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Gehen lassen oder kämpfen ? Nur wie ?

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Gelöscht 126000

Gast
Hey Zusammen

da ich einfach nicht mehr weiter weiß bringe ich meine Gefühle aufs digitale Papier. Wie würdet ihr handeln ?

Ich (männlich, 30 J.) führe seit ca. 6 Jahren eine Freundschaft zu einer Frau, die mir sehr sehr wichtig ist. Wir haben viel gemeinsam in den letzten Jahren erlebt, einen gemeinsamen Freundeskreis und teilweise standen wir uns sehr nahe. Haben oft intensive Gespräche geführt und waren auf der gleichen Wellenlänge. Wir haben sehr viel gemeinsam unternommen. Ich bin zusätzlich gut mit ihrem Ehemann befreundet und eigentlich war alles bis zum Ende des letzten Jahres in Ordnung. Sie hat mir einmal in einem Gespräch mitgeteilt das ich ihr bester Freund wäre und wir uns in vielen Dingen sehr ähnlich sind und sie froh ist das es mich gibt.

Leider habe ich jedoch gemerkt, das sie sich aufgrund der Lebensumstände stark verändert hat. Die Priorität liegt bei ihrem Kind und auch bei ihrem Ehemann. Das ist voll und ganz okay und auch für mich verständlich.

Es zeigt sich jedoch seit Monaten das Bild, das von Ihrer Seite freundschaftlich überhaupt nichts mehr kommt. Sie antwortet zwar auf Nachrichten, die Chemie und Interesse hält sich aber absolut in Grenzen. Wo früher mehrmals in der Woche Kontakt bestand, werden mittlerweile mehrere Wochen wo man gar nichts voneinander hört. Und wenn man was hört sind es Bruchstücke und kurze Konversationen. Das sie sich nach meinem Gemütszustand erkundigt oder gar mal von Ihrer Seite aus fragt wie es mir geht ist schon mehrere Monate her. Ich habe durchweg den Eindruck das ich mich immer melden muss um Kontakt herzustellen. Warum sagte sie mir dann das ich ihr bester Freund wäre ?

Ich habe mehrfacht versucht dies in einem klärenden persönlichen Gespräch zu vermitteln, das es mir unglaublich weh tut und ich den Eindruck habe das sie weniger bis kein Interesse mehr an meiner Person hat.

Es wurde aber immer nur darauf geantwortet das alles in Ordnung sei und das sie sich nicht distanzieren würde. Mein Bauchgefühl, Kopf und Gefühl sagt mir aber was komplett anderes. Leider beschäftigt mich das täglich so sehr, das ich teilweise nicht schlafen kann und auch depressiv werde. Mein Selbstwertgefühl ist im Keller.

Würdet ihr weiterhin versuchen den Kontakt aufrecht zu erhalten ? Oder sollte ich gar die Freundschaft in Frage stellen und selber auch auf Abstand gehen ?

Wenn man jemanden freundschaftlich so gern hat, ist das allerdings gar nicht so leicht vorallem weil man so viel gemeinsam erlebt hat.

Ich habe auch immer gedacht das sie meine beste Freundin wäre, aber mittlerweile habe ich das Gefühl das es nicht mehr so ist. Es tut so weh.

Koralle30
 
Sie hat ein Kind und einen Mann. Beides fordert viel Aufmerksamkeit, Energie und Kraft. Und vielleicht bist Du ihr auch etwas zu eng und nah gewesen, so dass es vielleicht den Ehemann oder sie gestört hat.

Lass sie etwas in Ruhe, kümmere Dich mehr um Dein leben, Deine Freunde und Hobbies und lass ihr die Zeit, die sie braucht. Viele Familien, die ein Kind bekommen, rücken enger zusammen und der fokus liegt dann mehr auf der Familie und deren Freuden und Problemen und die Freunde müssen oft etwas zurückstecken. Besonders, wenn das Kind oder die Kinder jung sind, fordert das viel Energie und Kraft.

Und ja, Du wirkst wirklich etwas sehr an ihr interessiert.
 
Hallo Koralle

Das passiert in Freundschaften leider immer wieder - klassische Auslöser sind Familiengründung (wie in deinem Fall), Jobwechsel, Umzug, neue Kontakte und anderweitige Veränderungen der Lebensumstände.

Ich habe mir auch immer eine sehr enge Freundschaft gewünscht wie du. Kennst du "Star Trek - Next Generation" mit Picard? Ich habe mir immer solche Freundschaften gewünscht, wie sie dort auf der Enterprise bestehen. Dass man im Endeffekt zusammen das Leben verbringt und fast alles teilt.

Fakt ist aber, dass die meisten Menschen derart viel Zeit und Mühe nur temporär in eine Freundschaft investieren wollen. Meist bestehen ganz enge Freundschaften im Jugendalter, ziehen sich z.T. noch ins junge Erwachsenenalter. Für die meisten Menschen enden solche engen Freundschaften dann mit dem ersten richtigen Job, mit der ersten richtig festen Beziehung, mit dem ersten Kind.

Man muss sich, denke ich, leider damit abfinden, dass Freundschaften den Menschen einfach nicht derart wichtig sind, als dass sie bei solchen grossen Lebensveränderung weiterhin irgendeine Form von Priorität haben können. Natürlich kann ein Kontakt solche Veränderungen auch überdauern, indem man sich eben seltener sieht und der Kontakt eben stärker von dem ausgeht, dem die Freundschaft gerade noch mehr bedeutet und der mehr Raum dafür hat im Leben. Ich persönlich würde das dann aber nicht mehr Freundschaft nennen. Das ist dann eher eine gute Bekanntschaft, die davon lebt, dass sie mal eine enge Freundschaft war. Davon, dass es sich für die 2 Stunden, die man sich alle paar Wochen/Monate mal wieder unterhält, genauso anfühlt wie früher, während man in gemeinsamen Erinnerungen schwelgt.

Das ist schmerzhaft und es tut mir leid, dass du das erlebst. Der Verlust von Freundschaft kann genauso wehtun wie Liebeskummer. Ich kenne das gut.

Ich würde mich bei der Frau wahrscheinlich nicht mehr melden, wenn von ihr nichts kommt. Vielleicht meldet sie sich ab und zu nochmal, dann kannst du ja antworten und von dir aus wieder schreiben. Wahrscheinlich ist aber, dass das Ganze einschläft. Denn wenn der eine nur eine gute Bekanntschaft will, der andere aber eine enge Freundschaft, ist das für denjenigen, der die Freundschaft will, immer irgendwie schmerzhaft. Und es passt so aktuell halt nicht mehr zwischen euch, weil ihr an unterschiedlichen Lebensabschnitten steht. Das ist meine Meinung dazu.

Bald wirst du wahrscheinlich auch eine Beziehung haben und in Richtung Familiengründung gehen. Dann ist es für dich ggf. ähnlich wie jetzt für sie. Vielleicht findet ihr euch dann auf Basis einer guten Bekanntschaft wieder zusammen. Das wünsche ich dir.

Ich persönlich kann mir das für mich gar nicht vorstellen. Eine feste Beziehung oder mein Job hat für mich nie die Priorität infrage gestellt, die ich Freunden zuweise. Allerdings habe ich auch keine Kinder und weiss nicht, ob das anders wäre, hätte ich welche. Kinder, insbesondere, wenn sie klein sind, fordern ja anfangs schon viel Aufmerksamkeit und sind wichtiger als Freunde. Insofern kann ich nicht sagen, ob ich nicht ähnlich in Freundschaften agiere, wenn ich irgendwann Vater werde.

Ich wünsche dir alles Gute.

Liebe Grüsse
Santino
 
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