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Auskunft Aktien und ETFs

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 41245
  • Datum Start Datum Start
Die Herzprobleme habe ich schon mehrere Wochen.Der Blutdruck ist mal extrem hoch und dann wieder extrem tief. Habe aber erst im Juli einen Termin beim Kardiologen.
Das kommt jetzt etwas vom Thema ab und ich bin ja kein Fachmann. Aber andauernder Stress, bzw. Dauerstress, greift das Herz an. Mein Gedanke wäre jetzt, von diesem permanenten Anspannungslevel herunterzukommen. Mit Entspannungsübungen, autogenem Training, evtl. Wellness. Sich irgendwie ablenken.

Natürlich leichter gesagt als getan und diese Tipps anderen zu geben ist natürlich einfacher, als sie selber umzusetzen. 😶‍🌫

Im Fernsehen habe ich mal gehört, dass Ärzte bei ihrer Vermögensanlage hohe Verluste gemacht haben. Das liege daran, dass sie so beschäftigt sind sich in ihrem Fachbereich weiterzubilden und keine Zeit haben sich in Geldanlagen einzulesen und daher irgendwelchen Fondsmanagern auf den Leim gegangen sind.
 
Im Fernsehen habe ich mal gehört, dass Ärzte bei ihrer Vermögensanlage hohe Verluste gemacht haben. Das liege daran, dass sie so beschäftigt sind sich in ihrem Fachbereich weiterzubilden und keine Zeit haben sich in Geldanlagen einzulesen und daher irgendwelchen Fondsmanagern auf den Leim gegangen sind.

Die drei Klassiker sind aus meiner Sicht:
  • Der Sparkassenkunde, der nach den neusten Regeln extrem viele Dokumente ausfüllen muss, wenig wirklich versteht und dann extrem konservativ anlegt. Die Aktienfonds die er kauft sind von der DEKA, auf den DAX, aktiv gemanaged und kosten das 5 fache wie ETFs. Er weiß nicht, dass die Beratung der Sparkasse nicht wirklich kostenlos ist....
  • Der gierige Selbstanleger, der Hebelprodukte wie CFDs kauft oder bei Etoro anderen Anlegern auf diese Weise folgt. Das funktioniert oft sogar eine Weile gut, bis es kracht. Das sind die typischen Geschichten wenn man von Totalverlusten hört.
  • Der sicherheitsorientierte Rentner, der "das beste Unternehmen" sucht und dann alles darin investiert - ungeachtet dessen, dass ein Einzelunternehmen nie ein besonders sicheres Investment sein kann. Ich sehe jetzt noch die Bilder von Rentnern, die ihre Altesvorsorge komplett in Wirecard investiert hatten.
Statistisch ist es dabei so einfach:
WELT ETF kaufen
10+X Jahre liegen lassen
freuen

Das kann man natürlich auf diverse Weise ergänzen und optimieren, aber die Basis ist einfach.
Woran es scheitert ist oft eher das Mindset, also Angst und Gier. Insofern ist die TE keine Ausnahme sondern eher die Regel wenn sie Angst vor der Zukunft hat und mit einem Wind ETF etwas sucht, was vermeintlich sicherer und besser sein soll.

Und wie du richtig sagst, machen das auch Fondsmanager. Sie müssen ja sagen, dass sie schlauer sind als Andere, sonst gäbe es ja keinen Grund ihre Fonds statt ETFs zu kaufen. Deswegen müssen wie auf die ihrer Meinung nach "besten Unternehmen" wetten und das mit Überzeugung dem Anleger verkaufen:
 
Also bei mir persönlich ist es ganz sicher keine Angst vor der Zukunft, denn ich hatte jahrzehntelang sehr wenig Geld.
Gott hat mir immer das gegeben was ich gebraucht habe.
Gierig bin ich ganz sicher auch nicht, weil ich am ersten Tag als ich das Geld bekommen habe. schon über 25.000 € meines Geldes verschenkt hatte.
Den größten Teil davon aber allerdings an meine Kinder.
Ich wollte es nur sagen, aber ich weiß das du gesagt hast war allgemein gemeint.
Dieser dämliche Chat da unten ploppt immer auf, und ich konnte eben nichts mehr schreibe weil ich ihn zwischendurch vor der Nase habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die drei Klassiker sind aus meiner Sicht:
  • Der Sparkassenkunde, der nach den neusten Regeln extrem viele Dokumente ausfüllen muss, wenig wirklich versteht und dann extrem konservativ anlegt. Die Aktienfonds die er kauft sind von der DEKA, auf den DAX, aktiv gemanaged und kosten das 5 fache wie ETFs. Er weiß nicht, dass die Beratung der Sparkasse nicht wirklich kostenlos ist....
  • Der gierige Selbstanleger, der Hebelprodukte wie CFDs kauft oder bei Etoro anderen Anlegern auf diese Weise folgt. Das funktioniert oft sogar eine Weile gut, bis es kracht. Das sind die typischen Geschichten wenn man von Totalverlusten hört.
  • Der sicherheitsorientierte Rentner, der "das beste Unternehmen" sucht und dann alles darin investiert - ungeachtet dessen, dass ein Einzelunternehmen nie ein besonders sicheres Investment sein kann. Ich sehe jetzt noch die Bilder von Rentnern, die ihre Altesvorsorge komplett in Wirecard investiert hatten.
Statistisch ist es dabei so einfach:
WELT ETF kaufen
10+X Jahre liegen lassen
freuen

Das kann man natürlich auf diverse Weise ergänzen und optimieren, aber die Basis ist einfach.
Woran es scheitert ist oft eher das Mindset, also Angst und Gier. Insofern ist die TE keine Ausnahme sondern eher die Regel wenn sie Angst vor der Zukunft hat und mit einem Wind ETF etwas sucht, was vermeintlich sicherer und besser sein soll.

Und wie du richtig sagst, machen das auch Fondsmanager. Sie müssen ja sagen, dass sie schlauer sind als Andere, sonst gäbe es ja keinen Grund ihre Fonds statt ETFs zu kaufen. Deswegen müssen wie auf die ihrer Meinung nach "besten Unternehmen" wetten und das mit Überzeugung dem Anleger verkaufen:

Dazu muss man dann noch sagen, dass es nicht selten schlichtweg die Manager selber sind, die ihren Fonds soweit verteuern, dass er mit einem vergleichbaren ETF nicht mithalten kann.

Die Vergleichsweise hohe TER eines aktiv gemanagten Fonds entfällt auf die Managementgebühren.

Glaubhaften Quellen zufolge sind jedoch nur etwa 15-20% der aktiv gemanagten Fonds besser gegenüber ETFs mit ähnlichem Risikoprofil.

Ich selber habe 2004 ganz klassisch mit aktiv gemanagten Fonds, empfohlen von einer Filialbank, begonnen. ETFs und eine "eigenes kostenoptimiertes Depot" kamen bei mir erst 2011 dazu.
Dabei war es weniger die TER, die mich seinerseits massiv gestört hat (sie ist bereits in den Kurs eingerechnet und fällt eigentlich gar nicht auf als Anfänger), sondern die enormen Ausgabeaufschläge. Ich durfte damals pro Kauf innerhalb eines monatlichen Sparplans 2,5% Ausgabeaufschlag zahlen.

Die meisten aktiv gemanagten Fonds habe ich zwischenzeitlich abgestossen. Sparpläne auf aktiv gemanagte oder neue Anlagen in diese Richtung sind bei mir nicht mehr vorgesehen.

Allerdings halte ich noch eine Position in meinem Depot, die aktiv gemanagt ist und nu nauch schon seit mehr als 10 Jahren besteht.
Daher kann ich Kursverläufe mit ähnlich ausgestalteten ETFs gut vergleichen und es stimmt:

Der ETF läuft langfristig etwas besser. Die Aufschläge und die hohe TER können vermieden werden. Die Stärke des aktiven Fonds zeigt sich lediglich in meinem Fall in schlechten Börsenzeiten (wie jetzt gerade). Mein aktiver Fonds hat etwas weniger Verlust eingefahren.
In starken Börsen-Zeiten wie den vergangenen 3 Jahren ist er den passiven Anlagen hinterher gehinkt, hauptsächlich dank hoher TER, nichtmal wegen schlechter Einzelwerte.

Aber auch hier wieder das alte Credo:

Lange Laufdauern, mindestens 10 Jahre, besser länger.

Breit gestreute Fonds in Branchen und Regionen als Kernanlagen für hohe Beträge wählen.

Große und ältere Fonds ( mindestens 5 Jahre alt und 500 Mio schwer) bevorzugen.

"Sektor-Wetten" wie solche auf bestimmte Branchen, Regionen und Wirtschaftszweige entweder unterlassen oder mit kleinem Geld als "Spielerei" ansehen. Erfolg und Mißerfolg gehen hier Hand in Hand und man übertrifft alles zusammen gerechnet selten die breite Weltwirtschaft.

Trends sehr kritisch beäugen und im Zweifel links liegen lassen... ist etwas bereits in den Nachrichten, ist es meist schon zu spät.

Immer kühlen Kopf bewahren, auch wenns mal 30-40% runter geht (habe ich bisher zweimal 2008 und 2020 "live" miterleben dürfen).

Und genau für dieses eigentlich eher ruhige und besonnene Handeln ist nunmal nicht jeder geeignet. So manch einer wird da schnell Teil von @tonytomate `s Stammtisch-Statistik.

Meiner Erfahrung nach sind besonders solche Menschen am Finanzmarkt erfolgreich, die eine gewisse Grundruhe mitbringen, ein gutes Zahlenverständnis über die Grundrechenarten hinaus mitbringen, eventuell auch beruflich viel mit Zahlen und Statistik (nicht unbeding Finanzen, aber das natürlich auch) zu tun haben.
Kurzum Leute, die realitätsbezogen - und faktenbasiert denken und handeln.
 
Für mich ist ein Riesenproblem, das die ETFs die breit gestreut sind fast immer Bereiche aus dem Gesundheitswesen dabei haben, und da sind oft welche dabei die mit Biotechnik ... Gentechnik zu tun haben. Habe gestern ganz lange gesucht.


Wie kann man das denn da unten abstellen, das ich nicht ständig den Chat vor Augen habe ?
 
Für mich ist ein Riesenproblem, das die ETFs die breit gestreut sind fast immer Bereiche aus dem Gesundheitswesen dabei haben, und da sind oft welche dabei die mit Biotechnik ... Gentechnik zu tun haben. Habe gestern ganz lange gesucht.

Ich empfehle es nicht, aber wenn du absolut darauf bestehst kannst du natürlich nach sozialen und nachhaltigen Kriterien investieren.

Damit ist deine Streuung geringer und dein Risiko (Schwankung) höher, aber es gibt auf den von mir genannten Plattformen wie JustETF Suchkriterien, die z.B. den iShares MSCI World SRI UCITS ETF EUR (A2DVB9) auswerfen, der entsprechend investiert.

Ein Rosinenpicken (ich will kein Biotech, kein Öl, kein Sonstwas) ist aber mit ETFs und auch Fonds nicht möglich.
Und es spricht auch dagegen, dass du als Anleger geeignet oder erfolgreich bist, da du den Markt sehr oberflächlich betrachtest. Das hast du bereits beim Wind ETF gemacht, den du einerseits gut fandest, dann aber erschrocken bist, dass es überwiegend chinesische Unternehmen sind.
Wie Styx andeutet ist die Welt nicht schwarz und weiß und weder kann noch will ich als Anleger über alles urteilen.
 
Wie gesagt... vielleicht solltest du dir, ob solcher etwas weltfremderer Bedenken gut überlegen, ob das überhaupt was für dich ist.

Viele weltweit operierende Firmen haben beispielsweise einen Rüstungszweig oder verkaufen bestimmte Bauteile an diese Branche... nahezu jeder Flugzeughersteller zum Beispiel, aber auch Firmen wo man es gar nicht glauben mag.

Hier sind wir wieder bei Emotion, Impulsivität, Glaube...

Man könnte meinen, es gäbe Schlimmeres da draußen, als Firmen, die lebensrettende Medikamente und Impfstoffe herstellen...
Das kann niemand anderes nachempfinden. Ich kann einfach nicht gegen mein Gewissen handeln. Ich muss auch nicht auf biegen und brechen irgendwelche ETFs kaufen. Das hat aber gar nichts mit Emotionen oder gar Impulsivität zu tun..
 
Jeder muss sein Geld so anlegen, wie es für ihn persönlich am besten ist.
Was nützen die schönsten Renditen, wenn man nachts nicht mehr ruhig schlafen kann
In einer globalisierten Welt kann ich nur sehr schwer einzelne Dinge ausgrenzen. Selbst in europäischen Produkten steckt jede Menge Vorproduktion aus China drin.
Meine letzten Laufschuhe kommen aus Vietnam.
Mein Smartphone kommt aus Korea.
Wo fange ich an, wo höre ich auf. 🤔
 
Jeder muss sein Geld so anlegen, wie es für ihn persönlich am besten ist.
Was nützen die schönsten Renditen, wenn man nachts nicht mehr ruhig schlafen kann
In einer globalisierten Welt kann ich nur sehr schwer einzelne Dinge ausgrenzen. Selbst in europäischen Produkten steckt jede Menge Vorproduktion aus China drin.
Meine letzten Laufschuhe kommen aus Vietnam.
Mein Smartphone kommt aus Korea.
Wo fange ich an, wo höre ich auf. 🤔

Absolut richtig!

Deswegen sind Aktien und auch ETFs nicht für jeden am besten geeignet. Denn auch wenn z.B. ETFs das vermutlich beste Risiko/Rendite Verhältnis auf lange Sicht aufweisen, muss man damit ruhig schlafen können und es muss zur eigenen Anlagestrategie und auch zur persönlichen Anlagekompetenz passen.

Vom dem bisherigen Stand deines Wissens @Lena7 und auch deiner Anlagewünsche halte ich ETFs für dich nicht oder nur sehr bedingt geeignet. Sowohl ein Rosinenpicken als auch eine Angst vor Kursverlusten passen nicht gut zur Anlage in ETFs.
 
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Super Beitrag Andreas. Kleine Ergänzung, warum das von Dir geschilderte Vorgehen dann nicht klappt.

Keine Geduld, weil man ja morgen reich sein will.

Und ich halte bei Deinem Vorgehen 8% im Schnitt pro Jahr für realistisch. Das ist leider den Gierigen unter uns viel zu wenig, mit Hebelprodukten, Krypto etc. hat doch Hinz und Kunz in einem Jahr aus 10.000 dann 500.000 Euro gemacht. So die Denkweise. Also investiert man "gierig" und verliert in der Regel.
 

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