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Mein Freund verträgt keine Kritik

  • Starter*in Starter*in Katyyy
  • Datum Start Datum Start
Also ist es eigentlich der Haushalt der Mutter deines Freundes🤔
Teilt ihr euch alle Räume? Oder nur die Küche?
Die beiden haben da wahrscheinlich jahrelang so miteinander gelebt. Und es war ihnen immer „sauber genug“.
Ich finde die ganze Situation immer noch schräg. Nichtmal negativ. Aber wenn man sich auf sowas einlässt sollte man auch damit rechnen dass alles etwas „ anders“ ist.
Ich kann auch verstehen, dass er eledigt ist wenn er Zeitungen austrägt. Auch wenn das nur ein paar Stunden sind. Aber er muss dann bestimmt frühmorgens oder gar Nachts raus. Das schlaucht, wenn man eigentlich ne Eule und Langschläfer ist.
Kann es sein, dass du so vielbeschäftigt bist, weil du dich dort in der Konstellation nicht besonders wohlfühlst?🤔
 
Bei derart unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich Sauberkeit war es doch nur eine Frage der Zeit bis das zum Problem wird. Auch mit der Mutter im gleichen Haus die sich verständlicherweise auch nicht alles im eigenen Haus vorschreiben lassen will.
Dein Freund versucht ja bereits Deinen Vorstellungen entgegen zu kommen, kann es Dir aber offensichtlich nicht recht machen.
Wenn Dir der Mann und die Beziehung zu ihm wichtig sind, findest Du entweder einen Kompromiss (was bedeutet dass auch Du ihm entgegen kommen musst) oder du suchst Dir eine eigene Wohnung.
 
Wo bitte gibt es heute noch kinderlose Hausfrauen? Das ist etwas aus dem letzten Jahrhundert.

Das ist so ein Ungleichgewicht, der eine müde vom Arbeiten, der andere vom Nichtstun.

Und ich glaube so hat der junge Mann sich das nicht vorgestellt, das süße Leben,
mit festen Aufgaben wie der Wäsche, Fenster putzen usw.

Alleine dass er sich nicht schämt, das Geld, das sein Vater sicher hat erarbeitet hat, einfach zu verleben.

Null für die gemeinsame Zukunft tun. Sondern von der Partnerin noch Geld nehmen dass die gezwungen ist, noch einen nebenjob zu machen.
Einfach schäbig.

Ich kann an diesem Mann samt seines Lebensstils nichts Gutes finden.

Wie lange kommt er denn hin so bis er Hartz4 beantragen muss?
Natürlich gibt es auch kinderlose Frauen, die zu Hause bleiben wollen und können, weil der Mann genug verdient, aus gesundheitlichen Gründen, Langzeitarbeitslosigkeit oder weil sie nach x Jahren ihren Job verloren haben. Tut mir leid, dass du keine kennst. Zu glauben, dass Frauen keine anderen Hobbies oder Ziele haben, als Kinder in die Welt zu setzen, das ist doch eher ein Fall für das letzte Jahrhundert. Es gibt ausserdem genug Frauen die einfach ihren Hobbies nachgehen, nachdem die Kinder aus dem Haus sind. Zu Hause zu bleiben bedeutet schliesslich nicht, dass man nichts anderes tut als die Wohnung zu putzen.
 
Die Mutter meines Freundes hat keine separate Wohnung. Einige Räume, in denen wir uns aufhalten (Wohnzimmer, Schlafzimmer) betritt sie aber nicht. Privatsphäre haben wir schon.

Bevor ich hier eingezogen bin, lief das noch ein wenig anders. Vor meinem Einzug hat sie noch einige Aufgaben im Haus erledigt, die sie inzwischen nicht mehr macht.

Mein Eindruck ist, dass mein Freund und seine Mutter so geworden sind, weil sie zu sehr verwöhnt wurden. Seine Tante - die Schwester seiner Mutter - ist ganz anders als seine Mutter, eine sehr fleißige Frau. Aber anstatt ihrer Schwester mal ordentlich in den Hintern zu treten, kommt sie sporadisch vorbei und nimmt ihr diverse Aufgaben ab.

Irgendwie erinnert mich die Situation an eine ehemalige gute Freundin von mir. Das war eine liebe Person, nur leider kaum belastbar. Am Anfang ist mir das nicht so aufgefallen, wir waren gemeinsam auf der Berufsschule und machten dort unsere privaten Verabredungen aus. Nach der Ausbildung meldete sie sich aber kaum noch von sich aus bei mir (eigentlich nur zum Geburtstag und Silvester). Sie jammerte ständig rum über ihr ach so stressiges Leben und dass sie einfach viel zu wenig Zeit hatte. Wenn ich sie treffen wollte, musste ich sie anrufen oder anschreiben und vorschlagen, was wir machen sollten. Das funktionierte jahrelang ganz gut, weil ihre Rückrufe und schriftlichen Antworten nicht lange auf sich warten ließen. Obwohl es mich insgeheim schon ärgerte, dass ich auch die ganze Organisation übernehmen musste, wenn ich 60-70 Wochenstunden im Büro saß und einen langen Arbeitsweg hatte, während sie nur 35 Stunden arbeitete und ihre Arbeitsstelle in der Nähe ihrer Wohnung war. Sie jammerte immer wieder, wie stressig doch ihr Leben war und wie wenig Zeit sie doch hatte.

Als sie aus ihrem Elternhaus auszog und sich eine eigene Wohnung nahm, wurde das noch schlimmer. Ihren Haushalt hatte sie immer im Griff, das muss man ihr lassen. Ihre Wohnung war sauber und ordentlich, ich fühlte mich sehr wohl bei ihr. Aber die Organisation unserer Treffen wurde im Laufe der Zeit schwieriger.
Sie war ja schon immer schwer erreichbar. In den ersten Jahren hat sie aber wenigstens am nächsten, spätestens übernächsten Tag zurückgerufen oder geschrieben. Das hat dann später immer länger gedauert. Ich finde es ja schon schräg, wenn jemand eine ganze Woche braucht, um auf eine simple kurze Frage zu antworten. Wenn das "mal" vorkommt, sage ich nichts. Aber wenn das irgendwann nur noch so abläuft, ist das ganz schön frustrierend. Bei Anrufen dasselbe Spiel. Wenn ich angerufen habe, war sie generell nicht erreichbar. Egal ob ich nur einmal oder mehrmals angerufen habe, am Ende hat es immer mehrere Monate bis zu einem halben Jahr gedauert, bis sie mich endlich zurückgerufen hat. Natürlich hat sie mir dann gleich die Ohren vollgejammert, dass sie mich leider nicht vorher kontaktieren konnte, weil ihr Leben doch ach so stressig war und sie gar keine Zeit hatte. Sie, mit ihrem entspannten 35-Stunden-Job in einer Behörde, die jeden Monat 2-3 Wochen krankgeschrieben war und zu Hause rumsaß.

Irgendwann konnte ich nicht mehr und brach den Kontakt ab. Die letzten 4-5 Jahre dieser "Freundschaft" waren völlig für die Katz, weil ich viel zu viel Zeit damit verplempert hatte, ihr nachzulaufen und von ihr gar keine Eigeninitiative mehr kam. Natürlich habe ich sie mehrmals darauf angesprochen und gefragt, ob sie vielleicht sauer auf mich war. Es kam jedes Mal die Antwort, dass sie das auf keinen Fall war und sie einfach nur ein sehr stressiges Leben und viel zu wenig Zeit hatte. Andere Freunde haben sich aus dem gleichen Grund von ihr zurückgezogen, ihre Kräfte waren irgendwann auch aufgebraucht.

Meine ehemalige Freundin ist alles andere als ein depressiver Mensch. Sie machte auf mich noch nie den Eindruck, psychisch krank zu sein. Mein Gefühl war, dass ihre Familie und Freunde ihr sämtliche Aufgaben, die ihr ein wenig mühevoll erschienen, abgenommen hatten und sie sich darauf ausgeruht hat. Ich finde es jedenfalls nicht normal, wenn ein jüngerer Mensch, der weder körperlich ernsthaft krank ist noch psychische Probleme hat, nicht dazu in der Lage ist, einen ganzen Monat am Stück arbeiten zu gehen. Sie ist ungelogen jeden Monat mindestens 2 Wochen krankgeschrieben (hat sie mir selbst erzählt). Noch schräger finde ich die Erwartung an ihr Umfeld, ihr ständig hinterher telefonieren oder schreiben zu müssen, weil die Ärmste ja ach so viel zu tun hat und nie dazu kommt, ihre Kontakte richtig zu pflegen.

Die Geschichte mit ihr hat mich sehr viel Kraft gekostet. Ich habe Angst, dass die Situation zu Hause irgendwann auch auf Kosten meiner Kräfte geht.
 
Selbstverständlich bezahle ich Miete. Die Nebenkosten werden fair geteilt.

Amory hat das schon ganz richtig erkannt: In einer Partnerschaft macht der Partner, der mehr Freizeit hat, den Großteil des Haushaltes. In vielen Beziehungen arbeitet der Mann in Vollzeit und die Frau in Teilzeit, also macht die Frau mehr im Haushalt.

Bei uns ist es umgekehrt. Ich habe einen Vollzeitjob, einen Nebenjob und ein Fernstudium. Mein Freund arbeitet nur ganz sporadisch 1-3 Stunden täglich, meistens tut er aber nichts. Da ist es doch ganz normal, dass er den Großteil im Haushalt übernehmen muss (das sieht er übrigens auch so).

Unter der Woche kocht er regelmäßig. Am Wochenende mache ich das auch manchmal, aus freien Stücken, weil es mir Spaß macht. Den Einkauf erledigen wir gemeinsam. Wäsche waschen, auf- und abhängen macht jeder für sich selbst.

Mir geht es hier um die Aufgaben, die mit der Reinigung zu tun haben... Putzen, Aufräumen usw. Ich bin sicher nicht pingelig. Aber ich kann das z. B. gar nicht haben, wenn auf dem Boden Schmutzspuren von Schuhsohlen zu sehen sind. In meiner Familie war das generell nie erlaubt, mit Straßenschuhen im eigenen Zuhause rumzulaufen. Wir mussten immer unsere Straßenschuhe am Eingang ausziehen und Hausschuhe anziehen. So pingelig wie meine Mutter bin ich jetzt bei weitem nicht. Wenn es draußen trocken ist, finde ich es nicht schlimm, wenn das Haus mit Straßenschuhen betreten wird.
Aber wenn es regnet oder schneit und nass oder matschig ist, geht das für mich gar nicht. Vor allem nicht in Badezimmer, Esszimmer und Küche. Mein Freund und seine Mutter haben sich noch nie darum geschert und sind früher ständig mit dreckigen Schuhen durchs Haus gelaufen. Er lässt es inzwischen mir zuliebe bleiben, sie leider nicht. Wenn sie von draußen reinkommt und dringend auf Toilette muss, hat sie nicht die Geduld, um noch vorher die dreckigen Schuhe auszuziehen.

Schlimm finde ich auch, dass auf dem Boden in Küche und Esszimmer manchmal Essensreste zu finden sind. Die Mutter meines Freundes ist sehr tollpatschig, ihr fällt öfters mal was Essbares auf den Boden. Aber es kommt ihr nicht in den Sinn, das wegzumachen. Das müssen dann mein Freund oder ich tun, wenn wir einen sauberen Boden haben wollen.

Mir ist es wichtig, dass einmal in der Woche gesaugt wird. Meistens macht mein Freund das, manchmal erledige ich das. Wenn er aber Zeitungen austragen muss oder seinem Nachbarn helfen oder die Temperaturen so hoch sind wie jetzt, dann saugt er nicht. Wenn irgendwas im Haushalt kaputt geht, brauchen er und seine Mutter oft mehrere Monate, um in die Gänge zu kommen und jemanden anzurufen, der das reparieren kann. Schnell geht sowas nur, wenn ich es in die Hand nehme.

Es regt mich halt auf, dass er ganz anders ist, wenn es ums Vergnügen geht. Wenn es um Treffen mit Freunden oder um Hobbys geht, ist er ein sehr aktiver Mensch, der gut und gerne organisiert, schnell und zuverlässig auf Nachrichten antwortet und jede Verabredung einhält. Vorhin beim Essen meinte er, dass er nachher einen Kumpel anrufen und fragen wird, ob dieser evtl. Ende November 2 Tage Urlaub nehmen kann, um mit ihm auf ein Konzert zu fahren. Erst später ist mir eingefallen, dass ich mir wünsche, dass mein Freund über die Winterzeit mal wieder arbeiten geht.

Sein Vater ist schon 2005 oder 2006 gestorben, aber er hat bis Ende 2016 die meiste Zeit gearbeitet. Wir sind seit Mitte 2018 zusammen, die letzten Jahre hatte er keinen richtigen Job mehr. Es kotzt mich auch mächtig an, dass seine Mutter ihm keinen Druck macht. Ihr ist es lieber, wenn er keine Arbeit hat. Dann hat er nämlich immer Zeit, sie spontan irgendwo hinzufahren und ihre Urlaubsvertretung beim Austragen der Zeitungen zu übernehmen.

Auf Hartz IV hat er keinen Anspruch, weil er zu viel besitzt. Das Haus seiner Mutter gehört auf dem Papier noch ihr, aber das Haus seines Vaters hat er geerbt. Verkaufen kann er das Haus des Vaters nicht, weil dort noch jemand drin wohnt, der ein Wohnrecht auf Lebenszeit hat.

Oh je, da haben wir doch das Grundübel:

Seine Mutter hat ihn diesen Lebensstil vorgelebt, freut sich, dass er dank Erbe immer für sie da ist und sagt ihn wahrscheinlich auch ganz oft was für ein toller Junge er sei und dass die Freundin einfach keine Ahnung hat.

Du lebst in einer WG mit einem Mann, der mit seiner Mutter verheiratet ist.

Ob du so leben willst weiter, musst du entscheiden.
 
60 - 70 Wochenstunden im Büro.
Ja klar.
Und wenn - wer das macht ist selber schuld,
„Ich bin soooo fleissig - und die anderen, sooo faul. Weil die ja nur einem stinknormalen Vollzeitjob nachgehen“.
Oh Man 🤮

Kommt drauf an was für ein Bürojob es ist und welche Aufträge man hat.

Dank unserer tollen Politik wird die 35 Stunden Woche eh bald der Vergangenheit angehören.
 
60 - 70 Wochenstunden im Büro.
Ja klar.
Und wenn - wer das macht ist selber schuld,
„Ich bin soooo fleissig - und die anderen, sooo faul. Weil die ja nur einem stinknormalen Vollzeitjob nachgehen“.
Oh Man 🤮

Die TE hat keineswegs geschrieben, dass die Freundin faul ist, weil sie nur 35 h arbeitet. Sie hat sich zu recht beschwert, dass die Freundin sich monatelang nicht mehr melden konnte und auch sonst nichts mehr auf die Reihe bekommen hat.

Das ist bei einem jungen, gesunden Menschen definitiv nicht normal.

Liebe TE, du gerätst anscheinend häufiger an Menschen, die nicht deine Vorstellungen von Leistung teilen. Langfristig passt das wahrscheinlich nicht gut.
Ich glaube, dass dein Freund und du so unterschiedliche Vorstellungen und Ansprüche habt, dass es sehr schwer werden wird, auch nur Kompromisse zu finden. Einer ist immer frustriert.,
 
Kein Mensch nimmt es einer Hausfrau bspw übel, wenn sie zu Hause bleibt, weil der Mann genug verdient oder sie nur einen Minijob oder Ehrenamt nachgeht und nur 10 Stunden die Woche arbeitet. Da gibt es kaum solche gehässigen Kommentare über jemanden, in dessen Schuhen man noch nie gelaufen ist und seine Beweggründe oder Problematik nicht nachempfinden kann, also wird draufgeklatscht, fertig.

Da hab ich andere Erfahrungen gemacht. Es wird generell von der Gesellschaft gefordert immer beschäftigt zu sein. Selbst wenn man finanziell hin kommt sehen das manche als gesellschaftliche Pflicht an zu arbeiten. Weil man ja sonst nichts Sinnvolles zur Gesellschaft beiträgt. 🙂
 

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