Man braucht sich halt auch nicht wundern, wenn für gefühlt jeden interessanten Beruf (der darüber hinaus auch gut vergütet wird) ein abgeschlossenes Studium o.ä. die Grundvoraussetzung ist.
Jeder zweite Auszubildende hier erzählt mir, dass er im Anschluss erstmal studieren geht. Schön und gut, aber das sind eben auch wieder viele (potenzielle) Fachkräfte die dadurch wegfallen.
Die Geduld, erst einmal ein paar Jahre zu arbeiten und dann die Weiterbildung zum Fachwirt, Meister o.ä. zu machen hat nach meiner Wahrnehmung auch kaum noch jemand. Stattdessen ist die Erwartungshaltung die, dass man nach dem Studium direkt eine Führungsposition übernimmt und dementsprechend bezahlt wird.
Es gibt natürlich auch Konzerne, die sehr "durchlässig" sind, wo auch ohne Hochschulabschluss einiges möglich ist, aber da spielt immer auch eine Prise Glück und Vitamin B mit rein.