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Demente Oma ist anstrengend

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Die IST Situation ist sehr anstrengend.!

Leider hilft hier sich zu beschweren, was alles blöd ist eher wenig.
Wer unterstützt dich ?
Wer unterstützt die Familie ?
Wer kommt die andere Zeit ?
Wieso sind es gerade 12 Stunden ?

Jetzt kommt ja Weihnachten und danach muß das Leben - eures und ihres - auch weitergehen.

Gibt es schon Überlegungen/Pläne, wie es an Weihnachten und danach weiter gehen soll ?

Gruß Hajooo
 
herrjeh auch Du wirst mal alt und gebrechlich
ich hatte meine Mutter fünf Jahre mit Pflegestufe3 dann wirst Du es wohl mal kurzfristig aushalten können
 
Nein. Mein Vater will jetzt nochmal mit meinen Verwandten sprechen. Mehr weiß ich nicht. Ich werde nicht als "Pflegekraft" einspringen.

herrjeh auch Du wirst mal alt und gebrechlich
ich hatte meine Mutter fünf Jahre mit Pflegestufe3 dann wirst Du es wohl mal kurzfristig aushalten können
Joah... - also zuerst bei der Oma, danach bei den Eltern - und noch beim eigenen Kind?
Find ich "zuviel", wenn die Reihenfolge von Verpflichtungen derart ausgeweitet ist.
 
wem das lästig ist kann ja ein Heimplatz suchen und zahlen

Darum geht's glaub ich nicht .
Man muss sowas psychisch und physisch durchhalten können; man muss der Ansicht sein, dass es "meins" ist.
Lehnt man innerlich ab, so bricht man früher oder später aus, zumal dann, wenn es keine Vertretung gibt die entlastet.
Man sieht es dann so, dass "kein Land in Sicht ist": die Motivation leidet.
Motivation sehe ich als einen großen Bestandteil innerer Kraft ,die dazu führt, durchhalten zu können.
Auf Dauer sind es zwei Kämpfe: einer mit den Umständen und einer gegen sich selber.
Da kann man nur verlieren und muss versuchen abzugeben.
 
Es ging dann übrigens so weiter, dass ich ihr ein Glas Wasser reichte und zur Antwort bekam:

"KALTES WASSER!!"

Den gehässigen Tonfall bitte dazu denken. Das Wasser hatte normale Zimmertemperatur.
Das ist normal. Gewöhne Dich dran.
Ja, aber es war deine Entscheidung, das zu tun. Die TE springt nur im Notfall ein, weil kein anderer es für nötig hält, das zu tun.

Meine eigene Oma, die schon sehr sehr lange nicht mehr lebt, hätte ich nie im Leben gepflegt. Sie war immer eine "Hexe" mir gegenüber, konnte mich nie leiden.

Damals hat mein Bruder (bzw. seine Frau, wie das ja meistens so ist) sich ein bisschen gekümmert, das war ja auch ihr Lieblingsenkel.
Ich habe sie gepflegt bzw. die Pflege organisiert, weil ich es für gut hielt.
Ich weiß nicht, warum man sein eigenes Leben aufgibt für jemanden, für den man immer das Hassobjekt war. Das hat auch nichts mit Anstand zu tun.

Es gibt immer noch das Pflegeheim.

Wenn ich pflegebedürftig werden sollte, gibt es auch keinen Menschen, der mich pflegen könnte. Ich habe keine Kinder, ich habe eine Nichte, der ich das aber niemals zumuten würde.

Also werde ich möglicherweise wohl im Pflegeheim verrotten, ist so, kann man nicht ändern.
Weil man Anstand hat, darum. Ganz einfach darum. Ich wollte mich nicht auf dasselbe Niveau herunterlassen wie die anderen. Und nicht auf das meiner Schw. mutter und das war gut so. Und richtig und wichtig.
Sie lebt in dieser Wohnung seit... ich glaube seit 20 Jahren. Heute hat sie die Tür zum Schlafzimmer mit der Tür zum Badezimmer verwechselt. Sie scheint sich auch nicht bewusst zu sein, in welcher Stadt sie lebt. Allerdings ist sie die letzten 20 Jahre auch nicht großartig vor die Tür gegangen.

ICH denke, dass sie sich ohne ihren Mann nicht mehr zurecht findet. Wenn er noch hier wäre, wäre es sicher anders. Aber der ist dieses Jahr gestorben. Die Beerdigung Anfang des Jahres hat sie aber noch begriffen gehabt. Jetzt scheint sie sich daran nicht mehr gut erinnern zu können.
Es wäre auch nicht anders. Weil sie gar nicht mehr weiß, dass es ihre Wohnung ist.
Naja. Wer mitgelesen hat, weiß, dass die Frau keine angenehme Person ist und ich mich trotzdem kümmere. Glaub mir ruhig, wenn ich sage, dass ich mein bestes tue. Das mag im Forum nicht so rüberkommen, aber hier muss ich ja (hoffentlich) auch keine Maske aufsetzen.

Weißt du, vorgestern hat sie mich gefragt wo meine Mutter ist und da hab ich fast losgeheult, weil sie letztes Jahr gestorben ist. Und dann hat sie mich das gleich noch drei Mal hintereinander gefragt. Ich hab mich dann im Bad eingesperrt um mich zu beruhigen.
Da kann sie nichts dafür , sie vergisst einfach alles.
 
Ich habe sie gepflegt bzw. die Pflege organisiert, weil ich es für gut hielt.

Weil man Anstand hat, darum. Ganz einfach darum. Ich wollte mich nicht auf dasselbe Niveau herunterlassen wie die anderen. Und nicht auf das meiner Schw. mutter und das war gut so. Und richtig und wichtig.

Nochmal, ich glaube, das hat nix mit Anstand zu tun. Klar, die Pflege zu organisieren, dafür zu sorgen, dass der pflegebedürftige Mensch halbwegs versorgt ist, da bin ich deiner Meinung, das sollte man tun, unabhängig davon, was man für ein Verhältnis vorher hatte.

Aber man muss nicht so "anständig" sein, den Menschen selbst zu pflegen über viele jahre lang. Die Frage ist auch, warum du das denn getan hat, und nicht dein Mann. Es war seine Mutter. So wie ich dich hier kennen gelernt habe, hast du doch einen guten Beruf und bist in der Lage Geld zu verdienen. Insofern hätte ja auch dein Mann etwas beruflich zurück stecken können und den Hauptteil der Pflege übernehmen können, z. B.

Ich habe das halt auch in der eigenen Familie erlebt. Meinen Vater hatte irgendwann mein Bruder aufgenommen, weil er eben auch die finaziellen und räumlichen Vorraussetzungen dafür hatte. Aber die wirkliche Pflege hat dann meine Schwägerin übernommen. Bis es nicht mehr ging, das Ausmaß der Pflege einfach zu überfordernd war für die beiden, so dass sie ein gutes Pflegeheim für ihn suchten und fanden.

Ansonsten gibt es auch wirklich sehr anständige und hilfsbereite Menschen, die sich einfach nicht in der Lage dazu sehen, jemanden lange zu pflegen. Eine Freundin von mir hätte es einfach nicht geschafft. Sie hatte weder die Räumlichkeiten dazu, sie hatte Kinder und musste arbeiten, ihr Mann musste ebenso arbeiten, es war schlichtweg keine Zeit oder keine Ressourcen dazu da, um die Mutter zu pflegen.

Sie hat sie dann ins Pflegeheim gegeben, fand sie auch nicht toll, aber es ging nicht anders. Irgendwann starb sie. Für die Schwiegermutter hatten sie dann eine Wohnung gleich nebenan gefunden und hatten sie halt mitversorgt, aber sie war nicht so sehr pflegebdürftig wie die Mutter. Trotzdem ging auch das an die Grenzen meiner Freundin und ihrem Mann.

Ich selbst bin froh, dass meine Mutter starb, bevor sie total pflegebedürftig wurde, ihre psychische Krankheit hatte mir mein ganzes Leben lang schon zugesetzt. Ich bin froh, dass mein Bruder meinen Vater aufgenommen hatte, wobei die größte Last ja bei meiner Schwägerin lag.

Was meine Oma betrifft, eigentlich wären ja erstmal mein Vater und meine Mutter zuständig gewesen, aber die konnten sich kaum um sich selbst kümmern, die wären gar nicht in der Lage gewesen dazu, sich um die Oma zu kümmern.

Tja, für meine Eltern waren ihre eigenen Kinder schon eine zu große Belastung, vor allem ich. Deshalb sorgte man ja dafür, dass ich mit 17 schon auszog.

Mir braucht keiner was von Anstand erzählen.

Niemand ist dazu verpflichtet, sein eigenes Leben aufzugeben um eine Person zu pflegen, von der man vorher nur Hass erlebt hat.

Und die TE hat meinen größten Respekt, dass sie im Notfall erstmal hilft, ohne überhaupt zu wissen, was sie erwartet. Und dass sie hier fragt nach Tips fragt, die sie auch teilweise umsetzt. Dass sie ehrlich genug ist, zu sagen, wie sehr sie das nervt und belastet, sich aber trotzdem alle Mühe gibt.

Und dem standhält, dass sie auch noch teilweise hier blöd angemacht wird.

Liebe Erdnussbutter, du hast meinen größten Respekt.
 
Und abgesehen davon. Mein Vater ist in dem guten Pflegeheim nochmal richtig aufgelebt, er hatte Abwechslung, er konnte basteln, er hatte Kontakt zu anderen Menschen.

Das ist allerdings schon etliche Jahre, genaugenommen ca. 20 Jahre her. Weiß nicht, ob man heutzutage noch ein halbwegs gutes bezahlbares Pflegeheim gibt, unser Gesundheitssystem geht ja den Bach runter. Aber soviel ich weiß, gibt es Dementen-WGs, die gar nicht mal so teuer sind, weil sie so organisiert sind, dass sie eben nicht so teuer sind.

Es lohnt sich manchmal schon in einem Alter, in dem es noch nicht ganz so weit ist, nach solchen Möglichkeiten Ausschau zu halten, damit nicht nur die Angehörigen diese Last haben.
 
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