Zum einen fängt es ja schon bei der Partnerwahl an. Ich kenne Frauen, die haben sich vor Jahren für einen dominanten, gut aussehenden, erfolgreichen Mann entschieden und sind heute, viele Jahre später, todunglücklich. Der Mann ist eiskalt, arrogant und gemein zu ihnen, beachtet sie nicht, lästert über das Aussehen der Frau und auch gerne über das Aussehen ihrer Freundinnen etc, also ein A. durch und durch. Das da dann kein Sexleben bzw nur noch schlechter Sex stattfindet, ist klar. Oder es wird fremdgegangen.....
Klar, die erste Zeit des Verliebtseins und der Leidenschaft, die ist und war einmalig. Alles verändert sich. Aber es wird nicht schlechter, sondern eben nur anders. Man liebt sich, vertraut sich, hat viel zusammen erlebt und durchgestanden. Das ist eine Bindung, die auch Krisen übersteht.
Und beim Sex darf man nicht vergessen, es ist normal, dass es auch mal Zeiten gibt, in denen man nicht in Stimmung ist. Das Leben und der Alltag sind nunmal stressig. Und der Körper, der Hormonhaushalt reagieren auf diesen Stress, zb mit Lustlosigkeit. Das sollte man dann auch akzeptieren und nicht überbewerten.
Manchen Menschen fehlt vielleicht auch die Romantik. Sie sind nicht in der Lage, sich immer wieder neu in ihren Partner zu verlieben, sie empfinden auch nichts bei schönen Filmen, Büchern oder Musik. Die sind einfach nur erwachsen und haben das Kindliche komplett abgelegt. Damit meine ich einfach mal etwas zu tun, was ihnen Spaß macht, was sie früher gerne mochten, sich heute aber zu alt dazu fühlen, oder weil die Norm ihnen vorgaukelt, dass man dies oder jenes in ihrem Alter angeblich nicht mehr tut oder tun sollte?
Mit der Partnerwahl und welche Charaktereigenschaften sind mir wichtig, da fängt es oft schon ( falsch) an. Was soll Frau oder Mann mit einem Partner/in anfangen, der ständig am Aussehen oder Veränderungen (Körper etc) rummäkelt und einem das Gefühl gibt, nicht gut genug zu sein?
An der Situation, dass ein Paar wie Bruder und Schwester zusammenlebt, müssen beide was ändern wollen. Alten Zeiten hinterhertrauern hilft da wenig. Vielleicht sich mal wieder vor Augen führen, wie man früher miteinander umgegangen ist und warum man sich überhaupt in den Partner verliebt hat. Ihn oder sie mit oder gerade wegen den Macken, Marotten und Fehlern lieben oder wieder neu lieben lernen.
Und bei sich selbst anfangen. Nicht selten ist man wegen anderen Dingen unglücklich oder total verkrampft und verspannt, dann wird das auch nix mit dem Partner...