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Investieren in Krisen-Zeiten - ein Gedankenaustausch

Wer auf Nummer Sicher gehen will, dem empfehle ich Aktien von Rüstungsfirmen. Dass es in Zukunft Kriege um Ressourcen geben wird (Wasser; Boden, auf dem noch etwas wächst; Rohstoffe) halte ich für so sicher wie das Amen im Gebet.
Guter Gedanke, aber wenn der Gedanke erst mal da ist, ist es auch schon wieder zu spät
 
Hmmm... also ich hege gewisse, langsam und sehr vorsichtig aufkeimende Hoffnung, dass dieses Jahr doch noch ein zumindest versöhnliches Börsenjahr werden kann.

Kein Gutes freilich, aber auch nix Katastrophales.
Nach drei akzeptablen bis sehr guten Jahren in Folge (2019 - 2021) eigentlich verschmerzlich.
Mit etwas Glück, kann sogar 2018 überboten werden.

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Tatsächlich werde ich derzeit eher pessimistischer, eben weil es gut läuft und die Bullen so laut jubeln.

Ich bin der Meinung, dass man sehr wenig an der Börse wissen und vorhersagen kann, auch wenn es zig "Signale" gibt, die Experten immer deuten.
Es gibt aber eine Sache, die recht zuverlässig ist: Der Leitzins. In den letzten 50 Jahren galt fast immer, dass es ab einem gewissen Leitzinssatz, ca. 5%+X kräftig abwärts ging.

Zwar war dann immer ein schwarzer Schwan der Auslöser, aber dieser schwarze Schwan folgte komischerweise immer nur kurze Zeit nach dem Top des Leitzinses. Je höher die Zinsen, desto wackliger werden Aktien.... und fallen irgendwann um.

Wir stehen jetzt kurz vor US Leitzinsen, welche die 3% überschreiten werden und wenn es wie geplant weiter geht auch die 4%. Dies ist bereits jetzt das zinsbezogen schlechteste Umfeld für Aktien seit 10 Jahren.

Gleichzeitig steht der MSCI World aber auf einem relativ hohen Niveau, bei dem fraglich ist, ob die Zinserhöhung bereits eingepreist ist.
Erst Recht wenn man bedenkt, dass viele Analysten wie selbstverständlich von einer Zinssenkung in 2024 ausgehen und die Kurse vor allem von privaten Investoren getrieben werden.

Klar können die wie auch im Corona Crash 2020 die Privatanleger Recht behalten und klar kann es sowieso immer weiter aufwärts gehen. Und man kann auch sagen "Hey ich warte bis die Leitzinsen über 5% sind". Aber ich glaube dies ist nicht das Umfeld wie 2020, bei dem auf lange Sicht kaum Alternativen zu Aktien bestanden.

Dazu passt, es es durchaus bekannte Anleger gibt, die jetzt sogar aussteigen:
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Ich bin und werde weiter investiert bleiben, aber es ist vermutlich kein guter Zeitpunkt um "all in" zu sein.
 
Wir stehen jetzt kurz vor US Leitzinsen, welche die 3% überschreiten werden und wenn es wie geplant weiter geht auch die 4%.

Dass die 3% noch fallen halte ich ob der galoppierenden Inflation für sehr wahrscheinlich. Die 4%... nope, das denke ich persönlich nicht.
Sobald der Inflationsdruck nachlässt, werden die US-Leitzinsen nicht nur stagnieren sondern in der Tat wohl wieder etwas gesenkt werden.

Dies ist bereits jetzt das zinsbezogen schlechteste Umfeld für Aktien seit 10 Jahren.

Naja... ja, schon... nur war das Umfeld der letzten 10 Jahre so ziemlich das jemals Beste für Aktien, welches es je (unter den noch Lebenden) gegeben hat.

Gleichzeitig steht der MSCI World aber auf einem relativ hohen Niveau, bei dem fraglich ist, ob die Zinserhöhung bereits eingepreist ist.
Erst Recht wenn man bedenkt, dass viele Analysten wie selbstverständlich von einer Zinssenkung in 2024 ausgehen und die Kurse vor allem von privaten Investoren getrieben werden.

Tja... die Frage stelle ich mir halt auch.

Und man kann auch sagen "Hey ich warte bis die Leitzinsen über 5% sind". Aber ich glaube dies ist nicht das Umfeld wie 2020, bei dem auf lange Sicht kaum Alternativen zu Aktien bestanden.

Welche Alternativen siehst du denn momentan zu Aktien, wenn man etwas Rendite für das Alter haben möchte?
Ich jedenfalls bewundere die Kurzsichtigkeit der Leute, die jetzt wieder ihr Bargeld schubkarrenweise in Festanlagen parken möchten, weil die Volksbank um die Ecke wieder sagenhafte 1% Zinsen anbietet... in einem kostenpflichtigen Depot.... bei 8% Inflation...
ABER HEY, wenigstens kein Strafzins bezahlt 🤣
 
Welche Alternativen siehst du denn momentan zu Aktien, wenn man etwas Rendite für das Alter haben möchte?
Ich jedenfalls bewundere die Kurzsichtigkeit der Leute, die jetzt wieder ihr Bargeld schubkarrenweise in Festanlagen parken möchten, weil die Volksbank um die Ecke wieder sagenhafte 1% Zinsen anbietet... in einem kostenpflichtigen Depot.... bei 8% Inflation...
ABER HEY, wenigstens kein Strafzins bezahlt 🤣
Wenn du so denkst, dass dürften aber fast garkeine Menschen in festverzinsliche Anlagen investieren, weil diese auf lange Sicht immer schlechter sind als Aktien und meist auch nicht den Inflationsausgleich schaffen.
Tatsächlich ist der Anlagenmarkt aber sogar größer als der Aktienmarkt.
Es gibt also durchaus sehr viele Menschen, die lieber einen kleinen sicheren Zins nehmen als eine große schwankende Rendite.
Und je stärker der Zins steigt umso mehr Menschen, die bisher Aktien haben, werden zumindest teilweise mit Anleihen liebäugeln.

Du fragst, welche Alternative ich zu Aktien sehe. Erlaube mir die Gegenfrage: Würdest du jedem eine Aktienquote von 100% empfehlen?
Früher galt das 60/40 Depot als Standard. Ich bin ja bei dir! Aktien bieten einen besseren Inflationsschutz als Anleihen, aber es geht vielen Menschen eben nicht nur um die langfristig optimierte Anlage, sondern auch um die Sicherheit kurzfristig keine zu starken Verluste erleiden zu können.

Ich bin überzeugt, dass du, ich und viele Andere selbst mit 100% Aktienquote auf lange Sicht nicht viel falsch machen können, für Viele ist ein steigender Zins aber eine Chance das Risiko (im Sinne von Schwankung) in einem Depot zu reduzieren, ja selbst wenn dies Rendite kostet.
 
Ich habe aktuell in tiefgaragenplätze in Berlin investiert und komme auf 15% Rendite.

Wichtig ist, dass man die Plätze mit 11 kW ladepunkten ausrüsten, dann kann man locker 250 Euro Miete pro Monat nehmen.

Die Nachfrage nach Plätzen mit E- anschluss wird immer weiter steigen.
 
Hat mich doch gleich gewundert, dass 0,2% Unterschied (8,5% statt 8,7% Inflation in den USA) gleich eine Euphorie auslösen und eine Ralley. Jetzt ein paar Sätze von einem Menschen (US-Notenbank) und schon geht es in die andere Richtung. Man weiß nicht, wie man es machen soll. Bei den Leuten wird Angst, Stress und Druck aufgebaut. Macht man was, kann es falsch sein. Macht man nichts, kann es auch falsch sein.

So also, spekulieren wir auf eine Kurskorrektur von ~40% oder 50%, damit wir beim Dip einkaufen können. Ist halt etwas pervers auf weitere Krisenverschärfung zu hoffen.

Oder geht man jetzt rein, weil Optimisten sagen, die Kurse sind gerade günstig. Dann kann man wenigstens auf eine bessere Welt hoffen (weil sich die Krisen beruhigen sollen).
 
Hat mich doch gleich gewundert, dass 0,2% Unterschied (8,5% statt 8,7% Inflation in den USA) gleich eine Euphorie auslösen und eine Ralley. Jetzt ein paar Sätze von einem Menschen (US-Notenbank) und schon geht es in die andere Richtung. Man weiß nicht, wie man es machen soll. Bei den Leuten wird Angst, Stress und Druck aufgebaut. Macht man was, kann es falsch sein. Macht man nichts, kann es auch falsch sein.

So also, spekulieren wir auf eine Kurskorrektur von ~40% oder 50%, damit wir beim Dip einkaufen können. Ist halt etwas pervers auf weitere Krisenverschärfung zu hoffen.

Oder geht man jetzt rein, weil Optimisten sagen, die Kurse sind gerade günstig. Dann kann man wenigstens auf eine bessere Welt hoffen (weil sich die Krisen beruhigen sollen).

Bei Leuten die schnell reich werden wollen oder die keine Ahnung haben baut man Angst und Druck auf.

Breit gestreut kaufen und geduldig sein. Man sollte in Jahren oder Jahrzehnten denken, dann löst die Krise morgen keinen Stress aus und die vermeintlich geringere Inflation keine Euphorie.

Die letzten Jahre waren für mich eher ernüchternd, aber weit besser als die 0% auf meinem Tagesgeldkonto. Das sollte immer die letzte Alternative sein. Oder eigentlich gar keine. Auch nicht dann wenn die Banken bald mit 0,1 oder 0,2% „locken“.
 
0,1 ist nicht wirklich eine Verlockung Wobei man die Kontogebühren zahlen muss.

Wegen versteuern ist es so, dass man doch erst ab 8000 steuerfrei im Jahr kriegt. Die Frage ist ,ob die 8000 nur von der Rendite kommen sollen Oder mit dem gesparrten zusammen rechnen?

Ich würde auch an mehrere Stellen Geld anlegen und nicht alles auf eine Karte setzen.
Ich Weiss Ehrlich gesagt nicht Wie ich auf den Gedanken kam, ich überlege ein schweizer konto zu errichten und um notfalls mein Ersparrtes davon abzuheben. Hat einer von euch ein schweizer Bankkonto? Oder Kann mir jemand eine Bank empfehlen die 0 Kontogebühren hat?
 
0,1 ist nicht wirklich eine Verlockung Wobei man die Kontogebühren zahlen muss.

Wegen versteuern ist es so, dass man doch erst ab 8000 steuerfrei im Jahr kriegt. Die Frage ist ,ob die 8000 nur von der Rendite kommen sollen Oder mit dem gesparrten zusammen rechnen?

Ich würde auch an mehrere Stellen Geld anlegen und nicht alles auf eine Karte setzen.
Ich Weiss Ehrlich gesagt nicht Wie ich auf den Gedanken kam, ich überlege ein schweizer konto zu errichten und um notfalls mein Ersparrtes davon abzuheben. Hat einer von euch ein schweizer Bankkonto? Oder Kann mir jemand eine Bank empfehlen die 0 Kontogebühren hat?

Fast jede Online Bank hat 0 € Kontoführungsgebühr: DKB, Comdirect, N26, ING.... manchmal muss man bestimmte Bedingungen erfüllen. Bei der Comdirect muss man einen aktiven Sparplan haben. Es reicht hier also für 25 € im Monat irgendwas zu besparen. Bei der ING braucht man einen Gehaltseingang.

Meinst du mit 8.000 € den Steuerfreibetrag? Der liegt mittlerweile bei 9.984 €.
Deine Gesamterträge sind bis zu dieser Grenze steuerfrei. Wie viel Vermögen du hast ist für diese Grenze egal.
Wichtig: hier wird auch ein mögliches Arbeitseinkommen hinzugerechnet.
Also verdienst du z.B. 400 € im Monat = 4.800 € im Jahr, hast du noch noch 5.184 € Restfreibetrag, die du steuerfrei durch Kapitalerträge erhalten kannst.

Ein schweizer Bankkonto kannst du anlegen, bist aber solange du in Deutschland lebst, verpflichtet Erträge von diesem Bankkonto bei der Steuer anzugeben, ansonsten ist da Steuerhinterziehung.

Ich würde den Fokus aber nicht auf all das von dir genannte legen, sondern auf eine breit gestreute Anlage über Aktien, Immobilien, Gold, Rohstoffe usw.
Das kannst du auch bei nur EINER Bank machen, da die Aktien z.B. Sondervermögen sind und dir auch bei einer Bankenpleite zu 100% gehören.
 

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