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Einsam und ohne jede Option

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Für mich hat das nichts mit rosa ausmalen zu tun. Meine sozialen Kontakte gehen gegen 0. Ich hab dieses Jahr eine Person 4 mal gesehen. Und dreimal davon ist man 95% der Zeit mit den Motorrädern hintereinander hergefahren und der Rest der Zeit hatte man getankt.

Und an dem Punkt, dass die Einsamkeit unerträglich wurde und war ich ebenfalls. Ich war am Ende, konnte nicht mehr schlafen weil der Kopf keine Ruhe mehr gegeben hat, ich die Wände hätte hochgehen können, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe usw.

Irgendwann kam bei mir dann mal der Punkt des Umdenkens, weil ich drauf geachtet, wie es im Ort/Nachbarschaft und auf der Arbeit so um die anderen gestellt ist. Da geht einer Fremd, die nächste ist mit Kindern sitzen gelassen, ein Kollege konnte sein Haus nach der Scheidung verkaufen, weil der Unterhalt zu teuer war, die nächste Kollegin jammert bei der anderen, weil sie von der vermeintlichen besten Freundin hinergangen wurde. Oder schau dir die anderen Themen hier im Forum an. Da wird in Partnerschaften und Freundschaften gelogen, betrogen und verarscht.

Bei mir hat es dann irgendwann klick gemacht. Das, was ich mir am meisten gewünscht und vermisst hatte, ist gefühlt die Ursache von 98% der Probleme der Leute. Das was sie dann richtig runterzieht und fertig macht oder finanziell ans Ende bringt. Fand ich für mich eher befremdlich, dass ich mir Jahre die Hauptursache von Problemen gewünscht habe.

Und dann hat sich meine Einstellung verändert. Ich habe nicht mehr versucht neue Bekanntschaften zu finden, die wenigen vorhanden sind "ausgelaufen", weil ich mich von mir aus nicht mehr gemeldet und nur noch geantwortet habe. Ich hab meine Zeit nicht mehr mit der Suche und dem Hinterhertrauern verbracht, sondern meine Zeit für Dinge genutzt, dir mir mal Spaß gemacht hatten. Waren bei mir simple Dinge wie das Motorrad, Oldtimer, Lesen, Fotographie, Natur, Reisen usw.
Seit dem ging es für mich bergauf.
Schön, dass du dich noch mal so ausführlich gemeldet hast, denn sonst hätte ich dich bei einer nachfolgenden Antwort von dir im Stil der ersten für einen Troll gehalten.
Wenn deine sozialen Kontakte gegen 0 gehen und du dieses Jahr nur eine Person 4x gesehen bzw. dich mit dieser getroffen hast, dann bist du also auch sozial isoliert... Wobei ich mich schon frage, was das für eine Fahrt war, wo man lediglich hintereinander fährt, ohne sich davor oder danach irgendwie auszutauschen.

Darf ich fragen, wie alt du bist? Das ist für mich schwer einzuschätzen. Einerseits glaube ich nicht, dass du noch 20 oder 25 bist, weil die wenigsten in diesem Alter ein Motorrad besitzen dürften. Andererseits klingst du von deinem Schreibstil her noch ziemlich jung, wobei ich mich hier natürlich auch täuschen kann.
Falls du aber tatsächlich noch um einiges jünger sein solltest als ich, soll das in keiner Weise eine Abwertung der Problematik bedeuten, weil ich selbst schon mit 20 in einer Klinik war. Und doch ist es jetzt, wo ich auf die 50 zugehe, nicht besser geworden, die Lösungswege sind nach immer mehr summierten Enttäuschungen sozusagen erschöpft.

Dein Denken kann ich nicht ganz nachvollziehen. Du fokussierst auf bestimmte Leute um dich herum, bedenkst aber nicht, dass es sich in Relation um einen geringen Teil handelt, den du aber für dich als Maßstab nimmst, um dir selbst zu suggerieren, eine bessere Lösung gefunden zu haben, indem du - so wie du es geschrieben hast - in deinem Schneckenhäuschen (so wie ich ja auch) verweilst. Was aber ist mit den glücklichen oder zumindest zufriedenen Paaren oder Einzelpersonen im Ort, in der Nachbarschaft, auf der Arbeit etc.? Und wie lebenswert ist ein Leben ohne Nähe, Zuneigung und Partnerschaft? Falls du tatsächlich (viel) älter sein solltest als ich, finde ich es bemerkenswert, wenn du deinen Zustand so aushalten kannst - falls du aber um einiges jünger bist, dann kann ich aus Erfahrung sagen, dass es für einige Zeit gut gehen kann, mit zunehmendem Alter allerdings immer schwieriger wird, diesen Zustand aufrechtzuerhalten.

Ich habe zwar ein Hobby (Musik), aber ich bin schon seit längerem nicht mehr dazu motiviert, weil ich nicht weiß, wofür ich die machen soll. Nur für mich? Ich weiß eigentlich auch nicht mal, wozu ich trainiere - nur, um mich fit zu halten? Warum?
 

Hallo Amatio.

Das ist schade! 😢
Yep.

Eine traurige Situation! 😢
Mein Leben ist ja auch traurig.

Das finde ich aber schon ganz ordentlich - alle drei Tage 2 Stunden.
Nein, 3x wöchentlich 2 Stunden.

Immerhin - besser als nichts!
Wenn du meinst.

Das wäre traurig! Das Leben ist doch so schön!
Ich freu mich für dich, dass es das ist.

Versuche es doch mal mit Maca. Das ist eine Wurzelknolle aus Peru. Wird getrocknet und gemahlen. Rein natürlich und biologisch. Keine Nebenwirkungen. In Getränken aufgelöst. Schmeckt nicht gut, aber wirkt!
Das Wirkspektrum: Antidepressiv und stimmungsaufhellend, aktivierend bei Sport und körperlicher Betätigung und potenzsteigernd. Ich kann Dir bei Interesse eine PN schicken mit einer Firma, wo Du das bestellen kannst.
Ich versuche so ziemlich alles, aber erst mal versuche ich es mit Vitamin D. Vielleicht passiert ja ein (großes oder kleines) Wunder. Danke für dein Angebot, ich komm gern drauf zurück.

Schwul zu sein ist in der Tat heute kein Problem mehr. Dein Problem ist die Einsamkeit.
Nein, schwul sein nicht, aber die Einsamkeit. Und ja, ich weiß, dass sie mein gravierendstes Problem ist und in meinem Fall ursächlich für die Depressionen. Vielleicht weißt du ja auch, dass Einsame/Depressive auf die Umwelt nicht anziehend wirken, weil sie irgendetwas ausstrahlen, was bei anderen abstoßend wirkt.

Das ist echt scheisse! Wie wäre es, wenn Du zum ersten Oktober einen neuen Anlauf startest? - Neues Quartal, Neues Glück! 👍
Einmal kann ich ja noch das Stehauf-Männchen machen, habe demnächst einen Arzttermin wegen Vitamin D. Und Maca kann ich ja auch noch probieren. Wie gesagt, ich bin offen für Experimente - habe heute auch meine Dosis CBD-Öl auf 2x3 Tropfen erhöht.

LG

Depriman
 
Mal VHS probiert? Und bei Chor sind hier unsere Kirchengemeinden gut organisiert. Muss man ja nicht gläubig für sein.

Ich bin gut im Kontakte machen, aber sauschlecht im Pflegen von Freundschaften. Whatsapp erleichtert das aber deutlich.
Es macht mich traurig, hier von so vielen einsamen Menschen zu lesen. Es gibt doch eigentlich jeden Tag, die Möglichkeit soziale Kompetenz zu üben. Und sei es die Person an der Kasse im Supermarkt. Ein paar freundliche Worte, nen schönen Tag wünschen, dafür ein Lächeln bekommen. Rettet manchmal meinen Tag. Oder ein kurzer Schwatz mit nem netten Nachbarn. Es gibt jeden Tag zig Möglichkeiten sozial zu interagieren. Den Fokus ändern und auch die kleinen, netten Momente mit anderen Menschen wert zu schätzen. Lässt die Depression in den Momenten in den Hintergrund treten und macht Hoffnung. Und lässt einen das Leben vielleicht manchmal ein wenig positiver sehen.
 
Hallo, es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht und Du so einsam bist.

bist Du in Therapie oder hast Du mal eine gemacht? Wenn nicht, würde ich das tun.

Antidepressiva können auch teilweise helfen. Warst Du mal beim Arzt und hast ein Blutbild machen lassen - Vitamin B - Schilddrüsenhormone etc. checken lassen? Das kann alles auch zu Depressionen beitragen.

Ansonsten kannst Du gerne auch mal in die Threads in meiner Signatur gucken.
 
Mal VHS probiert? Und bei Chor sind hier unsere Kirchengemeinden gut organisiert. Muss man ja nicht gläubig für sein.

Ich bin gut im Kontakte machen, aber sauschlecht im Pflegen von Freundschaften. Whatsapp erleichtert das aber deutlich.
Es macht mich traurig, hier von so vielen einsamen Menschen zu lesen. Es gibt doch eigentlich jeden Tag, die Möglichkeit soziale Kompetenz zu üben. Und sei es die Person an der Kasse im Supermarkt. Ein paar freundliche Worte, nen schönen Tag wünschen, dafür ein Lächeln bekommen. Rettet manchmal meinen Tag. Oder ein kurzer Schwatz mit nem netten Nachbarn. Es gibt jeden Tag zig Möglichkeiten sozial zu interagieren. Den Fokus ändern und auch die kleinen, netten Momente mit anderen Menschen wert zu schätzen. Lässt die Depression in den Momenten in den Hintergrund treten und macht Hoffnung. Und lässt einen das Leben vielleicht manchmal ein wenig positiver sehen.
An VHS habe ich gedacht, aber das Thema muss mich natürlich interessieren. Bzgl. Chören werde ich mich wohl noch mal umschauen.

Schön wär's, wenn ich etwas hätte, was ich pflegen könnte... Kontakte online herstellen? Da hatte ich vor 15 Jahren etwa mal Glück, als ich über eine Mailing-Liste für Depressive jemanden kennenlernte, mit dem ich mich befreundete - und der mich dann vor 7 Jahren nach einem Hirnschlag dann nicht mehr erkannte...

Nun, wenn man kein Problem mit sozialer Kompetenz hat, dann hat man sicherlich kein Problem, Kontakte zu knüpfen - ich bewundere solche Leute. Aber ich gehöre nicht dazu. Theorien, mit Menschen in Kontakt zu treten, gibt es auch unendliche, aber wenn es dann an der Praxis hapert... "Klasse" finde ich nach wie vor den Ratschlag von so manchen (immer noch), sich einen Hund anzuschaffen, weil man dadurch mit anderen Hundehaltern in Kontakt kommen würde. Jo, die schauen dann am Ende ganz gebannt auf den süßen Pfiffi, den Besitzer aber mit dem A**** nicht an... Versteh' mich nicht falsch, aber hattest du schon mal schwere Depressionen oder leidest du unter Selbstzweifeln aufgrund deiner Vergangenheit? Mit Tipps wie deinen ist das so eine Sache - allgemein sind sie sicherlich ganz gut und auch nett gemeint, aber wenn es so einfach wäre, dann gäbe es wohl keine Depressiven/Einsamen mehr auf der Welt.
Es ist auch schwierig, jemandem die eigenen Kontaktprobleme verständlich zu machen, der selbst keine Probleme damit hat.
 
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Hallo, es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht und Du so einsam bist.

bist Du in Therapie oder hast Du mal eine gemacht? Wenn nicht, würde ich das tun.

Antidepressiva können auch teilweise helfen. Warst Du mal beim Arzt und hast ein Blutbild machen lassen - Vitamin B - Schilddrüsenhormone etc. checken lassen? Das kann alles auch zu Depressionen beitragen.

Ansonsten kannst Du gerne auch mal in die Threads in meiner Signatur gucken.
Hallo, danke.

Nein, zur Zeit nicht, habe auch schon etliche Therapien hinter mir. Aber ich könnte meine Ärztin demnächst mal nach einem Psychologen befragen - reden hilft ja auch schon.

Ich halte nichts von Antidepressiva, habe das letzte mal vor einigen Jahren Fluotexin genommen. Das normale Blutbild vor einigen Jahren beim Arzt war ok, ich will mich die Tage mal auf Vitamin B (6 und/oder 12) und D testen lassen.
 
Schwul zu sein ist in der Tat heute kein Problem mehr. Dein Problem ist die Einsamkeit.
Nachtrag: Gerade bei Schwulen ist es lt. eigener Erfahrung so, dass viele oder gar die meisten Schwulen sehr oberflächlich sind. Ich bin z. B. in einem Schwulen-Portal, wo standardmäßig gefragt wird "Na, wie geht's?" oder "Hey, alles klar?" Wie schnell ist man da wohl außerhalb des Interesses, wenn man antwortet: "Nicht so gut" oder "Schlecht, habe Depressionen". 😉 Wobei hier dann natürlich auch die Frage berechtigt ist, ob es überhaupt Sinn macht, im Fall einer psychischen Störung zu lügen und sich dann ständig verbiegen zu müssen? Wohl kaum.
Und dann ist da noch die Sache mit der Optik, worauf bei Schwulen auch generell viel Wert gelegt wird. Bei mir ist es - leider - so, dass ich ständig Vergleiche anstelle, was sich auch auf mein Selbstwertgefühl auswirkt. Nicht gut, ich weiß, aber das ist eben eins meiner Probleme. Ich bin zwar nicht wirklich hässlich, aber denke, dass eine gewisse Attraktivität alles viel einfacher machen würde...
 
Versuche mal präziser das Problem zu beschreiben.

Du suchst Freundschaften?
Du suchst Partnerschaft?

Weshalb gelingt das nicht?

Du lernst niemanden kennen?
Du lernst nicht die richtige Person(en) kennen?
Du lernst Personen kennen, kannst aber sozial kein Kontakt aufbauen oder halten?
 
Real Talk, ich vermute du hast schwere Depressionen, weshalb du so drauf bist, wie du drauf bist.
Selbst wenn du jetzt ein paar gute Kontakte hättest, würden sich deine Probleme nicht grundlegend verändern, du wärst nur etwas abgelenkter von dir selbst.

Viele Menschen sind alleine oder einsam und verfolgen dann ihre Hobbys, Jobs usw.
Andere trinken, nehmen Tabletten, werden sportsüchtig, Internetsüchtig usw.
Wenn du Depressionen hast, machst du einfach nichts mehr, sondern nur das nötigste und zwar meistens kurz vor knapp.
Selbst wenn du jetzt 2x die Woche mit jemandem dich triffst, sei es für einen Sport, ein Brettspiel oder zusammen ins Restaurant, glaube ich nicht, dass deine Lage sich grundlegend verändert.

Eine Änderung würde eher eintreten, wenn man dich komplett aus deinem Umfeld rausnimmt, zB in eine Kur mit anderen Leuten und dort ein halbes Jahr leben lässt.
Ich wette 100%, dass du dich danach anders fühlst.
Problem: Wenn du dann wieder nach Hause kommst, wirst du, wenn es schlecht läuft, nach ein paar Monaten an den gleichen Punkt kommen, an dem du jetzt bist. Du müsstest dir also, nachdem man dich halbwegs aufgebaut hat, ganz schnell ein Umfeld und eine Routine für zu Hause aufbauen. Das sehe ich als realistischen Weg, dauerhaft in einen besseren Zustand zu kommen.

Die meisten anderen Überlegungen von dir klingen einfach so, dass sie eingefärbt sind von schweren Depressionen, das heißt, sobald du in einen anderen Zustand kommst, umso eher ändern sich automatisch deine Gedanken, zB hättest du wieder Lust Musik zu machen oder einfach spontan etwas zu unternehmen.
Mit dem jetzigen Zustand erscheint es ausgeschlossen, sinnlos und mit Zwang verbunden. Alles hängt ab von deinem grundlegenden geistigen Zustand und nicht, ob du super attraktiv oder durchschnittlich aussehend bist. Oder hochintelligent oder grade so Durchschnitt. Das ist Quatsch, es zählt deine mentale Verfassung, wie du dich fühlst, emotional gesehen.
 
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