Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Neues Leben beginnen - Freundschaft dafür zerstören

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Genaues Gutachterschreiben:

zu schnell auf nasser Fahrbahn, Sitzschale nicht richtig befestigt, mögliche Handynutzung da Sprachnachrichten gesendet wurden.
 
Ich lasse mal den moralischen Aspekt bei Seite, beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass du für Holger nur das Mittel zum Zweck bist.

Ich habe sehr große Zweifel daran, dass er nach nichtmals 2 Jahren den tragischen Tod seiner Tochter so gut verarbeitet haben soll...
Vermutlich (!) fühlt er sich einsam, hilflos und vermisst auch Sachen wie Zuneigung, Zärtlichkeiten, etc.

Zusätzlich hasst er seine Frau, was auch auf emotionaler Ebene völlig nachvollziehbar ist.
Womit kann er sie wohl am meisten treffen?
Mit der Beziehung zu einer langjährigen Freundin, die zufälligerweise auch noch interessiert ist. Hm.
Die Frau, die ihm gerade tollen Sex, Zuneigung, Geborgenheit und Verständnis entgegen bringt, seinen Hass sogar teilt.
Für mich liest sich das nicht nach Liebe, sondern nach emotionaler Bedürftigkeit.

Daran ist erstmal nichts verkehrt, wenn beide Parteien glücklich damit sind.
Aaaaaber es kann dir passieren, dass du ausgetauscht wirst, sobald du deinen Zweck nicht mehr erfüllst.

Natürlich trägst du auch keine Verantwortung für Gabi, die aufgrund von zwei Fehlern nun eine schreckliche Last mit sich herum trägt.
Wie fühlt es sich an, sie zu besuchen und sie dazu drängen zu wollen, dass sie sich die Schuld am Tod ihres Kindes endlich eingesteht, während du hinter ihrem Rücken mit ihrem Mann schläfst?
Auch das kann massive Auswirkungen auf sie haben, wenn sie das Ganze erfährt.

Ich hoffe sehr, dass ihr einen Weg findet, der Frau das alles beizubringen, ohne sie komplett in den Abgrund zu stürzen.
 
Dass eine Ehe durch so einen schlimmen Verlust und der Trauer zu grunde geht, kommt ja leider häufig vor und ich kann auch nachvollziehen warum. Habe es selbst im näheren Umfeld erlebt, auch das mit den Schuldzuweisungen.

Aber was erwartet ihr denn von Gabi? Dass sie sagt "ja ich hab mein Kind umgebracht"???

Abgesehen davon,verstehe ich nicht ganz, was das, mit euch zu tun hat? bzw. mit dir? Du hast dich als Freundin von Gabi, auf ein Techtelmechtel mit Holger eingelassen ohne "Begründung". Ich kann diese Gedankengänge absolut nicht verstehen, wie man sowas machen kann. Anscheinend hast du das ja auch bewusst gemacht. Warum?

Weil mir Holger Leid getan hat und ich gesehen habe wie ihn das alles fertig macht.

Sicher ist es moralisch nicht fair gewesen. Es war aber auch in gewisser Weise eine Art des Trostes und des Ablenken.
 
Pinar, verstehst du überhaupt, was hier geschrieben wird? Bist du emotional erreichbar? Ich zweifel das gerade an.
Es geht nicht nur um harte Fakten, sondern es geht um tiefe Gefühle, Leid, Schmerz. Schmerz, der im schlimmsten Fall das sprengt, was aushaltbar ist. Ich sehe tatsächlich die Gefahr, dass sich Gabi das Leben nimmt. Das ist drastisch, das so zu schreiben. Aber das ist die Angst, die ich habe, wenn ich mich reinfühle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, woooow.

Als Mitleid mit den Mann einer Freundin ins Bett steigen, obwohl die Freundin gerade zugrunde geht. An Gabi hast du da wohl dann nicht gedacht

Ich weiss was du denkst.

Nein in dem Moment haben wir beide nicht an Gabi gedacht. Es ist nicht leicht es zu begreifen aber das war für Holger eine Art das ganze zu bewältigen. Er sagt auch er bereut es nicht und ist froh dass ich ihn unterstütze.
 
Pinar, verstehst du überhaupt, was hier geschrieben wird? Bist du emotional erreichbar? Ich zweifel das gerade an.
Es geht nicht nur um harte Fakten, sondern es geht um tiefe Gefühle, Leid, Schmerz. Schmerz, der im schlimmsten Fall das sprengt, was aushaltbar ist. Ich sehe tatsächlich die Gefahr, dass sich Gabi das Leben nimmt. Das ist drastisch, das so zu schreiben. Aber das ist die Angst die ich habe, wenn ich mich reinfühle.

Man muss aber auch ihn sehen. Er geht genauso daran zu Grunde.
Die Bedenken die du schreibst kann ich schon sehen, nur hat er sich entschieden dass es mit ihr nicht weiter funktioniert.
 
Man muss aber auch ihn sehen. Er geht genauso daran zu Grunde.
Die Bedenken die du schreibst kann ich schon sehen, nur hat er sich entschieden dass es mit ihr nicht weiter funktioniert.

Ich glaube, du verstehst es einfach nicht. Hier schreibt niemand, dass er Gabi aufopfernd unterstützen muss, es ist klar, dass auch er leidet, verarbeiten muss. Aber es gibt einen riesen Unterschied zwischen "ich kann gerade nicht mehr und ziehe mich zurück" und "ich fange mit unserer gemeinsamen langjährigen Freundin ein neues Leben an". Verstehst du den Unterschied nicht?

Das fatale daran finde ich den immensen Vertrauensbruch. Nach solch einem Erlebnis ist das Vertrauen in das Leben meist eh fundamental erschüttert. Ich gehe davon aus, dass sie schwer traumatisiert ist.
 
Ich finde es sehr beklemmend, wie leichtfertig hier mit dem Schuldbegriff umgegangen wird. Was passiert ist, ist ein unfassbares Unglück und für die gesamte Familie eine Katastrophe, mit der die Eltern des verstorbenen Mädchens sich auseinandersetzen müssen, solange sie leben.

Die Schuldfrage ist vielleicht naheliegend, weil augenscheinlich auch Fehler passiert sind. Aber diese Fehler, die da gemacht wurden, sind menschlich. Das hätte zigtausenden Menschen passieren können. Man hat den Kindersitz bereits hundert Mal festgemacht, das Klicken beim Einrasten sogar im Ohr, es sollte nicht passieren, klar, aber es kann jedem passieren, man denkt, er sitzt fest, man denkt, man hat gehört und gespürt, wie er in der Fixierung einrastet, aber hat sich geirrt. Man ist vielleicht in Eile, man hat Stress und Zeitnot, das Kind quengelt, man hat nachts kaum geschlafen, weil das Kind ständig wach war, ist unkonzentrierter als sonst, was weiß ich. Ausgerechnet an diesem Tag und auf dieser Fahrt, verschätzt man sich auch noch in der Kurve mit der Geschwindigkeit, hat vielleicht nicht erkannt, dass die Straße noch nass ist oder die Situation einfach nicht richtig eingeschätzt, was auch nicht selten vorkommt unter Autofahrer*innen. In 99,9% der Fällen geht es gut, man kriegt die Kurve noch, puh, haarscharf.
In dem Fall ging es nicht gut. Ich kann mir nur ganz, ganz entfernt und sehr vage vorstellen, wie schwer das auf Gabi lasten muss. Die Folgen ihrer Fehler haben zum Tod ihres Kindes geführt. Das hat niemand gewollt. Wie soll man damit weiterleben und vor allem nach so kurzer Zeit?

Ich finde die Erwartungen und Forderungen an sie, was ein offizielles Schuldeingeständnis und das Aufsichnehmen der Schuld betrifft, sehr schwierig. Eigentlich unmöglich und menschlich unterirdisch. Auch wenn Holgers Trauer und alles, was ihm helfen könnte, natürlich nicht vom Tisch zu wischen ist. Ich finde, er darf sich wünschen und darauf hoffen, dass Gabi Fehler eingesteht, aber es verlangen und einfordern? Nein, das geht nicht. Vor allem auf so forsche, unreflektierte Art und Weise.
Schuld ist eines der ältesten, größten und kompliziertesten Themen der Welt.

Mich erschreckt es, wie hier mit dem Begriff und seiner Bedeutung umgegangen wird.

Total wichtiger Beitrag, sehe ich auch so!
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
B Wie akzeptieren das man nie im Leben geleckt werden wird Sexualität 18

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 224) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben