Heute hatte ich im DM eine Begegnung mit einer Dame, die definitiv schizophren war und vermutlich ihre Medikamente nicht mehr nahm oder noch nie in Behandlung war. Sie stand an der Kasse, musste nur noch bezahlen, nestelte minutenlang an einem ihrer Schuhe rum, beschimpfte sich selbst, wies darauf hin, das alle immer nur glotzen würden und die Kasse vor mir wäre. Ich habe dann nur geantwortet, dass ich eigentlich nur darauf warte, dass sie bezahlt. War nicht richtig, selbstverständlich würde sie das bezahlen, das überhaupt in Frage zu stellen, wäre eine Frechheit. Die Schlange an der Kasse würde zwischenzeitlich immer länger. Sie gab dann der Kassierin das Geld und verlangte explizit nach einer Quittung. Hat die Dame an der Kasse auch brav gemacht. Worauf es dann hiess, bräuchte sie nicht, sie hätte ja mit Karte bezahlt. Sie verliess dann den Laden und fing mit sich selbst wieder an lautstark zu diskutieren. Die Kassierin reagierte irgendwie konsterniert, als ich sagte, dass da wohl die Medikamente versagt hätten. Man könnte ja froh sein, dass man gesund wäre. War von meiner Seite nicht böse oder abfällig gemeint, hab ja im eigenen Umfeld auch Leute, die ähnliche gesundheitliche Probleme haben. Gut, kann die Dame an der Kasse nicht wissen.
Im Laufe des Tages stellte sich mir die Frage, kann oder soll man da etwas unternehmen? Oder lieber raushalten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Frau damit glücklich ist, auch wenn sie das vermutlich so nicht wahrnimmt, weil sie in ihrer eigenen Welt lebt. Aber diese eigene Welt kann auch noch mehr Angst machen und immer weitere "Wahnvorstellungen" befeuern als das reale Leben.
Im Laufe des Tages stellte sich mir die Frage, kann oder soll man da etwas unternehmen? Oder lieber raushalten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Frau damit glücklich ist, auch wenn sie das vermutlich so nicht wahrnimmt, weil sie in ihrer eigenen Welt lebt. Aber diese eigene Welt kann auch noch mehr Angst machen und immer weitere "Wahnvorstellungen" befeuern als das reale Leben.