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Fühle mich übergangen - wie handeln?

Heute sind für eine Hochzeit auf dem Standesamt keine Trauzeugen mehr nötig. Seit 1998 liegt es alleine in der Hand des Hochzeitspaares, ob sie überhaupt ein oder zwei Trauzeugen bestellen wollen.
Wer Trauzeugen haben möchte, kann das machen. Vielleicht hilft es dir, dir klarzumachen, was Trauzeugen eigentlich tun. Sie setzen ihre Unterschrift auf ein Stück Papier und das war es. Nie wieder wird im Leben darüber gesprochen und es hat auch keine besondere Bedeutung. Es ist keine besondere Auszeichnung auf ein Stück Papier eine Unterschrift zu setzen und dann wird in Zukunft nichts passieren.
Geh zur Hochzeit, wenn du eingeladen bist und beobachte dich selber, wie du dich verhälst. Sich übersehen fühlen passiert schnell aber zu schauen, was man delber dazu beiträgt ist etwas anderes. Du machst dich zum Schwarzen Schaf. Das isst Problemlösung. Ich denke, wenn du keine Einladung bekommst, geht der Schwester davon aus, dass sie das bei dir nicht machen braucht. Du bist die Schwester und weißt, wann die Hochzeit ist.
 
Vielleicht hilft es dir, dir klarzumachen, was Trauzeugen eigentlich tun.
Das finde ich eine sehr gute Idee, und zwar weil es mW gerade nicht so ist:
Sie setzen ihre Unterschrift auf ein Stück Papier und das war es.
Wenn man sich so durchs Internet liest, dann ist heutzutage die Aufgabe der Trauzeugen häufig, sich massivst an der Organisation der Hochzeitsfeier zu beteiligen bzw diese zu organisieren einschl. Geschenke, Spiele und sonstigen Kram. Da wäre ich froh, wenn ich das nicht machen müsste.
 
Ich will kein Drama. Ich will nur nicht mehr das fünfte Rad am Wagen sein und dieses Gefühl werde ich immer haben, so lange noch Kontakt besteht.

Wenn du nur die Hochzeit 'schwänzen' willst, könntest du dich einfach am Tag der Anreise mit Krankheit entschuldigen.

Das ist dann zwar eine Lüge, wäre im gegebenen Zusammenhang für das langfristige Verhältnis zu Schwestern und Rest der Verwandtschaft vermutlich besser.

Betrachte es mal aus der Sicht der Braut:

Der Hochzeitstag ist ihr großer Tag (hoffentlich heiratet sie ja nur einmal im Leben).

Und dann muss sie auf Schritt und Tritt auf die Frage: 'Wo ist eigentlich Hanna?' antworten: 'Die kommt nicht.'

Falls dann jemand nach dem Grund fragt, geht ein: 'die Arme liegt mit Magen Darm Grippe zuhause' sicher flüssiger über die Lippen als der wahre Grund.

Den Kontakt mit Schwestern abzubrechen, aber mit z. B. den Eltern zu erhalten stelle ich mir sehr schwierig vor.

Sollen die dann zu großen Festen wählen müssen, ob sie dich einladen oder deine beiden Schwestern?

Oder willst du kommen und die Schwestern dann konsequent schneiden?
 
Zur Frage nach dem schwarzen Schaf : Es ist seit unserer Kindheit schon so, dass die Verantwortung für Konflikte meist mir zugeschoben wurde. Meine Schwestern haben sich geschickt als Opfer inszeniert (ich bin die Älteste) und das hat sich in den Köpfen derart eingebrannt, dass mir diese Rolle immer noch zukommt. Der Höhepunkt war eine körperliche Verletzung, die eine meiner Schwestern mir zugefügt hatte und für die ich dann selbst verantwortlich gemacht wurde (körperliche Gewalt hat weder vor noch nach diesem Ereignis jemals wieder stattgefunden). Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass ich mich immer richtig verhalten habe, aber da gibt es definitiv ein Ungleichgewicht in der Wahrnehmung von Schuld.
Meine Geschwister und ich sind auch von Grund auf unterschiedlich, was ja an sich schon Konfliktpotential bietet. Ich bin als einzige von uns eher introvertiert und interessiere mich oft nicht für die gleichen Themen wie meine Schwestern. Aber es gibt natürlich trotzdem Berührungspunkte in der Freizeitgestaltung, weshalb das nicht erklärt, warum ich nicht eingebunden werde. Ich habe einige Zeit im Ausland gelebt und meine Schwestern wissen, dass ich zum Beispiel gerne reise. Wahrscheinlich wären meine Kenntnisse der Landessprache beim Urlaub sogar hilfreich gewesen.
Die Idee, die Hochzeit unter dem Vorwand einer Krankheit abzusagen, finde ich ganz gut. Damit würde man vermeiden, unser zerrüttetes Verhältnis zum Hauptgesprächsthema der Hochzeit zu machen (was meiner Schwester ja durchaus auch ihre Hochzeit verderben könnte und das will ich ja gerade nicht) und ich wäre damit trotzdem vor dem Gefühl geschützt, mich innerhalb der Geschwistergruppe alleine zu fühlen.
Das Aufeinandertreffen auf anderen Familienfeiern könnte aber tatsächlich problematisch werden. An den Weihnachtsfeiertagen könnte ich meinen Besuch bei unseren Eltern auf einen anderen Tag legen als meine Geschwister, bei Taufen und Geburtstagen ist das nicht möglich. Grundsätzlich ist es mir egal, ob der Rest der Verwandtschaft über mich und meine Entscheidung redet, aber dass sich das Verhältnis zu mir verändert, möchte ich natürlich nicht. Die schlechte Stimmung zwischen meinen Geschwistern und mir würde mit Sicherheit auffallen und könnte im schlimmsten Fall mit der Konsequenz verbunden sein, dass ich gar nicht mehr eingeladen werde und gänzlich ausgeschlossen bin.
Ach, es ist einfach so schwierig. Ich denke aber nicht, dass ein klärendes Gespräch mit meinen Schwestern den Konflikt löst, dafür ist er einfach zu tief verwurzelt.
 
Zur Frage nach dem schwarzen Schaf : Es ist seit unserer Kindheit schon so, dass die Verantwortung für Konflikte meist mir zugeschoben wurde. Meine Schwestern haben sich geschickt als Opfer inszeniert (ich bin die Älteste) und das hat sich in den Köpfen derart eingebrannt, dass mir diese Rolle immer noch zukommt. Der Höhepunkt war eine körperliche Verletzung, die eine meiner Schwestern mir zugefügt hatte und für die ich dann selbst verantwortlich gemacht wurde (körperliche Gewalt hat weder vor noch nach diesem Ereignis jemals wieder stattgefunden). Ich will damit auf keinen Fall sagen, dass ich mich immer richtig verhalten habe, aber da gibt es definitiv ein Ungleichgewicht in der Wahrnehmung von Schuld.
Meine Geschwister und ich sind auch von Grund auf unterschiedlich, was ja an sich schon Konfliktpotential bietet. Ich bin als einzige von uns eher introvertiert und interessiere mich oft nicht für die gleichen Themen wie meine Schwestern. Aber es gibt natürlich trotzdem Berührungspunkte in der Freizeitgestaltung, weshalb das nicht erklärt, warum ich nicht eingebunden werde. Ich habe einige Zeit im Ausland gelebt und meine Schwestern wissen, dass ich zum Beispiel gerne reise. Wahrscheinlich wären meine Kenntnisse der Landessprache beim Urlaub sogar hilfreich gewesen.
Die Idee, die Hochzeit unter dem Vorwand einer Krankheit abzusagen, finde ich ganz gut. Damit würde man vermeiden, unser zerrüttetes Verhältnis zum Hauptgesprächsthema der Hochzeit zu machen (was meiner Schwester ja durchaus auch ihre Hochzeit verderben könnte und das will ich ja gerade nicht) und ich wäre damit trotzdem vor dem Gefühl geschützt, mich innerhalb der Geschwistergruppe alleine zu fühlen.
Das Aufeinandertreffen auf anderen Familienfeiern könnte aber tatsächlich problematisch werden. An den Weihnachtsfeiertagen könnte ich meinen Besuch bei unseren Eltern auf einen anderen Tag legen als meine Geschwister, bei Taufen und Geburtstagen ist das nicht möglich. Grundsätzlich ist es mir egal, ob der Rest der Verwandtschaft über mich und meine Entscheidung redet, aber dass sich das Verhältnis zu mir verändert, möchte ich natürlich nicht. Die schlechte Stimmung zwischen meinen Geschwistern und mir würde mit Sicherheit auffallen und könnte im schlimmsten Fall mit der Konsequenz verbunden sein, dass ich gar nicht mehr eingeladen werde und gänzlich ausgeschlossen bin.
Ach, es ist einfach so schwierig. Ich denke aber nicht, dass ein klärendes Gespräch mit meinen Schwestern den Konflikt löst, dafür ist er einfach zu tief verwurzelt.

Wenn es sich um ein tief eingegrabenes Verhaltensmuster bei den beiden handelt, ist es ihnen wahrscheinlich noch nicht einmal bewusst.

Darum wird Sprechen darüber mit den beiden Schwestern wenig bewirken.

Es klingt vielleicht merkwürdig, aber hast du dir schon einmal überlegt, eine Therapie zu machen?

Wie die beiden sich verhalten, kannst du nicht direkt beeinflussen, aber wie du dich fühlst, schon.

Es ist häufig so, dass Eltern bei Streit zwischen Geschwistern Partei für das jüngere Kind ergreifen - einfach, weil sie davon ausgehen, dass das mehr Schutz braucht.

Dafür lernt das älteste Kind meist früher, Verantwortung zu übernehmen und kennt noch die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern.

Wenn du als Erwachsene noch leidest, nicht zu den jüngeren Geschwistern zu gehören, kannst du versuchen, deinen Zugang dazu zu ändern, wenn du das möchtest.
 
Aber irgendwie hängst du daran, weil es deine Schwestern/Familie ist. Familie kann man sich nicht aussuchen, da passen schon mal viele Menschen nicht zusammen.
Es kann dir Wuppe sein, was deine Schwestern machen. Ihr versteht euch nicht, dann würde ich mich zurückziehen und Schwestern Schwestern sein lassen. Das gibt doch nur Ärger.
Wenn du nicht zur Hochzeit willst, dann bist du krank oder hast anderweitige Termine.
Du schleppst das Schwarze Schaf schon dein ganzes Leben mit dir herum. Dass du introvertiert bist, hört sich bei dir wie ein Makel an. Sei stolz darauf. Introvertierte haben viele positive Eigenschaften.
Vielleicht kann dir eine Therapie helfen, damit zu leben, dass deine Familie so ist wie sie ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geschwisterrivalitäten sitzen tief und reichen weit ins Leben.

Trotzdem solltest Du mal versuchen zurückzutreten und es mit Abstand zu betrachten. Zwischen Kindern entsteht die Dynamik, die die Eltern fördern. Wenn Du als Älteste immer in die Verantwortung genommen wurdest, ist das doch eher ein Thema, das Du mal mit Deinen Eltern besprechen solltest? Mich erstaunt, dass Dein Verhältnis zu ihnen gut ist und Du für die Verletzungen Deiner Kindheit Deine Schwestern verantwortlich machst, die zu dem Zeitpunkt Kinder waren, jüngere obendrein.

Eine Therapie wird von der Kasse bezahlt, wenn die therapierende Person Behandlungsbedarf feststellt. Auf jeden Fall solltest Du das Thema bearbeiten. Alternativ zur Therapie kann man sich auch einen Coach suchen. Den muss man aber wirklich selbst zahlen.
 

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