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Überstunden mit dem Gehalt abgegolten

Was ich verstehe:
- 20 Überstunden "kann" bzw. Muss ich machen. Die ersten 20 Stunden sind im Gehalt enthalten. Abfeiern ist nicht drin
- ab der 21. Überstunde, kann dann die Firma entscheiden, ob ich sie abfeiern kann oder ausgezahlt bekomme.

Versteht ihr es genauso?
Ja.
Es kommt aber auch drauf an, was du insgesamt bezahlt bekommst. Wenn das ein super Job mit einer verantwortungsvollen Aufgabe und einem super Gehalt ist, kann man schon verlangen, dass da ein paar Überstunden drin sind.
 
Ich finde das man dieses Schreiben im kompletten Zusammenhang lesen müßte.

Denn die Klausel.. aus dem Zusammenhang vielleicht... mit dem Unterschreiten des Mindestendgeldes... durch Überstunden... macht auch wenig Sinn.

Es gibt Firmen bei denen man nicht mehr al s 20 Überstunden/Gleitzeit ansammeln darf und so wie man drüber ist... abbummeln oder auszahlen lassen muß.
Bist du sicher das es nicht so gemeint ist?
( das ist zwar nicht zum Schutz der Mitarbeiter... sondern hat damit was zu tun wieviel theoretisches Kapital vorrätig sein muß. ... nämlich soviel um alle Überstunden im Ernstfall auszahlen zu können )
Der genaue Wortlaut des Abschnitts:
"Soweit sich nichts abweichendes aus Betriebsvereimbarungen ergibt, ist mit der vorstehenden Vergütung die gesamte Arbeitsleistung des Arbeitnehmers für die Gesellschaft und verbundene Unternehmen im Sinne des Paragraph 15 AktG ("Verbundene Unternehmen") bis zum Umfang von 20 Stunden pro Monat abgegolten, einschließlich von Überstunden in Kennziffer X, soweit dadurch nicht der Anspruch auf das gesetzliche Mindesentgelt unterschritten wird. Darüber hinausgehende Überstunden nach Kennziffer X sind nach Wahl der Gesellschaft durch Freizeit auszugleichen oder zu vergüten."

Es ist ein amerkanischer Konzern bzw. Durch die Übernahme amerikanisch wurde mit 4.000 Mitarbeitern.

Es mag ja sein, dass ich max. 20 Überstunden darf. Der PDL meinte, dass in den Altverträgen der Passus steht "Überstunden sind mit de Gehalt abgegolten". Und ich sei nun der "erste" mit einem Vertrag, wo man die Überstunden deckeln möchte. An sich auch völlig ok. Nur steht nichts von einem Freizeitausgleich für die ersten 20 Überstunden. Gehalt würde bei 4.200€ brutto bei 180 Stunden/ Monat (160 Stunden + 20 Überstunden) liegen. Abzüglich der Überstunden wäre mein neues Gehalt dann fast soviel wie mein jetziges Gehalt bei 37.5 Stunden/ Woche ohne Deckelung der Überstunden.
 
Es kann trotzdem nur schlecht formuliert sein.
Oder auch hier nur ein Teil hin kopiert, vielleicht unabsichtlich aus dem Zusammenhang.
Ich würde das nochmal klar, konkret... nachfragen.
Kann es . Trotzdem ist es letztlich der Vertrag, der zählt.
Und ich würde dann darauf bestehen, dass das mit den Überstunden gestrichen wird .
Ersatzlos.
 
30 Urlaubstage, eine durchschnittliche 40h/ Woche.
Ich hatte vor ein paar Tagen mit der neuen Chefin darüber gesprochen, wie ich das verstehen darf und sie sagte mir sogar, dass die 21 Überstunde zum Monatsende gekappt werden und das Überstundenkonto auf Null gesetzt werde
Das bedeutet jetzt was für Dich? Wenn Du Überstunden machst?
 
Ja.
Es kommt aber auch drauf an, was du insgesamt bezahlt bekommst. Wenn das ein super Job mit einer verantwortungsvollen Aufgabe und einem super Gehalt ist, kann man schon verlangen, dass da ein paar Überstunden drin sind.
Ja, das schon. Das wäre für mich ab einem Gehalt von 80.000€ aufwärts ok.

Ein paar Überstunden sind ok aber gleich 20!?
 
Ja.
Es kommt aber auch drauf an, was du insgesamt bezahlt bekommst. Wenn das ein super Job mit einer verantwortungsvollen Aufgabe und einem super Gehalt ist, kann man schon verlangen, dass da ein paar Überstunden drin sind.
Der Job müsste bei 40 Stunden 12,5% über Mindestlohn liegen. 45 Stunden erfüllen noch Mindestlohn, Weitere Mehrstunden zum selben Gehalt liegen darunter, müssen daher ausgeglichen werden.
48 Stunden wären für 48 Wochen im Jahr möglich, da der Mindesturlaub 4 Wo beträgt.
 
Bei solchen Verträgen hat man schon das Gefühl, dass die halt einen Dummen suchen, der sie unterschreibt.
 
Das bedeutet jetzt was für Dich? Wenn Du Überstunden machst?
Das ist die große Frage... mündlich kann man vieles erzählen, der Vertrag etwas anderes.
Ich hatte zunächst ein Gespräch mit der künftige Chefin. Ich bat sie mir zu erklären, wie ich den Passus verstehen soll. Sie gab den Passus fast 1🤐 wieder und meinte "Sie sollen ja aber keine Überstunden machen".
Dann kontaktierte mich der PDL und fragte wie der Stand sei. Nachdem ich es erzählt hatte, meinte er dann erstaunt "sie hätten ja dann theoretisch 180 Stunden im Monat. Nein, das glaube ich nicht". Nachdem er dann ein Gespräch mit der künftigen Chefin hatte, wo ich nicht involviert war, meinte er dann, dass alles nur ein Missverständnis sei. Ich könne sehr wohl die Überstunden ab der 1 Minute an, abfeiern. Nur ist im Vertrag keine Spur davon zu lesen.

Das ganze scheint mir irgendwie zu stinken.
Im zweiten Gespräch teilte mir die Chefin mit, dass sie bereits einen Kandidaten hatten. Dieser habe den Vertrag unterschrieben, die Stelle jedoch nie angetreten und habe sich nicht mehr gemeldet. Nachdem ich den Vertrag gelesen hatte, dachte ich mir "Nun weiß ich wieso der Kandidat so gehandelt hat".
 
Man kann den Arbeitnehmer auch anderweitig vor Überarbeitung schützen und trotzdem sicherstellen, dass er wenn nötig Überstunden macht. Bei mir im Vertrag wurde dafür ein Gleitzeitkonto definiert, Überstunden sind grundsätzlich abzufeiern und werden nur in Ausnahmefällen ausgezahlt.

So habe ich gar keine Motivation, im Übermaß mehr zu arbeiten, denn mehr verdienen kann ich dafür nicht und extra viel rackern um den Chef zu beeindrucken nutzt mir auch nix, wenn ich dann später durch meine Abwesenheit glänze. Gleichzeitig hat die Firma kein Interesse daran, mir unnötige Überstunden aufzubrummen, weil ich ihnen dann ja später fehle. Was aber nicht heißt, dass man im beiderseitigen Interesse mal eine Woche extra viel ackert, um einen Meilenstein gerade noch rechtzeitig abzuschließen und dann an einem schönen Nachmittag in einem Freibad gammeln kann.

Ergo: der Arbeitnehmer solle davor geschützt werden, zu viel zu arbeiten, ist eine Ausrede. Warum sollte ich als Arbeitnehmer mehr arbeiten als ich muss? Sollte jemand doch zum Workaholic mutieren kann man als Chef immer noch anordnen, dass man keine weiteren Überstunden mehr machen darf.

Klar will dich der Personaler zur Unterschrift bewegen. Wie du schon gesagt hast, er kriegt eine Provision dafür. Dem ist es doch scheißegal, ob du dich später zu Tode ackerst, Hauptsache er kriegt sein Geld.

Unterschreiben würde ich jedenfalls nur, wenn du entweder stark abhängig von dem neuen Job bist oder er vom Themenfeld her ein großer Karrieresprung wäre. Dann aber auch nur, um mich zeitnah wieder wegzubewerben. Ansonsten würde ich den Vertrag eben mit dieser Begründung ablehnen. Machen das ausreichend Leute, wird die Firma diesen Passus gewiss bald wieder entfernen. Aber warum sollte sie das tun, solange sich genügend Dumme finden...
 

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