Die haben mich ausgeschlossen. Dann sollen die mich auch wieder aufnehmen.
Ich verstehe das, aber ich fürchte, das werden sie nicht tun.
Vielleicht wäre es das Beste, du lässt mal sechs Monate oder ein Jahr vergehen, bis die Wogen sich geglättet haben.
Die Enterbung kannst du in die Wege leiten, ohne es ihnen sofort zu sagen. Sonst verhärten sich die Fronten nur noch mehr. Ein Testament kann man, solange man noch lebt und bei Sinnen ist, ja auch jederzeit wieder ändern.
Ob nun eine Familienaufstellung das Richtige ist, musst du selbst entscheiden. Für mich wäre es nur ein esoterischer Hokuspokus von diesem Bert Hellinger, anderen mag diese Methode helfen. Ich würde an deiner Stelle auch keine richtige Psychotherapie machen, das scheint mir übertrieben, zumal die Gedankenlosigkeit von der anderen Seite ausging.
Ich habe aber dennoch den Eindruck, dass du mehr darunter leidest, als du dir eingestehen möchtest. Unter den gegebenen Umständen scheint mir da am ehesten ein niedrigschwelliges psychosoziales Unterstützungsangebot angebracht zu sein, wie Familien- und Lebensberatungsstellen in kommunaler oder kirchlicher Trägerschaft es anbieten. Es reichen vielleicht schon wenige Gespräche mit einem Sozialpädagogen oder Psychologen, um dir weiterzuhelfen, mit der Situation besser fertig zu werden. Das ist keine Therapie, sondern eine bloße professionelle Beratung, die noch dazu meist kostenlos ist. Spenden sind natürlich gern gesehen. Vielleicht macht man dich dort auf geeignete Konfliktbewältigungsstrategien aufmerksam, auf die voreingenommene Laien in diesem Forum hier nicht kommen.
Wir können uns darüber auch gern per PN austauschen, wenn das angenehmer für dich ist.