Das hast du erst später dazugeschrieben und deswegen antworte ich nun:
Du weißt genau, wieso es so bedeutungsvoll ist.
Wir wissen beide, dass der Kinderwunsch nicht immer von beiden Partnern im gleichen Maße ausgeht und dass es bei Trennungen nicht immer von beiden gleichermaßen vorangetrieben wird, dass man wieder zusammenkommt. Etwas anderes zu behaupten, wäre ganz schön schräg. Das heißt doch aber nicht, dass du an irgendwas Schuld oder allein verantwortlich bist. Es macht aber einen Unterschied, ob man nun glauben könnte, dass er nur kurzzeitig auf Distanz geht, weil er gerade in Therapie ist oder ob du ihn vielleicht generell in Ruhe lassen solltest bis es von sich aus wieder auf dich zugeht, aus freien Stücken. Du hast ja im ersten Thread geschrieben, dass du zum Klammern neigst, wenn er sich distanziert und genau das solltest du jetzt nicht machen. Er muss nachdenken, ohne dich und zu einer Entscheidung kommen, ohne dass diese souffliert wird. Und für diese Beurteilung ist es nun einmal bedeutungsvoll, wie es bisher abgelaufen ist. Ich glaube, das ist dir auch bewusst. Es scheint nur einen Nerv zu treffen, dass du eben doch Angst hast, dass alles mehr von dir ausgeht. Und genau deswegen solltest du ihn nun kommen lassen. Auf die Gefahr hin, dass er es dann nicht macht. Aber wenn er vielleicht doch von sich aus wieder auf dich zugeht, dann war es sein Wille.
Ich bin hier raus. Denn es kommt mir so vor als würdest du die Antworten ohnehin bereits kennen, aber als Vorwurf verstehen und nicht als Handlungsmöglichkeit. Du weißt bereits, was zu tun ist. Deine Freundinnen haben dir auch schon genügend dazu geraten. Du willst es eben nicht hören oder wirst die Unsicherheit nicht los, dass man dir daraus einen Strick drehen könnte. Du bist hier nicht Schuld. Aber du musst ihn endlich hören oder für dich und die Kinder Konsequenzen ziehen, wenn sich nichts tut.