer Menschen, die einen langweilen oder nicht zu einem passen. Dann musst du deine Ansprüche entsprechend anpassen. Gehe in einen Tennis- oder Schachclub, in einen (Sport)-Verein, Sprache oder was deinen Interessen nahe kommt. Du wirst dann ganz sicher Menschen begegnen, die weder oberflächlich noch langweilig sind und den eigenen Horizont erweitern können.

Wenn man behauptet, dass alle anderen einen langweilen, hat das meist mit einem selbst zu tun.
 
Es gibt da eine Karte, wo drauf gemalt ist, wie sich ein Comic-Wesen ( ich glaub Diddlemaus) extrem langweilt und drüber steht: ohne dich ist alles doof...
 
Computer aus, Handy aus der Hand legen, alles was digital ablenkt weg für ein paar Tage.
Ich weiß es klingt grauenhaft, weil du dann noch weniger weißt was du mit dir anfangen sollst. Aber genau darum geht es. Wenn alles Digitale tabu ist, kommen dir ganz schnell andere Gedanken und nach ein paar Tagen bekommst du richtig Lust rauszugehen. TikTok macht dumm in der Birne und ist sinnloser als jedes Gespräch. Du passt anderen beim Leben auf und vergisst dabei dein eigenes bzw, selbst zu leben. Und der Content ist zu 90% nichts weiter als langweilige Selbstdarstellung, viel Narzissmus und sinnbefreite Challenges
 
Lieber Noonecares, du bist noch nicht fündig geworden, das hast du halt noch nicht entdeckt, was deins ist. Um das zu finden, musst du suchen gehen wie bei dem Topfspiel, wo man blind mit dem Kochlöffel auf den Boden schlägt und die Mitbeteiligten rufen dir zu-kalt, kalt, warm, warm..solange du dich noch kalt fühlst, bist du noch nicht dran. Schnüffle weiter. Ziehe dich nicht zurück. Edison brauchte hunderte Versuche, bis sein Glühfaden endlich leuchtete. Dein Glühfaden leuchtet für dich eher, wenn du nicht aufhörst, weiter zu experimentieren und alles Mögliche zu versuchen.

Hier hat jemand eine Liste aufgestellt, ich versuche diese zu finden. Bei jemandes Profil ist diese angehängt.

Meine Liste: mir etwas ausmalen, das durchziehen...dann wieder, wieder- ich hole praktisch meine Träume auf die Erde, hab da schon sehr viel Tolles verwirklicht und daher bin ich da regelrecht besessen davon. Ähnlich wie wenn man Land erobert, da kriegt man auch nie genug davon. Ich erobere mir Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und kann ich es, dann macht mich das saustolz, das gefällt mir sehr. Noch mehr, weil ich das gut einsetzen kann als Tauschgut, was ich so mache und selbstbewusst machts auch, wenn man sich was einfallen lassen kann, also Ideen verwirklichen kann.

Wenn du mal angefangen hast, dich für etwas zu begeistern, dann verselbstständigt sich das, das kann dich dein Leben lang im Gang halten.
Einer meiner Enkel war als kleiner Junge Motorcross-Rennfahrer, dann wechselte er auf Freestyle, dann versuchte er sich mit Bogenschießen, er macht Paragliding und er geht tauchen, immer mehr traut er sich zu, immer lustiger geht er Neues an, weil er es sich eben zutraut, weil der wie ich tickt, alles ist eine Art Sport, eine Reise mit vielen Herausforderungen, ein Abenteuer, das nie endet. Egal, mit was man sich beschäftigt, es muss dir liegen.
Das gibts auch für dich, irgendwas, das Ende macht mit: nööö, nicht meins...da bin ich nicht in meinem Element....
Probier dich aus. Erst, wenn du zehnmal probiert hast, dann sag nein danke, denn oft kommt der Kick erst, nachdem du es voll gekostet und geschmeckt hast.
Ich habe erst in den letzten Jahren Weitwandern gefunden, das dachte ich nie, dass mir das einmal so gefällt. Beim ersten mal habe ich geheult und war total frustriert, eh klar, da war ich noch ungeübt, daher.
Also...vielleicht fehlt bei dir die Vertiefung in etwas, nicht bloß kurz anschauen, dich auf dieses voll einlassen?
Menschen sind fade...?? Täusch dich nicht.. die Fassade vielleicht....
 
Was die Freunde betrifft, ich denke da schon, auch das ist wie ein Tauschhandel. Niemand mag sich näher auf wen einlassen, wo es nicht einen guten (Aus)Tausch gibt. Bei mir ist das jedenfalls so. Meine besten Freundinnen brauchen mich, ich brauch sie, wegen das, was sie zu bieten haben, was ich im Gegenzug biete. ( zb mein Interesse an ihnen, meine Liebe zu ihnen, das Reden, das Zuhören, das gemeinsame Tun und machen, man gibt, man nimmt. Weil das gut "schmeckt" gehts weiter und immer weiter, bricht nicht ab.

Meine neu dazugekommenen Freunde und Bekannte waren zuerst eine Art Zweigstelle für irgendwelchen Interessenstausch, nachher vertiefte sich das, man tauschte sich auch auf privater Ebene aus und mein Lebensgefährte ist darum da, weil ich Brennholz kaufte bei ihm zuerst, dann ergab sich ein Liebestausch, der kam nachher, vorher war nur da: ich biete dies, dafür gib mir das...

Was hast du als Mann zu tauschen, damit eine Frau sich für dich interessiert? Oft mag man das Gleiche, also auch Interesse deinerseits, dann kriegste ihres. Manche Männer gucken sich um, wer auf sie steht, auf sie fliegt und sind enttäuscht, wenn keine in den Schoß fällt. Nun liegts vielleicht daran, dass sie ähnlich ticken, die Frauen, sie sehen in deine Augen und merken kein: du gefällst mir, du interessierst mich...
Meine Hobbies sind wie wenn ich Menschen anflirte- du gefällst mir, dich würde ich gerne näher anschauen und kennenlernen und dann springt mir dieses Hobby entgegen..oder ein Wanderweg,oder ein Reiseziel, oder ein Kamerad, den man begegnet, du musst schon flirten vorher...umsonst kriegst du nichts. Betreibe mal Flirten...mit einer Sache, mit einem Wesen, mit einer Vorstellung...liebe es zu dir.
 
Hallo, wie jemand hier schon schrieb, findet man Andere meist langweilig, wenn man sich mit sich selbst langweilt. Wenn Du zu sehr fixiert bist, auf die digitale Welt, verlierst Du Dich darin und kommst nicht dazu, das reale Leben kennenzulernen.

Warum möchtest Du keine Ratschläge in Bezug auf Therapie? Warst Du bei einem Arzt wegen möglicher Depression?

Leider wachsen heutzutage viele junge Menschen mit den sozialen Medien so auf, dass sie mehr virtuell agieren als im echten Leben. Viele lernen das gar nicht richtig kennen. Daher kann ich auch nur empfehlen: mach Dein Handy aus, gehe raus, gehe zu Veranstaltungen, einem Konzert. Mach mal einen VHS-Kurs, probiere einfach ein paar spannende neue Dinge aus. Es gibt überalle interessante Veranstaltungen bei Bildungs- oder Umwelteinrichtungen.

Waldbaden - Malen - Meditieren - Sport - Ehrenamt - Kochkurs - Doppelkopf spielen - Tanzkurs - Filmeabende - etc. etc. etc.

In meiner Signatur findest Du Threads über Hobbies und auch über Internetseiten, wo man Leute kennenlernen kannst. Stecke Deine Energie darein, probiere einfach mal was Neues an.
 
Nun das definiert ja jeder anders was Spaß bedeutert. Geh in dich, schnupper mal überall rein und dann mach das was dir gefällt, nicht das was hip und angesagt ist....
Ich würde das Geld an deiner Stelle sparen und investieren, da hast du langfristig mehr davon als es auf den Kopf zu hauen.
Und Therapie..... ist manchmal auch angebracht wennn etwas tiefere Ursachen hat, und du einen Leidensdruck verspürst.
 
In deinem Leben fehlt die Liebe.
Ohne Liebe ist alles doof...wie ein Leben abseits, wie Einzelhaft, wie Isolation.

Da wird man sich durchbuddeln müssen durch diese Wände, die das Lieben verhindern. Das sind meist Ängste, Hemmungen, Blockaden. Wie wenn ein Kind nicht mehr lachen kann, aus welchem Grund auch immer, dieses Lachen geht nicht mehr.
Mir scheint, reden darüber mit jemanden, der mitgeht und zuhören kann, könnte helfen. Man spürt zusammen auf, was schuld ist, wieso man so gelähmt ist. Dann erarbeitet man Strategien, um den ursprünglichen Zustand ( Lieben ist Naturgegeben) wieder herzustellen.

Ich kann mir vorstellen, dass man das auch umgekehrt machen kann- man geht mal tanzen, laut sein, hopsen, hüpfen, sausen, trällern, singen, schreien, etwas Verrücktes tun, so lange, bis sich diese Laune wieder einstellt, die abhanden gekommen ist irgendwann. Mitmachen, trotzdem, auch wenn es sich zuerst leer anfühlt.
Mich hat das bei einem Lachyoga-Kurs sehr beeindruckt, wie das ging. Man kam bedeckt und steif dazu, dann musste man so blöde Hahaha-Übungen machen, die nur peinlich waren und plötzlich, auf einmal gabs ein echtes Lachen, ein wirkliches Prusten, ein irrsinniges Vergnügen, die Blockade wurde durchbrochen, es hat sich die Brücke zum Lachen wieder gefunden. Die ist ein Areal im Kopf.
Wem immer fade ist, der nimmt etwas nicht wahr, kann etwas nicht mehr. Wie wenn man vergessen hätte, begeistert zu sein. Das ist gedeckelt. Nicht für immer weg, nur derzeit weg. Ausgraben, was zugewachsen ist, das ist meine Empfehlung.
 

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